Jugend bei der deutschen Meisterschaft


03.12.2015 Eine ersatzgeschwächte Jugendmannschaft gastiert am Wochenende beim Endturnier um die deutsche Meiserschaft in Bochum
Zum dritten Mal in Folge nimmt die Jugendmannschaft des IHC Atting am Wochenende am Endturnier um die deutsche Meisterschaft teil. Als bayerischer Vizemeister ist man für das Turnier in Bochum qualifiziert.

Neun Teams sind diesmal für das Turnier spielberechtigt, traditionell zählen die beiden Landes-Finalisten aus Nordrhein-Westfalen, die Skating Bears Krefeld und die Crash Eagles Kaarst, dabei zum Favoritenkreis. Die Wölfe sind das einzige bayerische Team, da der bayerische Meister TG Bamberg-Höchstadt als Spielgemeinschaft keine Teilnahmeberechtigung hat.

Allerdings sind die Vorzeichen diesmal nicht ganz so gut. Denn aus dem anfangs 13 Spieler starken Kader sind nur noch acht Feldspieler und der Torhüter aus der Schülermannschaft, Matthias Bauer, übrig geblieben. Unter anderem haben sich Torhüter David Nagel, einer der erfolgreichsten Spieler im Attinger Nachwuchs bisher (stand im Tor bei mehreren bayerischen Meisterschaften) und Marcel Hörndl, im Training schwer verletzt. Zwei Spieler sind bei der Bayernauswahl ihres Eishockeyclubs. „Der Kader ist leider ziemlich zusammengeschrumpft“, sagt Trainer Thomas Fischer. „Da wird es sich erst herausstellen, wie wir mit dem hohen Tempo auf der deutschen Meisterschaft mithalten können. David fehlt uns natürlich gewaltig, er ist ein großer Rückhalt.“

Doch der IHC hatte zumindest etwas Losglück: Denn zunächst werden alle neun Teams in drei Vorrundengruppen eingeteilt. Die Wölfe haben es dabei mit den Badgers Spaichingen (Baden-Württemberg) und den Bissendorfer Panthern (Niedersachsen) zu tun und entgehen den beiden Favoriten Kaarst und Krefeld. Außerdem sind die die Salt City Boars Lüneburg (Niedersachsen), der HC Merdingen Panthers (Baden-Württemberg), die Rostocker Nasenbären (Mecklenburg-Vorpommern) und die Preussen Berlin am Start.

Die ersten beiden der Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde zum Finale, die jeweils Drittplatzierten bestreiten eine eigene Runde. Gelingt der Sprung unter die Top zwei der ersten Gruppe muss der IHC Atting in der Zwischenrunde erneut mindestens Platz zwei erreichen, um ins Halbfinale zu kommen.

Doch so weit will man noch nicht denken: „Es sind bestimmt Gegner dabei, die schwer zu bezwingen sind“, sagt Fischer. „Dazu zähle ich Krefeld, Kaarst oder Bissendorf. Von den anderen Teams kann ich relativ wenig sagen. Wenn wir gut drauf sind, können wir durchaus um den fünften Platz mitspielen. Immerhin ist das die deutsche Mannschaft und wir sind als einziges bayerisches Termin unter den neun besten Teams Deutschlands dabei.“

Text, Foto: Michael Bauer

Start am 27. Februar


23.11.2015 Die neue Bundesligasaison startet für den IHC Atting am 27. Februar 2016 mit einem Heimspiel in Donaustauf gegen Uedesheim

Der IHC Atting wird erstmals mit einem Heimspiel in die neue Saison starten und das auch noch so früh wie nie: Am 27. Februar 2016 erwarten die Wölfe zum Auftakt in die Erstligasaison in Donaustauf die Uedesheim Chiefs.

Das ergab die Termintagung am Sonntag in Duisburg, wo der IHC Atting von Kapitän Fabian Hillmeier und Torhüter Raphael Heitzer vertreten wurde. „Wir sind eigentlich sehr zufrieden mit dem Spielplan“, sagte Hillmeier nach der fast drei Stunden dauernden Spielplantagung. „Natürlich geht es früh los, aber das war uns aufgrund des Rahmenspielplans klar. Wir müssen dementsprechend früh mit der Vorbereitung anfangen.“

Noch nie mussten die Wölfe schon im Februar ein Punktespiel bestreiten. 2014 begann die Saison am 1. März, damals startete man mit einem 4:3-Sieg bei den Rhein-Main Patriots fantastisch in die neue Spielzeit. Die Patriots stiegen in der vergangenen Saison ab, Auftaktgegner Uedesheim, der mit 241 Gegentoren die schwächste Abwehr der Liga stellte, war am Ende um einen Punkt besser und hielt die Klasse. An Uedesheim hat man aber keine gute Erinnerungen. Noch nie konnte man eine Partie gewinnen: 2014 unterlag man 6:8 und 2:8.

„Gleich zu Beginn können wir Punkte für den Klassenerhalt holen“, sagt Heitzer mit Blick auf den Spielplan, der zwar noch nicht endgültig ist und von der ISHD erst geprüft werden muss, aber nicht mehr zu viele Änderungen aufweisen dürfte. „Denn am Schluss war es mit den Terminen doch etwas eng“, sagte Hillmeier. Gleich vier Heimspiele am Stück – am 27. Februar gegen Uedesheim, am 12. März gegen Duisburg, am 13. März gegen Köln und am 19. März gegen Kaarst sähe der aktuelle Plan vor.

Fünfmal hat man ein Doppelwochenende in der Fremde, was Kosten spart. Auch die Gegner wollten ihre Auswärtswochenenden doppelt nach Atting und Augsburg legen. Umgekehrt versuchten dies auch die Wölfe und hatten Erfolg. Die Hauptrunde endet mit zwei Spielen gegen den TV Augsburg – am 10. September auswärts, am 17. September daheim in Donaustauf. „Wir haben am Schluss gesagt: Da machen wir zwei bayerische Wochenenden“, sagt Hillmeier.

Nach der Hauptrunde erreichen die ersten acht Teams die Playoffs, für den Neunten und Zehnten ist die Saison beendet und der Elfte und Zwölfte muss in die 2. Bundesliga absteigen. Der deutsche Meister steht erst im Dezember fest. Aktuell kämpfen die Rockets Essen und die Köln Rheinos um den Titel. Die Rockets gewannen am Samstag die erste von maximal drei Finalpartien mit 9:5.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

Jahresversammlung


16.11.2015 Auf der Jahresversammlung wurde nicht nur der Aufstieg in die 1. Bundesliga bekannt gegeben, sondern auch einige wichtige Entscheidungen im Personal des Vereins
Der IHC Atting spielt in der neuen Saison wieder in der 1. Bundesliga. Die Verantwortlichen konnten bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag bekannt geben, dass die nötigen finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Bernd Maier erklärte allerdings seinen Rückzug vom Amt des 1. Vorsitzenden zum Ende der aktuellen Wahlperiode. Im Februar muss ein neuer 1. Vorsitzender gewählt werden.

Maier, der dem Verein vier Jahre vorsteht, erklärte dies unter anderem damit, dass er es nicht geschafft habe, „den Verein nach Hause zu bringen“. Für ihn wie auch die anderen Vorstandskollegen sei der negative Ausgang des Bürgerentscheids zum Bau des Begegnungszentrums am 11. Oktober ein Schlag ins Gesicht gewesen. Die übrigen Vorstandsmitglieder Martin Amann (2. Vorsitzender), Kerstin Alzinger (Kassier) und Michael Bauer (Schriftführer) kündigten an, im Vorstand zu bleiben, aber nicht das erste Amt im Verein übernehmen zu wollen. „Es ist Zeit für frischen Wind an der Spitze“, sagte Maier.

Neue Gesichter wird es auch an anderer Stelle geben müssen. Thomas Fischer und Andreas Schmidhuber stehen beruflich bedingt nicht mehr als Trainer im Nachwuchs zur Verfügung. Vincent Liebl wird die Junioren übernehmen, Helmut Herrmann wechselt zur Jugend und Markus Alzinger in die kombinierte Gruppe aus Schüler und Bambini. In diesen beiden Altersgruppen fehle momentan das Spielerpotenzial.

„Diese Spieler müssen wir aus der Laufschule bekommen“, sagte Nachwuchsleiter Helmut Herrmann. Diese existiert nun ein Jahr und wurde insgesamt von ca. 130 Kindern genutzt. „Aktuell sind immer zwischen 40 und 60 Kinder da“, sagte Herrmann. „Wir sind nach wie vor begeistert, dass die Laufschule so gut angenommen wurde. Aber sie ist auch die Basis für unseren Verein und sichert das Weiterbestehen des Nachwuchses.“

Dieser war in der vergangenen Saison wieder sehr erfolgreich: Die Junioren wurden bayerischer Meister, Jugend und Schüler jeweils Vizemeister, die Bambini Vierter. Jugend und Junioren vertreten den Verein im Dezember auf der deutschen Meisterschaft. Nico und Kevin Kroschinski wurden mit der Junioren-Nationalmannschaft Vize-Europameister, Maximilian Schneider verpasste wegen einer Verletzung den Sprung in den Kader. Bei den Herren waren die Highlights neben dem sportlichen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga die Nationalmannschaftseinsätze von Florian Tkocz, Thomas Bauer und Matthias Rothhammer bei den beiden Spielen gegen Österreich.

Insgesamt mehr als 20.000 Kilometer waren die Cracks des IHC zwischen Krefeld und dem kroatischen Delnice (dem Ort der Junioren-Europameisterschaft) dieses Jahr unterwegs – Training nicht eingerechnet. Der Spielbetrieb mit 34 Heim- und 30 Auswärtsspielen lief von 21. März bis 24. Oktober. Nur knapp zweieinhalb Monate ruhte der Betrieb, was das große Engagement aller Vereinsangehörigen zeige.

Dennoch bremse die Hallensituation den Verein immer wieder aus. Mit der Sperrung der Trainingshalle im Februar, der Wiedereröffnung, dem Umzug ins Eisstadion zwischen April und Juli, der Fortsetzung des Spielbetriebs in Donaustauf und der verspätete Start des Trainingsbetriebs nach dem Volksfest erst im Oktober hätten so viele Probleme und Aufwand wie selten verursacht, sagte Michael Bauer. „Wir sind aber froh, dass wir momentan in die Ausstellungshalle können, auch wenn wir die sanitären Anlagen und Umkleiden nicht nutzen können. Wir müssen der Stadt Straubing dafür sehr dankbar sein, denn ansonsten hätten wir derzeit gar nichts.“

Umso schlimmer wiegt nach wie vor der negative Ausgang des Bürgerentscheids zum Begegnungszentrum: „Ich bin zutiefst enttäuscht und überrascht, dass die Bürger der Gemeinde Atting diese Chance nicht genutzt haben, ein solches tolles und einzigartiges Objekt zu realisieren“, sagte Maier. „Ich kann es mir überhaupt nicht begründen, warum wir vier Vereine und die Mehrheit der Gemeinderäte es nicht geschafft haben, die Bürger zu überzeugen. Leider wurde im Vorfeld gezielt Stimmung gegen unseren Verein gemacht – ich finde es einfach nicht fair, wie wir von bestimmten Bürgern behandelt werden.“

1. Bürgermeister Robert Ruber drückte ebenso noch einmal seinen Unmut über einige Vorgänge und Argumentationen der Gegner beim Bürgerentscheid aus, machte aber Mut. Er sei nach wie vor von dem Projekt Begegnungszentrum überzeugt. „Es ist ein super Projekt für Atting. Der Bürgerentscheid ist jetzt ein Jahr bindend, danach kann man es wieder aufs Tablett bringen – wie, dazu habe ich noch keine Antwort. Wir müssen aber an den Kritikpunkten arbeiten und versuchen die Akzeptanz zu steigern. Es waren zwar 435 Bürger dagegen, 417 dafür und rund 500 nicht bei der Wahl. Wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken und alles hinschmeißen.“

Da die Zeit für den IHC nun dennoch drängt, suchen die Verantwortlichen nach Lösungen. Zu den aktuell fünf Szenarien, die erarbeitet wurden, zählt auch das Suchen nach Hallen in der Umgebung, die möglicherweise spieltauglich gemacht werden können. „Wenn es jemandem noch nicht klar sein sollte: Es brennt“, fasste Maier zusammen und erinnerte an den drohenden Eisstadionumbau und die Situation in der Trainingshalle, die als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird.

Die Rückkehr in die 1. Bundesliga wurde dennoch realisiert. Die Gemeinde unterstützt den Club mit einem Zuschuss bis zu 15.000 Euro um die durch wegbrechende Einnahmen und höher werdende Ausgaben entstehende Unterdeckung am Spielort Donaustauf auszugleichen. Maier dankte der Gemeinde um 1. Bürgermeister Robert Ruber „für die herausragende Unterstützung.“ Dennoch habe man noch viel Arbeit vor sich, es gelte die Sponsoren zu überzeugen, um den Gesamtetat zu stemmen.

Man habe nach dem Bürgerentscheid nicht aufgeben wollen. „Es geht hier um die Perspektive für den Verein“, sagte Bauer: „Hätten wir jetzt die Mannschaft nicht aufsteigen lassen oder aus der 2. Liga rausgenommen, wäre alles im Nichts verschwunden. Es wäre der Anfang vom Ende gewesen. Den Aufstieg können wir aber nur wahrnehmen, weil die Gemeinde auch hinter uns steht.“

Text/Foto (Archiv): Michael Bauer

Aufstieg in die 1. Bundesliga


13.11.2015 Der IHC Atting wird 2016 wieder in der 1. Bundesliga spielen. Es ist der dritte Anlauf in Deutschlands höchster Liga. Wir freuen uns, zurück zu sein!
(mb) Der IHC Atting wird 2016 wieder in der eingleisigen 1. Skaterhockey-Bundesliga spielen. Das gab die Clubführung nun rechtzeitig vor dem Ablaufen der vom Verband ISHD gesetzten Frist bekannt.

Die Wölfe hatten sich durch einen 10:5-Sieg am 24. Oktober im dritten Halbfinalspiel der Zweitligaplayoffs gegen die Skating Bears Krefeld den sportlichen Wiederaufstieg gesichert. Nun konnten auch die Rahmenbedingungen festgezurrt werden. Die Mannschaft wird alle Spiele in der 35 Kilometer entfernten Skaterhockey-Halle in Donaustauf austragen, denn für das Eisstadion am Pulverturm gibt es anders als in den zurückliegenden Erst- und Zweitligaspielzeiten, keine erneute Ausnahmegenehmigung.

Auch die finanziellen Rahmenbedingungen wurden in einem ersten Schritt sicher gestellt. Das von der Vereinsführung im Vorfeld bestimmte zu erwartende Defizit übernimmt die Gemeinde Atting bis zu einer Höhe von 15.000 Euro und bekannte sich damit voll zu ihrem sportlichen Aushängeschild. „Wir sind der Gemeinde sehr dankbar, dass sie voll hinter uns steht und uns so diesen Schritt zurück in die 1. Bundesliga ermöglicht“, sagte Vorsitzender Bernd Maier.

Allerdings erklärte die Vereinsführung, dass trotzdem ein großer Mehraufwand auf den Verein zukomme. Während der Nachwuchs weiter in Straubing spielt, müsse der komplette Spielbetrieb der Bundesligamannschaft mit Organisation nach Donaustauf ausgelagert werden, man brauche also doppelt Personal. In Donaustauf sei mit finanziellen Einbußen aufgrund weniger Zuschauer zu rechnen – der Hauptgrund, woraus sich die finanzielle Unterdeckung ergibt. Außerdem müssten auch die Sponsoren wieder in gleicher Höhe wie im Vorjahr überzeugt werden – eine Aufgabe, die nun umgehend angegangen werde.

„Die Spieler spielen letztlich dafür, in der Liga zu agieren, für die sie sich qualifiziert haben und daher verdienen sie es auch, in der 1. Bundesliga zu spielen“, sagte Maier. Nach dem Zwangsabstieg im vergangenen Jahr habe das Team sich nicht hängen lassen, sondern die sportliche Antwort gegeben und sich souverän den Wiederaufstieg gesichert. „Wir freuen uns, dass wir zurück sind“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier, der alleine in den Playoffs 20 Tore zum Wiederaufstieg beitrug. „Wichtig ist, dass wir alle zusammenhalten.“

Sportlich warten nun wieder ganz andere Brocken als im Vorjahr: Es geht wieder gegen Köln, Iserlohn, Augsburg, Essen oder Duisburg – die Aushängeschilder im deutschen Skaterhockey. Die Spiele in Donaustauf versprechen Spannung und Action, das hat man vor allem in den Playoffs gesehen. Elf Gegner und insgesamt 22 Saisonspiele stehen auf dem Programm. Der Spielplan wird bereits am kommenden Wochenende bei der Termintagung in Duisburg erstellt, woraus sich auch der Zeitdruck ergab. ISHD-Vorsitzender Ingo Goerke gratulierte noch am Freitagmorgen: „Diese Entscheidung ist toll für unseren Sport und wichtig für den Verein nach den Rückschlägen der letzten Wochen bezüglich der Halle.“

Bei der Jahresversammlung am Donnerstag, bei der die Entscheidung offiziell verkündet wurde, stand dennoch auch die Stadionsituation noch einmal im Mittelpunkt. Die externe Lösung in Donaustauf verursache eine äußerst hohe finanzielle Belastung, daher müsse weiter versucht werden, eine Spielstätte in der Umgebung zu bekommen, zumal auch die Trainingshalle (Belegung durch Flüchtlinge) und das Eisstadion (mögliche Pistensanierung 2017 oder 2018) kurzfristig als Trainings- und Spielmöglichkeit (der Nachwuchs darf im Eisstadion spielen) wegzufallen drohen. „Wir geben dem Gesamtverein durch die Rückkehr in die 1. Bundesliga weiter eine Perspektive“, sagte Maier. „Doch trotz des Aufstiegs in die 1. Bundesliga ist die Lage weiter sehr ernst, das muss allen klar sein“, sagte Maier.

Text, Foto: Michael Bauer/Matthias Bauer

Jahresversammlung am 12.11.


10.11.2015 Am Donnerstag, den 12. November, findet ab 19.30 Uhr im Gasthaus Ebner in Rinkam die Jahresversammlung unseres Vereins statt – eine zukunftsweisende Sitzung.
Am Donnerstag, den 12. November, findet ab 19.30 Uhr im Gasthaus Ebner in Rinkam die Jahresversammlung unseres Vereins statt. Diese musste nach dem negativen Ausgang des Bürgerentscheids am 11. Oktober – 51,06 Prozent stimmten gegen den Bau des Begegnungszentrums (das waren 18 Stimmen) – noch einmal verschoben werden.

Die Vorstandschaft hat sich in der Zwischenzeit Gedanken zur Gestaltung der Zukunft gemacht. Diese wollen wir am Donnerstag den Mitgliedern, Spielern, Eltern, Trainern, Sponsoren, Fans und Gönnern vorstellen und weiter diskutieren.

Darüber hinaus stehen stehen dann auch die Trainings- sowie Personalsituation und eine Neustrukturierung der Trainer für den kompletten Nachwuchs auf der Tagesordnung Außerdem wird über die Gründung eines Fördervereins gesprochen. Dazu gab es bereits mehrere Anregungen von Mitgliedern.

Abschließend wird auch die Entscheidung über die Ligenzugehörigkeit der ersten Mannschaft getroffen werden. Das Team hatte sich durch einen 10:5-Sieg im dritten Halbfinale am 24. Oktober in Donaustauf das Wiederaufstiegsrecht in die 1. Bundesliga gesichert.

Die Vorstandschaft bittet alle Mitglieder, Spieler, Eltern von Nachwuchsspielern und Laufschulenkindern sowie Sponsoren, Fans, Gönner und Gemeinderäte um rege Teilnahme an der Sitzung.

Junioren Vize-Europameister


28.10.2015 Nico und Kevin Kroschinski haben am Wochenende bei der EM in Kroatien den Titelgewinn mit der Nationalmannschaft knapp verpasst.
Es hat nicht ganz gereicht: Die beiden Attinger Juniorenspieler Nico und Kevin Kroschinski haben den Europameistertitel mit der U19-Nationalmannschaft am Wochenende im kroatischen Delnice knapp verpasst. Im Finale unterlag die deutsche Skaterhockey-Mannschaft der Schweiz mit 4:6 (1:2, 1:1, 2:3).

„Wir haben am ersten Tag alles gewonnen, aber am zweiten Tag wollte der Ball einfach nicht mehr über die Linie“, sagte Kevin Kroschinski nach der Niederlage im Finale. „Das war wie ein Fluch. Wir hatten 55 Schüsse aufs Tor und die Schweizer 20. Der Schweizer Goalie hat das Spiel seines Lebens gemacht. Dreimal haben wir das leere Tor vor uns gehabt, aber der Goalie hat alles gerettet. Zweimal haben wir noch die Latte getroffen. Nach dem Turnier waren wir sehr enttäuscht, aber jeder im Stadion hat gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren und alles versucht haben. Die Trainer waren sehr zufrieden mit dem Team, wir haben nur Lob gehört.“

Es wäre der siebte Titelgewinn in Folge für die deutsche Mannschaft gewesen. Nach souveränen Vorrundensiegen gegen Österreich (10:3) Kroatien (17:0), Großbritannien (17:1) und auch die Schweiz (6:2) wurde im Halbfinale erneut Großbritannien (11:4) besiegt. Die Schweiz revanchierte sich dann allerdings an der deutschen Mannschaft und durfte nach dem Finale über den insgesamt vierten Titel seit 1997 jubeln. Österreich sicherte sich Rang drei, es folgten Großbritannien und die Gastgeber.

Nico Kroschinski erzielte drei Tore und gab vier Vorlagen, Bruder Kevin gelang ein Treffer und vier Vorlagen. Punktbester Akteur war der Schweizer Louis Mercay mit fünf Toren und zehn Vorlagen. Drei deutsche Spieler – Florian Breves, Daniel Schopp und Tobias Wolff – wurden ins All-Star-Team gewählt. „Der Nationaltrainer hat mich und Nico auch noch zum Einzelgespräch geholt und gesagt, dass wir spitze waren und eine richtig gute EM gespielt haben. Das hat uns sehr gefreut.“

Text: Michael Bauer, Foto: Fam. Kroschinski.

Aufsteiger


25.10.2015 Der IHC Atting hat es geschafft: Durch einen 10:5-Sieg im dritten Halbfinale gegen Krefeld hat man den sportlichen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga erreicht.
(mb) Entschlossenheit. Das war der Gesichtsausdruck, den man nicht nur am Samstag bei den Spielern des IHC Atting sah, sondern während den gesamten Playoffs und der gesamten Saison. Entschlossenheit, dorthin zurückzukehren, wo man sportlich hingehört. In die 1. Bundesliga.

Durch einen 10:5-Erfolg (5:1, 3:2, 2:2) im dritten Halbfinalspiel der Playoffs über die Skating Bears Krefeld haben die Wölfe den Wiederaufstieg in die Eliteliga geschafft. Zumindest den sportlichen. Denn ob sie ihn wahrnehmen können, steht noch nicht fest. Die Stadionfrage ist nach wie vor das große Thema. Stand jetzt darf das Team nur in einer kleinen Halle wie Donaustauf und Deggendorf 1. Liga spielen. Nur diese entsprechen den Maßen und der Anforderung, die ganze Saison über verfügbar zu sein.

Doch das bedeutet lange Wege für die Spieler und Fans, weniger Zuschauer und deutlich höhere Kosten. Das war auch der Grund, warum man sich vor einem Jahr zum Rückzug in Liga zwei entschlossen hatte. Bis Mitte November verlangt der Verband eine Entscheidung, die Termintagung findet schon am 23.11. statt, steigt der IHC nicht auf, wird in einer Relegation der zweite neue Erstligist gesucht. Das hat ISHD-Vorsitzender Ingo Goerke, der den Wölfen zu „der großartigen Leistung“ gratulierte, den Verantwortlichen am Sonntag in einem Telefonat mitgeteilt.

Zu diesem Zeitpunkt waren die (ersten) Feierlichkeiten schon vorbei. Diese hatten bis in die frühen Morgenstunden gedauert. Der Jubel nach der Schlusssirene war riesig. Trainer und Spieler fielen sich in die Arme, tanzten auf der Fläche und machten unter den begeisterten Anfeuerungsrufen der Fans die Raupe. Die Bilder glichen denen aus Spaichingen vor zwei Jahren, als man ebenfalls aufgestiegen war. „Diesmal haben wir es aber endlich auch mal zuhause geschafft“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier.

Doch es mischte sich zu diesem Zeitpunkt auch Nachdenklichkeit in den Jubel: „Sportlich haben wir unser Ziel erreicht, aber jetzt?“, fragte Matthias Rothhammer. Roman Schreyer erkannte trotz des Sieges eine „etwas gedrückte Stimmung“ und auch bei den Clubverantwortlichen sah man mehrmals diese nachdenklichen Gesichter.

Dass die Mannschaft aber sportlich in die 1. Liga gehört, sah man nicht nur an der Entschlossenheit, sondern auch am souveränen Auftreten: „Dieser Erfolg ist verdient, weil die Jungs einfach einen ungemein starken Charakter haben“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Wenn man bedenkt, welche Rückschläge sie immer wieder hinnehmen mussten, ist der Erfolg nicht hoch genug anzurechnen.“

Anders als in anderen Spielen war diesmal schnell klar, wer der Sieger sein wird. Gegen die ersatzgeschwächten Gäste schafften die Wölfe schon im ersten Drittel so etwas wie eine Vorentscheidung. Angeführt vom erneut bärenstarken Hillmeier, der – wenn es sie denn gäbe – eine große Trophäe für den MVP dieser Playoffs verdient hätte, nutzte die Mannschaft fast alle sich bietenden Chancen. Vor allem in Überzahl. Dreimal trafen die Wölfe. Nur nach einer Fünf-Minuten-Strafe gegen Marco Rothhammer schien es eng zu werden. Die Skating Bears verkürzten auf 1:2, doch das Attinger Bollwerk stand sicher.

Eine Schrecksekunde gab es dann im zweiten Drittel. Vor dem Treffer zum 6:2 traf Goalie Raphael Heitzer der Ball am Hals. Er schien keine Luft zu bekommen. Betreuer und Spieler beider Teams eilten zu Hilfe. Doch nach wenigen Minuten gab der Goalie Entwarnung. „Alles ok, war nicht so schlimm“, sagte er danach.

Er wurde auch noch gebraucht. In dieser Phase, in der die Gäste auf 3:6 verkürzten, musste er mehrfach eingreifen, war aber stets auf dem Posten. Auf der anderen Seite erhöhte Hillmeier mit seinen Toren vier und fünf auf 8:3. „Wahnsinn, jetzt habe ich tatsächlich noch 20 Tore in den Playoffs geschafft“, sagte er. Und das in nur sechs Spielen. Die Begriffe MVP oder Playoff-Monster sind da wohl angebracht. Er war das Sinnbild für die Entschlossenheit und peitschte auch auf der Bank seine Mitspieler an.

Das Schlussdrittel plätscherte dann etwas dahin – bis die Gäste in der 53. und 57. Minute noch einmal auf 5:8 verkürzten. Drei schnelle Tore sind im Skaterhockey keine Seltenheit, das mussten die Wölfe schon im Viertelfinale gegen Menden spüren. Aber das Team blieb souverän und Tim Bernhard machte schnell das Empty Net Goal zum 9:5. Deckel drauf. Per Schlagschuss machte er dann eine Minute vor dem Ende das Ergebnis noch zweistellig.

„Wir haben die letzten zwei Monate aufgrund der Hallensituation gerade mal zwei Trainingseinheiten abhalten können und trotzdem hat es gereicht“, sagte Amann. „Das schafft nur ein Team, welches die Klasse und den Siegeswillen wie unseres hat. Die Erfolge der letzten Jahre sind kein Zufall, ich bin stolz ein Teil dieses Teams zu sein.“

Knapp drei Wochen haben die Verantwortlichen nun Zeit, die Entscheidung zu treffen, wo man in der neuen Saison spielt. „Mit dieser Mannschaft musst du einfach 1. Liga spielen“, sprach Florian Tkocz für das Team. Geht es nach der sportlichen Leistung, wäre die Entscheidung also schon gefallen.

Atting: Heitzer - Tkocz, Hausner, Schreyer, Nissen, Prasch, Mar. Rothhammer, Mat. Rothhammer, Dünnbier, Hillmeier, Bernhard;
Krefeld: Zimmermann - Steinborn, Hahn, Busch, Jost, Lintorf, Müller, Peleen, Reinberg, Sdun, F. Zillen, M. Zillen;
1:0 (6:40) Hillmeier (Bernhard, 4-3), 2:0 (7:47) Bernhard (Hillmeier, 4-3), 2:1 (11:32) Busch (Reinberg, 4-3), 3:1 (15:28) Bernhard (Hausner), 4:1 (17:18) Hausner (Hillmeier), 5:1 (18:54) Hillmeier (Bernhard, 4-3), 6:1 (20:18) Hillmeier (Bernhard), 6:2 (21:50) Busch (Jost), 6:3 (22:52) Steinborn (F. Zillen), 7:4 (26:49) Hillmeier (Tkocz, 4-3), 8:3 (34:02) Hillmeier (Tkocz, 4-3), 8:4 (52:04) Lintorf (Reinberg), 8:5 (56:08) Lintorf (Hahn), 9:5 (56:30) Bernhard, 10:5 (59:00) Bernhard (Mar. Rothhammer); Schiedsrichter: Böhmländer (Köln), Schafnitzel (Augsburg), Strafminuten: Atting 15, Krefeld 16; Zuschauer: 150.

Text, Foto: Michael Bauer

Entscheidungsspiel gegen Krefeld


23.10.2015 Am Samstag um 18 Uhr findet das entscheidende Spiel um den sportlichen Aufstieg in die 1. Bundesliga gegen die Skating Bears Krefeld statt.
(mb) Vor der entscheidenden Partie einer Endspielserie bedarf es nicht vieler Worte. Die Voraussetzungen sind klar, die Teams kennen sich und das Ziel ist klar. Wer gewinnt, steigt auf. Das ist die Ausgangslage vor dem dritten Spiel der Serie zwischen dem IHC Atting und den Skating Bears Krefeld am Samstagabend um 18 Uhr in Donaustauf.

„Die Ausgangslage ist Motivation genug“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Wir werden alles versuchen, ein richtig tolles Spiel abzuliefern.“ Ähnlich sieht es Kapitän Fabian Hillmeier, mit 15 Toren aus fünf Spielen mit Abstand erfolgreichster Spieler in den Playoffs. „Es gibt ja nicht mehr viel zu sagen. Zum Glück sind wir wieder ziemlich komplett und können 60 Minuten Vollgas spielen. Ich denke, dass das dritte Spiel genauso eng wird, wie die anderen beiden. Wir sind aber voll motiviert.“

13:9 lautete das Ergebnis von Spiel eins, 7:8 das von Spiel zwei – beinahe hätten die Attinger mit stark ersatzgeschwächtem Kader vor einer Woche in Krefeld schon alles klar gemacht. Nun hat es die Krefelder erwischt. Ein ganzer Block der starken Junioren, darunter auch die besten Scorer, sind am Wochenende bei der Europameisterschaft in Kroatien für Deutschland im Einsatz. Ihr Mitwirken war vor einer Woche noch der Grund für die späte Ansetzung in Krefeld. Ausgleichende Gerechtigkeit also oder schade für den Sport, weil in gleich zwei Endspielen je eine Mannschaft nicht in Bestbesetzung antreten kann? Das darf jeder für sich selbst entscheiden.

Die Attinger blicken erwartungsfroh diesem Spiel entgegen, auch wenn nach dem negativen Ausgang des Bürgerentscheids zum Bau eines Begegnungszentrums mit eigener Spielfläche vieles im Ungewissen ist. Wir wollen sportlich unser Soll erreichen und das ist der Aufstieg in die 1. Bundesliga“, sagt Amann. „Alles weitere wird man dann sehen.“ Nun zählen erst einmal das letzte Spiel und der Sport.

Text: Michael Bauer, Foto: Benedikt Kubatzki

Kroschinskis bei EM in Kroatien


22.10.2015 Nico und Kevin Kroschinski vertreten am Wochenende die deutschen Farben bei der U19-Europameisterschaft im kroatischen Delnice
Sechs Titel in sechs Jahren, zehn Titel in elf Jahren. Diese Erfolge hat die deutsche U19-Nationalmannschaft im Skaterhockey in den letzten Jahren erreicht. Sie ist die beste Mannschaft in Europa – und das jedes Jahr trotz neuer Mannschaft aufs Neue. Am Wochenende kann sie in Delnice in Kroatien ihren Titel zum siebten Mal verteidigen. Mit dabei sind auch zwei Spieler des IHC Atting: Nico und Kevin Kroschinski.

Zum ersten Mal überhaupt richtet Kroatien ein internationales Turnier aus und startet mit einer eigenen Mannschaft. Darüber hinaus trifft die deutsche Mannschaft in der Gruppenphase auf Österreich, Großbritannien und die Schweiz – die Eidgenossen werden von den deutschen Verantwortlichen als größte Konkurrenten gesehen. Bereits am Samstag um 9.15 Uhr startet das Turnier mit dem Spiel gegen Österreich.

Vergangenes Wochenende fand der letzte Lehrgang in Düsseldorf statt. „Wir hatten jeden Tag vier Stunden Training und haben uns in den Reihen gut zusammengefunden – auch wegen der vielen Spiele“, sagt Kevin Kroschinski. „Außerdem gab es Videoanalysen und Taktikbesprechungen. Das Wochenende war für das Teambuilding gedacht.“

Ein wichtiger Punkt, denn die Spieler, die aus ganz Deutschland zusammenkommen, kennen sich ansonsten meist nur wenig – gerade die Akteure, die nicht aus dem Stammgebiet Nordrhein-Westfalen kommen. Die beiden Attinger sind die einzigen Bayern. In den 19-Mann-Kader haben es diesmal aber auch einzelne Spieler aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein geschafft.

Am Freitag gehts mit dem Auto nach Kroatien – ohne die Teamkollegen. „Wir hätten sonst erst nach Köln gemusst, von wo die Mannschaft aus mit dem Flugzeug über Zagreb nach Delnice reist.“ So ist es aber günstiger für alle. Die Eltern begleiten die beiden. „Wir erwarten natürlich, dass wir viel Erfahrung sammeln und den Titel verteidigen können“, sagen sie unisono. Bisher konnten schon die Attinger Alexander Herzog (ebenfalls Junioren) und Thomas Bauer (Herren) den Europameistertitel gewinnen.

Text: MIchael Bauer, Foto: ISHD (Gehrig)

Starke Leistung in Krefeld


19.10.2015 Trotz eines dünnen Kaders hielt der IHC Atting das Spiel in Krefeld lange offen und unterlag am Ende nur knapp mit 7:8. Nun entscheidet Spiel drei über den Aufstieg.
(mb) Der ehemalige Eishockey-Bundestrainer Hans Zach hat einmal gesagt, Engagement und Wille triumphieren immer über Talent. Skaterhockey ist manchmal aber doch ein bisschen anders als Eishockey. Da passiert schnell viel. Zwar zeigte der IHC Atting am Sonntag in Krefeld mit seiner Rumpftruppe ebenfalls viel Leidenschaft, belohnt wurden dafür aber die Skating Bears – und vielleicht auch die Attinger Fans.

Denn nach der knappen und schließlich unglücklichen 7:8-Niederlage (3:3, 1:4, 3:1) gibt es ein drittes und entscheidendes Spiel um den sportlichen Wiederaufstieg am kommenden Samstag um 18 Uhr in Donaustauf. „Dann packen wir die“, sagte Trainer Jürgen Amann, der trotz der Niederlage „sehr, sehr stolz“ auf sein Team war, dem aufgrund der späten Ansetzung am Sonntagabend mit Thomas Bauer, Florian Tkocz, Markus Hausner, Simon Bogner, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer und Tim Dünnbier mehr als der halbe Kader fehlte. Beruf geht vor Amateursport.

Doch die andere Hälfte, ergänzt durch Junioren (Nico und Kevin Kroschinski) sowie Spieler aus der Zweitvertretung (Patrick Risse und Christoph Wittenzellner) spielte nicht wie ein halber, sondern ein ganzer Kader und führte nach 16 Minuten nach Fabian Hillmeiers Playoff-Toren Nummer 14 und 15 sowie einem Treffer von Tim Bernhard mit 3:2. „Wir haben einfach gespielt und unsere Chancen in Überzahl genutzt“, sagte der Coach. Zuhause am Whatsapp-Handyticker fieberte der verhinderte Rest der Mannschaft mit, rieb sich die Augen und feuerte an.

Doch nun war Krefeld an der Reihe. Die mit 16 Spielern angetretenen Skating Bears legten ihre Nervosität ab und machten bis zur 34. Minute aus dem 2:3 ein 7:3. Strafzeiten und drei Gegentore in weniger als drei Minuten waren dafür verantwortlich. „Aber wir haben uns gesagt, dass wir hier heute nichts zu verlieren haben“, sagte Amann. „Jetzt probieren wirs noch mal.“

Und das klappte gut: Zweimal Nico Kroschinski sowie Roman Schreyer und Bernhard machten aus dem 3:7 ein 7:7. Aufholjagden gehören dieses Jahr zu den Spezialitäten der Wölfe in den Playoffs. Im Ticker der Daheimgeblieben fielen nach dem Ausgleich Worte und Sätze wie „brutal“ und „Hoffentlich wird die Leistung belohnt.“ Wurde sie nicht, denn ein Konter bescherte den Gastgebern vier Minuten vor dem Ende das 8:7. Atting nahm den Goalie heraus, doch Schreyer und Bernhard schafften den Ausgleich nicht mehr.

„Alle haben gedacht, dass wir hier heute ganz hoch verlieren, aber wir haben ein Riesenspiel abgeliefert“, sagte Amann. „Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft.“ Das wurde auch an anderer Stelle anerkannt. Selten gab es auf der Attinger Facebook-Seite so oft einen Daumen hoch für eine Niederlage. Kommentare eines Nord-Club-Vertreters wie „Gratulation zu dieser starken Leistung und Respekt vor eurer Moral angesichts der aktuellen Hallensituation!“ bauten zusätzlich auf und auch die Krefelder Spieler zeigten sich sportlich fair und gaben ein „Gefällt mir“ für einen Attinger Kommentar im Liveticker ab, in dem es mit einem Seitenhieb auf die Spielansetzung hieß, dass man jetzt noch einmal im tiefen Bayern erwartet werde – dann allerdings zu einer „netten“ Zeit. Samstag, 18 Uhr.

Ob Hans Zach jemals bei einem Skaterhockeyspiel zusah, geschweige denn an der Bande stand, ist unbekannt. Der Satz mit der Leidenschaft gilt eigentlich auch für diese Sportart. Da ist Skaterhockey vom Eishockey nicht so weit weg. Geht es nach den Attinger Wölfen, würde Zach kommenden Samstag in Donaustauf sicher Leidenschaft sehen. „Aufstieg vor heimischem Publikum ist eh viel schöner“, hieß es noch mal online. Wohl wissend, dass nach der negativen Hallenentscheidung in Atting vieles im Verein nun ungewiss ist, gab sich Amann dennoch kämpferisch: „Wir wollen das jetzt schaffen, wir wollen sportlich in die 1. Bundesliga aufsteigen.“ Dann wieder mit vollem Kader, den Fans im Rücken und der Mischung aus Leidenschaft und auch Talent.

Krefeld: Zimmermann - Steinborn, Hahn, Böckels, Busch, Diem, Eloo, Jost, Kammen, Kleindienst, Reinberg, Schopp, Sdun, Tinz, Zillen;
Atting: Heitzer - Schreyer, K. Kroschinski, Nissen, Risse, Wittenzellner, Prasch, Hillmeier, K. Kroschinski, Bernhard.
Tore: 1:0 (2:23) Busch (Sdun), 1:1 (7:32) Hillmeier (Schreyer), 1:2 (8:59) Bernhard (Hillmeier, 4-3), 2:2 (13:31) Busch (Reinberg), 2:3 (15:51) Hillmeier (Schreyer, 4-3), 3:3 (19:44) Schopp (Kleindienst), 4:3 (21:45) Schopp (Steinborn), 5:3 (30:58) Schopp (Diem, 4-3), 6:3 (31:16) Böckels (Kleindienst, 4-3), 7:3 (33:38) Zillen (Jost, 4-3), 7:4 (35:01) N. Kroschinski (Bernhard), 7:5 (47:21) N. Kroschinski (Hillmeier), 7:6 (48:43) Schreyer (K. Kroschinski), 7:7 (53:05) Bernhard (K. Kroschinski), 8:7 (55:49) Kleindienst (Hahn);
Schiedsrichter: Himmelmann (Essen), Bührer (Freiburg); Strafminuten: Krefeld: 12, Atting 12; Zuschauer: 125.

Text: Michael Bauer, Foto: Benedikt Kubatzki.

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Samstag, 30. März, 8.45 Uhr
Aktion Sauber macht Lustig, Feuerwehrhaus
Samstag, 30. März, 17.30 Uhr
Watt-Turnier, Wirtshaus Leonhardt
10.03., 15.90 Ergebnis:
9:7

Atting - Freiburg
Samstag, 23.03., 13.00 Uhr
Jugend - Deggendorf II 14:1
Samstag, 23.03., 15.30 Uhr
Junioren - Deggendorf 7:15
Samstag, 23.03., 18.00 Uhr
Atting II - Deggendorf II 10:4
Pl. Mannschaft S T P
1 IHC Atting 2 27:11 6
2 Langenfeld 1 9:6 3
3 Kassel 2 15:13 3
4 Merdingen 1 6:5 3
5 Deggendorf 1 11:10 2
6 Freiburg 3 21:20 1
7 Spaichingen 1 5:6 0
8 Rhein-Main Patriots 1 4:18 0
9
10
11
12