Empfang in Atting


11.12.2018 Die schülermannschaft wurde von der Gemeinde Atting für den Gewinn des deutschen Meistertitels geehrt.
Erst im Oktober wurde das Attinger Rathaus, die „Alte Schule“, nach mehr als eineinhalbjähriger Generalsanierung in einem Festakt wiedereröffnet. Am Montag bot nicht nur der Bürgersaal einen passenden Rahmen, sondern auch der Rathausbalkon. Denn die Schülermannschaft des IHC Atting wurde für ihren am 2. Dezember errungenen deutschen Meistertitel im Inline-Skaterhockey geehrt.

„Ich habe es ja immer gesagt: Wenn wir einmal richtig sportlich was zu feiern haben, dann gibts einen Empfang auf dem Rathausbalkon“, sagte 1. Bürgermeister eingangs am Balkon, wo die Spieler ihren Eltern mit dem Pokal zujubelten und das Meistertransparent ausrollten. Zuvor hatten die Spieler, Trainer und Betreuer einen Meistercorso durch Atting gemacht und wurden bei der Ankunft an der Schule von Eltern, Angehörigen und Vereinsmitgliedern begeistert empfangen.

Bei der Feier durften alle Anwesenden noch einmal das Jahr der Mannschaft in einem von Trainer Markus Alzinger zusammengestellten Video mit erleben: Vom harten Trainingsalltag seit Februar, über die Spielvorbereitung in der Kabine, bis zu den Jubelszenen beim bayerischen und deutschen Meistertitel. „Deutscher Meister - da gehört wirklich viel dazu“, sagte Ruber. „Man sieht, wie alle zamhoidn“, erinnerte er an das Leitmotiv „#Zamhoidn“ von Trainer Alzinger, das dieser 2016 eingeführt hatte, als sich der Verein neu ausrichtete und Nachwuchs und Herrenteams wieder unter ein Dach holte. „Nur zusammen kann man einen solchen sportlichen Erfolg feiern.“ Ruber dankte auch den Eltern für ihre Unterstützung sowie den Schulen, die aufgrund der langen Anreise nach Velbert (600 Kilometer) den Spielern zwei Tage frei gegeben hatten.

Bereits am Samstagabend des Turnierwochenendes hatte sich Ruber mit Alzinger über Whatsapp ausgetauscht und den Stand erfragt. „Er hat mir geschrieben: Wir holen den Pott nach Atting!“, sagte Ruber. „Da war ich schon gespannt, wie das ausgeht, denn der IHC war ja nicht unbedingt der Favorit.“ Es war auch knapp: Im entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen Deggendorf sorgte am Sonntagmorgen erst ein Treffer in Unterzahl 17 Sekunden vor dem Ende für den Halbfinaleinzug. Dort folgte ein 6:1 gegen Krefeld und der Penalty-Krimi gegen Bissendorf (5:4). „Als dann am Sonntag die Nachricht kam: ‚Atting, deutscher Meister!‘ habe ich mich riesig gefreut. Für mich als Bürgermeister ist das auch etwas ganz Besonderes!“

Denn der deutsche Meistertitel der Attinger U13 ist der zweitgrößte sportliche Erfolg in der Gemeinde. Judoka Michael Jurack hatte bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen die Bronzemedaille gewonnen, auch das war damals groß gefeiert worden. Die Attinger Nachwuchscracks erhielten nun nicht nur die goldene Ehrennadel, einen Scheck für die Vereinskasse über 800 Euro, sondern durften sich zusammen mit Trainern und Betreuern auch ins Goldene Buch Attings eintragen. „Ich hoffe, dass ihr wieder kommt und noch einmal unterschreiben dürft“, meinte Ruber.

Kreisrat Erwin Kammermeier überbrachte die Grüße des Landrates und gratulierte ebenfalls: „Deutscher Meister kann sich nicht jeder nennen. Ihr könnt wirklich stolz auf das sein, was Ihr erreicht habt - Ihr, Eure Eltern, die Trainer, die Betreuer und auch der Verein, der auch in schweren Zeiten nicht aufgegeben und trotzdem weitergekämpft hat.“ Er erinnerte damit an das jahrelange Bemühen eine eigene Spielstätte in Atting zu schaffen. „Und jetzt hat es geklappt. Ihr habt Eure Halle eingeweiht, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert und als wenn es die Gemeinde gewusst hätte, hat sie noch rechtzeitig für die Feier den Rathausbalkon fertig gebracht.“

Text, Foto: Michael Bauer
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Jugend Vierter bei deutscher Meisterschaft


10.12.2018 Die Jugendmannschaft beendet das Turnier um die deutsche Meisterschaft in Bissendorf nach einer 2:3-Niederlage im kleinen Finale gegen Krefeld auf Rang vier
(mb) Nicht ganz glücklich aber dennoch zufrieden: So könnte man die Stimmungslage bei der Jugendmannschaft des IHC Atting nach dem vierten Platz am Wochenende bei der deutschen Meisterschaft in Bissendorf beschreiben. Das Spiel um Platz drei gegen Krefeld ging nur knapp mit 2:3 verloren.

„Wir haben ein super Turnier gespielt“, sagte Trainer Vincent Liebl. Doch das Glück, das eigentlich durch die Trikots der Schülermannschaft (waren vor einer Woche deutscher Meister geworden) mit nach Niedersachsen gebracht werden sollte, fehlte in der entscheidenden Phase. Denn nach einem 0:2-Rückstand im kleinen Finale schafften die Wölfe zwar den Ausgleich, unterlagen aber am Ende doch noch mit 2:3. „Wir hatten auch Pech und konnten unsere Chancen nicht nutzen.“

Zuvor hatte sein Team gegen den spätere deutschen Meister und Gastgeber Bissendorfer Panther das Halbfinale mit 1:5 verloren. „Zu hoch“, wie Liebl fand. „Denn das spiegelt nicht die Leistung des Teams wider. Das war eines der besten Spiele in dieser Saison von uns.“

Der Auftakt ins Turnier war dabei perfekt gelungen: Einem 2:0 gegen die Red Devils Berlin folgte ein 4:1 gegen die Sputniks Fürstenwalde. Auch ein 0:10 gegen den späteren deutschen Vizemeister Düsseldorf Rams konnte an der guten Ausgangslage nichts ändern. Die beiden Siege reichten für Rang zwei nach der Vorrunde, auch ein 1:3 gegen die Freiburg Beasts im letzten Vorrundenspiel konnte danach nichts ändern. „Wir haben nach dem Motto gespielt: 'Ein gutes Pferd springt nur so hoch es muss'“, meinte Liebl. „Wir hatten ja gewusst, dass wir Zweiter werden.“

Das brachte die Wölfe aber dann in eine besondere Ausgangslage: Denn das Viertelfinale musste man ausgerechnet gegen die Deggendorf Pflanz bestreiten, gegen die man schon im Finale um die bayerische Meisterschaft siegte. Auch diesmal blieb Atting Sieger. 4:2 hieß es am Ende. „Da haben wir auch so gespielt wie im bayerischen Finale und verdient gewonnen.“ Liebl bedankte sich bei allen Beteiligten: „Hiermit möchte ich mich noch einmal bei allen Eltern bedanken, die mitgefahren sind und das Team ständig unterstützt haben, sowie auch bei allen Sponsoren und Schulen, die uns unterstützt haben.“

Der vierte Platz rundet eine äußerst erfolgreiche Saison für den Attinger Nachwuchs ab, der die Krönung in der vergangenen Woche im deutschen Meistertitel der Schüler gefunden hatte. Jugend und Schüler waren bereits bayerischer Meister geworden, die Bambinimannschaft Vizemeister.

Text: Michael Bauer, Foto: Erich Attenberger

Jugend bei deutscher Meisterschaft: Zamhoidn


06.12.2018 Nach dem überraschenden Erfolg der Schülermannschaft hofft auch unsere Jugendmannschaft bei ihrem Endrundenturnier am Wochenende in Mellendorf auf eine gute Platzierung
Zusammen mit neun weiteren Landesmeistern und Vizemeistern reist man zum Turnier, das die Bissendorfer Panther ausrichten – jene Mannschaft, die die Schüler vorigen Sonntag in ihrem Finalspiel mit 5:4 nach Verlängerung besiegten. Die Panther dominierten in dieser Saison die Jugendliga West noch vor den Teams aus Nordrhein-Westfalen. Den NRW-Titel sicherten sich die Düsseldorf Rams, die mit den Wölfen in Gruppe B sind. Außerdem sind die Sputniks Fürstenwalde (Brandenburg), die Freiburg Beasts (Baden-Württemberg) und die Red Devils Berlin Gegner des IHC.

Die Wölfe qualifizierten sich als bayerischer Meister für das Turnier. Im Finale hatten sie die Deggendorf Pflanz, die ebenfalls in Mellendorf mit dabei sind, in zwei Spielen besiegt. Trainer Vincent Liebl kann seine Top-Besetzung für das Turnier in Mellendorf aufbieten. „Chancen sind definitiv da, aber Favorit sind für mich die Bissendorfer, die dieses Jahr sogar in der NRW-Liga alle geschlagen haben“, sagt der Coach. „Und da die Ligen insgesamt immer stärker werden, ist es schwierig, wirklich eine gute Einschätzung abzugeben.“ Bisher gingen alle Titel der ISHD-Historie an ein Team aus Nordrhein-Westfalen, Bissendorf war fünfmal Zweiter. Der IHC wurde zuletzt 2016 und 2017 jeweils Siebter bei diesem Turnier.

Am Freitagmorgen bereits macht sich der Attinger Tross auf die mehr als 600 Kilometer lange Reise, unterstützt von zahlreichen Eltern. Am Samstag finden die vier Gruppenspiele statt (2 x 10 Minuten), am Sonntag dann die Endrunde mit Viertelfinalqualifikation sowie anschließender K.o-Runde. „Klar würden wir nach der Leistung unserer Schüler so ein Wunder gerne wiederholen, aber wir müssen realistisch an das Ganze herangehen“, sagt Liebl, der bei der Begrüßung der Schülermannschaft am frühen Montagmorgen kategorisch ablehnte, den Siegerpokal anzufassen. Denn das soll ja nicht nur im Hockeysport Unglück bringen. Anders sieht es mit den Trikots aus: Denn die Schülermannschaft gab dem Team die Erfolgstrikots vom Wochenende mit auf die Reise – als Glücksbringer. „Die waren schon mal deutscher Meister“, sagt Markus Alzinger, Trainer der Schüler, am Mittwochabend, als er die Mannschaft beim Abschlusstraining verabschiedete. Motto: Wieder #Zamhoidn!

Text, Foto: Michael Bauer

Deutscher Meister 2018: Das Wunder von Velbert


04.12.2018 Als Außenseiter gestartet, mit dem großen Pokal nach Hause gekommen: Unsere Schüler haben am Wochenende für den größten Erfolg in unserer 20-jährigen Vereinsgeschichte gesorgt
Als der Bus am frühen Montagmorgen kurz vor 4 Uhr in Atting an der Hockeyhalle ankam, konnten es viele immer noch nicht glauben. Deutscher Schülermeister 2018. Als Außenseiter. „Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet“, sagte die Mutter eines Spielers. „Wir hatten gar nichts dabei, keinen Sekt, nichts.“

Gefeiert wurde aber zuvor trotzdem ausgiebig. „Deutscher Meister ist nur der IHC“, war der Hit in der Kabine und im Bus. „Wir sind stolz auf unser Team“, sangen die Eltern. „All das wird einem erst im Nachhinein klar“, sagte Trainer Markus Alzinger. „Wir sind jetzt nicht mehr nur bayerischer Meister, sondern deutscher Meister. Atting ist in dieser Klasse die beste Mannschaft Deutschlands.“ Noch vor den beiden Meistertiteln der Herren in der 2. Bundesliga (2013 und 2015) ist es nun der größte Erfolg der 20-jährigen Vereinsgeschichte.

Erst zum zweiten Mal überhaupt in der Verbandshistorie konnte eine bayerische Mannschaft den Titel in dieser Altersklasse gewinnen. 2010 schaffte dies der TV Augsburg, der auch die einzigen landesweiten Titel eines bayerischen Teams bei den Junioren (U19) gewonnen hat. Zum ersten Mal in der Verbandshistorie fand nun ein Finale ohne ein Team aus Nordrhein-Westfalen, der deutschen Skaterhockeyhochburg, statt. „Das muss man sich mal vorstellen“, ordnete Alzinger ein. „Bei uns in Bayern gibt es ja nicht alle paar Kilometer einen Verein.“

Wie das Team den Erfolg geschafft hat? „Zamhoidn“, verwies der Coach auf seinen 2016 eingeführten Wahlspruch. „Das wurde von allen Leuten, die dabei waren gelebt“, sagte Betreuer Erich Attenberger. „Unsere mitgereisten Fans haben sogar die Gegner dazu gebracht uns anzufeuern, wenn wir nicht gegen sie gespielt haben.“ Es habe einfach alles gepasst, sagte Alzinger. Uns seine Mannschaft hatte immer zum Schluss noch die nötige Energie: „Das 3:3 gegen Deggendorf haben wir 17 Sekunden vor Schluss in Unterzahl geschossen.“ Ohne dieses Tor hätte man das Halbfinale gar nicht erreicht. Im Finale schaffte man erst mit dem Ausgleich zum 2:2 45 Sekunden vor dem Ende die Verlängerung, in der man dann in Führung lag, sich aber auch vom späten Ausgleich nicht beeindrucken ließ.

Auch der Griff in die emotionale Trickkiste hatte geholfen. Wie auch Jürgen Amann bereits 2013 vor dem Zweitligameistertitel der Herren, so nahm auch Alzinger die DVD „Miracle on Ice“, das vom Triumph der amerikanischen Eishockeyherren über die Sowjetunion bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid berichtet, mit in den Bus. „Und ich habe am Donnerstag zuhause unsere DVD vom Regionalligameistertitel 2007 gefunden. Damals hat unser Kapitän Bernd Maier gesagt: ‚Jetzt war Bayern dran, danach kommt der Rest von Deutschland.‘ Danach sind wir in die 2. und die 1. Bundesliga aufgestiegen. Das habe ich meinen Jungs im Turnierverlauf immer gesagt.“

Zuhause fieberten zahlreiche Eltern und Spieler anderer Mannschaften am Facebook-Livestream und über Whatsapp mit. Attings 1. Bürgermeister Robert Ruber gratulierte noch am Sonntagabend zu diesem „sensationellen Erfolg“, der dem Team auch die Teilnahme am Europapokal der Landesmeister kommenden Sommer (21. bis 23. Juni) in Kaarst eingebracht hat. Zuvor wird das Team aber erst einmal geehrt: Am kommenden Montag, den 10. Dezember, gibt es von der Gemeinde in der frisch renovierten Alten Schule in Atting einen Empfang zu Ehren der neuen deutschen Meister. Bis dahin dürfte der Erfolg vielleicht schon greifbarer sein.

Text: Michael Bauer, Foto: Markus Steffl

Deutscher Meister


02.12.2018 Unsere Schüler sind deutscher Meister 2018. Im Finale besiegten sie die Bissendorfer Panther mit 5:4 nach Penaltyschießen. Es ist der größte Erfolg unserer Vereinsgeschichte.
Sensation im Inline-Skaterhockey: Der IHC Atting ist deutscher Schülermeister 2018 und hat damit den größten Erfolg in der nun 20-jährigen Vereinsgeschichte eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Markus Alzinger setzte sich am Sonntagabend in einem Finalkrimi mit 5:4 nach Penalty-Schießen gegen die Bissendorfer Panther aus Niedersachsen durch.

Ben Stadler und Lukas Alzinger, der ins All-Star-Team gewählt wurde, verwandelten die Penaltys für die Jungwölfe, die erst 45 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 2:2 erzielt hatten. Valentin Lehner parierte alle Penaltys der Panther. Noch auf der Fläche begann die Feier, in der Kabine und später bei der Heimfahrt war „Deutscher Meister ist nur der IHC“ der neue Hit.

Zuvor hatte man im Halbfinale Krefeld mit 6:1 besiegt. Erst durch ein 3:3 im entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen die Deggendorf Pflanz – der Ausgleich gelang den Wölfen hier 17 Sekunden vor dem Ende – hatte man sich für das Halbfinale qualifiziert. „Deutscher Meister, das ist einfach Wahnsinn, ich kann es immer noch gar nicht glauben“, sagte Trainer Alzinger kurz nach dem Spiel. „Ich hoffe, in Atting ist künftig am 2. Dezember ein Feiertag. Unbeschreiblich, was wir erreicht haben.“

Erst zum zweiten Mal überhaupt konnte eine bayerische Mannschaft die Dominanz der Teams aus Nordrhein-Westfalen, die eigentlich bis auf wenige Ausnahmen den deutschen Meistertitel gebucht haben, brechen. 2010 hatte der TV Augsburg in dieser Altersklasse den Titel geholt. Dreimal konnten die Augsburger bisher auch bei den Junioren gewinnen. Überhaupt war es das erste Finale in der Historie, an dem kein Verein aus NRW beteiligt war. Die Jungwölfe haben sich damit auch für den Europapokal der Landesmeister kommendes Jahr in Kaarst qualifiziert.

Bürgermeister Robert Ruber gratulierte noch am Sonntagabend der Mannschaft: „Ein sensationeller Erfolg, ich freue mich riesig für die Jungs“, schrieb er in einer Textnachricht. Die Gemeinde Atting plant für den 10. Dezember einen speziellen Empfang für die neuen deutschen Meister.

Text: Michael Bauer

Erlebnisreise deutsche Meisterschaft


28.11.2018 Die Schülermannschaft macht sich am Freitagmorgen mit großer Unterstützung auf den Weg nach Velbert zur deutschen Meisterschaft.
Der Meistertitel ist eingefahren, nun wartet für die Schülermannschaft (U13) des IHC Atting die Belohnung. Denn als bayerischer Meister hat man sich auch für das Endturnier um die deutsche Meisterschaft am Wochenende im nordrhein-westfälischen Velbert qualifiziert.

Bereits am Freitagmorgen um 10 Uhr macht sich der Attinger Tross auf die rund 600 Kilometer lange Reise. Die Schulen haben die Spieler dafür extra vom Unterricht freigestellt. 15 Spieler, zwei Torhüter, Trainer Markus Alzinger, zwei Betreuer, eine Physiotherapeutin und 24 Familienangehörige sorgen dafür, dass der IHC Atting bei diesem Turnier standesgemäß vertreten ist.

Neun Mannschaften aus sechs Bundesländern nehmen am Turnier teil. Neben den Wölfen ist auch Deggendorf Pflanz als Vizemeister aus Bayern am Start. In Gruppe B geht es gegen die beiden Landesvizemeister Skating Bears Krefeld (Nordrhein-Westfalen) und Dragons Heilbronn (Baden-Württemberg). Um in die Zwischenrunde einzuziehen, müssen die Wölfe mindestens Zweiter in ihrer Gruppe werden. „Krefeld ist sicher stark, Heilbronn kann ich schwer einschätzen“, sagt Alzinger übe die Gegner. Soll es dann in die Finalrunde gehen, müsste auch in der Zwischenrunde mindestens Platz zwei erreicht werden.

Ein Ziel will Coach für die „Erlebnisreise Deutsche Meisterschaft“ aber nicht ausgeben. „Nach dieser tollen Saison ist das ein Zuckerl für alle, das sie sich verdient haben.“ Denn seit Februar bis zu den Finalspielen Mitte November sind unzählige Trainingseinheiten und Spiele zusammengekommen, das letzte davon am Dienstagabend. „Jeder einzelne soll Spaß haben und Erfahrungen gegen starke Gegner sammeln.“

Text, Foto: Michael Bauer

„Meister dahoam“, Teil zwei


19.11.2018 Nach der Jugend ist auch unsere Schülermannschaft bayerischer Meister, sie gewann eine dramatische und hochklassige Finalserie gegen die Deggendorf Pflanz
Als am Sonntag um 15.20 Uhr der Meisterpokal an die Schülerspieler des IHC Atting übergeben wurde, lag auf der Hockeyfläche inmitten der Helme, Handschuhe und Schläger, die die Spieler bei ihrem Jubel von sich geworfen hatten, auch ein Baseballcap. „Zamspuin, zamhoidn, zamghearn“, stand in Niederbairisch darauf. Es gehörte Markus Alzinger, dem Attinger Coach, den man eigentlich nie ohne sein Cap sieht.

Auch er hatte es in seiner Freude über den knappen 3:2-Sieg (1:2, 2:0, 0:0) seiner Mannschaft im dritten und letzten Finale über die Deggendorf Pflanz in die Luft geschleudert, alle seine Spieler umarmt und wartete nun auf den Pokal. Knapp 200 Fans in der gut besuchten Attinger Hockeyhalle feierten die Spieler. Die Jungwölfe hatten zuvor nicht nur zweimal einen Rückstand gedreht, sondern auch eine scheinbar schon verloren geglaubte Serie noch gewonnen.

Denn als klarer Favorit mit zwölf Siegen aus zwölf Hauptrundenspielen in die Playoffs gegangen, verlor das Team das erste Finale gegen die Pflanz mit 2:3 und hatte plötzlich Druck, die perfekte Saison und das große Saisonziel noch zu verpassen. Es folgte ein dramatisches Spiel in Deggendorf mit fünfmaligem Rückstand, aber einem 7:6-Sieg nach Verlängerung sowie das 3:2 am Sonntag in eigener Halle. Damit waren auch die Schüler „Meister dahoam“, wie vor einer Woche die Jugendspieler, die ebenfalls gegen Deggendorf gewonnen hatten.

„Ja Mann, einfach nur geil“, sagte Alzinger, dem die Erleichterung anzumerken war. „Wir haben uns dieses Jahr den Titel wirklich verdient, denn wir haben das ganze Jahr über echt stark gespielt.“ Die „Ernte“, wie Alzinger es nannte, war eingefahren. Nach zwei Jahren ohne Meisterschaft im Nachwuchs hatte der Nachwuchsleiter des Vereins in diesem Jahr als Ziel wieder mindestens einen Titel ausgegeben. Am Ende waren es zwei.

Die Feier seiner Schülerspieler startete noch auf dem Feld: Zu Queens „We are the Champions“ führte Goalie Valentin Lehner die Raupe über das Feld, dann gab es angeführt von den beiden Kapitänen Ben Stadler und Lukas Alzinger mit dem Pokal eine Ehrenrunde sowie die Laola mit den Zuschauern und in den bayerischen Meistershirts mit dem Aufdruck „Boarischa Moasta“ führte das gesamte Team dann den Internethit „Mach die Robbe“ von Julien Bam auf.

Im dritten Jahr trainierte Alzinger nun die Schülertruppe, hatte zu Beginn Bambini- und Schülerspieler kombiniert, weil das Team zu klein war. Nun hat der Verein in allen vier Altersklassen (2019 gibt es wieder ein Juniorenteam) genügend Spieler. Das Motto „Zamspuin, zamhoidn, zamghearn“ hatte er eingeführt, als der Verein 2016 die Herrenmannschaft aus der Bundesliga abmeldete und keine Spielstätte mehr hatte. „Jetzt sind wir als Verein wieder zusammengewachsen, haben unsere eigene Halle bekommen und die gleich noch mit zwei Meisterschaften dahoam eingeweiht. Wahnsinn!“

Die Saison ist aber noch nicht beendet: In knapp zwei Wochen dürfen die Attinger und auch die Deggendorfer beim Endturnier um die bayerische Meisterschaft zusammen mit sieben anderen deutschen Teams die bayerischen Farben vertreten. Alzingers Baseballcap ist dann wieder mit dabei. Er hatte es schon zum Meisterfoto um 15.23 Uhr wieder auf dem Kopf. Ohne geht nicht…

Bayerischer Schülermeister 2018:
Vorne von links: Oliver Greißl, Jonas Hierlmayer, Leon Sauermilch, Bastian Luttner, Max Weiß, Ben Stadler, Maximilian Sauermilch, Lukas Alzinger, Simon Engl, Anton Kossa, Johannes Groitl, Vinzent Gritsch, Gerold Krügel, Florian Bauer, Tim Attenberger Stehend von links: Betreuerin Martina Schwankl-Lehner, Trainer Markus Alzinger, Valentin Lehner (auf dem Tor sitzend), Co-Trainer Felix Lehner, Joshua Veigl, Tillman Krügel, Fabian Baumann, Betreuer Erich Attenberger. Es fehlt: Betreuerin Bettina Groitl.

Text, Foto: Michael Bauer

„Meister dahoam“


12.11.2018 Die Jugend ist bayerischer Meister und erster IHC-Titelträger seit 2016: Ein Erfolg des Fleißes
Zwischendurch merkte man den Spielern und Trainer Vincent Liebl die Nervosität an. An der Bande wurde es unruhig, auf dem Feld wollte keiner einen Fehler machen. Nach 90 Trainingseinheiten und mehr als 20 Spielen in der Saison war der Erfolg zum Greifen nahe: Um 15.02 Uhr am Samstag war es dann so weit: Kapitän Elias Decker und Assistent Simon Steger durften aus den Händen von Attings 1. Bürgermeister Robert Ruber den Pokal entgegennehmen und jubelten mit ihren Mitspielern: Der IHC Atting war bayerischer Jugendmeister 2018.

Zuvor war es in diesem zweiten Finale gegen die Deggendorf Pflanz vor über 100 Zuschauern in der neuen Attinger Skaterhockey-Heimat noch einmal spannend geworden. Atting hatte zwar 3:0 geführt (der spätere Hattrick-Torschütze Thomas Neufeld hatte zwei Tore davon erzielt), doch Vorrundenmeister Deggendorf kam noch einmal, verkürzte auf 1:3 und hatte eigentlich das 2:3 auf dem Schläger, das Torhüter Matthias Bauer aber mit einem sensationellen Reflex verhinderte. Dann ging es schnell. Elias Decker machte im Gegenzug das 4:1. Die Wölfe ließen fortan nichts mehr anbrennen und holten den Sieg nach Hause. 7:2 – Meisterschaft dahoam! Das Hinspiel hatten sie in Deggendorf knapp mit 4:3 gewonnen, im Halbfinale hatte der ERC Ingolstadt keinen großen Prüfstein dargestellt.

Die Spieler zählten die Sekunden herunter und stürmten auf ihren Goalie zu. Nervosität verwandelte sich in Freude. „Der viele Fleiß hat sich ausgezahlt“, war Trainer Liebl erleichtert, der gleich einmal eine Wasserdusche von seinen Spielern verpasst bekam. Auch der Playoff-Bart des Trainers wurde vom Team noch vor der Halle abrasiert. „Wir haben alle so hart für dieses Ziel gearbeitet. Meine Jungs haben es wirklich verdient.“ Es ist der erste bayerische Meistertitel für den IHC seit 2015 (Junioren).

Nach der Vorrunde hatte man hinter Deggendorf noch den zweiten Platz belegt. In den Playoffs aber zahlte sich das viele Training, teilweise ab Umzug in die neue Halle dreimal pro Woche, aus. „Für die Meisterschaft war entscheidend, dass wir keine Einzelspieler haben, sondern eine Mannschaft sind“, lobte Liebl. „Alle haben miteinander gespielt. Wir sind ein Team.“

Und das Team hat jetzt noch ein Ziel: Denn am 8./9. Dezember vertreten sie Bayern bei der deutsche Jugendmeisterschaft im niedersächsischen Wedemark-Mellendorf. „Mein Ziel ist, dass wir wieder mal aufs Treppchen springen“, sagt Liebl. „Vielleicht Dritter zu werden, oder noch besser, wäre super. Das hat im Verein ja schon lang keiner mehr geschafft.“ 2014 standen die Junioren zuletzt überraschend auf diesem Platz. Neuland ist das Turnier dann für viele nicht. Vergangenes Jahr wurde man dort im Neunerfeld Siebter, Matthias Bauer wurde gar zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Vielleicht nimmt das dann die Nervosität.

Die Meistermannschaft: Hinten von Links: Betreuer Roman Decker und Mario Vyskocil, Ben Attenberger, Alex Maier, Justin Korn, Thomas Neufeld, Patrick Schwab (auf dem Tor sitzend) Leon Rückauf, Flavio Wagner, Kevin Korn, Kilian Tkocz, Trainer Vincent Liebl, Bürgermeister Robert Ruber;
Vorne sitzend: Matthias Bauer, Bastian Vyskocil, Elias Decker, Simon Steger, Justin Szasz, Tobias Greißl;

Text, Foto: Michael Bauer

Jugend bayerischer Meister


10.11.2018 Was für ein toller Samstag: Die Jugend sicherte sich durch ein 7:2 gegen Deggendorf den bayerischen Meistertitel, die Schüler glichen die Finalserie gegen Deggendorf aus.
Meister dahoam! Die Jugendmannschaft hat am Samstagnachmittag den bayerischen Meistertitel nach Atting geholt. Auch im zweiten Finalspiel gegen die Deggendorf Pflanz verließ die Mannschaft von Trainer Vincent Liebl das Feld als Sieger. Nach dem 4:3-Auswärtssieg gab es diesmal einen klaren 7:2-Heimerfolg (2:0, 1:1, 4:1). „Der viele Fleiß hat sich ausgezahlt“, sagte ein glücklicher Trainer Liebl nach dem Spiel.

Die Wölfe führten bereits mit 3:0, ehe die Pflanz kurz vor der zweiten Pause den ersten Treffer erzielen konnten. Dann drückten die Gäste im Schlussdrittel, doch der IHC stand weiter sich. Vor allem Torhüter Matthias Bauer konnte sich auszeichnen und konnte kurz vor dem Treffer zum 4:1 ein scheinbar sicheres Gegentor mit eine Glanzparade verhindern. Die Mannschaft, die von Bürgermeister Robert Ruber den Pokal überreicht bekam, feierte ausgiebig, auch der Bart von Trainer Liebl musste weichen. Ein ausführlicher Meisterbericht folgt.

Es war nicht das letzte Attinger Heimspiel in diesem Jahr, denn die Schülermannschaft konnte in der Serie gegen die Deggendorf Pflanz nach einem dramatischen Spielverlauf de Sieg davon tragen und die Serie zum 1:1 ausgleichen. 7:6 gewannen die Wölfe nach Verlängerung (1:2, 3:2, 2:2, 1:0). Fünfmal lagen sie bereits zurück, um kurz vor dem Ende dann selbst in Führung zu gehen. Doch die Pflanz glichen 81 Sekunden vor dem Ende noch einmal aus. Ben Stadler gelang in der 48. Minute der Siegtreffer. Kommenden Sonntag um 14 Uhr steigt nun das entscheidende Finale in der bayerischen Schülermeisterschaft in Atting.

Text, Foto: Michael Bauer

Nachwuchs-Finals, Teil 1


22.10.2018 Am Wochenende starteten die Finalspiele um die bayerischen Nachwuchsmeisterschaften: Dabei gab es je einen Sieg für die Jugend und eine Niederlage für die Schüler
Ein Sieg, eine Niederlage – beides jeweils ganz knapp. Das sind die Ergebnisse der ersten Finalspiele um die bayerische Meisterschaft mit Beteiligung des IHC Atting. Während die Jugend auswärts in Deggendorf mit 4:3 (2:1, 2:1, 0:1) gewann, zogen die Schüler zuhause gegen denselben Gegner mit 2:3 (1:2, 0:1, 1:0) den Kürzeren.

Für die Schüler war es vor einer guten Zuschauerkulisse von rund 100 Fans in heimischer Halle die erste Niederlage der laufenden Saison. Nach dem 1:0 durch Maximilian Sauermilch drehten die agileren Pflanz noch im ersten Drittel das Spiel, erhöhten im zweiten auf 3:1 und verteidigten nach dem 2:3 durch Sauermilch im letzen Abschnitt die knappe Führung dank starker Abwehrarbeit. „Wir waren gerade im ersten Drittel sehr nervös“, sagte Coach Markus Alzinger. „Deggendorf hatte mehr Playoff-Erfahrung, das hat man gesehen. Wir haben zwar bis zum Schluss gekämpft, es hat aber leider nicht gereicht. Wir werden alles versuchen, in Deggendorf die Serie auszugleichen.“

Die Jugend war als Tabellenzweiter nach der Vorrunde gegen die Pflanz leichter Außenseiter. Hier entwickelte sich ebenso wie bei den Schülern ein ausgeglichenes Spiel, für den IHC trafen Elias Decker (2), Bastian Vyskocil und Patrick Schwab. „Vor allem die Special Teams haben es entschieden“, sagte IHC-Trainer Vinent Liebl, der sich eine höhere Chancenverwertung gewünscht hätte. „Leider hatten wir nicht die nötige Genauigkeit beim Abschluss, der Torhüter hatte auch ein wenig damit zu tun, weshalb wir im letzten Drittel kein Tor geschossen haben. Beim zweiten Spiel wird es definitiv eine Mannschaft geben, die gefährlicher vom Tor ist und auch nicht so viele Torschüsse zulassen wird.“

In beiden Serien findet dieses zweite Spiel nach der Herbstferienpause am 10. November statt. Das Spiel der Jugend beginnt um 13.30 Uhr in der heimischen Halle, die Schüler treten zur selben Uhrzeit in der Pflanz-Arena an.

Text: Michael Bauer, Foto: Vincent Liebl


13.10., 17.30 Uhr Ergebnis:
5:7

Atting - Kassel
1./2. Dezember
Deutsche Schülermeisterschaft in Velbert
1. Platz
7./8. Dezember
Deutsche Jugendmeisterschaft in Bissendorf 4. Platz
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 18 248:107 47
2 IHC Atting 18 222:157 40
3 Spaichingen 18 189:111 38
4 Merdingen 17 212:151 30
5 Freiburg 18 155:147 27
6 Schwabmünchen 18 210:207 27
7 Ingolstadt 18 168:151 26
8 Rhein-Main Patriots 17 137:163 20
9 Deggendorf 17 105:232 9
10 Sasbach 17 57:277 0
11
12