Kroschinskis bei EM in Kroatien


22.10.2015 Nico und Kevin Kroschinski vertreten am Wochenende die deutschen Farben bei der U19-Europameisterschaft im kroatischen Delnice
Sechs Titel in sechs Jahren, zehn Titel in elf Jahren. Diese Erfolge hat die deutsche U19-Nationalmannschaft im Skaterhockey in den letzten Jahren erreicht. Sie ist die beste Mannschaft in Europa – und das jedes Jahr trotz neuer Mannschaft aufs Neue. Am Wochenende kann sie in Delnice in Kroatien ihren Titel zum siebten Mal verteidigen. Mit dabei sind auch zwei Spieler des IHC Atting: Nico und Kevin Kroschinski.

Zum ersten Mal überhaupt richtet Kroatien ein internationales Turnier aus und startet mit einer eigenen Mannschaft. Darüber hinaus trifft die deutsche Mannschaft in der Gruppenphase auf Österreich, Großbritannien und die Schweiz – die Eidgenossen werden von den deutschen Verantwortlichen als größte Konkurrenten gesehen. Bereits am Samstag um 9.15 Uhr startet das Turnier mit dem Spiel gegen Österreich.

Vergangenes Wochenende fand der letzte Lehrgang in Düsseldorf statt. „Wir hatten jeden Tag vier Stunden Training und haben uns in den Reihen gut zusammengefunden – auch wegen der vielen Spiele“, sagt Kevin Kroschinski. „Außerdem gab es Videoanalysen und Taktikbesprechungen. Das Wochenende war für das Teambuilding gedacht.“

Ein wichtiger Punkt, denn die Spieler, die aus ganz Deutschland zusammenkommen, kennen sich ansonsten meist nur wenig – gerade die Akteure, die nicht aus dem Stammgebiet Nordrhein-Westfalen kommen. Die beiden Attinger sind die einzigen Bayern. In den 19-Mann-Kader haben es diesmal aber auch einzelne Spieler aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein geschafft.

Am Freitag gehts mit dem Auto nach Kroatien – ohne die Teamkollegen. „Wir hätten sonst erst nach Köln gemusst, von wo die Mannschaft aus mit dem Flugzeug über Zagreb nach Delnice reist.“ So ist es aber günstiger für alle. Die Eltern begleiten die beiden. „Wir erwarten natürlich, dass wir viel Erfahrung sammeln und den Titel verteidigen können“, sagen sie unisono. Bisher konnten schon die Attinger Alexander Herzog (ebenfalls Junioren) und Thomas Bauer (Herren) den Europameistertitel gewinnen.

Text: MIchael Bauer, Foto: ISHD (Gehrig)

Starke Leistung in Krefeld


19.10.2015 Trotz eines dünnen Kaders hielt der IHC Atting das Spiel in Krefeld lange offen und unterlag am Ende nur knapp mit 7:8. Nun entscheidet Spiel drei über den Aufstieg.
(mb) Der ehemalige Eishockey-Bundestrainer Hans Zach hat einmal gesagt, Engagement und Wille triumphieren immer über Talent. Skaterhockey ist manchmal aber doch ein bisschen anders als Eishockey. Da passiert schnell viel. Zwar zeigte der IHC Atting am Sonntag in Krefeld mit seiner Rumpftruppe ebenfalls viel Leidenschaft, belohnt wurden dafür aber die Skating Bears – und vielleicht auch die Attinger Fans.

Denn nach der knappen und schließlich unglücklichen 7:8-Niederlage (3:3, 1:4, 3:1) gibt es ein drittes und entscheidendes Spiel um den sportlichen Wiederaufstieg am kommenden Samstag um 18 Uhr in Donaustauf. „Dann packen wir die“, sagte Trainer Jürgen Amann, der trotz der Niederlage „sehr, sehr stolz“ auf sein Team war, dem aufgrund der späten Ansetzung am Sonntagabend mit Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier mehr als der halbe Kader fehlte. Beruf geht vor Amateursport.

Doch die andere Hälfte, ergänzt durch Junioren (Nico und Kevin Kroschinski) sowie Spieler aus der Zweitvertretung (Patrick Risse und Christoph Wittenzellner) spielte nicht wie ein halber, sondern ein ganzer Kader und führte nach 16 Minuten nach Fabian Hillmeiers Playoff-Toren Nummer 14 und 15 sowie einem Treffer von Tim Bernhard mit 3:2. „Wir haben einfach gespielt und unsere Chancen in Überzahl genutzt“, sagte der Coach. Zuhause am Whatsapp-Handyticker fieberte der verhinderte Rest der Mannschaft mit, rieb sich die Augen und feuerte an.

Doch nun war Krefeld an der Reihe. Die mit 16 Spielern angetretenen Skating Bears legten ihre Nervosität ab und machten bis zur 34. Minute aus dem 2:3 ein 7:3. Strafzeiten und drei Gegentore in weniger als drei Minuten waren dafür verantwortlich. „Aber wir haben uns gesagt, dass wir hier heute nichts zu verlieren haben“, sagte Amann. „Jetzt probieren wirs noch mal.“

Und das klappte gut: Zweimal Nico Kroschinski sowie Roman Schreyer und Bernhard machten aus dem 3:7 ein 7:7. Aufholjagden gehören dieses Jahr zu den Spezialitäten der Wölfe in den Playoffs. Im Ticker der Daheimgeblieben fielen nach dem Ausgleich Worte und Sätze wie „brutal“ und „Hoffentlich wird die Leistung belohnt.“ Wurde sie nicht, denn ein Konter bescherte den Gastgebern vier Minuten vor dem Ende das 8:7. Atting nahm den Goalie heraus, doch Schreyer und Bernhard schafften den Ausgleich nicht mehr.

„Alle haben gedacht, dass wir hier heute ganz hoch verlieren, aber wir haben ein Riesenspiel abgeliefert“, sagte Amann. „Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft.“ Das wurde auch an anderer Stelle anerkannt. Selten gab es auf der Attinger Facebook-Seite so oft einen Daumen hoch für eine Niederlage. Kommentare eines Nord-Club-Vertreters wie „Gratulation zu dieser starken Leistung und Respekt vor eurer Moral angesichts der aktuellen Hallensituation!“ bauten zusätzlich auf und auch die Krefelder Spieler zeigten sich sportlich fair und gaben ein „Gefällt mir“ für einen Attinger Kommentar im Liveticker ab, in dem es mit einem Seitenhieb auf die Spielansetzung hieß, dass man jetzt noch einmal im tiefen Bayern erwartet werde – dann allerdings zu einer „netten“ Zeit. Samstag, 18 Uhr.

Ob Hans Zach jemals bei einem Skaterhockeyspiel zusah, geschweige denn an der Bande stand, ist unbekannt. Der Satz mit der Leidenschaft gilt eigentlich auch für diese Sportart. Da ist Skaterhockey vom Eishockey nicht so weit weg. Geht es nach den Attinger Wölfen, würde Zach kommenden Samstag in Donaustauf sicher Leidenschaft sehen. „Aufstieg vor heimischem Publikum ist eh viel schöner“, hieß es noch mal online. Wohl wissend, dass nach der negativen Hallenentscheidung in Atting vieles im Verein nun ungewiss ist, gab sich Amann dennoch kämpferisch: „Wir wollen das jetzt schaffen, wir wollen sportlich in die 1. Bundesliga aufsteigen.“ Dann wieder mit vollem Kader, den Fans im Rücken und der Mischung aus Leidenschaft und auch Talent.

Krefeld: Zimmermann - Steinborn, Hahn, Böckels, Busch, Diem, Eloo, Jost, Kammen, Kleindienst, Reinberg, Schopp, Sdun, Tinz, Zillen;
Atting: Heitzer - Schreyer, K. Kroschinski, Nissen, Risse, Wittenzellner, Prasch, Hillmeier, K. Kroschinski, Bernhard.
Tore: 1:0 (2:23) Busch (Sdun), 1:1 (7:32) Hillmeier (Schreyer), 1:2 (8:59) Bernhard (Hillmeier, 4-3), 2:2 (13:31) Busch (Reinberg), 2:3 (15:51) Hillmeier (Schreyer, 4-3), 3:3 (19:44) Schopp (Kleindienst), 4:3 (21:45) Schopp (Steinborn), 5:3 (30:58) Schopp (Diem, 4-3), 6:3 (31:16) Böckels (Kleindienst, 4-3), 7:3 (33:38) Zillen (Jost, 4-3), 7:4 (35:01) N. Kroschinski (Bernhard), 7:5 (47:21) N. Kroschinski (Hillmeier), 7:6 (48:43) Schreyer (K. Kroschinski), 7:7 (53:05) Bernhard (K. Kroschinski), 8:7 (55:49) Kleindienst (Hahn);
Schiedsrichter: Himmelmann (Essen), Bührer (Freiburg); Strafminuten: Krefeld: 12, Atting 12; Zuschauer: 125.

Text: Michael Bauer, Foto: Benedikt Kubatzki.

Sensation verpasst


18.10.2015 Im zweiten Playoff-Halbfinale in Krefeld unterlag der IHC Atting am Sonntagabend nach toller Aufholjagd mit 7:8. Spiel drei in einer Woche entscheidet nun über den Bundesligaaufstieg.
(mb) Der IHC Atting hat die große Überraschung und den vorzeitigen sportlichen Wiederaufstieg am Sonntag knapp verpasst. Die Wölfe verloren stark ersatzgeschwächt mit 7:8 (3:3, 1:4, 3:1) bei den Skating Bears Krefeld. Damit entscheidet Spiel drei der Serie am kommenden Samstag um 18 Uhr in Donaustauf über den Aufstieg.

„Leider hat es nicht ganz gereicht“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Aber ein riesiges Kompliment an meine Mannschaft für diese tolle Leistung. Wir sind nach 4:7 noch einmal zurückgekommen und hatten auch nach dem 7:7 noch gute Chancen. Jeder hat gedacht, dass wir heute hier klar verlieren. Aber das war nicht der Fall. Jetzt kann Krefeld nächste Woche zu uns kommen.“

Die Wölfe führten im ersten Drittel schon einmal mit 2:1 und 3:2 und lagen nach 40 Minuten mit 4:7 hinten: „Dann haben wir uns gesagt, wir probieren das jetzt einfach, wir können hier nichts verlieren“, sagte Amann. Tore von Nico Kroschinski, Roman Schreyer und Tim Bernhard brachten sogar den Ausgleich. Doch bei einem Konter fing man sich das 7:8 ein. „Wir hatten danach zwar noch gute Chancen, haben aber nichts mehr reingebracht“, sagte Amann. Auch die Herausnahme des Torhüters brachte nichts mehr. Schreyer und Bernhard vergaben die größten Einschussmöglichkeiten.

Mit Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier fehlte ein Großteil des Stammkaders, der berufsbedingt wegen der späten Ansetzung des Spiels nicht hatten mitfahren können. Das Spiel hatte am Sonntag erst um 17 Uhr begonnen – zu spät für die meisten Attinger Amateurspieler, die am Montagmorgen wieder im Beruf erwartet werden. Attings Verantwortliche hatten die Krefelder Ansetzung im Vorfeld heftig kritisiert.

Foto: Leistner

Schlechte Voraussetzungen für Spiel 2


16.10.2015 Am Sonntag um 17 Uhr findet in Krefeld das zweite Halbfinalspiel um den Bundesligaaufstieg in Krefeld statt. Der IHC Atting hat dabei nur einen Rumpfkader.
(mb) Beim IHC Atting agiert man dieser Tage mit einer gehörigen Portion Frustration gemischt mit Wut im Bauch. Denn nach dem negativen Ausgang des Bürgerentscheids zum Bau des Begegnungszentrums gab es trotz des Erfolgs im ersten Halbfinale gegen Krefeld einen sportlichen Dämpfer.

Am Sonntag gastiert man in der Seidenstadt zum zweiten Halbfinalspiel. Würde man gewinnen, hätte man den sportlichen Wiederaufstieg in der Tasche, auch wenn der Wert dessen nach dem negativen Bürgerentscheid derzeit fraglich ist. Doch die Voraussetzungen für dieses zweite Halbfinale sind denkbar schlecht. Denn die Skating Bears setzten das Spiel auf 17 Uhr an, was bedeutet, dass die Hälfte des Attinger Stammkaders aus beruflichen Gründen nicht mitfahren kann, da die Rückkehr nach rund acht Stunden Fahrt in den frühen Montagmorgen fällt. Nur mit Müh und Not, Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft und Junioren, bekommen die Wölfe überhaupt eine spielfähige Truppe zusammen – ein ebenbürtiger Gegner werden sie aber wohl nicht sein. Ein sportliches Unding zur heißesten Saisonphase.

Der Hintergrund: Krefeld will das Spiel am Sonntag nicht vorverlegen, weil sie zusätzlich zu ihrem ohnehin vollen Kader auf fünf Junioren zurückgreifen wollen, die vorher noch beim Lehrgang der Nationalmannschaft sind. Mehrere Attinger Versuche und Gespräche vor und nach dem ersten Halbfinale – auch persönliche vor Ort – blieben unerhört. Krefeld zeigt sich stur. Der Verband ISHD stimmte einer Verlegung auf Wunsch beider Teams (hier wäre Krefeld einverstanden gewesen) auf den 31. Oktober auch nicht zu, da beide Halbfinalserien zur gleichen Zeit beendet werden sollen.

Ein Nichtantreten kommt für die Attinger nicht infrage: Dies hätte nicht nur den sofortigen Ausschluss aus den Playoffs zur Folge, sondern würde auch eine vierstellige Geldstrafe nach sich ziehen. „Diese Spielansetzung ist für mich ein Unding und hat mir fairem Miteinander nichts mehr zu tun“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Es geht für uns in diesem Spiel ja gar nicht mehr um den sportlichen Wettbewerb, sondern nicht aus den Playoffs zu fliegen – von der Geldstrafe mal abgesehen.“

Unter anderem muss man auf Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier verzichten. Vom Stammkader sind neben den beiden Goalies Raphael Heitzer und Eugen Kelbin nur Fabian Hillmeier, Tim Bernhard, Roman Schreyer, Christian Prasch und Dominik Nissen dabei. Aus der zweiten Mannschaft helfen Patrick Risse und Christoph Wittenzellner aus, hinzu kommen die Junioren Nico und Kevin Kroschinski, die vom Nationalmannschaftslehrgang aus Düsseldorf anreisen. „Die Leute, die mitfahren, müssen aus dem Bus direkt in die Arbeit. Eigentlich kann man das niemandem zumuten“, sagt Amann.

Fast wie Hohn muten da die Meldungen aus Krefeld an, die im Vorfeld bekannt gaben „aus dem Vollen schöpfen“ zu können und die Attinger nach dem Sieg in Spiel eins sogar als Favoriten sehen.

Der Hockeygott meint es also nicht gut derzeit mit dem IHC Atting. Während die Verantwortlichen versuchen, den Hallenschock zu verdauen und nach Lösungen suchen, machte sich bei den Spielern aber eine „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ breit. Einen hoch motivierten Gegner, wie die Krefelder auch schreiben, werden die Skating Bears in jedem Fall erwarten dürfen. Immerhin hat man ja noch ein drittes Spiel mit Heimrecht am 24. Oktober in Donaustauf.

Text, Foto: Michael Bauer

Nach dem Bürgerentscheid


12.10.2015 Nach dem Bürgerentscheid haben wir Stimmen unserer Vorstände und Verantwortlichen und einen ersten Blick in die leider nicht mehr sehr rosige Zukunft.
„Wiederaufstieg in die 1. Liga vor Augen“, hieß es in der Montagsausgabe des Straubinger Tagblatts nach dem Comeback-Sieg des IHC Atting im ersten Halbfinale gegen Krefeld (13:9 nach 4:8-Rückstand). Doch diese Aussichten haben am Sonntag einen mehr als herben Dämpfer erhalten. Denn die Bürger der Gemeinde Atting votierten mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen den Bau des Begegnungszentrums, das auch eine Spielfläche für den IHC Atting enthalten hätte. 18 Stimmen fehlten.

Die Spieler der Mannschaft, die das Geschehen im Vereinsheim des IHC vor Ort mitverfolgten, reagierten geschockt und fassungslos auf den Ausgang der Wahl. Das Sportliche rückte vollkommen in den Hintergrund. „Aus meiner Sicht ist es eine gewaltige Niederlage für die Gemeinde Atting und nicht nur eine existentielle Niederlage für den IHC Atting“, sagte Vorsitzender Bernd Maier. „Die Bürger der Gemeinde haben es aus meiner Sicht nicht geschafft, in die Zukunft zu schauen und all unseren Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben, egal wo sie wohnen.“

Wie es nun mit der Bundesligamannschaft weitergeht, konnten die Verantwortlichen nicht sofort beantworten. „Wir spielen die Runde jetzt erst einmal zu Ende“, sagt Michael Bauer, einer der weiteren Vorsitzenden. „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft den sportlichen Aufstieg schaffen kann. Für mich persönlich ist es die größte Enttäuschung in 15 Jahren Vorstandsarbeit.“ Bei den Spielern machte sich eine Trotzstimmung breit. „Jetzt erst recht“, sagte Goalie Raphael Heitzer. „Wir schlagen Krefeld!“ Wie es dann weitergeht, ist noch unklar. Am 29. Oktober sind eine Mannschaftssitzung und eine Mitgliederversammlung angesetzt.

Der Verband ISHD, der für die beiden Bundesligen zuständig ist, hat den IHC-Verantwortlichen in persönlichen Gesprächen bereits klar gemacht, dass das Straubinger Eisstadion für die 1. Liga nicht zugelassen wird. Auch eine Doppellösung mit Spielen in Donaustauf und Straubing wurde bereits abgelehnt. Der IHC könne allerdings die Mitgliedsvereine der 1. Bundesliga fragen, hieß es von Seiten des ISHD-Vorstandes Ingo Goerke.

„Klar ist, dass wir keinen Etat haben, um die 1. Bundesliga in Donaustauf finanziell zu stemmen“, sagt Bauer. Dazu fehlt uns eine fünfstellige Summe „In Donaustauf haben wir zu wenig Zuschauer, es fahren einfach zu wenige Fans die 40 Kilometer. Das haben wir in den Playoff-Spielen 2014 und auch heuer gesehen.“

Durch den abgelehnten Hallenbau habe der Verein jegliche langfristige Zukunftsperspektiven entzogen bekommen. Auch der Nachwuchs ist betroffen. Zwar kann aktuell wieder in den Ausstellungshallen trainiert werden, durch die Belegung mit Flüchtlingen ist der Betrieb aber stark eingeschränkt. Nur dank der guten und langjährigen Kontakte zur Stadt Straubing war überhaupt eine Übergangslösung möglich: „Die Stadt Straubing hat uns immer unterstützt – egal, ob mit Belag oder Hallenfragen“, sagt Ex-Vorstand Thomas Raidl. „Dabei haben die anders als die Gemeinde Atting kein Geld.“

2. Vorsitzender Martin Amann sagte: „Obwohl wir ein Dorfverein sind, hat uns die Stadt Straubing vor mehr als zehn Jahren eine Heimat gegeben und uns Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, unseren Sport voran zu bringen. Nun, nach mehr als 15 Jahren, hätten wir uns dieses Entgegenkommen auch von anderer Seite gewünscht, nachdem wir über Jahre den Namen Atting in ganz Deutschland und sogar europaweit getragen haben. Es ist gerade in der jetzigen Zeit schade, dass wir Menschen aus aller Welt ein Zuhause bei uns anbieten, aber andererseits unsere eigenen "Kinder" nicht bei uns haben möchten. Wir blieben immer standhaft und unserer Gemeinde treu. Vor allem mit der Namensgebung. Obwohl wir immer wieder Angebote erhalten haben.“ Mehrere Mitglieder forderten am Sonntag, den Verein umzubenennen bzw. umzuziehen.

Eine Zukunft sei angesichts der momentanen Lage – ohne eigene Halle und mit dem anstehenden Eisstadionumbau 2017 oder 2018 mehr als unsicher, sagte Amann. „Auch der vierköpfige Vorstand sieht sich hier durch dieses Wahlergebnis in seiner Arbeit nicht bestätigt, so dass man im Moment keine Zukunftsplanung geben kann.“

Text, Foto: Bauer

Begegnungszentrum wird nicht gebaut


11.10.2015 Die Bürger der Gemeinde Atting haben am Sonntag mit 51,06 Prozent gegen den Bau des Begegnungszentrums gestimmt

Liebe Mitglieder,

das ist heute die bitterste Niederlage unserer Vereinsgeschichte. Die Bürger der Gemeinde Atting haben am Sonntag gegen den Bau des Begegnungszentrums gestimmt – 51,06 Prozent waren dagegen. 18 Stimmen haben den Unterschied ausgemacht. Das Begegnungszentrum wird nicht gebaut, dieser Entscheid ist bindend. Alle anwesenden Mitglieder und auch die der anderen Vereine hat dies sehr getroffen.

Aber wir stehen wieder auf. Wir sind schon so oft wieder aufgestanden. Dennoch wirft uns das in unseren Zukunftsplanungen weit zurück. Wir vom Vorstand werden in den kommenden Tagen beraten, wie es weiter geht. In etwas mehr als zwei Wochen, am 29. Oktober, findet die jährliche Mitgliederversammlung statt. Dazu möchten wir schon einmal einladen.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns geholfen haben, für uns gestimmt haben, für uns gekämpft haben, gerade auch bei den Mitgliedern des Burschenvereins, des EC und der Sportschützen. Das Ganze hat die Attinger Vereine enorm zusammengeschweißt. Es sollte leider nicht sein, dass diese Vereine für die Zukunft etwas Gemeinsames haben, wo sie ihren Nachwuchs fördern und gemeinsame Erfolge feiern. Kopf hoch! Die Vorstandschaft

Toller 13:9-Sieg gegen Krefeld


11.10.2015 4:8 lag der IHC Atting am Samstag gegen die Skating Bears Krefeld schon zurück, doch am Ende gab es einen 13:9-Erfolg. Was für ein Playoff-Spiel!
Bedurfte es noch eines Beweises, dass der IHC Atting 2015 eine echte Playoff-Mannschaft ist, gab es diesen am Samstag. Die Wölfe drehten im ersten Halbfinalspiel gegen die Skating Bears Krefeld einen 4:8-Rückstand noch in einen 13:9-Sieg (4:5, 4:3, 5:1) und haben den sportlichen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga direkt vor Augen.

„Respekt an meine Mannschaft, Respekt für diese Leistung“, jubelte Coach Jürgen Amann nach dem Spiel. „Wir haben gekämpft wie die Löwen. De Knackpunkt war das Tor zum 5:8. Dann waren wir wieder am Leben. Der Sieg war dann auch verdient.“ Überragende Spieler waren Kapitän Fabian Hillmeier, der alleine sechs mal traf („Heute ist bei mir einfach alles reingegangen.“) und Nationalspieler Thomas Bauer.

Die Zuschauer sahen ein packendes und hitziges Spiel, in dem es von Beginn an hin und her ging. Atting führte nach 15 Minuten mit 4:2, dreimal hatte Hillmeier schon getroffen, doch auch Wasja Steinborn von den Skating Bears war bestens aufgelegt und erzielte drei Tore. Atting hatte das Spiel eigentlich im Griff, doch wie schon vor einer Woche gegen Menden kassierte man aber drei Gegentore binnen nicht mal einer Minute, diesmal waren es 40 Sekunden. So führten die Gäste nach 20 Minuten mit 5:4. „Die haben aus wenigen Chancen fünf Tore gemacht“, sagte Amann.

Und die kombinationssicheren Skating Bears zogen weiter davon. Nach 27:28 Minuten führten sie mit 8:4, viele Beobachter dachten sich, das sei es schon gewesen. Doch nun kamen die Wölfe: „Als die Krefelder in der 30. Minute eine Strafe bekamen, haben wir uns gesagt: Das ist unsere Chance“, sagte sich Amann. „Mit einem Überzahltor wären wir wieder dran.“ Gesagt, getan: Exakt sieben Sekunden später zappelte der Ball zum 5:8 im Netz – Florian Tkocz war der Schütze – nicht mal eine weitere Minute später stand es nach Hillmeiers viertem Tor 6:8.

Nun folgte eines der Highlights des Abends. Thomas Bauer bekam von Goalie Raphael Heitzer den Ball und tankte sich durch das ganze Spielfeld, um dann auch noch Krefelds Goalie Marius Zimmermann mit einem Trickschuss in bester NHL-Manier – durch die eigenen Beine in den Winkel – zu verladen. „Das war ein Wahnsinnstor, einfach überragend“, sagte Amann. Erneut Hillmeier gleich dann nach 33:43 Minuten aus – vier Attinger Tore binnen drei Minuten und sechs Sekunden.

Die Stimmung beim Publikum war nun wieder bestens, das Match bot am Rande jede Menge Zündstoff, Playoff-Trash-Talk und Reibereien. Markus Hausner biss nach einem unfairen Check auf die Zähne und spielte mit einem Kopfverband weiter, fuhr nach dem Spiel erst einmal ins Krankenhaus. Roman Schreyer und Florian Tkocz hatten sich dazu gelbe Karten abgeholt. „Zwischendurch hatten wir nur noch zwei Verteidiger.“ Doch obwohl Krefeld den deutlich größeren Kader hatte, war die Spieleranzahl kein Faktor.

Denn wie schon so häufig in dieser Saison war der IHC im Schlussdrittel das wachere Team. Hillmeier (41:13) und Matthias Rothhammer (42:31) besorgten eine schnelle Zwei-Tore-Führung. „Bei vier gegen vier waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Hillmeier. Auch der Anschluss der Gäste durch Nico Böckels brachte die Wölfe nicht aus der Ruhe. Eineinhalb Minuten später war Tim Bernhard mit dem 11:9 zur Stelle, dem wiederum kurz darauf das vorentscheidende 12:9 folgte. Goalie Heitzer und seine Abwehr hatten nun alles im Griff, die Krefelder verließ in diesem letzten Drittel auch das Schussglück und Bernhard machte mit dem 13:9 41 Sekunden vor dem Ende den Deckel drauf.

Das zweite Spiel findet bereits am kommenden Sonntag um 17 Uhr statt.

Atting: Heitzer - Tkocz, R. Schreyer, Hausner, Hillmeier, Bauer, Bernhard, Dünnbier, Prasch, Mat. Rothhammer;
Krefeld: Zimmermann - Steinborn, Hahn, Böckels, Diem, Eloo, Jost, Kammen, Kleindienst, Müller, Reinberg, Schopp, Sdun, Tinz, Zillen;
Tore: 0:1 (1:53) Müller (Steinborn), 1:1 (4:37) Hillmeier (Mat. Rothhammer), 1:2 (10:43) Steinborn, 2:2 (11:21) Hillmeier, 3:2 (12:09) Hillmeier (Mat. Rothhammer), 4:2 (14:10) Bauer, 4:3 (15:34) Steinborn (Schopp), 4:4 (15:56) Schopp (Steinborn), 4:5 (16:14) Steinborn (Diem), 4:6 (20:39) Böckels, 4:7 (25:33) Schopp (Diem, 4-3), 4:8 (27:28) Diem (Schopp, 3-3), 5:8 (30:37) Tkocz (Bauer, 4-3), 6:8 (31:29) Hillmeier (Bauer), 7:8 (32:02) Bauer (Heitzer), 8:8 (33:43) Hillmeier (Tkocz, 4-3), 9:8 (41:13) Hillmeier, 10:8 (42:31) Mat. Rothhammer, 10:9 (47:57) Böckels (Kammen), 11:9 (49:25) Bernhard (Tkocz, 4-3), 12:9 (50:46) Mat. Rothhammer, 13:9 (59:19) Bernhard (Tkocz);
Schiedsrichter: Amend, Weiß; Strafminuten: Atting 12 + je 10 gegen Schreyer und Tkocz - Krefeld 14; Zuschauer: 100.

Text, Foto (Archiv): Michael Bauer

Spiel eins gegen Krefeld


09.10.2015 Am Samstag um 18 Uhr erwartet unsere Mannschaft die Skating Bears Krefeld zum ersten Halbfinalspiel – ein Duell auf Augenhöhe.
Playoffs, Teil vier heißt es am Samstag für den IHC Atting, der um 18 Uhr in Donaustauf die Skating Bears Krefeld zum ersten von maximal drei Halbfinalspielen erwartet. Der Sieger der Serie darf in die 1. Bundesliga zurückkehren.

Denn beide Teams mussten im vergangenen Herbst den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, allerdings mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Der IHC Atting als damaliger Playoffteilnehmer aus infrastrukturellen Gründen – über den Bau der Spielstätte stimmen am Sonntag, 11. Oktober, nun die Attinger Bürger endgültig ab – die Skating Bears als Tabellenletzter mit nur sechs Siegen aus 22 Spielen. Nun duellieren sich also die Absteiger um den Aufstieg.

Während die Wölfe in der vergangenen Saison beide Spiele klar gewinnen konnten, war es 2015 deutlich enger. Zum Saisonstart im März gab es sogar ein deutliches 2:8 in Krefeld, zuhause ein knappes 7:6.

„Das dritte Spiel gegen Menden war super eng und wenn wir da nicht so konzentriert gespielt hätten, wären wir nicht da, wo wir jetzt stehen“, sagt IHC-Kapitän Fabian Hillmeier. „Die haben es uns echt schwer gemacht. Jetzt gegen Krefeld wird es noch ein Stück schwerer, denn beide Mannschaften sind ziemlich auf Augenhöhe, wie die beiden Spiele während der Saison gezeigt haben.“

Die Skating Bears brauchten dann im Gegensatz zu den Wölfen nur zwei Spiele, um das Halbinale zu erreichen. Gegen den Nord-Zweiten Commanders Velbert gab es zwei überaus klare Siege – 13:4 und 11:3 lauteten diese. Auffallend war dabei die Tiefe des Krefelder Kaders. Elf verschiedene Spieler erzielten die Tore, bester Scorer in den beiden Partien war Daniel Schopp mit vier Treffern und drei Vorlagen. Dieser war in der Vorrunde einer von sechs Spielern, die 20 Punkte oder mehr erzielten. Die Skating Bears schossen mit 137 Treffern einen mehr als die Wölfe, hatten aber mit 93 Gegentoren satte 30 mehr als die Attinger, die die beste Abwehr der Liga stellten. „Eine ihre großen Stärken ist, dass sie sehr kompakt sind“, sagt IHC-Coach Jürgen Amann und hofft dabei, dass seine Mannschaft die Leistung des dritten Menden-Spiels bestätigen kann. „Das war Playoffs. So stelle ich mir das vor.“

Krefeld sieht sich nicht in der Favoritenrolle. Diese überlässt man den Gastgebern. „Wir gehen als Außenseiter ins Spiel,denn Atting hat die Vorrunde souverän als Erster der Südliga abgeschlossen“, übt sich Trainer Fabian Peelen im Understatement. „Atting wird zu Hause das Spiel bestimmen und wir werden versuchen, deren Fehler auszunutzen, um über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und versuchen das Erfahrungsdefizit mit taktischer Disziplin und hoher Laufbereitschaft zu kompensieren. Schaffen wir es unser bestes Hockey zu spielen haben wir eine realistische Chance das erste Spiel zu gewinnen.“

In einer so kurzen Serie ist natürlich der Sieg in Spiel eins ein enormer Vorteil. Die Fans, die schon beim Krimi gegen Menden zahlreich nach Donaustauf kamen, dürfen gespannt sein. „Playoffs sind Playoffs – da kann alles passieren“, sagt Hillmeier.

Text, Foto: Michael Bauer

Halbfinale gegen Krefeld


05.10.2015 Die entscheidende Serie um den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga steigt gegen die Skating Bears Krefeld. Das hat die ISHD am Montag bestätigt
Der IHC Atting trifft im Halbfinale der Zweitliga-Playoffs auf die Skating Bears Krefeld. Das hat die ISHD am Montag bestätigt. Die Attinger haben als besseres Team nach der Vorrunde zunächst Heimrecht. Das erste Spiel der Best-of-three-Serie findet am Samstag um 18 Uhr in Donaustauf statt.

Zwei Spiele müssen die Wölfe gewinnen, um sich das Recht des Wiederaufstiegs in die 1. Bundesliga sportlich zu erarbeiten. Gegen die Krefelder, wie die Wölfe auch in der Süd-Gruppe, vertreten, gab es in der Vorrunde einen Sieg und eine Niederlage. Dem 2:8 auswärts folgte im letzten Heimspiel der Vorrunde ein knappes 7:6 – damals führte man bereits mit 4:0. Auch dieses Spiel fand bereits in Donaustauf statt. Am Wochenende war noch gerätselt worden, wer der Gegner für die Wölfe ist, da sowohl in der Süd- als auch in der Nordgruppe jeweils der Erst- und der Drittplatzierte weiterkamen. Spielgruppenleiterin Gabriele Kickermann bestätigte nun die Paarung gegen die Skating Bears.

„Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Krefeld ist sicherlich der schwerste Gegner unter den verbliebenen Mannschaften. Beide Teams sehe ich auf Augenhöhe, einen Favoriten gibt es für mich nicht. Wir stellen uns auf eine harte Serie ein und werden von Beginn an alles abrufen müssen.“

Die Krefelder, im Vorjahr wie die Wölfe noch in der 1. Bundesliga, allerdings sportlich abgestiegen, beendeten die Vorrunde als Dritter, gewannen zehn von 14 Partien und holten 27 Punkte. Die Attinger hätten auch in einem entscheidenden dritten Spiel Heimrecht. Dieses fände am 24. Oktober statt.Die zweite Halbfinalpaarung bestreiten die Kassel Wizards und die Sauerland Steel Bulls.

Text, Foto: Michael Bauer

Halbfinaleinzug geschafft


03.10.2015 Es war ein hartes Stück Arbeit aber nach 60 Minuten stand ein Sieg auf der Anzeigetafel. 7:3 lautet das Ergebnis von Spiel drei gegen die Menden Mambas
Der IHC Atting steht im Halbfinale der Playoffs der 2. Skaterhockey-Bundesliga. Die Wölfe setzten sich am Samstagabend in einem spannenden und intensiv geführten dritten Viertelfinalspiel mit 7:3 (1:0, 2:3, 4:0) gegen die Mambas Menden durch.

Bis dahin war es allerdings ein hartes Stück Arbeit. Denn die Mannschaft von Trainer Jürgen Amann musste im zweiten Drittel binnen 46 Sekunden drei Gegentore hinnehmen und sah sich nach 27 Minuten aus heiterem Himmel mit 1:3 im Rückstand. „Das war ein heikler Moment“, sagte der Coach. „Wir waren danach noch mal in Unterzahl und wenn da das 1:4 fällt, wird es ganz schwer. Aber wie sich die Mannschaft heute zurückgekämpft hat, spricht für sich. Wir haben heute den Willen gezeigt, den man in den Playoffs braucht. Jetzt sind wir in den Playoffs angekommen.“

Nach dem 1:3 aber fiel unmittelbar danach das 2:3 und Kapitän Fabian Hillmeier gelang in Überzahl 25 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels der Ausgleich. „Wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen“, sagte Matthias Rothhammer, der selbst beim Stande von 1:0 zweimal einen Alleingang vergab, einmal scheiterte er am Pfosten, das andere Mal an Gästekeeper Daniel Schneider. „Wenn ich die beiden mache, sieht es anders aus“, sagte er nach dem Spiel.

Gerade in diesem zweiten Drittel wurde es besonders hektisch. Marco Rothhammer holte sich nach 23 Minuten eine Fünf-Minuten-Strafe ab, während der Menden erst den Ausgleich erzielte, 16 Sekunden später das 1:2 und wieder 30 Sekunden später das 1:3. Beim 1:2 wurde ein Mendener Spieler neben dem Tor stehend angeschossen, beim 1:3 vertändelte Tim Bernhard als letzter Mann den Ball. Kurz darauf kassierte Rothhammer dann auch noch wegen Reklamierens erst eine gelbe Karte und dann noch eine Spieldauerstrafe. Die Mambas und die vielen mitgereisten Fans waren aus dem Häuschen, bei den Attingern gab es sorgenvolle Gesichter. Mendens Trainer Antonio Fonso trieb seine Mannschaft immer wieder lautstark und enthusiastisch nach vorne.

Doch die Wölfe bekamen das Spiel wieder in den Griff – eben, weil das 1:4 nicht fiel, sondern der Ball einmal an der Latte landete, das andere Mal gerade noch von Goalie Raphael Heitzer pariert werden konnte. Knackpunkt war dann die Pausensirene. Atting hatte gerade das 3:3 erzielt – Hillmeier stand goldrichtig am langen Pfosten – und war noch in Überzahl, als die Gäste sich noch eine Strafe abholten und sich auf einmal vier Mendener – zwei mit Disziplinarstrafen – auf der Strafbank befanden.

Wie schon mehrfach in dieser Saison sorgten die Wölfe dann im letzten Abschnitt schnell für klare Verhältnisse. Thomas Bauer gelang nach acht Sekunden erst das 4:3, 49 Sekunden später das 5:3 – beide Male in Überzahl. Die folgenden beiden Strafzeiten überstanden die Wölfe schadlos und mit dem 6:3 durch Hillmeier in der 53. Minute fiel dann auch die Vorentscheidung. Bauer traf sieben Sekunden vor dem Ende zum 7:3-Endstand ins leere Tor – Atting jubelte, die Mambas waren konsterniert.

Das Publikum bedachte beide Teams mit Applaus, feierte die Wölfe und beklatschte auch die Gäste, die sichtlich enttäuscht waren, den Wölfen aber zum Einzug ins Halbfinale gratulierten. Sie hatten dem Süd-Meister einen harten Fight geliefert. „Der Sieg war insgesamt verdient“, sagte Amann. „Am Ende hat sich das größere Talent und der größere Wille durchgesetzt. Aber auch großen Respekt an Menden. Sie haben es uns in den drei Spielen wirklich nicht leicht gemacht. Sie haben gekämpft und sich in jeden Schuss geworfen.“

Tore: 1:0 (8:15) Bogner (Mat. Rothhammer), 1:1 (25:55) Schnieder (Neuendorf 4-3), 1:2 (26:11) Aderhold (Geske 4-3), 1:3 (26:41) Neuendorf (Käding 4-3), 2:3 (30:29) Dünnbier (Bogner), 3:3 (39:35) Hillmeier (Tkocz 4-2), 4:3 (40:08) Bauer (Bernhard 4-2), 5:3 (40:57) Bauer (Tkocz 4-3), 6:3 (52:17) Hillmeier (Mat. Rothhammer), 7:3 (59:53) Bauer (Mat. Rothhammer);
Schiedsrichter: Kruppe, Weiß; Strafminuten: Atting 20 + 10 + Spieldauer gegen Marco Rothhammer, Menden 15 + je 10 gegen Schnieder und Aderhold; Zuschauer: 120;

Text, Foto: Michael Bauer

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21.07., 17.30 Uhr Ergebnis:
-:-

Atting - Augsburg
Sa., 21.07., 15 Uhr
Jugend - ERC Ingolstadt

So., 22.07., 16 Uhr
Ingolstadt - Atting I
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 12 157:71 32
2 Spaichingen 14 151:91 30
3 Merdingen 11 147:88 24
4 Ingolstadt 12 125:79 23
5 Atting 11 131:110 21
6 Freiburg 11 96:75 17
7 Schwabmünchen 12 139:146 15
8 Rhein-Main Patriots 14 119:146 15
9 Deggendorf 12 71:147 6
10 Sasbach 13 36:219 0
11
12