Zurück im Training und Hoffen auf den Herbst


02.07.2020 Unsere Mannschaften haben den Trainingsbetrieb – mit Einschränkungen – wieder aufgenommen. Die Verbände haben den Spielberieb aber coronabedingt weiter ausgesetzt.
Der Spielbetrieb in den Skaterhockey-Ligen mit Beteiligung des IHC Atting bleibt weiterhin ausgesetzt. Der deutsche Dachverband ISHD hat die Pause nun bis 16. August verlängert, im bayerischen Landesverband bleibt die Pause bis auf unbestimmte Zeit bestehen.

Die Verantwortlichen beider Verbände äußerten erneut die Hoffnung, dass es zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab September kommt. Für dieses Szenario wurden bereits lose Pläne erstellt. Die Zweitligasaison der ersten Attinger Herrenmannschaft würde dann völlig neu starten. Die Liga wird in zwei Gruppen unterteilt, die Gegner des IHC lauten dann Spaichingen, Merdingen und Freiburg. Nach einem Hin- und Rückspiel, also nach sechs Hauptrundenspielen, soll in Playoffs ein Meister und Aufsteiger in Liga eins ermittelt werden. Unter keinen Umständen soll sich eine mögliche Saison ins Jahr 2021 hineinziehen.

Auch der bayerische Landesverband, in dem die zweite Attinger Herrenmannschaft sowie alle vier Nachwuchsteams spielen, wird die Spielpläne völlig neu erstellen. Mehrmals fanden dazu bereits Videokonferenzen mit den Teams statt. Nicht alle werden aber im Herbst noch spielen (können). Auch hier gilt: 2021 beginnt eine neue Saison. Skaterhockeyspielzeiten erstrecken sich immer über ein Kalenderjahr.

Die Attinger Teams sind seit Anfang Juni vom Training im Freien mit schrittweisen Lockerungen und unter dem Abstandsgebot wieder in die Hockeyhalle zurückgekehrt. Zuvor hatte der Verein in Absprache mit der Gemeinde und gemäß den Vorgaben der Regierung ein Hygienekonzept erarbeitet. „Jeder ist froh, dass wir endlich wieder trainieren können, auch wenn es noch eingeschränkt ist“, sagt Herrentrainer Jürgen Amann. Zweikämpfe und Trainingsspiele sind nicht erlaubt. Er sieht darin aber auch eine. Chance: „Wir können unsere Skills trainieren, zum Beispiel Torschüsse, Zwei-auf-null-Situationen und die Pässe. Das hilft jedem einzelnen für die Zukunft.“

Im Nachwuchs sieht es ähnlich aus. Groß war die Freude bei allen Kindern, als die Erlaubnis erteilt wurde, ab 10. Juni erstmals seit drei Monaten wieder auf Skates trainieren zu dürfen. „Eine Stunde ist zwar etwas kurz“, sagt U16-Trainer Markus Alzinger über die Beschränkungen. „Aber es ist besser, als gar nichts machen zu dürfen.“

In anderen Bundesländern ist man schon weiter. In Hessen absolvierte IHC-Ligakonkurrent Rhein-Main Patriots am 27. Juni ein internes Duell mit Schiedsrichter und Zeitnahme. In Baden-Württemberg, wo die drei Bundesligagegner Freiburg, Spaichingen und Merdingen beheimatet sind, erlaubt seit 1. Juli die neue Corona-Verordnung Sport die Durchführung von Sportwettkämpfen mit Körperkontakt auch im Breitensport – ein entscheidender Faktor für die Sportart Skaterhockey. Sogar Zuschauer sind dort bereits wieder erlaubt: 100 bis 1. August, dann bis 31. Oktober 500.

Dies gebe „Anlass zur Hoffnung, dass dem Beispiel Baden-Württembergs auch andere Bundesländer in absehbarer Zeit folgen und der angestrebte Zeitplan von Ende August oder Anfang September für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs realistisch bleibt“, hieß es in der jüngsten Meldung der ISHD. Das hofft auch Amann: „Ich hoffe auch sehr, dass in dieser Saison noch gespielt wird. Es wäre wichtig, dass bald ein fixer Zeitplan herauskommt. Alle wollen wieder Hockey spielen.“

Text: Michael Bauer, Foto: Harald Schindler

Wiederaufnahme des Trainings mit speziellem Hygienekonzept


10.06.2020 Nach drei Monaten Pause kehren wir ab dem 10. Juni wieder zurück auf die Rollen, allerdings unter strengen Auflagen
Endlich beginnt wieder das Training in unserer Hockeyhalle. Wir alle wissen, wie schwer die vergangenen Wochen und Monate ohne unseren geliebten Sport waren. Ab Mittwoch, 10. Juni, aber nehmen die Nachwuchs- und Herrenmannschaften gemäß der aktuell geltenden Regeln und unter Berücksichtigung des Stufenplans von ISHD und BRIV den Trainingsbetrieb langsam wieder auf.

Zunächst einmal sind aber noch viele Einschränkungen zu beachten – unter anderem maximal 20 Personen in der Halle (Maskenpflicht bis zum Aufsetzen des Helmes in der Halle), ständiges Abstandhalten von mindestens 1,5 Metern, kein Training mit Zweikämpfen (oder Trainingsspiele), sowie getrennte Aus- und Eingänge und eine maximale Trainingsdauer von 60 Minuten und Lüften der Halle danach. Die Vorschriften sehen auch vor, dass sich keine Eltern oder Begleitpersonen in der Halle aufhalten dürfen. Daher haben wir beschlossen, dass sich alle Teammitglieder der U10, U13 und U16 schon vollständig angezogen in die Halle begeben müssen. Toiletten und Duschen in der Mehrzweckhalle und im Vereinsheim dürfen nicht geöffnet werden. Händewaschen und Desinfizieren (auch nach dem Training am Umkleideplatz bzw. Bereich, wo Flaschen, Handtuch und Maske abgelegt werden) werden vorausgesetzt. Entsprechende Mittel stehen in der Halle bereit.

Unser Sportlicher Leiter Fabian Hillmeier hat zusammen mit allen Trainern und der Vorstandschaft nach den Vorschriften der Gemeinde Atting das Hygienekonzept auf unseren Sport angepasst. Diese Konzept ist auch allen Spielern und Eltern zugegangen.

Da keine übergreifenden Trainingseinheiten stattfinden dürfen, entfallen das reguläre Hobbytraining und das Torhütertraining. Auch Hochtrainieren beispielsweise von Bambini zu Schüler ist nicht erlaubt. Die Laufschule kann erst wieder stattfinden, wenn Vollkontakt erlaubt ist. Unter den aktuellen Bedingungen macht die Laufschule keinen Sinn und auch keinen Spaß.

Wir freuen uns, dass wir nach rund drei Monaten wieder zurück auf die Rollen können. Es ist wichtig, dass sich alle strengstens an die im Konzept ausgewiesenen Punkte halten. Auch außerhalb der Hockeyhalle bitten wir euch, den Verein der Situation angemessen zu repräsentieren und den Abstand und die Regeln einzuhalten, da wir als Verein mit 220 Mitgliedern eine besondere Vorbildfunktion haben.

Die Vorstandschaft

Trainingszeiten ab 10. Juni (bis auf Weiteres)

Bambini: Montag, 17 bis 18 Uhr; Freitag 16.30 bis 17.30 Uhr
Schüler: Dienstag, 17 bis 18 Uhr; Donnerstag, 17 bis 18 Uhr; Samstag, 11 bis 12 Uhr (optional)
Jugend: Mittwoch 17 bis 18 Uhr; Freitag 18 bis 19 Uhr
Junioren: Dienstag 18.30 bis 19.30 Uhr (optional); Donnerstag 18.30 bis 19.30 Uhr
Herren I, Gruppe 1: Montag 18.30 bis 19.30 Uhr; Mittwoch 18.30 bis 19.30 Uhr
Herren I, Gruppe 2: Montag 19.45 bis 20.45 Uhr; Mittwoch 19.45 bis 20.45 Uhr
Herren II/Hobby: Dienstag: 20 bis 21 Uhr, Sonntag, 18 bis 19 Uhr (optional)

Informationen zum Spielbetrieb in der 2. Bundesliga Süd


26.05.2020 Videokonferenz mit den Vereinen ergibt Zweiteilung der Liga mit maximal sechs Hauptrundenspielen und Möglichkeit von Playoffs
Mehr als zwei Monate ruht der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga Süd mittlerweile. Nach der Auftaktniederlage gegen die Badgers Spaichingen (4:5 nach Penalty-Schießen) wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. In einer Videokonferenz wurden die Vereine nun von der ISHD über die weitere Vorgehensweise informiert. Ziel der ISHD ist weiterhin, 2020 eine Runde zu spielen. Diese wird aber abgespeckt werden müssen.

Die ISHD hat dabei stets nach den Vorgaben des DRIV, des DOSB, des Robert-Koch-Instituts und der Bundesregierung gehandelt. Am 13. März wurde der Spielbetrieb eingestellt, die Fristen immer verlängert. Nun ist klar: Eine normale Runde in der 2. Bundesliga (14 Hauptrundenspiele, anschließend Playoffs) kann es nicht mehr geben, zumal auch unklar ist, wie und wann in den einzelnen Bundesländern die Lockerungen umgesetzt werden.

Die ISHD plant daher mit einer Aufteilung der 2. Bundesliga in zwei Gruppen. Der IHC Atting wird dabei der Südgruppe mit den Teams aus Baden-Württemberg (Spaichingen, Merdingen und Freiburg) zugeteilt. Es soll ein Hin- und ein Rückspiel stattfinden. Aus Fairnessgründen soll die Liga bei Null starten, das heißt, alle bisher gespielten Partien würden annulliert – darunter auch das Spaichingen-Spiel. Weiterhin soll es die Möglichkeit geben, in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Separate Playoffs sind gewünscht, der Abstieg aus der 2. Bundesliga ist für 2020 ausgesetzt.

Über einen Starttermin für die Runde kann weiterhin keine Aussage getroffen werden. Erst wenn die Bundesregierung entsprechende Lockerungen ankündigt, kann ein Spielplan erstellt werden. Die ISHD kündigte jedoch an, binnen zwei Wochen spielbereit zu sein. Eine Runde – Ziel ist die Ausspielung von Meistern in den Ligen – solle in jedem Fall vor Weihnachten fertig gespielt werden.

„Es war eine gute Konferenz und eine schöne Möglichkeit, sich auszutauschen“, sagte IHC-Trainer Jürgen Amann, der an dem Call teilnahm. „Es war alles gut vorbereitet und gut erklärt. Wir warten nun einfach, wie sich die Lage weiter entwickelt.“

Text, Foto: Michael Bauer

Szenarien zur Rückkehr in den Trainingsbetrieb


13.05.2020 In einer Videokonferenz haben die Trainer am 12. Mai erste Möglichkeiten diskutiert, wie wir langsam wieder in den normalen Betrieb zurückkehren können
Erstmals in der Geschichte des IHC Atting fand am Dienstagabend eine Trainersitzung per Videokonferenz statt. Die Trainer erläuterten dabei Möglichkeiten, nach den ersten Lockerungen den Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen. Grundlage war dabei das Positionspapier „Zurück auf die Rollen“, das von der ISHD erarbeitet wurde.

Dies sieht einen 6-Stufenplan für die Rückkehr in den Spielbetrieb vor. Gemäß den aktuellen Regelungen des Bundeslandes Bayern, ist für den IHC Atting momentan Stufe 2 möglich, ein Kleingruppentraining im Freien. Dies sieht skaterhockeyspezifisches Gruppentraining mit maximal fünf Sportlern ohne Zweikämpfe vor.

„Wichtig ist, dass wir vor allem für den Nachwuchs schnell wieder Trainingsmöglichkeiten anbieten“, sagte Nachwuchsleiter Fabian Hillmeier. „Wir Herrenspieler haben uns in den vergangenen Wochen selbst gut fithalten können und haben dies auch getan. Ich war selbst viel laufen.“ Alle Trainer gaben anschließend Feedback aus ihren Altersstufen. Klar ist allerdings bereits, dass die Laufschule erst wieder startet, wenn ein komplettes Training in der Halle stattfinden kann.

Aktuell wird in Absprache mit der Gemeinde Atting ein Training im Freien geprüft. Dazu stünden unter anderem der neue Bewegungspark mit Kraft- und Cardiogeräten hinter der Hockeyhalle, der Fußballplatz an der Mehrzweckhalle und der alte Freilufthockeyplatz (ca. 15 x 30 Meter, wo der IHC Mitte der Neunziger Jahre seine Wurzeln hatte) am Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung. „Sobald die Freigabe von der Gemeinde erteilt ist, können wir hier erste Einheiten anbieten“, sagte 2. Vorsitzender Michael Bauer. Alles solle dabei aber auch in Absprache mit den Eltern erfolgen. „Wir sind uns bewusst, dass aktuell überall noch Bedenken herrschen und wollen auch nichts überstürzen.“

Stufe 2, in der man sich in Bayern aktuell befindet, sieht eine Einhaltung der Abstandsregel von zwei Metern vor. Es darf keine Hilfestellung der Trainer bei Übungen geben, Umkleiden und Duschen vor Ort können nicht genutzt werden, Fahrgemeinschaften sind zu vermeiden. „Es ist wichtig, dass wir uns strikt an die Regeln halten“, sagte Bauer. „Wir sind als Sportverein Vorbild für andere und dürfen keine Ansteckungen riskieren.“

„Die ISHD hat sich mit diesem Papier echt Gedanken gemacht“, sagte Jürgen Amann, Trainer der Herren. „Das ist ein sehr guter Leitfaden für uns. Je länger unser Sport nicht möglich ist, desto schwieriger wird es, dass es wieder so wird wie vorher.“

Der Spiel- und Trainingsbetrieb bleibt aktuell bis 5. Juni untersagt. Die nächste Stufe der Lockerung – sobald von der Regierung erlaubt – sieht ein Kleingruppentraining in der Halle mit Abstandsregeln sowie gesonderter An- und Abfahrt der Spieler vor. Stufe 4 erlaubt Mannschaftstraining ohne Körperkontakt, Stufe 5 mit Kontakt. Bei Stufe 6 wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Dazu werden derzeit sowohl von der ISHD als auch vom BRIV, der für den IHC-Nachwuchs zuständig ist, Spielplankonzepte erarbeitet. Ziel ist es, noch 2020 einen Saisonspielbetrieb mit Kürung von Meistern anzubieten.

Text: Michael Bauer

Spielpause verlängert


20.04.2020 Keine Zweitligaspiele bis Ende Juni, bayerischer Verband diskutiert Szenarien mit den Vereinen
Der Skaterhockeyspielbetrieb des IHC Atting in der 2. Bundesliga Süd ruht noch bis mindestens Ende Juni. Das gab der deutsche Dachverband ISHD am Samstag nach einer Videokonferenz des Vorstandes bekannt. Außerdem wird der Pokalwettbewerb, für den die Herren I und die IHC-Jugend (U16) gemeldet hatten, nicht mehr weitergeführt. Die Saison war am 13. März abgebrochen worden. Der IHC Atting hatte sein Auftaktspiel in der 2. Bundesliga Süd am 7. März mit 4:5 nach Penalty-Schießen gegen die Badgers Spaichingen verloren.

Obwohl schon erste Landesregierungen die Freigabe von Golf- oder Tennisplätzen schlossen haben, sei man sich bewusst, „dass es noch wesentlich mehr Zeit benötigt, bis auch mit einer Freigabe von Mannschaftssportarten, insbesondere solchen mit engem Körperkontakt zu rechnen ist“, hieß es in der Mitteilung der ISHD. Der Verband geht derzeit davon aus, dass eine Freigabe des Spielbetriebs frühestens Ende August oder Anfang September erfolgen kann.

Die ISHD plant mit einem Alternativspielplan bis Ende Dezember. Szenarien sehen Teilungen von Ligen und massive Reduktion von Spielen vor. All das soll mit den Clubs in Videokonferenzen besprochen werden. In der 2. Bundesliga Süd spielen in dieser Saison acht Teams. Der IHC Atting hätte bis Mitte September 14 Vorrundenspiele gehabt, danach hätten sich die besten zwei Teams mit der 2. Bundesliga Nord verzahnt und den Meister sowie den Aufstiegsberechtigten in die 1. Bundesliga ermittelt.

Der ISHD-Vorstand hat auch klar gestellt, dass die Saison 2020 mit einem klaren Schnitt zu Ende gebracht werden soll und keine Wettbewerbe in das Kalenderjahr 2021 mitgenommen werden sollen. Die Saison 2021 solle wieder im regulären Zeitfenster ausgetragen werden. Allein bis Ende Juni werden über 70 Prozent aller Spiele ausfallen. Anders als im Eishockey oder Fußball findet die Saison immer in einem Kalenderjahr statt.

Der bayerische Skaterhockeyverband BRIV, unter dessen Dach der IHC Atting II (Regionalliga) sowie alle Nachwuchsteams (U19, U16, U13, U10) spielen, tagte am Samstagabend im Rahmen einer Videokonferenz und hat ebenfalls mögliche Szenarien für den Jahresverlauf festgelegt. In Bayern hätte der Spielbetrieb am 15. März starten sollen, zwei Tage vorher wurde dieser eingestellt. Auch hier sehen die Szenarien Streichung von Spielen vor – je nachdem, wann ein Sportbetrieb wieder möglich ist. Kommenden Donnerstag, den 23. April, werden diese mit den Mitgliedsvereinen besprochen. Zunächst wurde der Spielbetriebsstopp auf den 10. Mai ausgeweitet.

Der IHC Atting appelliert an seine Mitglieder, das vorherrschende Kontaktverbot weiterhin konsequent umzusetzen. Bleibt bitte weiter so gut es geht zuhause und helft mit, die Maßnahmen zu unterstützen, damit auch wir bald wieder nicht nur unser Leben normal führen können, sondern auch unserem Lieblingssport nachgehen können.

Text, Foto: Michael Bauer

Zamhoidn


26.03.2020 Aktuell ist kein Spielbetrieb möglich: Unser Vereinsleben findet momentan in den Sozialen Medien statt. Außerdem haben wir einen Einkaufsservice ins Leben gerufen
Ausgangsbeschränkung. Keine Schule. Kein Sport. Keine sozialen Kontakte. Das komplette Leben in Deutschland ist derzeit aufgrund des Coronavirus auf ein Minimum beschränkt. Sport ist zwar als Einzelperson noch erlaubt, beispielsweise zum Joggen oder Radfahren, der Mannschaftssport leidet aber, auch in der Region.

Der IHC Atting hat bereits am 13. März den kompletten Spiel- und Trainingsbetrieb eingestellt, vereinsinterene Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt und den kompletten Betrieb auf Null heruntergefahren. Der Verband hat gemäß den Bestimmungen der Behörden folgend den Spielbetrieb bis 15. April eingestellt. An der Einfahrt zur Hockey- und Stocksporthalle, wo normalerweise die Spielankündigungen für die nächsten Heimpartien hängen, ist nur ein Aufruf zu lesen: „Dahoam bleibn, g'sund bleibn, zamhoidn“.

„Uns ist wichtig, das jetzt auch zu unterstützen“, sagt 1. Vorsitzender Martin Amann. „Wir haben als Verein auch eine soziale Verantwortung.“ Dieser will man auch durch einen Einkaufsservice in Atting nachkommen. Seit dieser Woche bietet der Verein Bürgern aus dem Gemeindegebiet, die wegen der Coronakrise die Wocheneinkäufe derzeit nicht selbst erledigen können an, diese zu übernehmen.

Das Vereinsleben selbst findet derzeit vor allem über die Sozialen Medien statt. Der Club erinnert an Erfolge aus den vergangenen 22 Jahren über Facebook, außerdem hat er – nach Beispiel anderer Skaterhockey- oder Eishockeyclubs – auch zur „Toilet Paper Challenge“ aufgerufen. Einem Trend in den Sozialen Medien folgend, bei dem Fußballer oder Eishockeyspieler mit den derzeit vielfach (aus)verkauften Toilettenpapierrollen jonglieren, hat auch der IHC Atting seine Nachwuchsspieler aufgerufen, ihre Tricks zu zeigen und sie per Video aufzunehmen.

Lukas Alzinger (Foto) von der U16 zeigte seine Schlagschusskünste mit den Rollen, die Brüder Tim und Ben Attenberger versuchten sich an Trickschüssen (Tim jonglierte mit dem Schläger die Rolle, Ben schoss mit dem Ball die jonglierte Klorolle ins Tor). Aaron Veigl absolvierte als Erstes einen Skateparcours und versenkte dann einen Schuss im Tor. Torhüter Gabriel Schreiner von der U10 verlegte das Torhütertraining in die heimische Einfahrt und übte das Abwehren der Klorollen.

Vater Christian Schreiner fand die Idee gut: „Gabriel hat extra Goalieschienen für die Straße bekommen. Er steht schon in der Früh im Tor, normal trainiert er vier- bis fünfmal die Woche.“ Sogar ein Logo des Vereins musste er seinem Sohn nun ins Zimmer malen. „Wenn wir nicht nach Atting können dann holen wir uns den IHC eben nach Hause.“

Einen Plan für die Wochen zuhause hat U16-Trainer Markus Alzinger seinen Spielern nicht mitgegeben „in der Hoffnung, dass es bald wieder weitergeht“. Wann das allerdings der Fall sein wird, ist unklar. Bis dahin müssen sich die Mitglieder mit Sozialen Medien oder Einzeltraining im heimischen Garten begnügen.

Text: Michael Bauer, Foto: Markus Alzinger

Videos auf unseren Facebook- und Instagramseiten

Spiel- und Traiingsbetrieb ruht


13.03.2020 Aufgrund der Entwicklungen in der Coronakrise hat der IHC Atting ab sofort (Freitag, 13. März) den kompletten Spiel- und Trainingsbetrieb eingestellt.
Der IHC Atting stellt aufgrund der aktuellen Entwicklungen ab heute Freitag, den 13. März, den kompletten Trainings- und Spielbetrieb vorerst bis zu den Osterferien ein. Davon ist auch die Laufschule betroffen.

Wir werden in den kommenden Wochen die Situation genau beobachten und hoffen, dass wir bald wieder in den geregelten Betrieb zurückkehren können. Die Gesundheit aller geht momentan vor. Alle Spiele im ISHD- und BRIV-Bereich sind gemäß Meldungen der beiden Verbände bis auf Weiteres ausgesetzt.

Die Vorstandschaft Martin Amann, Michael Bauer, Kerstin Alzinger und Andreas Koblmüller

Schulkooperation mit dem Ludwigsgymnasium


10.03.2020 Erstmals gibt es aus Sicht der Wölfe dabei eine Zusammenarbeit mit einer Schule.
Der IHC Atting und das Ludwigsgymnasium Straubing haben eine Kooperation vereinbart. Unsere Trainer werden in den kommenden Wochen die Sportart in den fünften Klassen präsentieren. Der Fokus soll dabei vor allem auf dem Inlineskaten liegen. Darüber hinaus hilft die Schule bei notwendigen Freistellungen der Attinger Nachwuchsspieler bei großen Turnieren wie Teilnahme an deutschen Meisterschaften und Europapokalturnieren.

„Wir möchten unsere Sportart noch bekannter machen und freuen uns, dass wir am Luggy die Gelegenheit dazu bekommen“, sagt Fabian Hillmeier, Kapitän des Bundesligateams und Nachwuchsleiter beim IHC Atting. „Da wir oft zu großen Turnieren reisen und die Kinder dafür wegen der weiten Anfahrt am Freitag und Montag frei brauchen, ist uns ein guter Kontakt zu den Schulen wichtig“, sagt U16-Trainer Markus Alzinger. „Hier haben wir in der Vergangenheit aber schon sehr gut zusammengearbeitet.

Wann das erste Probetraining stattfindet, ist noch unklar. Die Wölfe verfügen in dieser Saison über fünf Nachwuchsmannschaften (U10, U13, 2xU16 und U19) im Spielbetrieb des Bayerischen Inline- und Rollsportverbandes (BRIV). Insgesamt hat der Club derzeit rund 70 Nachwuchsspieler, dazu kommen zwischen 30 und 45 Lauflernkinder, die in der Laufschule ab drei Jahren, das Inlineskaten erlernen und danach bei Interesse, mit dem Hockeyspielen beginnen können.

Bild: Stellvertretender Schulleiter Markus Engl, IHC-Nachwuchsleiter Fabian Hillmeier, Schulleiterin Ricarda Krawczak, IHC-U16-Trainer Markus Alzinger und, Frank Heckel, Fachbetreuer Sport

Niederlage gegen Spaichingen


09.03.2020 Die erste Mannschaft hat am Samstag ihr Heimdebüt zum Auftakt der neuen Zweitligasaison gegen die Badgers Spaichingen mit 4:5 nach Penalty-Schießen verloren
Fehlstart für den IHC Atting in der 2. Bundesliga Süd. Der Titelverteidiger verlor am Samstagabend das Heimspiel gegen die Badgers Spaichingen vor 150 Zuschauern mit 4:5 nach Penalty-Schießen (1:1, 0:1, 3:2, 0:1).

Es war gleichzeitig die erste Heimniederlage nach zehn Siegen in Folge. Das komplette Jahr 2019 hatte man zuhause nicht verloren, die einzige Niederlage im Herbst 2018 gegen Kassel kassiert. „Spaichingen hat sich heute für eine tolle kämpferische Leistung selbst belohnt, Glückwunsch an die Badgers“, sagte Trainer Jürgen Amann.

Der sah mit Ausnahme des letzten Drittels ein äußerst zähes Spiel seiner Mannschaft, die auf Torhüter Raphael Heitzer sowie Martin Deichslberger und Patrick Tkocz verzichten musste. Dafür spielten die drei Juniorenspieler Elias Decker, Julian Bergbauer und Simon Steger.

Letzterer durfte sich im Schlussdrittel, als Amann seine Reihen bereits umgestellt hatte, über sein erstes Bundesligator freuen (48.) und sich von Amann ob seiner Leistung und Fitness ein Sonderlob abholte. Und wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Steger wenige Minuten später frei vor dem Tor den Ball am überragenden Badgers-Goalie Julian Käfer vorbei ins Tor gebracht.

Atting hatte in dieser Phase den 1:2-Rückstand nach 40 Minuten in einen 3:2-Vorsprung verwandelt und wirkte deutlich spritziger. Doch mit weiteren Treffern klappte es nicht. Zu oft stand Käfer mit der Fanghand oder dem Körper im Weg. Allein Tim Bernhard hatte zahlreiche Chancen auf dem Schläger, aber an diesem Tag überhaupt kein Schussglück. „Wir konnten aus unseren vielen Chancen kein Kapital schlagen, weil wir vor dem Tor einfach viel zu einfallslos agiert und es Käfer damit auch relativ einfach gemacht haben“, sagte Amann. „Das hat uns heute leider zwei wertvolle Punkte gekostet.“ Spaichingen traf im Schlussdrittel noch zwei Mal Aluminium – wie die Wölfe auch zuvor.

Fabian Hillmeier hatte seine Mannschaft mit einem Bauerntrick (5.)in Führung gebracht, nachdem Käfer den Ball nicht festhalten konnte. Er sorgte auch für das 2:2 (45.) und das spätere 4:3 (55.) in Überzahl. „Aber mit vier Heimtoren kann man ein Skaterhockey-Spiel nur selten gewinnen“, sagte Amann, der sein Team aber ermutigte: „Ab dieser Woche gehts weiter.“ Am 4. April erwarten die Wölfe die Hilden Flames in eigener Halle. Dann können sie es besser machen.

Atting: Kelbin - Meichel, Wittenzellner (0/1), Eisenschink, Mar. Rothhammer, Kettl Kuhnle, Dengler (0/1), Aigner (0/1), Decker, Bernhard, Steger (1/0), Bergbauer, Hillmeier (3/0), Mat. Rothhammer (0/1), T. Bauer
Spaichingen: Käfer (0/1) - Bisceglia, Wientges (0/1), Hahn, D. Krebs, R. Schlenker, Binder (1/0), Holzer, Bühler (1/0), Sauter (2/1), Tabor, L. Krebs (1/1);br> Schiedsrichter: Kruppe (Schwabmünchen), Grau (Höchstadt); Strafminuten: Atting 10, Spaichingen 12; Zuschauer: 150

Text, Foto: Michael Bauer

Saisonstart: Stetiges Weiterentwickeln zum Bundesligastandort


06.03.2020 Großer Kader, viel Nachwuchs, größere Organisation: Der IHC Atting vor der Spielzeit 2020
105 Tage nach dem Meistertitel in der 2. Bundesliga Süd startet der IHC Atting am Samstag mit einem Heimspiel gegen die Badgers Spaichingen (17.30 Uhr) in eine neue Zweitligasaison. Denn trotz des Erfolgs verzichtete der Verein auf einen Aufstieg in die 1. Liga. Dieser wird aber mittelfristig angepeilt. In der neuen Saison zählen die Wölfe wieder zu den Favoriten.

„Wir wollen in die Playoffs und uns gut weiterentwickeln“, sagt der neue Trainer Jürgen Amann, der zum Jahreswechsel das Amt von Markus Alzinger übernommen hat. Mit der rund fünfwöchigen Vorbereitung war er zufrieden. „Alle sind motiviert und ziehen voll mit.“ Der Test gegen den Erstligisten TV Augsburg (3:11) habe aber auch gezeigt, dass noch gearbeitet werden muss.

Erkenntnisse gab es aber bereits in den vergangenen Wochen: Die wichtigste davon war, dass sich nun der zweite große Spielergenerationswechsel im 1998 gegründeten Verein andeutet. Die Leistungsträger sind um die 30 Jahre alt, nun soll langsam der Nachwuchs eingebaut werden. Mit Matthias Bauer (Tor), Elias Decker, Bastian Vyskocil, Simon Steger und Julian Bergbauer drängen fünf Junioren in den Kader. Die neben Bergbauer weiteren Neuzugänge aus Deggendorf, Maximilian Aigner und Martin Dengler, sind Anfang 20. „Jürgen macht das sehr gut mit dem Einbau der jungen Spieler“, sagt Kapitän Fabian Hillmeier. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Der Verein legt noch mehr Wert auf die Ausbilung: Alzinger, der sich von den Herren in den Nachwuchsbereich zurückgezogen hat, trainiert in der neuen Saison die U16, die aufgrund der hohen Spielerzahl in zwei Teams aufgeteilt wurde. Hinzu kommen eine U10, eine U13 und eine U19, die nach einigen Jahren Übergang wieder voll besetzt ist. Das Trainerpersonal wurde noch einmal aufgestockt. 70 Spieler spielen aktuell im Nachwuchs, zwischen 30 und 45 sind zudem einmal wöchentlich noch in der Lauflernschule ab drei Jahren. Außerdem wird eine Schulkooperation mit dem Straubinger Ludwigsgynmasium gestartet.

Zweite Erkenntnis, die aus früheren Jahren gereift ist: Nichts überstürzen. Vor allem bei der Infrastruktur will man sich Zeit lassen. In der Halle läuft der von der Gemeinde Atting finanzierte Kabinenausbau, der Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Dann stehen vier Umkleiden und zwei Sanitärräume zur Verfügung. Kiosk und Küche sind bereits fertig. Auch eine Anzeigetafel wird in den kommenden Wochen installiert. Dies war eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant, doch die Sponsoringabteilung des Clubs fand schon jetzt Geldgeber dafür.

Auf eine feste Tribüne müssen die Zuschauer zwar noch ein bisschen warten, dennoch hat schon die vergangene Saison gezeigt: Der Sport wird in Atting mehr als nur angenommen. Kaum ein Spiel, bei dem weniger als 200 Fans in der Halle waren, mehr als 300 Fans kamen gegen Krefeld und Berlin, das Playoff-Finale gegen Kassel sahen sogar 450 Zuschauer. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entwicklung“, sagt 1. Vorsitzender Martin Amann. „Die Spiele werden zunehmend zum Treffpunkt für die Bevölkerung. Das freut uns sehr.“

Und dass die Fans spannenden Sport sehen wollen, ist die dritte Erkenntnis. Ergebnisse wie 26:3 gegen die Rhein-Main Patriots Assenheim oder 18:2 gegen den späteren Absteiger Deggendorf trugen im Vorjahr nicht dazu bei. Anders sah dies beim 8:7 gegen Berlin oder 8:5 gegen Kassel aus. Die Liga scheint aber noch ein wenig enger zusammengerückt zu sein. Größer wurde sie nicht. Sowohl Erstligaabsteiger Highlander Lüdenscheid als auch Vorjahresendspielgegner Kassel Wizards zogen ihr Team zurück, so dass nur acht Teams in der Liga spielen. Etliche Wizards-Spieler wechselten hessenintern zu den Patriots.

Dies führe auch die aktuellen Strukturprobleme in der Sportart Skaterhockey noch einmal vor Augen, sagte Coach Amann bereits vor zwei Wochen. Zu wenige Clubs wollen in den Bundesligabereich. Diesen Strukturproblemen will man beim IHC mit der Aufstockung von Personal im Trainerbereich und der Organisation (geschehen im Januar) sowie vermehrter Nachwuchsförderung entgegensetzen. „Wir haben viel Potenzial, müssen aber auch gut zusammen- und weiterarbeiten“, sagt Vorstand Amann. „Dann können wir wieder ein Erstligastandort werden. Und das wollen wir auch.“

Dafür muss es allerdings erst einmal sportlich klappen: „Unser Ziel müssen als Meister die Playoffs sein“, sagt Hillmeier. Doch für diese qualifizieren sich in dieser Saison nur die ersten beiden Teams. „Dadurch wird es nicht leichter.“ Und die Liga werde dies auch nicht: „Assenheim ist mit den Neuzugängen bestimmt nicht leicht zu spielen, in Merdingen zu gewinnen, war schon immer schwer.“ Doch eines weiß auch der Kapitän nach 15 Siegen in 20 Spielen (alle zehn Heimspiele gewonnen) im Vorjahr: „Gegen uns spielt wahrscheinlich auch keiner gern.“

SPIELPLAN
07.03., 17.30 Atting - Spaichingen
04.04., 17.30 Atting - Hilden
01.05., 16.30 Rhein-Main Patriots - Atting
09.05., 17.30 Atting - Langenfeld
16.05., 19.00 Hilden - Atting
13.06., 15.00 Atting - Merdingen
20.06., 20.30 Menden - Atting
21.06., 16.00 Langenfeld - Atting
04.07., 17.30 Atting - Rhein-Main Patriots
25.07., 19.00 Freiburg - Atting
26.07., 15.00 Merdingen - Atting
01.08., 19.00 Spaichingen - Atting
29.08., 17.30 Atting - Menden
12.09., 17.30 Atting - Freiburg

Text, Foto: Michael Bauer


Alle Termine und Spiele sind bis auf Weiteres abgesagt.
07.03., 17.30 Uhr Ergebnis:
4:5 n.P.

Atting - Spaichingen
Pl. Mannschaft S T P
1 Menden 3 29:4 9
2 Merdingen 3 32:9 9
3 Spaichingen 3 25:4 8
4 IHC Atting 3 24:5 7
5 Rhein-Main Patriots 2 20:0 6
6 Langenfeld 2 20:0 6
7 Freiburg 3 29:12 6
8 Hilden 3 24:9 6
9 Kassel 16 0:160 0
10
11 Kassel-Spiele
12 10:0 gewertet