Rang sieben in Krefeld


05.12.2016 Die Jugendmannschaft hat bei der deutschen Meisterschaft in Krefeld den siebten Platz belegt. Allerdings wäre für die Mannschaft dabei mehr drin gewesen.
Aus geringen Erwartungen wurde am Ende die Erkenntnis, dass man auch mit den Großen in Deutschland mithalten konnte, aber dafür noch ein wenig am Toreschießen gearbeitet werden muss. Mit einem siebten Platz kehrte die Jugendmannschaft des IHC Atting von der deutschen Meisterschaft in Krefeld zurück.

"Der siebte Platz spiegelt nicht die Leistung der Mannschaft wider, denn die Spiele, die verloren worden, sind alle verdammt knapp ausgegangen“, sagte Vincent Liebl, einer der drei Coaches. „Wir haben alle Spiele höchstens mit zwei Toren Unterschied verloren. Leider hatten wir im Abschluss zu wenig Kontinuität, was vor allem der derzeitigen Trainingssituation zuzuschreiben ist. Aus diesem Grund kann man aber mit dem siebtem Platz zufrieden sein.“ Nur fünf Wochen konnten die Attinger zuletzt in die Trainingshalle, diese ist ab Mittwoch auch bis ins neue Jahr hinein wegen geplanter Ausstellungen wieder gesperrt.

Die Vorrunde hatten die Wölfe auf Rang drei ihrer Gruppe beendet. Einer Niederlage gegen Spaichingen folgte ein klarer 7:1-Erfolg gegen StraTus Berlin und ein spätes 1:1 gegen die Rhein-Main Patriots. Hier wurde der Ausgleich 14 Sekunden vor dem Ende mit einem fünften Feldspieler erzielt. Das abschließende Spiel gegen den späteren Vizemeister Krefeld wurde nach großem Kampf mit 3:5 verloren.

Da man sich dank der mehr erzielten Tore aus dem Berlin-Spiel vor den Rhein-Main Patriots platziert hatte, war man direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Doch gegen Bissendorf gab es ein 0:2 und auch im anschließenden ersten Platzierungsspiel gegen die Rhein-Main Patriots war der Goalie wieder unüberwindbar. Nach dem 0:1 blieb nur der Gang ins Spiel um Rang sieben, das aber dann klar mit 6:2 gegen Berlin gewonnen wurde.

Vorrunde: Spaichingen - Atting 3:1, Atting - Berlin 7:1, Rhein-Main Patriots - Atting 1:1, Atting - Krefeld 3:5; Viertelfinale: Bissendorf - Atting 2:0 Platzierungsrunde: Atting - Rhein-Main Patriots 0:1, Berlin - Atting 2:6

Deutscher Meister wurden die Crash Eagles Kaarst, die sich im Finale mit 5:2 gegen Krefeld durchsetzten. Damit setzten die Teams aus Nordrhein-Westfalen ihre Dominanz fort. Der bayerische Meister TV Augsburg landete auf dem fünften Rang, besiegte die Rhein-Main Patriots mit 3:2 im Penalty-Schießen.

Text: Michael Bauer

Jugend bei der deutschen Meisterschaft


01.12.2016 Die Jugendmannschaft reist am Wochenende zum Endrundenturnier um die deutsche Meisterschaft nach Krefeld.
Die Jugendmannschaft des IHC Atting nimmt am Wochenende bereits zum vierten Mal in Folge am Endrundenturnier um die deutsche Meisterschaft teil. Als bayerischer Vizemeister ist man für das Turnier in Krefeld qualifiziert.

Der Jahresabschluss unter Deutschlands Skaterhockey-Elite ist dabei bereits gute Tradition im Lager der Wölfe – auch wenn man erst zum dritten Mal seit der Gründung des Nachwuchsspielbetriebs keinen bayerischen Titelgewinn in einer der vier Nachwuchsklassen vorzuweisen hat. Nur 2004 und 2011 blieb man ebenso ohne Pokal, ansonsten hat man in zehn Spielzeiten mindestens einen Titel geholt. Das erfolgreichste Jahr war 2007 als Schüler, Jugend und Junioren jeweils bayerischer Meister wurden.

„Wir haben keine allzu großen Erwartungen“, sagt Trainer Helmut Herrmann im Hinblick auf den kleinen Kader: Acht Spieler und ein Goalie sind nur dabei. „Aber ein bisschen was geht immer, heißt es doch.“ Unterstützt werden sie von drei Trainern, einem Betreuern und zwei Müttern. Im Vorjahr belegte die Mannschaft Rang acht, sammelte aber wertvolle Wettkampferfahrung. Das ist auch diesmal wieder das Ziel.

Dabei ist eine solche Teilnahme mit einigem an Logistik und Kosten verbunden. Die neu gegründete Fördergruppe des IHC unterstützt Spieler und Eltern mit einem Betrag, auch die Schulen zeigten Verständnis: „Ein großes Dankeschön auch an die Schulleiter, die unsere Jungs am Freitag früher gehen lassen und ihnen am Montag dafür freigegeben haben“, sagt der Coach. Bereits am Freitagmittag bricht die Mannschaft in zwei Kleinbussen Richtung Krefeld (650 Kilometer) auf, das Turnier ist dann erst am Sonntag nach 17 Uhr zu Ende.

Zehn Teams aus sechs Bundesländern nehmen teil. In Gruppe A treffen die Attinger auf den Crefelder SC (Nordrhein-Westfalen), die Badgers Spaichingen (Baden-Württemberg), die IVA Rhein-Main-Patriots (Hessen) und die StraTus Hornets Berlin. In Gruppe B spielen die Red Devils Berlin, die Bissendorfer Panther (Niedersachsen), die Crash Eagles Kaarst (Nordrhein-Westfalen), die Dragons Heilbronn (Baden-Württemberg) und der bayerische Meister TV Augsburg. Die ersten Drei jeder Gruppe sind sicher im Viertelfinale, die letzten beiden spielen eine Qualifikation dafür aus.

Text: Michael Bauer

Prominenter Trainingsgast


21.11.2016 Erich Meloche auf Stippvisite in Straubing, besuchte am Freitagabend Training der Schüler in den Ausstellungshallen
Prominenter Trainingsgast am Freitag in der Ausstellungshalle: Eric Meloche, vier Jahre bei den Straubing Tigers unter Vertrag und auch 74-mal in der NHL aktiv, besuchte für vier Tage Freunde in Straubing und war mit diesen auch beim Training der Schüler, die sich über das Foto mit dem ehemaligen DEL- und NHL-Star freuten, der heute in Montreal lebt und Mitinhaber einer Spieleragentur für Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren ist.

Vor fast genau sechs Jahren, am 21. November 2010, verwandelte er gegen den damaligen EHC München den entscheidenden Penalty zum 5:4-Sieg – es war damals Weltrekord, denn beide Teams benötigten 42 Versuche. Erst am vorvergangenen Wochenende wurde dieser Rekord in der Schweizer Nationalliga B gebrochen: Ajoie und La Chaux-de-Fonds brauchten 46 Versuche.

„Ich konnte das gar nicht glauben, dass da jemand noch länger geschossen hat als wir damals“, sagte Meloche, der aufgrund seiner Arbeit kaum noch Zeit hat, selbst zum Schläger zu greifen. Er erinnert sich noch an den entscheidenden Versuch, der mit einer besonderen Geschichte verbunden war: „Das Eis war mittlerweile so schlecht, weil so viel Schnee drauf lag und ich habe mir gesagt: Scheiß drauf, ich mach jetzt einfach einen Schlagschuss und nichts anderes. Es war aber mein einziger Versuch, denn Jürgen Rumrich, unser Trainer, war damals ziemlich sauer auf mich, denn ich habe kurz vor Schluss der regulären Spielzeit eine Strafe bekommen, in der wir das 4:4 kassiert haben. Ich habe sogar schon meine Schlittschuhe aufgemacht und bin so auf der Bank gesessen, weil ich gedacht habe, dass ich an dem Abend gar nicht mehr dran komme. Als ich dann doch dran kam, habe ich sie grad noch oben am Knöchel zuschnüren können und bin aufs Eis. Ich konnte aber kaum fahren. Das war auch ein Grund warum ich den Schlagschuss gemacht habe. Gott sei Dank war der drin…“

Text, Foto: Michael Bauer

Neuanfang in der Regionalliga Bayern


15.11.2016 Der IHC Atting wird in der Saison 2017 nicht mehr am Bundesligaspielbetrieb der ISHD teilnehmen und sich in die Regionalliga Bayern zurückziehen
Der IHC Atting wird in der Saison 2017 nicht mehr am Bundesligaspielbetrieb der ISHD teilnehmen. Das wurde vom vierköpfigen Vorstand nach einem Gespräch mit der Mannschaft beschlossen. Die erste Herrenmannschaft wird 2017 in der dritthöchsten Spielklasse, der Regionalliga Bayern antreten. Der ISHD wurde dies noch vor dem offiziellen Meldeschluss am Dienstag mitgeteilt.

Das Ganze war eine schwere Entscheidung, aber wir sind der Meinung, dass es in der aktuellen Situation das Beste für den Verein ist. Wir können bestimmte Voraussetzungen momentan einfach nicht erfüllen und auch nicht erzwingen. Daher hoffen wir auf Verständnis der Mitglieder, Eltern, Fans und Sponsoren.

Die Hintergründe sind vielfältig, aber letztlich immer wieder auf einen Hauptgrund zurückzuführen. Die fehlende Heimspielstätte mit ISHD-Bundesligazulassung (20 x 40 Meter Spielfläche, ganzjährig verfügbar) in der Umgebung: Zwar fand man in der Ausweichstätte Donaustauf hervorragende Bedingungen vor und verfügte über außerordentlich gute Kontakte zu den dortigen Verantwortlichen, die Entfernung von 40 Kilometern stellte jedoch ein großes Hindernis dar. Vorstände, Spieler, Trainer und Helfer, die alles ehrenamtlich gestalten, sind an ihre Grenzen gestoßen, haben diese teilweise nun überschritten.

1. Die Zuschauerzahlen 2016 lagen (wie vorausgesehen) trotz Werbung und Zusatzangeboten nur bei rund einem Viertel von denen, die 2014 in Straubing zu verzeichnen waren. Gelder aus Eintritt und Verkauf waren daher deutlich weniger. Ein Minus entstand aufgrund erhöhter Sponsorenzahlungen und Unterstützung der Gemeinde aber nicht.

2. Ein Großteil der Spieler kommt aus dem Raum Straubing, ist aber berufstätig (oft im Schichtbetrieb), befindet sich in der Ausbildung oder im Studium. Ein geregeltes Training zweimal in der Woche wie bei einem Bundesligateam nötig, war daher oft auch zeitlich nicht möglich. Alle Spieler sind reine Amateure und kommen sogar für die Fahrt zum Spiel- und Trainingsort selbst auf.

3. Der Nachwuchs spielte gleichzeitig in Straubing. Durch die Entfernung nach Donaustauf klappte die Einbindung der jungen Spieler in den Spiel- und Trainingsbetrieb nicht wie vorgesehen. Auch Kommunikationsfehler spielten dabei eine Rolle. Zum Ende der Saison standen nur noch zehn Spieler im Kader. Diesen hätte man 2017 durch vier bis sechs externe Spieler wieder aufstocken müssen, was so nicht im Sinne des Vereins ist, dessen aktuell erfolgreiches Team zu großen Teilen aus dem erfolgreichen Nachwuchs kommt.

4. Zeitnahmepersonal, Ordnungsdienst und Verkaufsteam (bis zu zehn Personen pro Spieltag) mussten ebenfalls stets die Entfernung auf sich nehmen. Da gleichzeitig die vier restlichen Teams größtenteils in Straubing ihre Heimspiele austrugen, kam es nicht nur bei den Überschneidungen zu Personalengpässen, sondern auch bei vielen anderen Spielen.

5. In der vergangenen Saison wurden vom Gesamtverein mit seinen fünf Mannschaften Heimspiele in drei (Donaustauf, Deggendorf und Straubing) sowie Trainingseinheiten in fünf (Donaustauf, Deggendorf, Straubing Eisstadion, Straubing Ausstellungshalle und in der Mehrzweckhalle Atting) Sportstätten durchgeführt, um den Spiel- und Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten. Ständige Umzüge und Verlegungen führten zu Unzufriedenheit im Verein, besonders im Nachwuchs. Laufschule und zukünftiges Bambiniteam konnten nicht wie vorgesehen und nötig, optimal und dauerhaft gefördert werden, in den drei Nachwuchsteams standen am Saisonende und während der Playoffs Spieler nicht mehr zur Verfügung. Einige wurden bereits von anderen Vereinen angesprochen bzw. werden den Club wechseln.

Die Vorstandschaft hat diese Probleme bereits im Sommer erkannt und in den vergangenen Wochen bis zum Meldeschluss der 1. Bundesliga (15. November) einige Lösungsmöglichkeiten durchdacht. Keine davon war eine Option:

1. Eine von einem Investor angebotene Halle als Spielstätte in Straubing hätte eine Jahresmiete von rund 35.000 Euro verschlungen (aktuelle Jahresmiete für alle Spielstätten 2016 ca. 7.000 Euro) und war nicht zu finanzieren.

2. Ein Wechsel des Spielortes mit teilweiser Auslagerung von Personal (Verkauf, etc.) war ebenfalls nicht möglich. Eine erneute Ausnahmegenehmigung für den Bundesligaspielbetrieb für das Eisstadion Straubing wurde nicht erteilt.

3. Ein Zusammenschluss mit einem Verein in der Umgebung hätte maximal das Spielerproblem gelöst, nicht aber das der Entfernung, fehlender Einnahmen oder fehlenden Personals.

4. Ein Rückzug in die 2. Bundesliga ist sowohl sportlich als auch aufgrund der Entfernungen und dortigen Anforderungen ebenfalls keine Option und führt in Teilen während der Saison wieder zu denselben Problemen wie oben beschrieben.

Daher hat sich der Vorstand für einen Neuanfang in die Regionalliga Bayern entschieden, in der bis auf wenige Ausnahmen im Frühjahr und im Herbst in Straubing gespielt wird. Alle Teams und alle Vereinsmitglieder sind dann wieder unter einem Dach vereint und wir laufen nicht Gefahr, durch zwanghaftes Aufrechterhalten der Bundesligamannschaft den Gesamtverein mit seinen nun über 200 Mitgliedern zu gefährden.

Die aktuelle Vorstandschaft ist nämlich im Februar 2016 mit den Zielen angetreten, den Nachwuchs zu stärken, die alten Werte der Gründungsphase Ende der Neunzigerjahre wieder zu beleben, den Verein durch seine Präsenz in der Gemeinde zu festigen und die Hallenthematik erneut aufzugreifen. Ein Teil davon ist gelungen, die Gründung der Fördergruppe hat daran großen Anteil.

Ein Teil davon ist aber nicht gelungen. Ausschlaggebend war nun die Hallensituation. Aus dieser ziehen wir nun die Konsequenz. Obwohl nun wieder in Straubing gespielt werden kann, bedeutet dies nicht das Ende der Probleme. Denn wir müssen weiter davon ausgehen, dass das Eisstadion Straubing (wegen Sanierung der Piste, Zeitpunkt unklar) und die Ausstellungshalle (wegen anderweitiger Belegung) irgendwann einmal dauerhaft nicht zur Verfügung stehen. Dann stehen wir völlig ohne Spielort da. Daher muss unser Ziel weiter sein, eine eigene Spielstätte in der Umgebung zu bekommen. Dazu steht die Vorstandschaft weiter in enger Verbindung mit der Gemeinde Atting.

Wir bedanken uns bei den Spielern der 1. Mannschaft für ihre tollen Leistungen, ihren außerordentlichen Einsatz in den letzten Jahren und ihr Engagement, mit dem sie dem IHC Atting großes Ansehen gebracht haben.

Die Vorstandschaft
des IHC Atting

Martin Amann, 1. Vorsitzender
Michael Bauer, 2. Vorsitzender
Kerstin Alzinger, 1. Kassier
Andreas Koblmüller, Schriftführer

Jugend wir bayerischer Vizemeister


13.11.2016 Finalniederlage in zwei Spielen gegen den TV Augsburg. Für die deutsche Meisterschaft im Dezember in Krefeld ist das Team aber qualifiziert.
Die Jugendmannschaft hat den bayerischen Meistertitel verpasst. Im Finale unterlag die Mannschaft von Helmut Herrmann dem TV Augsburg zweimal klar – zunächst im Auswärtsspiel mit 0:8, dann im Heimspiel am Samstag in Donaustauf mit 2:6.

Dennoch ist die Saison für die Jung-Wölfe noch nicht beendet. Sie werden bei der deutschen Meisterschaft am 3. und 4. Dezember in Krefeld teilnehmen und dort gegen die Landesmeister und Vizemeister der Bundesländer antreten. Bereits mehrfach konnten Attinger Teams dort eine Platzierung auf dem Treppchen erreichen, im vergangenen Jahr reichte es allerdings nur zu Rang acht für die Jugend. Dennoch ist die Teilnahme an diesem Turnier – es ist die vierte für eine Jugendmannschaft des IHC in Folge – eine wichtige Erfahrung auf dem nationalen Niveau.

Schüler und Jugend der Wölfe waren jeweils im Halbfinale um die bayerische Meisterschaft ausgeschieden und sind daher nicht für das Endrundenturnier ihrer Altersklasse qualifiziert. Eine Bambinimannschaft stellten die Wölfe in diesem Jahr nicht, sie wird allerdings mit neu formierten Truppe, die aus der Lauf- und Hockeyschule erwachsen ist, in der Saison 2017 am BRIV-Spielbetrieb teilnehmen.

Text: Michael Bauer

Training im November


09.11.2016 Im November kann an folgenden Orten und zu folgenden Zeiten trainiert werden
Im November ist die Ausstellungshalle von der Stadt wieder für den Trainingsbetrieb freigegeben worden. Dazu gibt es folgende Trainingszeiten – über die auch die Trainer gerne informieren. Die Laufschule, Gruppe 1 und 2 ist weiter in Atting, die Hockeyschule (Gruppe 3) in Straubing. Voraussichtlich bis Anfang Dezember kann nun trainiert werden. Wir informieren rechtzeitig, wann dann (leider) wieder Pause ist....

Laufschule: Freitag, 16.00 bis 17.00 Uhr
Hockeyschule: Freitag, 15.00 bis 16.00 Uhr
Bambini: Montag, 17.00 bis 18.00 Uhr und Freitag, 16.00 bis 17.00 Uhr
Schüler: Freitag, 17.30 bis 19.00 Uhr
Jugend: Dienstag, 18.30 bis 20.00 Uhr
Junioren+Herren: Donnerstag, 18.30 bis 20.00 Uhr und Sonntag, 19.00 bis 20.30 Uhr
Torwarttraining: Samstag, 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr
(nach vorheriger Ankündigung, erstmals am 19.11.)

Jürgen Amann coacht Österreich


19.10.2016 Jürgen Amann betreut am Wochenende das österreichische Skaterhockey-Nationalteam bei der Europameisterschaft in Kroatien

Das Wort Bundestrainer ruft in unseren Breiten automatisch Assoziatonen mit Jogi Löw hervor, dem Mann, der Deutschland 2014 den wichtigsten Sporttitel überhaupt bescherte, für viele vielleicht die „höchste“ Person im Lande ist. Vielleicht hat Jürgen Amann, zuletzt Interimstrainer beim IHC Atting, in Österreich deshalb nicht diesen Titel. Denn der Mann, der Österreich bei der Skaterhockey-EM am Wochenende in Kroatien betreut, sieht sich mehr als Entwicklungshelfer in einer Randsportart.

„Eigentlich ist das hier ja dann mehr eine Rand-Randsportart, wenn man sagt, dass Skaterhockey in Deutschland schon Randsportart ist“, sagt Amann, der zu Beginn dieser Saison das Angebot der ISHA (Inline-Skaterhockey Austria) als Nationalteamtrainer – so die richtige Bezeichnung – angenommen hat. „Die Verhältnisse, die wir in Deutschland gewohnt sind, gibts in Europa nur noch in der Schweiz. In Österreich ist vieles anders.“

Anders, das heißt, dass es in Österreich nur drei echte Skaterhockeyhallen gibt - in Salzburg, Stegersbach und Wolfurt. Nicht mal in Wien gibt es derzeit eine. „Immerhin das kenne ich schon aus Atting“, sagt er sarkastisch über die Hallenprobleme beim Bundesligisten. „Ansonsten ist das in Deutschland mehr als eine Stufe höher - ich hab zum Beispiel nach dem ersten Training erstmal einen Satz neue Trikots mit dem Bundesadler organisieren lassen.“ Atting diente hier als Vorbild.

Meist wird in Österreich auf Freiplätzen gespielt, auf denen ein ganz anderes Spiel existiert und mit weichem Ball gespielt werden muss. Die Saison dauerte bis 2015 deshalb auch nur vier Monate, auch die Nachwuchsligen sind nicht so stark besetzt. Auch wenn die U19 zuletzt bei der EM Dritter wurde, waren sie doch weit entfernt von den großen Nationen Deutschland und Schweiz.

"Man muss auch mal sehen, dass man in Deutschland 80 Millionen Einwohner hat, hier hat man acht Millionen", sagt Amann. "Kann man bei uns aus 150 Spielern für den Kader auswählen, sind es in Österreich vielleicht 50, in Deutschland spielen zwölf Teams in der 1. Liga, in Österreich fünf. Über viele Sachen, über die wir uns in Deutschland aufregen, würde man sich hier freuen."

Anders heißt auch, dass er in der Kommunikation viel dazulernen musste: "Ein Ja für die Nationalmannschaft heißt hier nicht unbedingt noch zwei Monate später ja." Die Entfernung spielt ein Problem. Auch, dass die Spieler Eigenbeteiligung leisten müssen, um zu Lehrgängen und zur EM zu fahren. Heißt für Amann: "Ich muss die Spieler begeistern." Dass er das kann, hat er bei seinen zahlreichen Titeln mit den Attingern im Nachwuchs- und Herrenbereich gezeigt.

Drei Lehrgänge hat er als Vorbereitung auf die EM abgehalten, dazu alle Teams gescoutet und besucht und schließlich den Kader zusammengestellt. Stichwort Kommunikation auch hier: Denn er musste feststellen, dass es nicht so einfach ist, den Wiener mit dem Salzburger oder den Linzer zusammenzubringen. Diese Vorbehalte habe er aber in Teambuildingmaßnahmen brechen können.

16 Spieler und zwei Torhüter hat er nominiert – so viele wie zuletzt nicht zu großen Turnieren fuhren. Auch das musste er im Vorfeld überrascht feststellen. Auch wenn er Absagen aus privaten und eishockeytechnischen Gründen (auch in Österreich spielen viele Spieler auf dem Eis) erhielt, sei das Interesse diesmal groß gewesen. „Wir haben eine Videoanalyse gemacht und versucht, das Aufbauspiel, Forechecking und das Mann-gegen-Mann an das internationale Spiel anzupassen.“

Seit Donnerstag ist er in Kroatien. Ein Training gibt es vor dem Turnier noch, dann ein Manager Meeting und am Freitagmorgen geht es los. Österreich spielt in Gruppe B gegen Dänemark, die Schweiz und die Gastgeber. Turnierfavorit Deutschland, das diesmal keine Spieler des IHC Atting nominiert hat, in Gruppe A gegen die Ukraine, die Niederlande und Großbritannien. Am Samstag gibt es eine Zwischenrunde, am Sonntag erfolgt dann die Finalrunde.

Dass er auf wenige Monate seit April die Skaterhockeywelt in Österreich nicht komplett verändern könne, weiß Amann. „Dazu muss sich erst die Liga verbessern, der Nachwuchs wieder breiter werden. Aber da hat sich zuletzt einiges getan.“ Ein Anfang sei die Verlängerung der Saison gewesen, so dass sich die Spieler noch im Spielmodus befänden.

Für die EM gibt er kleine Ziele aus. "Die letzten beiden Male waren wir Letzter und wurden zum Teil richtig abgeschossen. Wir wollen uns nun Schritt für Schritt verbessern und mit dem ersten wollen wir weg vom letzten Platz und die Lücke zu den Top-Teams wieder verkleinern.“ Erste Tendenzen dazu hat er schon wahrgenommen. "Die Leute im Verband machen das mit viel Enthusiasmus, die Spieler sind fleißig, motiviert und nehmen Dinge an." Das ist der ein Grund, warum ihm seine Arbeit als Randsportart-Entwicklungshelfer derzeit so viel Spaß macht und er mit einem „positiven Gefühl“ nach Kroatien fährt.

Text: Michael Bauer, Foto: ISHA

Kroschinskis Europameister


17.10.2016 Deutsche Juniorennationalmannschaft gewinnt dank 8:4 im Finale gegen die Schweiz den Titel
Im zweiten Anlauf hat es dann endlich geklappt. Stolz präsentierten Nico und Kevin Kroschinski am Sonntagabend kurz nach 20 Uhr die beiden Pokale — die größten, die es im internationalen Skaterhockey-Nachwuchs gibt. Gerade hatten die beiden Attinger mit der deutschen Nationalmannschaft im kroatischen Kastav den Europameistertitel gewonnen.

„Der Titel ist der größte, den man im Nachwuchs holen kann und wir haben ihn jetzt“, freuten sie sich. „Von diesem Titel können viele nur träumen, aber für uns ist das jetzt wahr geworden und darauf sind wir stolz.“ Nach Thomas Bauer mit den Herren 2014 und Alexander Herzog 2010 (ebenfalls Junioren) sind die Zwillinge die Spieler drei und vier des IHC Atting, die mit der Nationalmannschaft einen Europameistertitel gewinnen können.

Für die beiden 18-jährigen Nachwuchscracks der Wölfe war es eine Genugtuung, denn vor knapp einem Jahr hatten sie an gleicher Stelle nach einem ebenso wie diesmal perfekten Turnier das Finale gegen die Schweiz mit 3:5 verloren. Diesmal lief es anders – auch wenn nach dem ersten Drittel im Finale ein kleines Déjà-vu-Erlebnis auf der Anzeigentafel stand. Trotz Feldüberlegenheit führten die Eidgenossen mit 2:1. Erst im zweiten Drittel wurden die Chancen genutzt und so eine klare Führung herausgeschossen. Nico Kroschinski wurde mit sechs Toren und sechs Vorlagen sechstbester Scorer. Sein Bruder steuerte drei Tore und zwei Vorlagen bei.

Zuvor war die deutsche Mannschaft mit Leichtigkeit durch das Turnier gepflügt. „Als wir am Freitag ankamen, gab es eine kurze Trainingseinheit, damit wir uns da den Boden gewöhnen konnten“, sagte Kevin Kroschinski. „Danach folgte die Eröffnungsfeier und leider ein etwas unglücklicher Spielplan – denn wir hatten das erste und das letzte Spiel.“ 12:0 gegen Kroatien, 14:0 gegen diesmal schwache Briten, 7:1 gegen Österreich und 5:3 im abschließenden Spiel gegen die Schweizer waren die Tagesresultate. „Wir wussten alle, dass gerade dies kein leichter Gegner wird, aber das Spiel war nicht so wichtig wie das am Sonntag, also konnten wir noch ein paar angeschlagene Spieler von uns schonen, damit diese am Sonntag bereit waren.“

Waren sie: Im Halbfinale warteten erneut die Briten, die mit 18:4 besiegt wurden, dann ging es wieder gegen die Schweiz. „Wir waren alle top-motiviert. Wir haben uns zwei Stunden zuvor auf das Spiel vorbereitet und wir wussten, dass es nur eins gab: Den Titel. Wir haben alles gegeben und am Ende durften wir endlich jubeln.“

Text: Michael Bauer, Foto: Benedikt Kubatzki

Kroschinskis zur Junioren-EM


13.10.2016 Nico und Kevin Kroschinski nehmen am Wochenende mit der deutschen Juniorennationalmannschaft an der Europameisterschaft in Kroatien teil.
Vor knapp einem Jahr erlebten die beiden Attinger Nachwuchsspieler Nico und Kevin Kroschinski bei der Europameisterschaft eine bittere Enttäuschung: Denn obwohl sie mit der deutschen Juniorennationalmannschaft ein (fast) perfektes Turnier gespielt hatten, blieb am Ende nur der zweite Platz. Am Wochenende haben die beiden 18-Jährigen nun die zweite Chance.

Erneut findet die Skaterhockey-Europameisterschaft in Kroatien statt, diesmal in Kastav. Fünf Mannschaften – neben den Gastgebern und Deutschland sind auch Österreich, Titelverteidiger Schweiz und Großbritannien dabei, kämpfen am Wochenende um den Europameistertitel, auf den die deutsche Mannschaft erneut Favorit ist. Seit 1997 hat das deutsche Team zwölf von 18 Titeln gewonnen, von 2009 bis 2014 sechs Titel in Folge.

Am Wochenende fand in Bochum der letzte Vorbereitungslehrgang statt, der aus vier Trainingseinheiten und einer Teambuildingmaßnahme bestand. „Es war ein sehr guter Lehrgang“, sagt Kevin Kroschinski. „Wir haben dann noch 3d-Laser-Minigolf in Dortmund gespielt, das hat uns noch mal als Team zusammengeschweißt.“ Die beiden Attinger sind die einzigen Spieler aus Bayern. Das Gros des Teams kommt erneut aus Nordrhein-Westfalen.

„Das Team ist wieder sehr stark“, sagt Kevin Kroschinski. Die beiden Attinger sind sich ihrer Rolle im Team dabei bewusst. „Unsere Reihe übernimmt bei der EM eine Führungsrolle und wir werden alles dafür tun, den Titel zurück nach Deutschland holen. Das ist unser großes Ziel.“

Beim Lehrgang in Bochum wurde von den Trainern Trainer Carsten Lang und seinen Assistenten Stephan Weichelt und Rene Hippler großer Wert auf schnelles Spiel, schnelle Abschlüsse und gutes Passspiel gelegt – die Taktik mit der sie die Schweizer knacken wollen. „Die werden wohl wieder unser härtester Konkurrent sein.“ Die 4:6-Niederlage aus dem Finale gegen die Eidgenossen im Vorjahr soll dann vergessen gemacht und die Heimreise am liebsten mit einem großen Pokal angetreten werden.

Text: Michael Bauer, Foto: Kroschinski

Vereinsheimjubiläum ein voller Erfolg


02.10.2016 Bei strahlendem Sonnenschein feierten der EC, der IHC und die Sportschützen Atting am Samstag das 20-jährige Jubiläum des Vereinsheims

Der Wettergott meinte es gut am Samstag mit den Attinger Sportvereinen, die zum 20-jährigen Jubiläum des Vereinsheim ein Familienfest organisiert hatten. Bei strahlendem Sonnenschein machte Zielschießen mit dem Eisstock oder dem Hockeyschläger gleich noch mehr Spaß, auch die elektronische Schießanlage war hoch frequentiert.

Drei Vereine – der EC Atting und die Sportschützen Atting seit Inbetriebnahme des Vereinsheims 1996 sowie der IHC Atting seit 2002 – teilen sich die Räumlichkeiten im Sportheim und präsentierten ihre Sportarten in teils leicht abgewandelter Form der interessierten Bevölkerung. Beim EC konnte man sich im Zielschießen mit dem Eisstock beweisen, beim IHC im Treffen von Dosen, die vor einem Tor aufgebaut waren und bei den Sportschützen ebenso im Zielschießen.

Wie im Sport üblich gab es dabei jeweils Hilfestellung von den Profis für die Neulinge. So erfuhren die Hockeyspieler, wie man einen Eisstock richtig am Asphalt aufsetzt oder die Schützen, wie man den meisten Druck hinter Schläger und Ball bringt, um möglichst viele Dosen zu treffen. Das führte zum Teil zu interessanten Duellen der sportartfremden Spieler oder auch anderer Paarungen: Markus Alzinger, Trainer der Schülermannschaft beim IHC, erspielte sich gegen Bürgermeister Robert Ruber eine Spende für die Abschlussfeier seiner Mannschaft.

Richtiges Hockey gab es auch: Die Bambini des IHC (bis neun Jahre), die in der neuen Saison in den Verbandsspielbetrieb einsteigen (sie sind nun aus der Laufschule entwachsen) zeigten unter großem Applaus der Eltern und Zuschauer ein Einlagespiel. Held des Spiels war Torhüter Fabian, der im abschließenden Penalty-Schießen fast alle Versuche parierte und über den Ruber vor der Partie erzählte, dass er ihm beim letzten Bundesligaspiel des IHC erzählt habe, dass er bei Verletzungen von Stammgoalie Raphael Heitzer stets bereit stehe. „Ich brauche halt nur ein paar Minuten zum Umziehen.“

„Von allen drei Vereinen wird hervorragende Jugendarbeit geleistet“, lobte Ruber. „Jeder Euro, den wir in Vereine investieren, die Jugendarbeit leisten, ist Gold wert.“ Jugendarbeit der Wölfe wird in den nächsten Wochen erneut in der Mehrzweckhalle gemacht, denn die Laufschule wird übergangsmäßig dort abgehalten. Der Verein ist erneut von einer langfristigen Hallensperrung der Trainingshalle betroffen, bis Ende Januar wird die Trainingshalle nur rund vier Wochen verfügbar sein.“ Die Gemeinde hilft aus. Normales Hockeytraining kann in der Halle allerdings nicht stattfinden, der Trainingsbetrieb muss erneut ruhen, was erneut die große Hallennot des IHC unterstreicht.

Ruber erinnerte daran, dass auch das Vereinsheim seinerzeit aus Not der Vereine entstanden sei. Zunächst habe man eine Mehrzweckhalle geplant, die dann aber aufgrund der Kosten verworfen wurde. Stattdessen sei das 800.000 DM teure Vereinsheim entstanden, in dem Vereine und Bauhof rund 3.000 Arbeitsstunden investiert hätten. Die Kosten am Bauwerk selbst trug die Gemeinde, die an der Inneneinrichtung die Vereine.

Zusammen mit der Mehrzweckhalle, die später dann doch gebaut wurde und in der unter anderem Tischtennis, Volleyball und Gymnastik stattfinden („Die Halle wird sehr gut genutzt“) sowie dem Sportplatz sei ein „richtig tolles Sportzentrum“ in Atting entstanden, sagte der Bürgermeister. „Es trägt dazu bei, dass man sich in unserer Gemeinde richtig gut wohl fühlen kann.“ Der Tag der offene Tür im Vereinsheim brachte nicht nur die Vereine selbst einander näher, sondern führte auch dazu, dass die Attinger Sportarten weiter publik gemacht wurden.

Text, Foto: Michael Bauer
Mehr Fotos auf der Facebook-Seite des IHC Atting.


Alle Termine und Spiele sind bis auf Weiteres abgesagt.
07.03., 17.30 Uhr Ergebnis:
4:5 n.P.

Atting - Spaichingen
Pl. Mannschaft S T P
1 Menden 3 29:4 9
2 Merdingen 3 32:9 9
3 Spaichingen 3 25:4 8
4 IHC Atting 3 24:5 7
5 Rhein-Main Patriots 2 20:0 6
6 Langenfeld 2 20:0 6
7 Freiburg 3 29:12 6
8 Hilden 3 24:9 6
9 Kassel 16 0:160 0
10
11 Kassel-Spiele
12 10:0 gewertet