Endspiel in der Gruppenphase der 2. Bundesliga


21.10.2021 Für die Herren steht in der 2. Bundesliga Süd das letzte Gruppenspiel in Assenheim auf dem Programm, der Nachwuchs kämpft derweil um die bayerische Meisterschaft
(mb) Gruppenerster oder Gruppenzweiter? Diese Entscheidung steht für den IHC Atting am Samstagabend um 18.30 Uhr im letzen Hauptrundenspiel der 2. Bundesliga Süd bei den Rhein-Main Patriots aus dem hessischen Niddatal-Assenheim an. Denn dass die Wölfe sich nicht für die Playoffs qualifizieren, ist mehr als unwahrscheinlich.

Die beiden Auswärtserfolge in Spaichingen (9:3) und Freiburg (9:8) sowie die Punktverluste der Konkurrenz aus den anderen beiden Gruppen bescherten dem IHC nun eine glänzenden Ausgangsposition. Nur bei einer Niederlage mit 20 Toren Unterschied würde die Endrunde noch verpasst werden. Unwahrscheinlich.

„Am liebsten würden wir die Playoff-Qualifikation aber mit einem Sieg fix machen“, sagt Trainer Jürgen Amann, der allerdings wie schon vor zwei Wochen wieder auf einige Leistungsträger (Tim Bernhard, Max Aigner, möglicherweise Thomas Bauer) verzichten muss. „Aber das Team hat letztes Mal schon gezeigt, dass es eine starke Leistung liefern kann, wenn es eng wird.“

Bei einem Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung (das spannende und hochklassige Hinspiel endete 5:6) würden sich die Wölfe den Gruppensieg holen. Kurios: Egal, wer am Ende gewinnt, das Halbfinale wird aufgrund der Konstellation der anderen Gruppen definitiv Atting gegen Assenheim lauten. Die Spiele finden dann am 30./31. Oktober und 6./7. November statt.

Unterdessen sind nun alle drei Nachwuchsteams im Playoff-Finale: Die Junioren (U19) können nach dem 8:1 im Hinspiel am Sonntag um 14.30 Uhr in Deggendorf den Titel schon klarmachen. Die Schüler (U13) erwarten am Samstag um 16.30 Uhr in heimischer Halle den TV Augsburg zu Spiel 1, die Jugend ist am Sonntag um 17 Uhr zu Spiel 1 in Deggendorf zu Gast. Mittlerweile hat der Dachverband ISHD auch bekannt gegeben, dass auch der Vizemeister zum Endrundenturnier um die deutsche Meisterschaft fahren darf. Alle drei Wölfe-Teams wollen dies wahrnehmen – am liebsten aber als Titelträger.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

Drei Teams kämpfen um bayerische Meisterschaft


15.10.2021 Gleich drei Mannschaften des IHC Atting haben das Finale um die bayerische Meisterschaft erreicht
Drei von vier Nachwuchsmannschaften des IHC Atting haben in der verkürzten Coronasaison das Finale um die bayerische Meisterschaft im Inline-Skaterhockey erreicht und kämpfen in den kommenden Wochen um den Titel und die Qualifikation um die deutschen Meisterschaften.

Es starten die Junioren (U19), die ab Sonntag (14.30 Uhr zuhause) in einer Best-of-three-Serie gegen die Deggendorf Pflanz spielen. Spiel zwei findet am 24.10. in Deggendorf statt. Die Wölfe haben alle Spiele der Vorrunde gewonnen, darunter die beiden gegen Deggendorf jeweils im Penalty-Schießen. Coronabedingt hatten nur drei Teams am Ligenbetrieb teilgenommen.

Die Jugend (U16) hat sich im Halbfinale in zwei Spielen gegen den TV Augsburg durchgesetzt und trifft ebenfalls auf die Deggendorf Pflanz, die die Hauptrunde gewonnen haben. Atting und Deggendorf haben jeweils eines der direkten Duelle gewonnen. Die Finalspiele sind noch nicht terminiert.

Die Schüler (U13) haben alle ihre Hauptrundenspiele gewonnen und im Halbfinale in zwei Spielen die Deggendorf Pflanz besiegt. Im Finale geht es entweder gegen den TV Augsburg oder Schwabach United.

Für die deutschen Meisterschaften qualifizieren sich sicher die jeweiligen Meister, die Vizemeister haben Nachrückerchancen. Die Turniere finden dieses Jahr in Rostock (U13, 27./28. November), Düsseldorf (U16, 4./5. Dezember) und Kaarst (U19, 11./12. Dezember) statt.

Text: Michael Bauer, Foto: Lena Alzinger

Ganz nah dran an den Playoffs


11.10.2021 Ein perfektes Auswärtswochenende mit Erfolgen in Spaichingen (9:3) und Freiburg (9:8) bringt die Herren den Playoffs in der 2. Bundesliga ganz nah.
Kleiner Kader, fehlende Spitzenspieler, weite Anreise und zwei Spiele binnen nicht einmal 20 Stunden, in denen Punkte nötig waren. Die Vorzeichen standen für den IHC Atting am Wochenende denkbar schlecht. Herausgekommen ist nach den Siegen in Spaichingen (9:3) und Freiburg (9:8) nicht nur die Maximalausbeute von sechs Punkten, sondern die beinahe schon sichere Qualifikation für die Playoffs.

Überglücklich posierten die Wölfe daher auch am Sonntagnachmittag zum Siegerfoto in der Freiburger Kabine. „Das war ein überragendes Wochenende“, lobte Trainer Jürgen Amann seinen Rumpfkader. Unter anderem fehlten Tim Bernhard, Matthias Rothhammer, Florian Meichel und Christian Prasch, auch ein Ersatzgoalie stand nicht zur Verfügung. „Daher waren die sechs Punkte nicht wirklich zu erwarten.“

Für die fehlenden Etablierten (Kapitän Fabian Hillmeier ragte als Anführer mit sechs Toren heraus) sprangen die Akteure aus der zweiten Reihe (drei Treffer von Martin Dengler, drei bzw. zwei Vorlagen von Moritz Eisenschink und Max Aigner) und vor allem die Junioren ein: Bastian Vyskocil erzielte in Freiburg seine ersten beiden Bundesligatore, Elias Decker erzielte am Sonntag zwei Treffer, steht schon bei fünf in dieser Spielzeit. „Ihre harte Arbeit wird jetzt belohnt“, sagte Amann. „Überhaupt sieht man, wie sich alle durch das Training weiterentwickelt haben.“

Spiel eins am Samstag in Spaichingen war dabei deutlich. Nach 40 Minuten stand es 8:0. „Ein Bilderbuch-Auswärtsspiel“, lobte Amann, in das er sein Team aufgrund des kurzen Kaders deutlich defensiver als sonst geschickt hatte. „Wir wollten den Gegner kommen lassen, haben aber kaum Torchancen zugelassen. Dazu waren wir nach vorne extrem effizient. Alle haben sich perfekt an den Gameplan gehalten.“

Anders am Sonntag: Die Partie ging hin und her, Vorsprung und Rückstand wechselten sich – wie im Skaterhockey alltäglich – immer wieder ab. „Wir haben in der Defensive einige Fehler gemacht, aber unser Kampf und Willen waren top“, sagte Amann. Christoph Wittenzellner erzielte per Fernschuss zwei Minuten vor dem Ende das Siegtor.

Es war schon fast sicher der Treffer, der das Team in die Playoffs schoss: Denn die Wölfe haben am 22. Oktober beim Rückspiel in Assenheim nicht nur die Chance, Platz eins in der Gruppe noch zu erobern, schon jetzt steht man so gut wie sicher als bester Gruppenzweiter in den Playoffs, denn die Staffeln Mitte und Nord haben ihre Runde schon beendet und Atting hat schon jetzt wie alle anderen zwölf Punkte und den bei Weitem besten Torquotienten. „Wir freuen und schon auf das Rückspiel in Assenheim und wollen uns dort Platz eins zurückholen“, gibt Amann aber schon einmal die Marschroute vor. Denn: Erreichen die Wölfe das Halbfinale, wird nach Stand der Dinge dort in zwei Spielen erneut das Team aus Hessen der Gegner sein.

Badgers Spaichingen - IHC Atting 3:9 (0:2, 0:6, 1:3)
Spaichingen: Käfer - Wientges, Schlenker, Holzer, Hahn, Binder, Eckert (2/0), Bühler, Koringer (1/0), Krebs, Sauter (0/1), Murner, Tabor (0/2);
Atting: Heitzer - Wittenzellner (2/0), Kettl (0/1), T. Bauer (1/2), Eisenschink (0/1), Dengler (1/0), Vyskocil (2/0), Mar. Rothammer, Aigner, Hillmeier (3/1), Decker;
Schiedsrichter: U. Bührer, L. Bührer; Strafminuten: Freiburg 10, Atting 12;

Freiburg Beasts - IHC Atting 8:9 (2:2, 3:3, 3:4)
Freiburg: Marozzi (0/1) - Dischinger (2/1), T. Schultis (0/1), Kutz, N. Schultis (1/1), Falb (1/2), Frattini, Mylyanyk, Mathis (3/1), Allgeier (1), Kupzick (0/1), Preuß;
Atting: Heitzer (0/1) - Wittenzellner (1/0), Kettl, T. Bauer (1/1), Eisenschink (0/2), Dengler (2/0), Vyskocil, Mar. Rothammer, Aigner (0/2), Hillmeier (3/2), Decker (2/1);
Schiedsrichter: Bührer, Härte; Strafminuten: Freiburg 2, Atting 4.

Niederlage im Spitzenspiel


04.10.2021 Die Herren haben am Samstagabend ein spannendes Spitzenspiel gegen die Rhein-Main Patriots mit 5:6 verloren. Zwischenzeitlich stand es 3:0 und 3:5.
Der IHC Atting musste am Samstag im Kampf um die Playoffs in der 2. Skaterhockey-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen. Die Wölfe unterlagen nach früher 3:0-Führung in einem spannenden und hart umkämpften Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hatte, Tabellenführer IVA Rhein-Main Patriots knapp mit 5:6 (3:1, 0:4, 2:1).

Knackpunkt war dabei das zweite Drittel, in dem die Wölfe binnen zehn Minuten vier Treffer kassierten und nach 3:1-Führung zu Drittelbeginn mit einem Zwei-Tore-Rückstand in den Schlussabschnitt gingen. „Leider haben uns schlechte 20 Minuten das Spiel gekostet“, analysierte Trainer Jürgen Amann. „Wir haben uns durch unnötige Strafzeiten selbst ein am Ende zu großes Loch gegraben.“

Dabei hatte sein Team bärenstark begonnen: Ein Doppelschlag in Überzahl von Tim Bernhard (8.) und Florian Meichel (9.) sowie ein weiterer Treffer von Bernhard in der 15. Minute bedeuteten ein frühes 3:0. „Wir waren in den ersten 17 Minuten klar spielbestimmend.“ Erst danach traf Assenheim durch den bärenstarken und pfeilschnellen David Lademann zum Anschluss.

Lademann sollte später der Matchwinner werden: Er erzielte das zwischenzeitliche 3:4 und traf auch zum 5:6, nachdem sich die Wölfe durch viel Kampf im Schlussdrittel noch einmal herangearbeitet hatten. Matthias Rothhammer (28 Sekunden nach Wiederbeginn) und Christoph Wittenzellner (49.) schafften den Ausgleich. Amann lobte vor allem den Kampfgeist seiner Mannschaft im Schlussdrittel.

Doch für die Führung reichte es trotz einiger Chancen nicht mehr. Im Gegenteil: Lademann erzielte in der 54. Minute das 5:6. Die Gäste standen in der Schlussphase sicher in der Abwehr und überstanden auch eine Strafzeit 90 Sekunden vor dem Ende durch viel Einsatz und einen starken Goalie Jan Bleil, der die Übersicht behielt. Unrühmlicher Höhepunkt war eine Matchstrafe gegen Assenheims Christian Unger mit der Schlusssirene.

„So ein Spiel entscheiden Kleinigkeiten, die wir heute leider nicht richtig gemacht haben“, sagte Amann. „Letztlich wirft uns aber die Niederlage nicht um. Wir sehen nun klarer, an welchen Dingen wir in Zukunft arbeiten müssen.“ Für das kommende Wochenende bedeutet dies aber erst einmal, dass in Spaichingen (Samstag, 18 Uhr) und am Sonntag in Freiburg (13 Uhr) Punkte eingefahren werden müssen – am besten volle sechs Zähler. Denn auch wenn Platz eins in der Gruppe derzeit in weiter Ferne erscheint, könnte man sich als Zweiter noch für die Endrunde qualifizieren.

IHC Atting: Heitzer - Kettl (0/1), Meichel (1/1), Mar. Rothhammer, Eisenschink (0/1), Hillmeier, Mat. Rothhammer (1/0), Dengler, T. Bauer (0/1), Decker, Bernhard (2/0), Steger, Miazga, Aigner, Wittenzellner (1/0), C. Prasch;
Assenheim: Bleil, Blum (0/1), Mecke (0/1), Lademann (3/1), Berk, Apel, Preuß, Bierschenk (1/0), Heinrich (1/0), Unger (0/1), Pfeifer (1/0), Lachmann, Lambert;
Schiedsrichter: Kruppe (Augsburg), Schafnitzel (Augsburg); Strafminuten: Atting 12; Assenheim 12 + Matchstrafe Unger; Zuschauer: 150.

Text: Michael Bauer, Foto: Harald Schindler

Erste-Hilfe-Ausrüstung gespendet


23.09.2021 Stephan Dräxlmaier (rechts), Inhaber der Dräxlmaier Apotheken in Straubing und Regensburg, spendete dem IHC Atting einen Erste-Hilfe-Rucksack mit allen Utensilien zur Erstversorgung
Inline-Skaterhockey ist ein Kontaktsport und dementsprechend verletzungsintensiv. Das mussten einige Spieler beim IHC Atting in diesem Jahr bereits schmerzlich erfahren. Bei der Jahresversammlung Ende Juli wurde deshalb von Mitgliedern nicht nur angeregt, einen Erste-Hilfe-Kurs im Verein für Eltern, Spieler und Interessierte anzubieten (dieser wird im Jahr 2022 erfolgen, alle Trainer sind ohnehin ausgebildet), sondern auch, eine weitere Notfall-Ausrüstung anzuschaffen. Stephan Dräxlmaier (rechts), Inhaber der Dräxlmaier Apotheken in Straubing und Regensburg, spendete nun dem IHC Atting einen Erste-Hilfe-Rucksack mit allen Utensilien zur Erstversorgung. Stellvertretend für den Verein nahm diesen Mitglied Manfred Lermer (links), selbst Sanitäter vom BRK-Kreisverband Straubing-Bogen, in Empfang. „Schön, dass wir ihn haben, aber hoffentlich brauchen wir ihn nie“, meinte dieser bei der Übergabe.

Foto: Jürgen Bergbauer

17:5-Kantersieg


19.09.2021 18 Monate nach dem letzten Skaterhockeyspiel hat sich die erste Mannschaft mit einem eindrucksvollen Sieg im Spielbetrieb zurückgemeldet
Mehr als 18 Monate nach dem letzten Skaterhockeyspiel hat sich der IHC Atting am Samstagabend in der 2. Bundesliga Süd mit einem Kantersieg eindrucksvoll zurückgemeldet. Zum Auftakt der pandemiebedingten Kurzsaison gab es einen 17:5-Erfolg (3:1, 4:1, 10:3) gegen die Badgers Spaichingen.

Die Wölfe zeigten sich dabei über weite Strecken überlegen, spielten abgesehen von Leichtsinnsfehlern, die sie oft selbst ausbügelten, sicher aus der Defensive heraus und überraschten immer wieder mit kreativen Angriffsversuchen. Dass es nach dem ersten Drittel nur 3:1 stand, lag am starken Badgers-Torhüter Julian Käfer.

„Wir wollten von Beginn an mit drei Reihen Druck machen und viele Bälle zum Tor bringen, das ist uns sehr gut gelungen“, sagte Trainer Jürgen Amann zur Taktik seines Teams, das unter anderem auf die Leistungsträger Tim Bernhard und Matthias Rothhammer verzichten musste. Dafür sprangen im ersten Drittel mit Juniorenspieler Elias Decker, Christian Prasch und Martin Dengler andere Akteure in die Bresche. Stark an diesem Abend neben Prasch (drei Treffer) war vor allem Youngster Decker, der nicht nur das erste Tor erzielt hatte, sondern am Ende neben Florian Meichel mit fünf Punkten auch zweiterfolgreichster Scorer hinter Kapitän Fabian Hillmeier (7) war.

Das Spiel schien nach dem zweiten Drittel entschieden zu sein. Die Wölfe waren auf 7:2 davon gezogen, Spaichingen hatte wie im ersten Abschnitt nur in Überzahl getroffen. Doch eine Fünfminutenstrafe gegen Hillmeier gleich nach 23 Sekunden im Schlussabschnitt nutzten die Gäste zu drei Treffern in Serie binnen zwei Minuten – nur noch 7:5. Doch die Kraft der Dachse war aufgebraucht. Mühelos erhöhten die Wölfe Minute um Minute das Ergebnis, schafften schließlich noch zehn Tore in Folge.

„Spaichingen hat am Schluss nicht mehr dagegenhalten können“, lautete Amanns Fazit. „Ich bin sehr zufrieden, auch weil wir nicht ein einziges Gegentor bei vier gegen vier kassiert haben.“ Alle fünf Gegentreffer fielen in Unterzahl. Ein erfolgreicher Auftakt also für die Wölfe, 18 Monate nachdem im Heimspiel gegen denselben Gegner am Ende ein 4:5 nach Penalty-Schießen auf der Anzeigentafel stand. „Wir waren sehr bereit für dieses Spiel, anders als vor 18 Monaten.“

IHC Atting: Heitzer – Meichel (2/3), Mar. Rothhammer (0/2), Wittenzellner (2/1), Kettl (0/2), Hillmeier (4/3), Bauer (1/1), Dengler (2/1), Eisenschink (0/1), Decker (3/2), Steger (0/1), Aigner, C. Prasch (3/0);
Spaichingen: Käfer – Wientges (3/1), Sauter (0/2), Binder (2/1), Hahn, Holzer, Bühler, Eckert, Krebs, Murner;
Schiedsrichter: Kruppe (Schwabmünchen), Grau (Höchstadt);
Strafminuten: Atting 13, Spaichingen 10; Zuschauer: 100.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler-
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Mehr Mitglieder, Hallenausbau und Beitragserhöhung


31.07.2021 Jahresversammlung für 2020 und 2021 bestätigt aktuellen Vorstand im Amt: Führungsquartett zieht positives Fazit nach schwerer Coronazeit
Die Bestätigung des vier Personen umfassenden Vorstands war am Freitag bei der nachgeholten aber spärlich besuchten Jahresversammlung (für 2020 und 2021) nur Formsache. Wichtiger war es dem Führungsquartett um Martin Amann (1. Vorsitzender), Michael Bauer (2. Vorsitzender), Kerstin Alzinger (Kassierin) und Andreas Koblmüller (Schriftführer), dass der Skaterhockey-Verein sogar gestärkt aus der bisherigen Pandemie-Phase hervorgegangen ist - sieht man davon ab, dass der eigentliche Vereinszweck Skaterhockey über viele Monate nicht möglich war.

Denn: Die Mitgliederzahl hat zum 30. Juli einen neuen Höchststand von 224 erreicht, ein Zuwachs von mehr als 40 seit dem 1. Januar 2019 mit damals 183 (202 zum 1. Januar 2020, 216 zum 1. Januar 2021). Der Verein hat sechs Mannschaften im Spielbetrieb, dazu ein Hobbyteam und die Lauflernschule, die mit fast 40 Kindern pro Einheit fast an die Kapazitätsgrenze stoße. Seit der Halleneinweihung im Herbst 2018 ist demnach ein deutlicher Trend nach oben spürbar. Corona, das den Spielbetrieb unmittelbar nach dem BRIV-Frühjahrsturnier im März 2020 stoppte, hat diesen Trend nur leicht eingebremst. 2021 kamen bereits viele Neulinge zum Skaterhockey. Alle Trainerposten sind besetzt, auch der verletzungsbedingte Ausfall von Markus Alzinger (U16-Coach) wurde gemeinsam kompensiert. Tobias Schwarzmüller stieg als Coach der Schüler ein, zudem gibt es Interessenten für den Trainerschein.

Lob erging an den Sportlichen Leiter Fabian Hillmeier, der nach der Öffnung für den Trainingsbetrieb innerhalb weniger Tage ein Hygienekonzept erstellt hatte, das von den Trainern und Betreuern auch hervorragend umgesetzt werde. „Nur so konnten wir zwei Wochen später schon in den Spielbetrieb gehen“, sagte Bauer. „Für so einen großen Verein mit ausschließlich Ehrenamtlern war das alles andere als einfach. Dazu kam die Baustelle rund um die Halle, wodurch wir ganz oft improvisieren mussten.“

Erst Ende August wird die erste Herrenmannschaft einen verkürzten Spielbetrieb (mit Playoffs und Meisterentscheidung) in der 2. Bundesliga gegen Spaichingen, Freiburg und die Rhein-Main Patriots aufnehmen. Der Spielplan wurde am nun Wochenende veröffentlicht, Änderungen sind aber noch möglich. Nachfragen der Mitglieder zu Zuschauerzahlen konnten noch nicht beantwortet werden. Hillmeier sagte, die Empfehlung sei derzeit 20 Quadratmeter Fläche pro Person. „Damit liegen wir derzeit bei knapp über 100 Personen.“ Man müsse allerdings die Entwicklungen bis zum ersten Heimspiel am 28. August gegen Spaichingen abwarten.

Alzinger konnte von zwei positiven Kassenständen für 2019 und 2020 berichten. Man konnte sogar ein finanzielles Polster aufbauen, Rücklagen bilden und deshalb investieren: In eine Anzeigentafel und in den Hallenausbau, für den durch das Regionalbudget der ILE Laber eine Förderung von 20.000 Euro für den Kabinenausbau und eine Tribüne eingegangen sind. Beide Projekte kosten zusammen rund 39.000 Euro. Die fehlenden 19.000 Euro seien bereits durch Sponsoring, Spenden und Eigenkapital zu großen Teilen gedeckt, sagte Bauer, der 1. Bürgermeister Robert Ruber für seine Unterstützung bei der Antragstellung dankte. Zwei der Kabinen sind von der Firma Lohoff aus Niederwinkling bereits mit den Edelstahlkorsetten ausgestattet, der Rest folgt in den kommenden Woche. Die Firma Fischer übernimmt die Holzarbeiten. Bei der Tribüne wurde mit der Isolierung der Betonfläche begonnen, da einige Bauteile derzeit lange Lieferzeiten haben, droht eine Verzögerung des Projekts das aber dennoch Ende September (Förderrichtlinie) abgeschlossen sein soll.

Der Verein erhöht trotz der soliden finanziellen Lage den Jahresbeitrag von 160 auf 240 Euro (2 x 120 Euro) für alle Aktiven. „Die Kosten sind in den vergangenen Jahren angestiegen“, begründete Amann. „Das hat sich schon 2018 und 2019 angedeutet, aber wir haben bisher mit einer Erhöhung gezögert, weil unser Ziel ist, Skaterhockey so günstig wie möglich anzubieten.“ Preistreiber seien aber durch Corona erhöhte Buskosten (teilweise verdoppelt), sowie die Infrastruktur, namentlich in der Hockeyhalle Strom, Wasser und Abwasser für einen Betrieb, der mittlerweile fast zwölf Monate lang dauert (vor Einzug 2018 war der Beitrag für weniger Monate Skaterhockey im Jahr kalkuliert, die Halle in Straubing war mehrere Monate nicht verfügbar).

„Ein großer neuer Posten wird die Reinigung des Sanitär-, Dusch- und Kabinentrakts sein. Das müssen wir extern vergeben, ist aber teuer.“ Erste Anfragen bei Reinigungsfirmen ergaben Jahreskosten über 10.000 Euro für die wöchentlich mehrere Stunden dauernde Reinigung. „Wir haben von der Gemeinde eine tolle Halle zur Verfügung gestellt bekommen, vielleicht eine der fünf schönsten Hockeyhallen in Deutschland“, schickte Bauer Dank an 1. Bürgermeister Robert Ruber. „Wir haben die Pflicht all das zu pflegen“, nahm er auch die Mitglieder in die Pflicht. Man bemühe sich in den kommenden Wochen um eine günstigere Lösung, eventuell durch die Vergabe eines Minijobs. Ruber und Stellvertreter Manfred Schambeck unterstrichen die Wichtigkeit der Sauberkeit in der Halle.

Ruber dankte in seinem Grußwort den Verantwortlichen, dass sie „den Verein in der schwierigen Phase am Leben gehalten haben“. Die derzeitige Großbaustelle rund um die Halle (Jugendheimbau mit Pelletsheizwerk, Pflasterarbeiten, Beleuchtung und Parkplätze, die vor allem bei der Zufahrt momentan deutlich einschränkt, liege im Zeitplan und solle Ende des Jahres abgeschlossen sein. Schon in dieser Woche sollen erste Teile geteert werden. „Wenn alles einmal fertig ist, haben wir hier ein Sportzentrum wie keine andere Gemeinde im Landkreis“, sagte Ruber. „Ich hoffe, wir können 2022 dann alles mit einem großen Fest mit allen Vereinen feiern.“ Zudem freue er sich bereits wieder auf Spiele der ersten Herrenmannschaft im August.

Von Seiten der Mitglieder wurde ein Erste-Hilfe-Kurs speziell für hockeyspezifische Verletzungen angeregt – zumal auch keine Anwesenheit des BRK beim Skaterhockey vorgeschrieben sei. Außerdem wird die Erste-Hilfe-Ausrüstung am Ort erneuert. Dafür wurde kurzfristig ein Spender gefunden. Über die Anschaffung eines Defibrillators für das Sportzentrum (bereits in der SB-Geschäftsstelle der Sparkasse in der Ortsmitte) wurde zudem mit Bürgermeister Ruber diskutiert.

Bild von links: Andreas Koblmüller, Martin Amann, Michael Bauer und Kerstin Alzinger (Archivfoto).

Positives Fazit im Nachwuchs


21.07.2021 Seit Anfang Juni läuft der Trainingsbetrieb, seit Mitte Juni der Spielbetrieb: Der Nachwuchs hat den schnellen Start gut gemeistert. Ein Überblick
Knapp sechs Wochen befindet sich der IHC Atting mit seinen Nachwuchsmannschaften wieder im Training, seit dem 19. Juni läuft auch der Spielbetrieb in Bayerns Ligen wieder. Die Wölfe ziehen nach dem schnellen Start ein positives Fazit.

„Alle haben sich gefreut, als es endlich wieder los ging“, sagt Fabian Hillmeier, der als Sportlicher Leiter alle Mannschaften und die Aktivitäten im Nachwuchs koordiniert. Sich ändernde Hygienekonzepte, Steuerung der Trainingszeiten, der kurzfristige Ausfall eines verletzten Trainers, dazu die Großbaustelle vor der Halle (Jugendheimbau, Parkplätze) – die Organisation erfordert derzeit für die Verantwortlichen besonders viel Aufwand.

Seit Anfang November war gar kein Spiel- und Trainingsbetrieb. Alle vier Nachwuchsaltersklassen (U10, U13, U16 und U19) konnten nun für die verkürzte Coronasaison ins Rennen geschickt werden. Alle Kader sind gut gefüllt. Auch in der U10 – vor einigen Wochen noch das Sorgenkind – stehen mittlerweile wieder zwölf Spieler zur Verfügung. Dort gab es in den vergangenen Wochen etliche Neuanmeldungen. Zudem schnuppern einige Spieler aus der Laufschule in das Team. Bei der U16, die 2020 noch mit zwei Mannschaften gestartet wäre, hat man 2021 nur ein Team gemeldet, der Kader ist mit 28 Spielern aber weit größer als eine Mannschaft.

Von einem Mitgliederschwund spürt man beim IHC Atting ohnehin derzeit nichts. Im Gegenteil: „Wir haben bereits wieder viele Neuanmeldungen bekommen, unser Training wird sehr gut angenommen“, sagt Hillmeier. Austritte gab es nur wenige. Die Mitgliederzahl liegt konstant bei rund 220.

Auch die Lauflernschule für alle Kinder ab 3 Jahren hat – unter noch strengeren Hygienemaßnahmen als bei den übrigen Einheiten – mittlerweile wieder den Betrieb aufgenommen. Bei der ersten drei Einheiten (freitags, 16 Uhr) waren jeweils rund 35 Mädchen und Jungen in der Halle.

Sportlich sind die Teams gut in die Liga gekommen: Die U13 ist nach drei Siegen aus drei Spielen souveräner Tabellenführer, die U16 gewann am Samstag das Spitzenspiel gegen Deggendorf nach 1:5-Rückstand noch mit 7:6 nach Penalty-Schießen und ist nur aufgrund der wenigeren Spiele Zweiter hinter den Pflanz. Die Junioren gewannen ihre beiden Spiele gegen Deggendorf jeweils im Shootout und sind ebenfalls Zweiter.

Text: Michael Bauer, Foto: Michael Bauer

Trainingsstart der Zweitligamannschaft


13.07.2021 Nach mehr als einem Jahr Spielpause soll es Mitte August in der 2. Bundesliga wieder losgehen: Nicht alle Gegner haben gemeldet, es wird drei Staffel geben
Im Juli befindet sich der IHC Atting normalerweise mitten in der Skaterhockey-Saison. Die Hauptrunde ist zu mehr als der Hälfte vorbei. 2021 ist das anders. Am Montag war für das Zweitliga-Team von Trainer Jürgen Amann offizieller Trainingsstart. Denn mittlerweile hat der deutsche Verband ISHD entschieden, dass es eine Saison geben wird und diese Mitte August startet.

Für Amann und sein Team ist es so etwas wie ein dritter Neustart. Amann hatte zum Jahreswechsel 2019/20 nach dem Zweitligameistertitel die Mannschaft von Markus Alzinger übernommen. Wenige Wochen nach dem Trainingsstart und wenige Tage nach dem ersten Spiel gegen Spaichingen (4:5 nach Penalty-Schießen) beendete die Pandemie die Saison. Zwar wurde im Herbst 2020 noch einmal rund vier Monate trainiert, der Verein entschied sich damals aber wie viele andere, gegen die von der ISHD angebotene deutschlandweite Turnierrunde.

2021 nun wird wieder eine echte Saison gespielt – allerdings aufgrund der fortgeschrittenen Zeit in einer Kurzversion. Von den ursprünglich 18 Zweitligisten in den Gruppen Nord und Süd blieben letztlich 13 übrig. Fünf verzichten aus verschiedensten Gründen auf die Saison. Daher wurden nun drei Staffeln gebildet: Der IHC Atting bekommt es mit den Badgers Spaichingen, Freiburg Beasts (beide Baden-Württemberg) und den Rhein-Main Patriots (Hessen) zu tun. Es finden in der Vorrunde je drei Heim- und Auswärtsspiele für die Wölfe statt, dann wird in der Verzahnung (drei Gruppensieger, bester Gruppenzweiter) ein Meister und Aufsteiger in Liga eins ermittelt. Absteiger wird es nicht geben. Anfang Dezember ist die Saison beendet, im Februar/März soll die Saison 2022 beginnen.

„Wir schauen jetzt erst einmal von Woche zu Woche“, sagte Amann am Montag beim Trainingsstart. Wie immer stehen die Grundlagen auf dem Programm: Kondition, Laufen, Passspiel, Spielaufbau. „Dann warten wir, was der Spielplan für uns so bringt.“ Ein konkretes Ziel will er in dieser frühen Phase allerdings noch nicht abgeben. „Wir müssen auch erst sehen, wie unsere Gegner durch die lange Pause gekommen sind.“

Der Attinger Kader hat sich zum Vorjahr nicht groß verändert. Hinter einigen Spielern stehen – wie immer – aufgrund von beruflichen und schulischen Verpflichtungen an manchen Spieltagen Fragezeichen. Aber der Kader ist groß und der Nachwuchs drängt nach: „Wir haben bei den Junioren einige starke Spieler für die Zukunft“, sagt Kapitän Fabian Hillmeier. Mit Torhüter Matthias Bauer sowie den Feldspielern Simon Steger (erzielte im Vorjahr sein erstes Bundesligator), Elias Decker und Jakob Giebl waren zum Trainingsstart vier dieser Spieler aus der U19 dabei. Die Junioren waren bereits Ende Juni in eine ebenfalls verkürzte Spielzeit gestartet.

Text, Foto: Michael Bauer

Endlich wieder Hockey: Rang drei für die Bambini


12.07.2021 Die Bambinimannschaft belegte am Wochenende mit einem Sieg und zwei NIederlagen beim Heimturnier in unserer Hockeyhalle den dritten Platz.
Nach vielen Monaten ohne Spielbetrieb durften auch unsere Bambini am Wochenende endlich wieder eingreifen. Beim Heimturnier am Sonntag belegte die Mannschaft von Matthias Rothhammer und Robert Kuhnle hinter den Deggendorf Pflanz und Schwabach United und vor der zweiten Mannschaft von Deggendorf Pflanz den dritten Platz.

Nach anfänglichen Kaderprobleme besteht die U10 mittlerweile auch wieder aus drei Reihen und einem Goalie. Einige Spieler aus der seit zwei Wochen wieder stattfindenden Laufschule, wo derzeit rund 35 Kinder mit dabei sind, schnuppern dazu mit rein.

Nach einem klaren 4:9 gegen die erste Mannschaft von Deggendorf Pflanz wurde deren Zweitvertretung mit 8:0 besiegt. Alle Tore wurden frenetisch gefeiert und an der Bande mit den Mitspielern, Trainern und Betreuern fleißig abgeklatscht. Nach dem Spiel fielen alle Goalie Gabriel Schreiner um den Hals, der kein Gegentor kassiert hatte. Das entscheidende Spiel um den zweiten Platz ging dann nach spannendem Verlauf mit 2:5 gegen Schwabach United verloren.

Knapp 70 Zuschauer verfolgten unter den geltenden Hygienebedingungen das Turnier, beklatschten die Leistungen der Teams und freuten sich über die vielen Tore und lachenden Gesichter. Der Verein möchte sich bei allen Helfern rund um das Turnier für den gelungenen Ablauf bedanken.

Das nächste Turnier findet am 25. Juli in Schwabach statt. Es folgen die Turniere in Augsburg am 19. September und in Deggendorf am 25. September.

Die Ergebnisse: Atting - Deggendorf I 4:9
Atting - Deggendorf II 8:0
Atting - Schwabach 2:5
Deggendorf I - Deggendorf II 18:0
Deggendorf II - Schwabach 1:4
Deggendorf I - Schwabach 8:1



Sa., 6.11., 17 Uhr Ergebnis:
8:8

IHC Atting - Assenheim
Junioren: Bayerischer Meister
Jugend: Bayerischer Meister
Schüler: Bayerischer Meister
Pl. Mannschaft S T P
1 IHC Atting 6 69:32 15
2 Rhein-Main Patriots 6 53:33 15
3 Freiburg 6 41:60 3
4 Spaichingen 6 29:67 3
5
6
7
8
9
10
11
12