U13: Platz sechs in Rostock


29.11.2021 Die Schülermannschaft sicherte sich am letzten Novemberwochenende unter erschwerten Bedingungen bei der deutschen Meisterschaft in Rostock Platz sechs
Die großen Teams waren zu groß, aber die vielen kleinen Erfahrungen waren wichtig und dass allein die Teilnahme möglich war, bedeutete den Spielern viel: Mit Platz sechs landete die U13 des IHC Atting beim Endrundenturnier um die deutsche Skaterhockey-Meisterschaft am Wochenende in Rostock im hinteren Mittelfeld.

In der Gruppenphase belegte die Mannschaft, die in Abwesenheit des beruflich verhinderten Trainers Tobias Schwarzmüller von Vincent Liebl betreut wurde, mit einem Sieg (5:0 gegen Fürstenwalde) und zwei Niederlagen Rang drei. Nach dem 2:0 im ersten Spiel der Platzierungsrunde gegen den TV Augsburg gab es dann im Spiel um Rang 5 ein deftiges 2:15 gegen die Red Devils Berlin. Schon in der Gruppenphase verlor die Mannschaft zweistellig gegen Duisburg. Meister wurden – wie fast immer (Ausnahme 2018, als der IHC selbst den Titel holte) – ein Team aus Nordrhein-Westfalen: Kaarst besiegte Duisburg mit 3:2.

„Es war für uns so schwer wie noch nie“, sagte Liebl, der bereits mehrfach als Trainer und Spieler solche Turniere gespielt hatte. „Corona hat alle Wettkämpfe dieses Jahr verzerrt. Das ist uns in den Spielen gegen Duisburg und Berlin schwer bewusst geworden.“ Auch die körperlichen Voraussetzungen waren sehr unterschiedlich. Während die Attinger eine eher junge Mannschaft hatten, waren bei den Top-Teams physisch mehr als deutlich überlegene Spieler der Endjahrgänge im Team. „Dieses Größenverhältnis waren wir heuer nicht gewohnt.“

Doch die Attinger gewannen dem Turnier auch Positives ab: Der beste Attinger und vielfache Torschütze Alexander Heinitz wurde ins All-Star-Team gewählt, alle Spieler konnten wichtige Erfahrungen auf nationaler Ebene sammeln. Das Turnier lief zudem reibungslos ab. In den vergangenen Wochen hatten viele im Club mitgeholfen, die Fahrt möglich zu machen. Alle Teilnehmer (der Attinger Tross bestand aus 33 Spielern, Trainern und Eltern) konnten nur nach negativem Coronatest die zehnstündige Fahrt antreten, pro Tag war ein weiterer verpflichtender Test vorgeschrieben. Die Verantwortlichen in Rostock hatten mit unzähligen Telefonaten nach den Verschärfungen in Mecklenburg-Vorpommern das auf der Kippe stehende Turnier noch retten können und den Daheimgebliebenen auch noch eine Liveübertragung geboten.

„Es war super, dass unter diesen Bedingungen überhaupt ein solches Turnier für die Kinder stattfinden konnte“, sagte Liebl, der mit seinen Spielern am Schluss freudig vor der bayerischen Fahne in die Kamera strahlte. „Alle haben ihr Bestes gegeben und auch Spaß gehabt. Solche Turniere sind sehr wichtige Erfahrungen im Nachwuchs. Damit wir aber auch deutschlandweit gesehen wieder wettbewerbsfähig sind, müssen wir uns im Training und in den Spielen in Bayern wieder mehr Härte erarbeiten.“ Für Anfang Februar ist der Trainingsstart in die Saison 2022 geplant.

Ein herzlicher Dank gilt zusätzlich noch der Fa. Edeka C&C Großmarkt für die Sachspenden (Verpflegung).

Ligeneinteilung der 2. Bundesliga Süd


25.11.2021 Saison 2022 für die Herren: Viermal nach Nordrhein-Westfalen, zweimal nach Baden-Württemberg und einmal ein Derby in Deggendorf.
Viermal nach Nordrhein-Westfalen, zweimal nach Baden-Württemberg und einmal ein Derby in Deggendorf. So sieht die Landkarte für den IHC Atting in der neuen Saison in der 2. Bundesliga Süd aus. Die ISHD hat nun die Ligeneinteilung bekannt gegeben.

Im Vergleich zur Kurzsaison 2021, in der beispielsweise der HC Merdingen komplett pausierte und die Attinger nur gegen die Badgers Spaichingen, die Freiburg Beasts und den späteren Meister und Aufsteiger Rhein-Main Patriots aus Assenheim antreten mussten, ändert sich aber noch mehr: Merdingen ist wieder mit dabei, Freiburg zieht sich stattdessen zurück.

Mit den Langenfeld Devils, den Hilden Flames sowie den starken Zweitvertretungen der Crash Eagles Kaarst und des neuen deutschen Meisters Crefelder SC kommen vier Gegner aus Nordrhein-Westfalen. Hilden und Langenfeld wären den Wölfen auch schon in der ausgefallenen Spielzeit 2020 zugeteilt gewesen.

Insgesamt 15 Mannschaften bilden die beiden Staffeln Nord und Süd der 2. Bundesliga, darunter sind insgesamt fünf Zweitvertretungen von starken und erfolgreichen Erstligavereinen. In der Hauptrunde wird es für den IHC je ein Hin- und ein Rückspiel geben, insgesamt also 14 Partien. Der Saisonstart ist noch offen (meist beginnt die Spielzeit im März), über den Playoff-Modus ist noch nichts bekannt.

„Die Liga ist von der Stärke her für mich noch schwer einzuschätzen“, sagt IHC-Trainer Jürgen Amann. „Einige Teams kenne ich noch nicht und im Fall von Merdingen weiß man nicht, wie die nach der langen Pause zurückkommen. Dass sich Freiburg zurückzieht, ist schon sehr überraschend.“

Attings Gegner mit Entfernungen: Deggendorf (Aufsteiger, 40); Spaichingen (450), Merdingen (540), Langenfeld (580), Hilden (590), Kaarst (610), Krefeld (620).

Text: MIchael Bauer, Foto: Harry Schindler

Titel-Triple: Jugend ebenfalls Meister


25.11.2021 Nach den Schülern und den Junioren haben es auch unsere Jugendspieler geschafft und die bayerische Meisterschaft nach Atting geholt
Das Titel-Triple ist doch noch geschafft: Auch die Jugendmannschaft (U16) des IHC Atting sicherte sich am Wochenende die bayerische Meisterschaft und weil auch die Schüler (U13) das nötig gewordene dritte Finale gewannen, geht die verkürzte Coronasaison als eine der erfolgreichsten in die Attinger Geschichte ein.

Nur 2007 waren die Wölfe-Teams mit allen vier Titeln im bayerischen Nachwuchs noch erfolgreicher: Damals holte auch noch die Bambinimannschaft (U10) den Titel nach Atting. Größter Erfolg im Verein war aber der Gewinn der deutschen Meisterschaft der U13 im Jahr 2018 – ein Teil der Spieler spielte nun erfolgreich in der U16.

Die U16-Mannschaft von Trainer Markus Alzinger war im Oktober als Zweiter in die Playoffs gegangen und hatte das erste Finale in Deggendorf mit 7:8 verloren, aber nicht nur Spiel 2 (6:3) zuhause sondern auch das entscheidende Spiel 3 am Samstag bei Vorrundenmeister Deggendorf für sich entschieden – und das auch noch ganz klar mit 9:4. „Wir haben den Gameplan der letzten zwei Spiele zielstrebig vorher trainiert und im Spiel nahezu perfekt umgesetzt“, sagte Alzinger, der neben dem „unbändigen Willen“ des Teams vor allem die Leistung der beiden Torhüter Johannes Groitl und Magdalena Ernst hervorhob.

Auch die U13 durfte (noch einmal) jubeln. In einem spannenden dritten Finale – der Sieg aus Spiel 2 wurde am grünen Tisch aberkannt, weil ein eingesetzter Spieler aus der U10 nicht rechtzeitig gemeldet wurde – setzte sich das Team von Trainer Tobias Schwarzmüller nach zwischenzeitlichem 4:4 mit 7:4 gegen den TV Augsburg durch.

Alle drei Attinger Teams werden nun beginnend ab dem kommenden Wochenende und so es denn die Corona-Auflagen erlauben, Bayern bei den deutschen Meisterschaften vertreten. Den Anfang macht die U13 bereits am 27./28. November in Rostock, die U16 spielt am 4./5. Dezember in Düsseldorf und die U19 am 11./12. Dezember in Kaarst/NRW.

Für 2021 deutet sich wieder Entspannung im Verband an. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass nicht alle bayerischen Teams in der Pandemie so weiter machen konnten, wie der IHC, der 2021 noch einmal enormen Zulauf hatte – gerade in der Laufschule mit rund 50 bis 60 Kindern pro Einheit. Ingolstadt konnte aufgrund von Hallenproblemen gar nicht melden, der TV Augsburg fand kein Juniorenteam. Ingolstadt könnte nach ersten Informationen aber 2022 wieder dabei sein und auch in Donaustauf wächst der Nachwuchs wieder.

Junioren bayerischer Meister


14.11.2021 Einen Tag nach der U13 holte sich auch die U19 den bayerischen Meistertitel
Die Juniorenmannschaft holte sich am Sonntag und damit nur einen Tag nach der Schülermannschaft ebenfalls den bayerischen Meistertitel. Im dritten Finalspiel setzte sich die Mannschaft der beiden Trainer Maximilian Kettl und Maximilian Miazga mit 10:6 gegen die Deggendorf Pflanz durch. Spiel 1 der Serie war klar mit 8:1 gewonnen worden, Spiel 2 hatten die Pflanz mit 11:6 für sich entschieden.

„Insgesamt war es eine sehr gute Mannschaftsleistung und ein besonderes Lob gilt noch Jugendtorhüterin Magdalena Ernst, die kurzfristig für Matthias Bauer eingesprungen ist“, sagte Kettl.

Die Saison war aufgrund der Pandemie (Ingolstadt hatte kein Team gemeldet, auch Augsburg hatte keine Mannschaft) nur mit drei Teams gestartet worden, die sechs Spiele in der Vorrunden absolviert hatten. Dabei gingen die Wölfe mit 16 von 18 möglichen Punkten ins Ziel. Zwei der drei Duelle mit den Pflanz gingen erst ins Penalty-Schießen.

„Jeder Spieler hat sich positiv weiterentwickelt. Das war über den Saisonverlauf deutlich erkennbar. Im Finale hat dann noch einmal jeder eine Schippe draufgelegt.“

Wie die restlichen IHC-Teams (außer Bambini) werden auch die Junioren an der deutschen Meisterschaft teilnehmen, die am 11. und 12. Dezember in Kaarst/NRW stattfindet.

Schüler bayerischer Meister


13.11.2021 Ungeschlagen durch die Hauptrunde und die Playoffs
Unsere Schülermannschaft ist bayerischer Meister 2021. Unsere Mannschaft setzte sich auch im zweiten Finale beim TV Augsburg mit 6:2 (Spiel 1 10:4) durch und hat damit über die gesamte verkürzte Saison kein einziges Spiel verloren. Im Halbfinale gab es ein 2:0 (12:9, 7:6) über die Deggendorf Pflanz.

In der Hauptrunde, die Mitte Juni begonnen wurde, wurden alle sechs Spiele mit einem Torverhältnis von 71:28 gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch an das Team, Trainer und Betreuer

8:8-Unentschieden reicht nicht


07.11.2021 Die Herren sind am Samstagabend aus den Playoffs der 2. Bundesliga ausgeschieden. Nach der 6:7-Hinspielniederlage war ein 8:8-Unentschieden gegen Assenheim zu wenig
Ein Tor fehlte zur Verlängerung, zwei zum Finale: Mit einem 8:8-Unentschieden (3:4, 3:3, 2:1) im Rückspiel gegen die Rhein-Main Patriots ist der IHC Atting am Samstagabend aus den Playoffs der 2. Skaterhockey-Bundesliga ausgeschieden. Das Hinspiel hatten sie mit 6:7 verloren.

250 Fans sahen von Beginn an eine spannende und erneut hochklassige Partie in diesem vierten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser seit September laufenden Kurz-Saison, in dem die Wölfe bereits nach 13 Sekunden durch den vierfachen Torschützen Matthias Rothhammer in Führung gegangen waren und nach elf Minuten 3:1 führten, sich dann aber durch Fehler, Strafzeiten und verpasste Chancen das Leben selbst schwer machten.

„Es war ein wenig ein Déjà-vu des ersten Heimspiels“, erinnerte Trainer Jürgen Amann an die damalige 3:0-Führung beim 5:6 in der Hauptrunde. „Wir sind stark gestartet und haben den Gegner durch unnötige Strafzeiten ins Spiel zurückgebracht. Da müssen wir einfach viel cleverer agieren. Danach war es schwierig, weil wir ständig einem Rückstand hinterherlaufen mussten.“

Nach diesem 3:1 fing sich Tim Bernhard die erste doppelte Strafe ein, hatte sich provozieren lassen. Insgesamt sieben Zwei-Minuten-Strafen kassierten die Wölfe, zwei davon nutzte der Gegner zu Toren. Ein Doppelschlag zum Ende des ersten Drittels brachten den Patriots sogar die 4:3-Pausenführung.

Nach zwischenzeitlichem 3:5- und 4:6-Rückstand kämpften sich die Wölfe durch Tore von Rothhammer, Christoph Wittenzellner und Maximilian Kettl wieder auf 6:6 heran, ehe ein Abwehrfehler den Gästen nur eine Minute danach (35.) das leichte siebte Tor ermöglichte. Chancen auf den Ausgleich, gar auf die Führung waren vorhanden, Gäste-Torhüter Jan Bleil war in dieser Phase – wie auch zu Spielende – aber ein starker Rückhalt.

Erneut kam Atting wacher aus der Kabine: Rothhammer glich nach 26 Sekunden im Powerplay zum 7:7 aus, der in der Serie überragende David Lademann war wenig später mit dem 7:8 zur Stelle. Zwei Strafzeiten ließen die Wölfe aus, ehe Florian Meichel in der 55. Minute zum 8:8 ausglich. Das zur Verlängerung nötige neunte Tor fiel nicht mehr. Die Gäste standen sicher, blockten Schüsse oder stellten die direkten Schusswege zu. Mit einer weiteren Strafzeit 40 Sekunden vor Schluss war auch die Möglichkeit dahin, ohne Goalie mit zwei Mann mehr auf das Siegtor zu drängen.

„Wir haben bis zum Ende alles versucht, leider hat es nicht gereicht“, sagte Amann, der den Assenheimern gratulierte. „Sie waren nach den 120 Minuten eben um dieses eine Tor besser und haben sich das Finale verdient.“

Über die Saison gesehen, hatte er für sein Team viel Lob parat: „Wir können trotzdem stolz auf unsere Leistung sein. Nach eineinhalb Jahren Coronapause wussten wir alle nicht, wo wir stehen. Das, was die Jungs aber gezeigt haben, zeigt, dass wir noch viel gutes Hockey im Tank haben und wir werden nächstes Jahr wieder mit voller Power angreifen, so viel kann ich jetzt schon sagen.“

Atting: Heitzer - Meichel (1/2), Kettl (1/0), Wittenzellner (1/1), Mar. Rothhammer, Eisenschink, Dengler, T. Bauer (0/1), Hillmeier (0/2), Mat. Rothhammer (4/0), Decker, Bernhard (1/2), Prasch, Aigner;
Assenheim: Bleil - Blum, Mecke (1/0), Wagner, Frölich (0/1), Lambert (1/2), Lademann (1/2), Bierschenk (2/1), Unger (1/0), Patejdl (1/0), Prince (1/1), Lachmann, Schäfer;
Schiedsrichter: Grau, Haala; Strafminuten: Atting 14, Assenheim 30; Zuschauer: 250.

Text: MIchael Bauer, Foto: Harald Schindler

Fürs Finale reicht nur ein Sieg


05.11.2021 Die Herren erwarten am Samstagabend die Rhein-Main Patriots zum Rückspiel im Halbfinale der Zweitligaplayoffs
Gerne erinnert man sich in Atting an das Finale dahoam im Jahr 2019, als 450 Fans einen Comeback-Sieg gegen die Kassel Wizards verfolgten und das Team am Ende die Meisterschaft feiern konnte. Um ein solches Endspiel aber wieder zu erreichen, müssen die Wölfe am Samstag (Spielbeginn bereits um 17 Uhr) aber erst einmal die Hürde Rhein-Main-Patriots aus dem Weg räumen.

In einem spannenden Halbfinalhinspiel verloren die Wölfe vor einer Woche in Niddatal-Assenheim mit 6:7, konnten dabei einen 0:3-Rückstand noch drehen und sich eine gute Ausgangsposition erarbeiten. Denn ins Finale zieht ein, wer sich in der Summe der beiden Spiele durchsetzt. Heißt: Ein Sieg mit zwei Toren und die Wölfe wären im Finale gegen Krefeld oder Berlin.

„Die Ausgangslage sagt eigentlich alles: Es wird ein heißer Fight“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Am Ende werden wieder Kleinigkeiten entscheiden, die Tagesform, vielleicht die Goalies. Letztlich sind das die schönsten Spiele und wir werden alles geben um am Ende ins Finale einzuziehen und hoffen natürlich auch auf die Unterstützung unserer Zuschauer.“ Auch aus Assenheim war von Coach Patric Pfannmüller eine klare Ansage zu hören: „Wir spielen ganz klar auf Sieg!“

Beide Teams können wohl in Bestbesetzung antreten. Bei den Gästen war bisher vor allem David Lademann gefährlich, der im Hinspiel viermal traf und in der Hauptrunde in sechs Spielen 16-mal. Attings Top-Scorer Fabian Hillmeier war in Assenheim leer ausgegangen. „Wir müssen kompakt als Mannschaft auftreten und die Gegenspieler weitestgehend vom eigenen Tor fern halten“, sagt Attings Kapitän. „Gewinnen wird vermutlich der, der den besseren Tag erwischt.“

Für den extra Schub in diesem Top-Spiel sollen auch die Attinger Fans sorgen, die unter 3G-Regeln und mit Maskenpflicht das Spiel wie gewohnt verfolgen können. „Wir gehen auf alle Fälle top motiviert ins Spiel und versuchen alles um ein Finale dahoam zu ermöglichen“, sagt Hillmeier.

Text: Michael Bauer, Foto: Harald Schindler

Gute Ausgangsposition geschaffen


30.10.2021 Die Herren verlieren das Playoff-Halbfinalhinspiel bei den Rhein-Main Patriots mit 6:7. Im Rückspiel am 6. November um 17 Uhr ist daher noch alles drin.
Playoff-Hockey war angesagt, Playoff-Hockey wurde geboten. Und obwohl der IHC Atting das spannende und hochklassige Halbfinal-Hinspiel in der 2. Skaterhockey-Bundesliga am Samstag bei den Rhein-Main Patriots nach einem späten Treffer noch mit 6:7 (0:2, 4:3, 2:2) verlor, ist noch alles drin: „Ein Tor kann man zuhause aufholen“, gibt sich Trainer Jürgen Amann kämpferisch.

Im Skaterhockey geht oft sogar noch viel mehr: Weil die Wölfe nicht ins Spiel fanden – die Patriots präsentierten zu Beginn eine Taktik, mit der die Gäste nicht zurecht kamen – hieß es nach etwas mehr als 22 Minuten schon 0:3. „Im ersten Drittel lief es gar nicht gut für uns, die Patriots aber waren bereit“, sagte Amann. Start war ein unglückliches Eigentor nach einem Klärungsversuch in der siebten Minute, Assenheim hätte sogar höher führen können.

Doch die Wölfe kämpften sich zurück: Juniorenspieler Elias Decker (25.), Matthias Rothhammer (28.) und Christoph Wittenzellner (29.) sorgten für den schnellen Ausgleich in Abschnitt zwei. Dann waren erst wieder die Gastgeber an der Reihe, erneut Rothhammer verkürzte in der 36. Minute aber schon wieder auf 4:5. „Wir sind immer richtig drangeblieben und haben das Ergebnis auch gehalten“, sagte Amann.

David Lademanns dritter Treffer stellte die Partie in der 55. Minute auf 4:6, doch ein Doppelschlag von Rothhammer und Bauer binnen nur zwölf Sekunden in der 56. Minute glich die Partie aus. Rund drei Minuten vor dem Ende gelang dem erneut überragenden Lademann das Siegtor für die Patriots.

„Es war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften mit zwei guten Schiedsrichtern – ein richtiger Playoff-Fight eben“, lobte Amann. „Das sind Spiele, die man gern spielt – auch wenn das Ergebnis heute mal nicht für uns spricht.“ Doch nur ein Tor Rückstand ist machbar. Das weiß das Team: „Klar wäre ein Sieg mit einem Tor Unterschied heute besser gewesen, aber wir müssen eben daheim gewinnen und daher war es nicht so dramatisch“, so Amann.

Zwei Tore mehr als der Gegner müssen die Wölfe kommenden Samstag (17 Uhr, 3G-Regeln gelten) erzielen um die Serie für sich zu drehen – so war es auch 2019 im Finale gegen Kassel, was wiederum eine Parallele zu den letzten Playoffs herstellt. „Das können wir absolut schaffen. Ich hoffe, dass unsere Hütte am Samstag richtig voll wird und die Fans Stimmung machen“, sagte Amann.

Assenheim: Bleil - Blum (0/2), Mecke, Wagner, Lademann, (4/0), Lambert (1/3), Schmidt, Fröhlich, Bierschenk, Unger (0/1), Heinrich, Patejdl, Prince (2/0), Lachmann, Langer, Apel;

Atting: Heitzer - Meichel (0/2), Kettl, Mar. Rothhammer, Wittenzellner (1/1), Eisenschink, Decker (1/0), Mat. Rothhammer (3/1), T. Bauer (1/1), Dengler, Aigner, Prasch, Hillmeier;
Schiedsrichter: Bothe, Meinhardt; Strafminuten: Asseheim 12, Atting 8.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler (Archiv)

Playoff-Start in Assenheim


29.10.2021 Am Samstag, den 30. Oktober, starten die Herren in die Playoffs. Es geht gegen das Top-Team der Rhein-Main Patriots
Der IHC Atting, die Playoffs und Hessen. Das sind drei Dinge, die in den vergangenen drei Spielzeiten irgendwie zusammengehörten. 2018 schieden die Wölfe gegen Kassel im Viertelfinale aus, 2019 holten sie sich den Titel gegen die Wizards, die vor der Saison 2020 (die abgesagt wurde) den Spielbetrieb einstellten. 2021 spielt nun ein großer Teil dieser Akteure bei den Rhein-Main Patriots, deren großes Ziel es ist, wieder in die 1. Bundesliga aufzusteigen.

Am Samstag um 18.30 Uhr steigt für die Mannschaft von Trainer Jürgen Amann nun das Halbfinal-Hinspiel gegen die Patriots in Niddatal-Assenheim. Vor einer Woche siegte der IHC mit 9:5 dort und holte sich dadurch noch den ersten Platz in der Gruppe. Dass die Patriots, die das Hinspiel in Atting mit 6:5 gewonnen hatten, aber mindestens als bester Gruppenzweiter in die Endrunde einziehen würden, stand da aber schon fest.

So kommt es also noch zu zwei weiteren Partien dieser beiden Top-Teams. „Das werden zwei hart umkämpfte Partien werden“, sagt Amann. „Der Modus lässt keinen Spielraum für Fehler zu, jedes Tor zählt, das macht es aber auch besonders interessant. Für uns ist es wichtig, eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel zu erarbeiten – am besten wäre hier natürlich ein Sieg.“ Gemäß den Regeln ist auch ein Unentschieden möglich. Bei Punkt- und Torgleichheit nach dem zweiten Spiel gibt es Verlängerung (2x10 Minuten) und gegebenenfalls ein Penaltyschießen.

Der Attinger Kader ist auch diesmal wieder verändert im Vergleich zu voriger Woche: Fehlen werden weiterhin Tim Bernhard und Maximilian Aigner sowie dazu Maximilian Miazga und Simon Steger. Thomas Bauer ist dafür wieder mit dabei. Elf Feldspieler und zwei Goalies treten die Reise an. Mit Fabian Hillmeier (29 Punkte) und David Lademann (24) treffen auch die beiden besten Scorer der Hauptrunde direkt aufeinander.

Die Gegenseite hofft auf Wiedergutmachung zur Vorwoche: „Alles was zählt, ist ein Sieg“, sagte Patriots-Trainer Patric Pfannmüller. „Das Team weiß um was es geht, wir sind gut aufgestellt und sehr zuversichtlich. Im Training haben wir besonderen Fokus auf den Torabschluss und das Zweikampfverhalten gelegt.“

Text: Michael Bauer, Foto: Rhein-Main Patriots

Erste sichert sich Gruppensieg


24.10.2021 Durch einen herausragenden 9:5-Erfolg beim bisherigen Tabellenführer Rhein-Main Patriots haben sich die Herren noch den Gruppensieg in der 2. Bundesliga Süd gesichert.
Das war ein Statement. Der IHC Atting hat sich durch einen 9:5-Auswärtssieg (4:2, 1:1, 4:2) beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer Rhein-Main Patriots aus Niddatal-Assenheim noch selbst den Gruppensieg in der 2. Bundesliga Süd gesichert. Im Playoff-Halbfinale geht es nun ab dem kommenden Wochenende erneut in zwei Spielen gegen die Hessen.

„Wir haben von Anfang an clever gespielt und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier, der selbst vier Treffer erzielte. „Die Angriffe der Assenheimer haben wir gut weg genommen. Das war eine ganz starke Teamleistung.“ Auch die Ausfälle von Thomas Bauer, Tim Bernhard oder Maximilian Aigner konnten so kompensiert werden. Die Wölfe konnten mit drei Reihen antreten.

Zu keiner Zeit im Spiel lagen die Attinger, die das spannende Hinspiel knapp mit 5:6 verloren hatten, in Rückstand. Taktisch spielten sie ähnlich clever wie in Spaichingen und waren vor allem in der Defensive stark. Nach 13 Minuten stand es 3:0, zwischenzeitlich im Schlussdrittel zwar nur noch 6:5, da die top besetzten Gastgeber durch zwei schnelle Tore zu Beginn des Abschnitts noch einmal herankamen, mit drei weiteren Toren aber machten die Attinger alles klar.

Die Konstellation der Corona-Kursaison will es, dass der beste Gruppenerste im Halbfinale gegen den einzig qualifizierten Gruppenzweiten spielt. Somit geht es für die Wölfe erneut nach Assenheim: Das Auswärtsspiel findet kommendes Wochenende statt, das Heimspiel am 6. November um 17 Uhr in der Attinger Hockeyhalle. „Wir freuen uns über den tollen Vorrundenabschluss, aber nächste Woche wird das sicherlich ein ganz anderes Spiel“, blickt Hillmeier schon auf die Endrunde voraus. Im zweiten Halbfinale duellieren sich die Red Devils Berlin und die Zweitvertretung des Krefelder SC.

Assenheim: Morton - ab 21. Bleil - Blum, Patejdl (1/1), Lademann (2/0), Lachmann, Mecke (1/1), Preuß (0/1), Fröhlich (0/1), Bierschenk, Lambert (1/0), Unger, Prince, Schmidt, Schäfer, Langer;
Atting: Heitzer - Meichel (1/2), Kettl, Eisenschink, Wittenzellner (1/0), Miazga, Steger, Mar. Rothhammer, Mat. Rothhammer (2/0), Prasch (1/0), Decker (0/1), Dengler, Hillmeier (4/2);
Schiedsrichter: Schlüter, Drücker; Strafminuten: Assenheim 8, Atting 16; Zuschauer: 100.

Text: Michael Bauer; Foto: Harry Schindler (Archiv)



Sa., 6.11., 17 Uhr Ergebnis:
8:8

IHC Atting - Assenheim
Junioren: Bayerischer Meister
Jugend: Bayerischer Meister
Schüler: Bayerischer Meister
Pl. Mannschaft S T P
1 IHC Atting 6 69:32 15
2 Rhein-Main Patriots 6 53:33 15
3 Freiburg 6 41:60 3
4 Spaichingen 6 29:67 3
5
6
7
8
9
10
11
12