Aufstieg in die 1. Bundesliga


13.11.2015 Der IHC Atting wird 2016 wieder in der 1. Bundesliga spielen. Es ist der dritte Anlauf in Deutschlands höchster Liga. Wir freuen uns, zurück zu sein!
(mb) Der IHC Atting wird 2016 wieder in der eingleisigen 1. Skaterhockey-Bundesliga spielen. Das gab die Clubführung nun rechtzeitig vor dem Ablaufen der vom Verband ISHD gesetzten Frist bekannt.

Die Wölfe hatten sich durch einen 10:5-Sieg am 24. Oktober im dritten Halbfinalspiel der Zweitligaplayoffs gegen die Skating Bears Krefeld den sportlichen Wiederaufstieg gesichert. Nun konnten auch die Rahmenbedingungen festgezurrt werden. Die Mannschaft wird alle Spiele in der 35 Kilometer entfernten Skaterhockey-Halle in Donaustauf austragen, denn für das Eisstadion am Pulverturm gibt es anders als in den zurückliegenden Erst- und Zweitligaspielzeiten, keine erneute Ausnahmegenehmigung.

Auch die finanziellen Rahmenbedingungen wurden in einem ersten Schritt sicher gestellt. Das von der Vereinsführung im Vorfeld bestimmte zu erwartende Defizit übernimmt die Gemeinde Atting bis zu einer Höhe von 15.000 Euro und bekannte sich damit voll zu ihrem sportlichen Aushängeschild. „Wir sind der Gemeinde sehr dankbar, dass sie voll hinter uns steht und uns so diesen Schritt zurück in die 1. Bundesliga ermöglicht“, sagte Vorsitzender Bernd Maier.

Allerdings erklärte die Vereinsführung, dass trotzdem ein großer Mehraufwand auf den Verein zukomme. Während der Nachwuchs weiter in Straubing spielt, müsse der komplette Spielbetrieb der Bundesligamannschaft mit Organisation nach Donaustauf ausgelagert werden, man brauche also doppelt Personal. In Donaustauf sei mit finanziellen Einbußen aufgrund weniger Zuschauer zu rechnen – der Hauptgrund, woraus sich die finanzielle Unterdeckung ergibt. Außerdem müssten auch die Sponsoren wieder in gleicher Höhe wie im Vorjahr überzeugt werden – eine Aufgabe, die nun umgehend angegangen werde.

„Die Spieler spielen letztlich dafür, in der Liga zu agieren, für die sie sich qualifiziert haben und daher verdienen sie es auch, in der 1. Bundesliga zu spielen“, sagte Maier. Nach dem Zwangsabstieg im vergangenen Jahr habe das Team sich nicht hängen lassen, sondern die sportliche Antwort gegeben und sich souverän den Wiederaufstieg gesichert. „Wir freuen uns, dass wir zurück sind“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier, der alleine in den Playoffs 20 Tore zum Wiederaufstieg beitrug. „Wichtig ist, dass wir alle zusammenhalten.“

Sportlich warten nun wieder ganz andere Brocken als im Vorjahr: Es geht wieder gegen Köln, Iserlohn, Augsburg, Essen oder Duisburg – die Aushängeschilder im deutschen Skaterhockey. Die Spiele in Donaustauf versprechen Spannung und Action, das hat man vor allem in den Playoffs gesehen. Elf Gegner und insgesamt 22 Saisonspiele stehen auf dem Programm. Der Spielplan wird bereits am kommenden Wochenende bei der Termintagung in Duisburg erstellt, woraus sich auch der Zeitdruck ergab. ISHD-Vorsitzender Ingo Goerke gratulierte noch am Freitagmorgen: „Diese Entscheidung ist toll für unseren Sport und wichtig für den Verein nach den Rückschlägen der letzten Wochen bezüglich der Halle.“

Bei der Jahresversammlung am Donnerstag, bei der die Entscheidung offiziell verkündet wurde, stand dennoch auch die Stadionsituation noch einmal im Mittelpunkt. Die externe Lösung in Donaustauf verursache eine äußerst hohe finanzielle Belastung, daher müsse weiter versucht werden, eine Spielstätte in der Umgebung zu bekommen, zumal auch die Trainingshalle (Belegung durch Flüchtlinge) und das Eisstadion (mögliche Pistensanierung 2017 oder 2018) kurzfristig als Trainings- und Spielmöglichkeit (der Nachwuchs darf im Eisstadion spielen) wegzufallen drohen. „Wir geben dem Gesamtverein durch die Rückkehr in die 1. Bundesliga weiter eine Perspektive“, sagte Maier. „Doch trotz des Aufstiegs in die 1. Bundesliga ist die Lage weiter sehr ernst, das muss allen klar sein“, sagte Maier.

Text, Foto: Michael Bauer/Matthias Bauer

Jahresversammlung am 12.11.


10.11.2015 Am Donnerstag, den 12. November, findet ab 19.30 Uhr im Gasthaus Ebner in Rinkam die Jahresversammlung unseres Vereins statt – eine zukunftsweisende Sitzung.
Am Donnerstag, den 12. November, findet ab 19.30 Uhr im Gasthaus Ebner in Rinkam die Jahresversammlung unseres Vereins statt. Diese musste nach dem negativen Ausgang des Bürgerentscheids am 11. Oktober – 51,06 Prozent stimmten gegen den Bau des Begegnungszentrums (das waren 18 Stimmen) – noch einmal verschoben werden.

Die Vorstandschaft hat sich in der Zwischenzeit Gedanken zur Gestaltung der Zukunft gemacht. Diese wollen wir am Donnerstag den Mitgliedern, Spielern, Eltern, Trainern, Sponsoren, Fans und Gönnern vorstellen und weiter diskutieren.

Darüber hinaus stehen stehen dann auch die Trainings- sowie Personalsituation und eine Neustrukturierung der Trainer für den kompletten Nachwuchs auf der Tagesordnung Außerdem wird über die Gründung eines Fördervereins gesprochen. Dazu gab es bereits mehrere Anregungen von Mitgliedern.

Abschließend wird auch die Entscheidung über die Ligenzugehörigkeit der ersten Mannschaft getroffen werden. Das Team hatte sich durch einen 10:5-Sieg im dritten Halbfinale am 24. Oktober in Donaustauf das Wiederaufstiegsrecht in die 1. Bundesliga gesichert.

Die Vorstandschaft bittet alle Mitglieder, Spieler, Eltern von Nachwuchsspielern und Laufschulenkindern sowie Sponsoren, Fans, Gönner und Gemeinderäte um rege Teilnahme an der Sitzung.

Junioren Vize-Europameister


28.10.2015 Nico und Kevin Kroschinski haben am Wochenende bei der EM in Kroatien den Titelgewinn mit der Nationalmannschaft knapp verpasst.
Es hat nicht ganz gereicht: Die beiden Attinger Juniorenspieler Nico und Kevin Kroschinski haben den Europameistertitel mit der U19-Nationalmannschaft am Wochenende im kroatischen Delnice knapp verpasst. Im Finale unterlag die deutsche Skaterhockey-Mannschaft der Schweiz mit 4:6 (1:2, 1:1, 2:3).

„Wir haben am ersten Tag alles gewonnen, aber am zweiten Tag wollte der Ball einfach nicht mehr über die Linie“, sagte Kevin Kroschinski nach der Niederlage im Finale. „Das war wie ein Fluch. Wir hatten 55 Schüsse aufs Tor und die Schweizer 20. Der Schweizer Goalie hat das Spiel seines Lebens gemacht. Dreimal haben wir das leere Tor vor uns gehabt, aber der Goalie hat alles gerettet. Zweimal haben wir noch die Latte getroffen. Nach dem Turnier waren wir sehr enttäuscht, aber jeder im Stadion hat gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren und alles versucht haben. Die Trainer waren sehr zufrieden mit dem Team, wir haben nur Lob gehört.“

Es wäre der siebte Titelgewinn in Folge für die deutsche Mannschaft gewesen. Nach souveränen Vorrundensiegen gegen Österreich (10:3) Kroatien (17:0), Großbritannien (17:1) und auch die Schweiz (6:2) wurde im Halbfinale erneut Großbritannien (11:4) besiegt. Die Schweiz revanchierte sich dann allerdings an der deutschen Mannschaft und durfte nach dem Finale über den insgesamt vierten Titel seit 1997 jubeln. Österreich sicherte sich Rang drei, es folgten Großbritannien und die Gastgeber.

Nico Kroschinski erzielte drei Tore und gab vier Vorlagen, Bruder Kevin gelang ein Treffer und vier Vorlagen. Punktbester Akteur war der Schweizer Louis Mercay mit fünf Toren und zehn Vorlagen. Drei deutsche Spieler – Florian Breves, Daniel Schopp und Tobias Wolff – wurden ins All-Star-Team gewählt. „Der Nationaltrainer hat mich und Nico auch noch zum Einzelgespräch geholt und gesagt, dass wir spitze waren und eine richtig gute EM gespielt haben. Das hat uns sehr gefreut.“

Text: Michael Bauer, Foto: Fam. Kroschinski.

Aufsteiger


25.10.2015 Der IHC Atting hat es geschafft: Durch einen 10:5-Sieg im dritten Halbfinale gegen Krefeld hat man den sportlichen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga erreicht.
(mb) Entschlossenheit. Das war der Gesichtsausdruck, den man nicht nur am Samstag bei den Spielern des IHC Atting sah, sondern während den gesamten Playoffs und der gesamten Saison. Entschlossenheit, dorthin zurückzukehren, wo man sportlich hingehört. In die 1. Bundesliga.

Durch einen 10:5-Erfolg (5:1, 3:2, 2:2) im dritten Halbfinalspiel der Playoffs über die Skating Bears Krefeld haben die Wölfe den Wiederaufstieg in die Eliteliga geschafft. Zumindest den sportlichen. Denn ob sie ihn wahrnehmen können, steht noch nicht fest. Die Stadionfrage ist nach wie vor das große Thema. Stand jetzt darf das Team nur in einer kleinen Halle wie Donaustauf und Deggendorf 1. Liga spielen. Nur diese entsprechen den Maßen und der Anforderung, die ganze Saison über verfügbar zu sein.

Doch das bedeutet lange Wege für die Spieler und Fans, weniger Zuschauer und deutlich höhere Kosten. Das war auch der Grund, warum man sich vor einem Jahr zum Rückzug in Liga zwei entschlossen hatte. Bis Mitte November verlangt der Verband eine Entscheidung, die Termintagung findet schon am 23.11. statt, steigt der IHC nicht auf, wird in einer Relegation der zweite neue Erstligist gesucht. Das hat ISHD-Vorsitzender Ingo Goerke, der den Wölfen zu „der großartigen Leistung“ gratulierte, den Verantwortlichen am Sonntag in einem Telefonat mitgeteilt.

Zu diesem Zeitpunkt waren die (ersten) Feierlichkeiten schon vorbei. Diese hatten bis in die frühen Morgenstunden gedauert. Der Jubel nach der Schlusssirene war riesig. Trainer und Spieler fielen sich in die Arme, tanzten auf der Fläche und machten unter den begeisterten Anfeuerungsrufen der Fans die Raupe. Die Bilder glichen denen aus Spaichingen vor zwei Jahren, als man ebenfalls aufgestiegen war. „Diesmal haben wir es aber endlich auch mal zuhause geschafft“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier.

Doch es mischte sich zu diesem Zeitpunkt auch Nachdenklichkeit in den Jubel: „Sportlich haben wir unser Ziel erreicht, aber jetzt?“, fragte Matthias Rothhammer. Roman Schreyer erkannte trotz des Sieges eine „etwas gedrückte Stimmung“ und auch bei den Clubverantwortlichen sah man mehrmals diese nachdenklichen Gesichter.

Dass die Mannschaft aber sportlich in die 1. Liga gehört, sah man nicht nur an der Entschlossenheit, sondern auch am souveränen Auftreten: „Dieser Erfolg ist verdient, weil die Jungs einfach einen ungemein starken Charakter haben“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Wenn man bedenkt, welche Rückschläge sie immer wieder hinnehmen mussten, ist der Erfolg nicht hoch genug anzurechnen.“

Anders als in anderen Spielen war diesmal schnell klar, wer der Sieger sein wird. Gegen die ersatzgeschwächten Gäste schafften die Wölfe schon im ersten Drittel so etwas wie eine Vorentscheidung. Angeführt vom erneut bärenstarken Hillmeier, der – wenn es sie denn gäbe – eine große Trophäe für den MVP dieser Playoffs verdient hätte, nutzte die Mannschaft fast alle sich bietenden Chancen. Vor allem in Überzahl. Dreimal trafen die Wölfe. Nur nach einer Fünf-Minuten-Strafe gegen Marco Rothhammer schien es eng zu werden. Die Skating Bears verkürzten auf 1:2, doch das Attinger Bollwerk stand sicher.

Eine Schrecksekunde gab es dann im zweiten Drittel. Vor dem Treffer zum 6:2 traf Goalie Raphael Heitzer der Ball am Hals. Er schien keine Luft zu bekommen. Betreuer und Spieler beider Teams eilten zu Hilfe. Doch nach wenigen Minuten gab der Goalie Entwarnung. „Alles ok, war nicht so schlimm“, sagte er danach.

Er wurde auch noch gebraucht. In dieser Phase, in der die Gäste auf 3:6 verkürzten, musste er mehrfach eingreifen, war aber stets auf dem Posten. Auf der anderen Seite erhöhte Hillmeier mit seinen Toren vier und fünf auf 8:3. „Wahnsinn, jetzt habe ich tatsächlich noch 20 Tore in den Playoffs geschafft“, sagte er. Und das in nur sechs Spielen. Die Begriffe MVP oder Playoff-Monster sind da wohl angebracht. Er war das Sinnbild für die Entschlossenheit und peitschte auch auf der Bank seine Mitspieler an.

Das Schlussdrittel plätscherte dann etwas dahin – bis die Gäste in der 53. und 57. Minute noch einmal auf 5:8 verkürzten. Drei schnelle Tore sind im Skaterhockey keine Seltenheit, das mussten die Wölfe schon im Viertelfinale gegen Menden spüren. Aber das Team blieb souverän und Tim Bernhard machte schnell das Empty Net Goal zum 9:5. Deckel drauf. Per Schlagschuss machte er dann eine Minute vor dem Ende das Ergebnis noch zweistellig.

„Wir haben die letzten zwei Monate aufgrund der Hallensituation gerade mal zwei Trainingseinheiten abhalten können und trotzdem hat es gereicht“, sagte Amann. „Das schafft nur ein Team, welches die Klasse und den Siegeswillen wie unseres hat. Die Erfolge der letzten Jahre sind kein Zufall, ich bin stolz ein Teil dieses Teams zu sein.“

Knapp drei Wochen haben die Verantwortlichen nun Zeit, die Entscheidung zu treffen, wo man in der neuen Saison spielt. „Mit dieser Mannschaft musst du einfach 1. Liga spielen“, sprach Florian Tkocz für das Team. Geht es nach der sportlichen Leistung, wäre die Entscheidung also schon gefallen.

Atting: Heitzer - Tkocz, Hausner, Schreyer, Nissen, Prasch, Mar. Rothhammer, Mat. Rothhammer, Dünnbier, Hillmeier, Bernhard;
Krefeld: Zimmermann - Steinborn, Hahn, Busch, Jost, Lintorf, Müller, Peleen, Reinberg, Sdun, F. Zillen, M. Zillen;
1:0 (6:40) Hillmeier (Bernhard, 4-3), 2:0 (7:47) Bernhard (Hillmeier, 4-3), 2:1 (11:32) Busch (Reinberg, 4-3), 3:1 (15:28) Bernhard (Hausner), 4:1 (17:18) Hausner (Hillmeier), 5:1 (18:54) Hillmeier (Bernhard, 4-3), 6:1 (20:18) Hillmeier (Bernhard), 6:2 (21:50) Busch (Jost), 6:3 (22:52) Steinborn (F. Zillen), 7:4 (26:49) Hillmeier (Tkocz, 4-3), 8:3 (34:02) Hillmeier (Tkocz, 4-3), 8:4 (52:04) Lintorf (Reinberg), 8:5 (56:08) Lintorf (Hahn), 9:5 (56:30) Bernhard, 10:5 (59:00) Bernhard (Mar. Rothhammer); Schiedsrichter: Böhmländer (Köln), Schafnitzel (Augsburg), Strafminuten: Atting 15, Krefeld 16; Zuschauer: 150.

Text, Foto: Michael Bauer

Entscheidungsspiel gegen Krefeld


23.10.2015 Am Samstag um 18 Uhr findet das entscheidende Spiel um den sportlichen Aufstieg in die 1. Bundesliga gegen die Skating Bears Krefeld statt.
(mb) Vor der entscheidenden Partie einer Endspielserie bedarf es nicht vieler Worte. Die Voraussetzungen sind klar, die Teams kennen sich und das Ziel ist klar. Wer gewinnt, steigt auf. Das ist die Ausgangslage vor dem dritten Spiel der Serie zwischen dem IHC Atting und den Skating Bears Krefeld am Samstagabend um 18 Uhr in Donaustauf.

„Die Ausgangslage ist Motivation genug“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Wir werden alles versuchen, ein richtig tolles Spiel abzuliefern.“ Ähnlich sieht es Kapitän Fabian Hillmeier, mit 15 Toren aus fünf Spielen mit Abstand erfolgreichster Spieler in den Playoffs. „Es gibt ja nicht mehr viel zu sagen. Zum Glück sind wir wieder ziemlich komplett und können 60 Minuten Vollgas spielen. Ich denke, dass das dritte Spiel genauso eng wird, wie die anderen beiden. Wir sind aber voll motiviert.“

13:9 lautete das Ergebnis von Spiel eins, 7:8 das von Spiel zwei – beinahe hätten die Attinger mit stark ersatzgeschwächtem Kader vor einer Woche in Krefeld schon alles klar gemacht. Nun hat es die Krefelder erwischt. Ein ganzer Block der starken Junioren, darunter auch die besten Scorer, sind am Wochenende bei der Europameisterschaft in Kroatien für Deutschland im Einsatz. Ihr Mitwirken war vor einer Woche noch der Grund für die späte Ansetzung in Krefeld. Ausgleichende Gerechtigkeit also oder schade für den Sport, weil in gleich zwei Endspielen je eine Mannschaft nicht in Bestbesetzung antreten kann? Das darf jeder für sich selbst entscheiden.

Die Attinger blicken erwartungsfroh diesem Spiel entgegen, auch wenn nach dem negativen Ausgang des Bürgerentscheids zum Bau eines Begegnungszentrums mit eigener Spielfläche vieles im Ungewissen ist. Wir wollen sportlich unser Soll erreichen und das ist der Aufstieg in die 1. Bundesliga“, sagt Amann. „Alles weitere wird man dann sehen.“ Nun zählen erst einmal das letzte Spiel und der Sport.

Text: Michael Bauer, Foto: Benedikt Kubatzki

Kroschinskis bei EM in Kroatien


22.10.2015 Nico und Kevin Kroschinski vertreten am Wochenende die deutschen Farben bei der U19-Europameisterschaft im kroatischen Delnice
Sechs Titel in sechs Jahren, zehn Titel in elf Jahren. Diese Erfolge hat die deutsche U19-Nationalmannschaft im Skaterhockey in den letzten Jahren erreicht. Sie ist die beste Mannschaft in Europa – und das jedes Jahr trotz neuer Mannschaft aufs Neue. Am Wochenende kann sie in Delnice in Kroatien ihren Titel zum siebten Mal verteidigen. Mit dabei sind auch zwei Spieler des IHC Atting: Nico und Kevin Kroschinski.

Zum ersten Mal überhaupt richtet Kroatien ein internationales Turnier aus und startet mit einer eigenen Mannschaft. Darüber hinaus trifft die deutsche Mannschaft in der Gruppenphase auf Österreich, Großbritannien und die Schweiz – die Eidgenossen werden von den deutschen Verantwortlichen als größte Konkurrenten gesehen. Bereits am Samstag um 9.15 Uhr startet das Turnier mit dem Spiel gegen Österreich.

Vergangenes Wochenende fand der letzte Lehrgang in Düsseldorf statt. „Wir hatten jeden Tag vier Stunden Training und haben uns in den Reihen gut zusammengefunden – auch wegen der vielen Spiele“, sagt Kevin Kroschinski. „Außerdem gab es Videoanalysen und Taktikbesprechungen. Das Wochenende war für das Teambuilding gedacht.“

Ein wichtiger Punkt, denn die Spieler, die aus ganz Deutschland zusammenkommen, kennen sich ansonsten meist nur wenig – gerade die Akteure, die nicht aus dem Stammgebiet Nordrhein-Westfalen kommen. Die beiden Attinger sind die einzigen Bayern. In den 19-Mann-Kader haben es diesmal aber auch einzelne Spieler aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein geschafft.

Am Freitag gehts mit dem Auto nach Kroatien – ohne die Teamkollegen. „Wir hätten sonst erst nach Köln gemusst, von wo die Mannschaft aus mit dem Flugzeug über Zagreb nach Delnice reist.“ So ist es aber günstiger für alle. Die Eltern begleiten die beiden. „Wir erwarten natürlich, dass wir viel Erfahrung sammeln und den Titel verteidigen können“, sagen sie unisono. Bisher konnten schon die Attinger Alexander Herzog (ebenfalls Junioren) und Thomas Bauer (Herren) den Europameistertitel gewinnen.

Text: MIchael Bauer, Foto: ISHD (Gehrig)

Starke Leistung in Krefeld


19.10.2015 Trotz eines dünnen Kaders hielt der IHC Atting das Spiel in Krefeld lange offen und unterlag am Ende nur knapp mit 7:8. Nun entscheidet Spiel drei über den Aufstieg.
(mb) Der ehemalige Eishockey-Bundestrainer Hans Zach hat einmal gesagt, Engagement und Wille triumphieren immer über Talent. Skaterhockey ist manchmal aber doch ein bisschen anders als Eishockey. Da passiert schnell viel. Zwar zeigte der IHC Atting am Sonntag in Krefeld mit seiner Rumpftruppe ebenfalls viel Leidenschaft, belohnt wurden dafür aber die Skating Bears – und vielleicht auch die Attinger Fans.

Denn nach der knappen und schließlich unglücklichen 7:8-Niederlage (3:3, 1:4, 3:1) gibt es ein drittes und entscheidendes Spiel um den sportlichen Wiederaufstieg am kommenden Samstag um 18 Uhr in Donaustauf. „Dann packen wir die“, sagte Trainer Jürgen Amann, der trotz der Niederlage „sehr, sehr stolz“ auf sein Team war, dem aufgrund der späten Ansetzung am Sonntagabend mit Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier mehr als der halbe Kader fehlte. Beruf geht vor Amateursport.

Doch die andere Hälfte, ergänzt durch Junioren (Nico und Kevin Kroschinski) sowie Spieler aus der Zweitvertretung (Patrick Risse und Christoph Wittenzellner) spielte nicht wie ein halber, sondern ein ganzer Kader und führte nach 16 Minuten nach Fabian Hillmeiers Playoff-Toren Nummer 14 und 15 sowie einem Treffer von Tim Bernhard mit 3:2. „Wir haben einfach gespielt und unsere Chancen in Überzahl genutzt“, sagte der Coach. Zuhause am Whatsapp-Handyticker fieberte der verhinderte Rest der Mannschaft mit, rieb sich die Augen und feuerte an.

Doch nun war Krefeld an der Reihe. Die mit 16 Spielern angetretenen Skating Bears legten ihre Nervosität ab und machten bis zur 34. Minute aus dem 2:3 ein 7:3. Strafzeiten und drei Gegentore in weniger als drei Minuten waren dafür verantwortlich. „Aber wir haben uns gesagt, dass wir hier heute nichts zu verlieren haben“, sagte Amann. „Jetzt probieren wirs noch mal.“

Und das klappte gut: Zweimal Nico Kroschinski sowie Roman Schreyer und Bernhard machten aus dem 3:7 ein 7:7. Aufholjagden gehören dieses Jahr zu den Spezialitäten der Wölfe in den Playoffs. Im Ticker der Daheimgeblieben fielen nach dem Ausgleich Worte und Sätze wie „brutal“ und „Hoffentlich wird die Leistung belohnt.“ Wurde sie nicht, denn ein Konter bescherte den Gastgebern vier Minuten vor dem Ende das 8:7. Atting nahm den Goalie heraus, doch Schreyer und Bernhard schafften den Ausgleich nicht mehr.

„Alle haben gedacht, dass wir hier heute ganz hoch verlieren, aber wir haben ein Riesenspiel abgeliefert“, sagte Amann. „Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft.“ Das wurde auch an anderer Stelle anerkannt. Selten gab es auf der Attinger Facebook-Seite so oft einen Daumen hoch für eine Niederlage. Kommentare eines Nord-Club-Vertreters wie „Gratulation zu dieser starken Leistung und Respekt vor eurer Moral angesichts der aktuellen Hallensituation!“ bauten zusätzlich auf und auch die Krefelder Spieler zeigten sich sportlich fair und gaben ein „Gefällt mir“ für einen Attinger Kommentar im Liveticker ab, in dem es mit einem Seitenhieb auf die Spielansetzung hieß, dass man jetzt noch einmal im tiefen Bayern erwartet werde – dann allerdings zu einer „netten“ Zeit. Samstag, 18 Uhr.

Ob Hans Zach jemals bei einem Skaterhockeyspiel zusah, geschweige denn an der Bande stand, ist unbekannt. Der Satz mit der Leidenschaft gilt eigentlich auch für diese Sportart. Da ist Skaterhockey vom Eishockey nicht so weit weg. Geht es nach den Attinger Wölfen, würde Zach kommenden Samstag in Donaustauf sicher Leidenschaft sehen. „Aufstieg vor heimischem Publikum ist eh viel schöner“, hieß es noch mal online. Wohl wissend, dass nach der negativen Hallenentscheidung in Atting vieles im Verein nun ungewiss ist, gab sich Amann dennoch kämpferisch: „Wir wollen das jetzt schaffen, wir wollen sportlich in die 1. Bundesliga aufsteigen.“ Dann wieder mit vollem Kader, den Fans im Rücken und der Mischung aus Leidenschaft und auch Talent.

Krefeld: Zimmermann - Steinborn, Hahn, Böckels, Busch, Diem, Eloo, Jost, Kammen, Kleindienst, Reinberg, Schopp, Sdun, Tinz, Zillen;
Atting: Heitzer - Schreyer, K. Kroschinski, Nissen, Risse, Wittenzellner, Prasch, Hillmeier, K. Kroschinski, Bernhard.
Tore: 1:0 (2:23) Busch (Sdun), 1:1 (7:32) Hillmeier (Schreyer), 1:2 (8:59) Bernhard (Hillmeier, 4-3), 2:2 (13:31) Busch (Reinberg), 2:3 (15:51) Hillmeier (Schreyer, 4-3), 3:3 (19:44) Schopp (Kleindienst), 4:3 (21:45) Schopp (Steinborn), 5:3 (30:58) Schopp (Diem, 4-3), 6:3 (31:16) Böckels (Kleindienst, 4-3), 7:3 (33:38) Zillen (Jost, 4-3), 7:4 (35:01) N. Kroschinski (Bernhard), 7:5 (47:21) N. Kroschinski (Hillmeier), 7:6 (48:43) Schreyer (K. Kroschinski), 7:7 (53:05) Bernhard (K. Kroschinski), 8:7 (55:49) Kleindienst (Hahn);
Schiedsrichter: Himmelmann (Essen), Bührer (Freiburg); Strafminuten: Krefeld: 12, Atting 12; Zuschauer: 125.

Text: Michael Bauer, Foto: Benedikt Kubatzki.

Sensation verpasst


18.10.2015 Im zweiten Playoff-Halbfinale in Krefeld unterlag der IHC Atting am Sonntagabend nach toller Aufholjagd mit 7:8. Spiel drei in einer Woche entscheidet nun über den Bundesligaaufstieg.
(mb) Der IHC Atting hat die große Überraschung und den vorzeitigen sportlichen Wiederaufstieg am Sonntag knapp verpasst. Die Wölfe verloren stark ersatzgeschwächt mit 7:8 (3:3, 1:4, 3:1) bei den Skating Bears Krefeld. Damit entscheidet Spiel drei der Serie am kommenden Samstag um 18 Uhr in Donaustauf über den Aufstieg.

„Leider hat es nicht ganz gereicht“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Aber ein riesiges Kompliment an meine Mannschaft für diese tolle Leistung. Wir sind nach 4:7 noch einmal zurückgekommen und hatten auch nach dem 7:7 noch gute Chancen. Jeder hat gedacht, dass wir heute hier klar verlieren. Aber das war nicht der Fall. Jetzt kann Krefeld nächste Woche zu uns kommen.“

Die Wölfe führten im ersten Drittel schon einmal mit 2:1 und 3:2 und lagen nach 40 Minuten mit 4:7 hinten: „Dann haben wir uns gesagt, wir probieren das jetzt einfach, wir können hier nichts verlieren“, sagte Amann. Tore von Nico Kroschinski, Roman Schreyer und Tim Bernhard brachten sogar den Ausgleich. Doch bei einem Konter fing man sich das 7:8 ein. „Wir hatten danach zwar noch gute Chancen, haben aber nichts mehr reingebracht“, sagte Amann. Auch die Herausnahme des Torhüters brachte nichts mehr. Schreyer und Bernhard vergaben die größten Einschussmöglichkeiten.

Mit Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier fehlte ein Großteil des Stammkaders, der berufsbedingt wegen der späten Ansetzung des Spiels nicht hatten mitfahren können. Das Spiel hatte am Sonntag erst um 17 Uhr begonnen – zu spät für die meisten Attinger Amateurspieler, die am Montagmorgen wieder im Beruf erwartet werden. Attings Verantwortliche hatten die Krefelder Ansetzung im Vorfeld heftig kritisiert.

Foto: Leistner

Schlechte Voraussetzungen für Spiel 2


16.10.2015 Am Sonntag um 17 Uhr findet in Krefeld das zweite Halbfinalspiel um den Bundesligaaufstieg in Krefeld statt. Der IHC Atting hat dabei nur einen Rumpfkader.
(mb) Beim IHC Atting agiert man dieser Tage mit einer gehörigen Portion Frustration gemischt mit Wut im Bauch. Denn nach dem negativen Ausgang des Bürgerentscheids zum Bau des Begegnungszentrums gab es trotz des Erfolgs im ersten Halbfinale gegen Krefeld einen sportlichen Dämpfer.

Am Sonntag gastiert man in der Seidenstadt zum zweiten Halbfinalspiel. Würde man gewinnen, hätte man den sportlichen Wiederaufstieg in der Tasche, auch wenn der Wert dessen nach dem negativen Bürgerentscheid derzeit fraglich ist. Doch die Voraussetzungen für dieses zweite Halbfinale sind denkbar schlecht. Denn die Skating Bears setzten das Spiel auf 17 Uhr an, was bedeutet, dass die Hälfte des Attinger Stammkaders aus beruflichen Gründen nicht mitfahren kann, da die Rückkehr nach rund acht Stunden Fahrt in den frühen Montagmorgen fällt. Nur mit Müh und Not, Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft und Junioren, bekommen die Wölfe überhaupt eine spielfähige Truppe zusammen – ein ebenbürtiger Gegner werden sie aber wohl nicht sein. Ein sportliches Unding zur heißesten Saisonphase.

Der Hintergrund: Krefeld will das Spiel am Sonntag nicht vorverlegen, weil sie zusätzlich zu ihrem ohnehin vollen Kader auf fünf Junioren zurückgreifen wollen, die vorher noch beim Lehrgang der Nationalmannschaft sind. Mehrere Attinger Versuche und Gespräche vor und nach dem ersten Halbfinale – auch persönliche vor Ort – blieben unerhört. Krefeld zeigt sich stur. Der Verband ISHD stimmte einer Verlegung auf Wunsch beider Teams (hier wäre Krefeld einverstanden gewesen) auf den 31. Oktober auch nicht zu, da beide Halbfinalserien zur gleichen Zeit beendet werden sollen.

Ein Nichtantreten kommt für die Attinger nicht infrage: Dies hätte nicht nur den sofortigen Ausschluss aus den Playoffs zur Folge, sondern würde auch eine vierstellige Geldstrafe nach sich ziehen. „Diese Spielansetzung ist für mich ein Unding und hat mir fairem Miteinander nichts mehr zu tun“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Es geht für uns in diesem Spiel ja gar nicht mehr um den sportlichen Wettbewerb, sondern nicht aus den Playoffs zu fliegen – von der Geldstrafe mal abgesehen.“

Unter anderem muss man auf Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier verzichten. Vom Stammkader sind neben den beiden Goalies Raphael Heitzer und Eugen Kelbin nur Fabian Hillmeier, Tim Bernhard, Roman Schreyer, Christian Prasch und Dominik Nissen dabei. Aus der zweiten Mannschaft helfen Patrick Risse und Christoph Wittenzellner aus, hinzu kommen die Junioren Nico und Kevin Kroschinski, die vom Nationalmannschaftslehrgang aus Düsseldorf anreisen. „Die Leute, die mitfahren, müssen aus dem Bus direkt in die Arbeit. Eigentlich kann man das niemandem zumuten“, sagt Amann.

Fast wie Hohn muten da die Meldungen aus Krefeld an, die im Vorfeld bekannt gaben „aus dem Vollen schöpfen“ zu können und die Attinger nach dem Sieg in Spiel eins sogar als Favoriten sehen.

Der Hockeygott meint es also nicht gut derzeit mit dem IHC Atting. Während die Verantwortlichen versuchen, den Hallenschock zu verdauen und nach Lösungen suchen, machte sich bei den Spielern aber eine „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ breit. Einen hoch motivierten Gegner, wie die Krefelder auch schreiben, werden die Skating Bears in jedem Fall erwarten dürfen. Immerhin hat man ja noch ein drittes Spiel mit Heimrecht am 24. Oktober in Donaustauf.

Text, Foto: Michael Bauer

Nach dem Bürgerentscheid


12.10.2015 Nach dem Bürgerentscheid haben wir Stimmen unserer Vorstände und Verantwortlichen und einen ersten Blick in die leider nicht mehr sehr rosige Zukunft.
„Wiederaufstieg in die 1. Liga vor Augen“, hieß es in der Montagsausgabe des Straubinger Tagblatts nach dem Comeback-Sieg des IHC Atting im ersten Halbfinale gegen Krefeld (13:9 nach 4:8-Rückstand). Doch diese Aussichten haben am Sonntag einen mehr als herben Dämpfer erhalten. Denn die Bürger der Gemeinde Atting votierten mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen den Bau des Begegnungszentrums, das auch eine Spielfläche für den IHC Atting enthalten hätte. 18 Stimmen fehlten.

Die Spieler der Mannschaft, die das Geschehen im Vereinsheim des IHC vor Ort mitverfolgten, reagierten geschockt und fassungslos auf den Ausgang der Wahl. Das Sportliche rückte vollkommen in den Hintergrund. „Aus meiner Sicht ist es eine gewaltige Niederlage für die Gemeinde Atting und nicht nur eine existentielle Niederlage für den IHC Atting“, sagte Vorsitzender Bernd Maier. „Die Bürger der Gemeinde haben es aus meiner Sicht nicht geschafft, in die Zukunft zu schauen und all unseren Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben, egal wo sie wohnen.“

Wie es nun mit der Bundesligamannschaft weitergeht, konnten die Verantwortlichen nicht sofort beantworten. „Wir spielen die Runde jetzt erst einmal zu Ende“, sagt Michael Bauer, einer der weiteren Vorsitzenden. „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft den sportlichen Aufstieg schaffen kann. Für mich persönlich ist es die größte Enttäuschung in 15 Jahren Vorstandsarbeit.“ Bei den Spielern machte sich eine Trotzstimmung breit. „Jetzt erst recht“, sagte Goalie Raphael Heitzer. „Wir schlagen Krefeld!“ Wie es dann weitergeht, ist noch unklar. Am 29. Oktober sind eine Mannschaftssitzung und eine Mitgliederversammlung angesetzt.

Der Verband ISHD, der für die beiden Bundesligen zuständig ist, hat den IHC-Verantwortlichen in persönlichen Gesprächen bereits klar gemacht, dass das Straubinger Eisstadion für die 1. Liga nicht zugelassen wird. Auch eine Doppellösung mit Spielen in Donaustauf und Straubing wurde bereits abgelehnt. Der IHC könne allerdings die Mitgliedsvereine der 1. Bundesliga fragen, hieß es von Seiten des ISHD-Vorstandes Ingo Goerke.

„Klar ist, dass wir keinen Etat haben, um die 1. Bundesliga in Donaustauf finanziell zu stemmen“, sagt Bauer. Dazu fehlt uns eine fünfstellige Summe „In Donaustauf haben wir zu wenig Zuschauer, es fahren einfach zu wenige Fans die 40 Kilometer. Das haben wir in den Playoff-Spielen 2014 und auch heuer gesehen.“

Durch den abgelehnten Hallenbau habe der Verein jegliche langfristige Zukunftsperspektiven entzogen bekommen. Auch der Nachwuchs ist betroffen. Zwar kann aktuell wieder in den Ausstellungshallen trainiert werden, durch die Belegung mit Flüchtlingen ist der Betrieb aber stark eingeschränkt. Nur dank der guten und langjährigen Kontakte zur Stadt Straubing war überhaupt eine Übergangslösung möglich: „Die Stadt Straubing hat uns immer unterstützt – egal, ob mit Belag oder Hallenfragen“, sagt Ex-Vorstand Thomas Raidl. „Dabei haben die anders als die Gemeinde Atting kein Geld.“

2. Vorsitzender Martin Amann sagte: „Obwohl wir ein Dorfverein sind, hat uns die Stadt Straubing vor mehr als zehn Jahren eine Heimat gegeben und uns Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, unseren Sport voran zu bringen. Nun, nach mehr als 15 Jahren, hätten wir uns dieses Entgegenkommen auch von anderer Seite gewünscht, nachdem wir über Jahre den Namen Atting in ganz Deutschland und sogar europaweit getragen haben. Es ist gerade in der jetzigen Zeit schade, dass wir Menschen aus aller Welt ein Zuhause bei uns anbieten, aber andererseits unsere eigenen "Kinder" nicht bei uns haben möchten. Wir blieben immer standhaft und unserer Gemeinde treu. Vor allem mit der Namensgebung. Obwohl wir immer wieder Angebote erhalten haben.“ Mehrere Mitglieder forderten am Sonntag, den Verein umzubenennen bzw. umzuziehen.

Eine Zukunft sei angesichts der momentanen Lage – ohne eigene Halle und mit dem anstehenden Eisstadionumbau 2017 oder 2018 mehr als unsicher, sagte Amann. „Auch der vierköpfige Vorstand sieht sich hier durch dieses Wahlergebnis in seiner Arbeit nicht bestätigt, so dass man im Moment keine Zukunftsplanung geben kann.“

Text, Foto: Bauer

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Sa., 21.04., 15.00 Uhr
Jugend - Neubeuern -:-
Sa., 21.04., 17.00 Uhr
Bamberg/Erlangen - Atting II -:-

So., 22.04., 15.00 Uhr
Deggendorf II - Schüler -:-

So., 22.04., 16.30 Uhr
Deggendorf I - Jugend -:-
Pl. Mannschaft S T P
1 Merdingen 4 55:26 9
2 Freiburg 3 26:13 6
3 Spaichingen 3 29:17 6
4 Rhein-Main Patriots 2 16:9 6
5 Augsburg 1 16:3 3
6 IHC Atting 1 17:111 3
7 Ingolstadt 1 5:10 0
8 Schwabmünchen 1 11:17 0
9 Deggendorf 3 11:36 0
10 Sasbach 3 6:51 0
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