Die Playoffs sind sicher


29.07.2014 Was für eine tolle Nachricht: Seit dem Wochenende steht fest, dass die erste Mannschaft gleich im ersten Jahr in der 1. Bundesliga in den Playoffs spielen wird.
Seit dem vergangenen Wochenende ist es amtlich: Bereits in seiner ersten Saison in der eingleisigen 1. Bundesliga wird der IHC Atting an den Playoffs teilnehmen. Sogar Platz sechs ist bereits garantiert.

Bis zum Start der Endrunde wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Denn sie beginnt erst am Wochenende des 11. und 12. Oktober. Das letzte Saisonspiel für die Wölfe, die ihre Heimsaison am 13. Juli mit einem 15:4 gegen die Rhein-Main Patriots aus Assenheim beendet hatten, findet am 6. September gegen das aktuelle Schlusslicht und Mitaufsteiger Crash Eagles Kaarst statt.

Dann hat die Mannschaft von Trainer Jürgen Amann noch einmal Gelegenheit, ihre Punktausbeute von derzeit 34 Zählern zu verbessern. Aktuell reicht dies zu Platz vier hinter dem TV Augsburg, was Heimrecht im Viertelfinale bedeuten würde. Allerdings dürfte der IHC noch weiter zurückfallen, denn sowohl der Fünfte aus Lüdenscheid (33 Punkte) als auch der Sechste aus Köln (30) haben noch deutlich weniger Partien ausgetragen.

Weiter nach unten wird es allerdings nicht gehen, denn sowohl die Bissendorfer Panther als auch die Uedesheim Chiefs können die Wölfe seit dem Wochenende nicht mehr überholen. Landen die Wölfe am Ende wirklich auf Rang sechs, wäre sogar ein Derby gegen den erneuten Europapokalsieger TV Augsburg denkbar. „Das wäre natürlich der Hammer“, sagt Trainer Amann. „Allerdings deutet das Restprogramm eher auf Teams wie Köln oder Lüdenscheid hin. Wir nehmen es ohnehin, wie es kommt und freuen uns riesig, dass wir uns qualifiziert haben.“ Ziele setzt man sich für die Endrunde, die vor der Saison eigentlich gar nicht eingeplant war noch keine. Allerdings blicken die Spieler schon erwartungsfroh den Spielen entgegen.

„Ich erwarte mir vieles von den Playoffs“, sagt Verteidiger Florian Tkocz, der am Wochenende zusammen mit Thomas Bauer zum Lehrgang der Nationalmannschaft in Duisburg reisen wird. „Ich denke, nach der regulären Saison stehen wir auf Platz sechs und man hat ja auch immer gesehen, dass jeder jeden schlagen kann. Ich glaube wenn jeder von uns bei 100 Prozent ist, können wir das Viertelfinale überstehen."

Da das Eisstadion am Pulverturm bereits jetzt und auch im Oktober nicht zur Verfügung steht, werden alle möglichen Endrunden-Heimspiele in der neuen Skaterhockey-Halle im rund 35 Kilometer entfernten Donaustauf stattfinden. Alle Playoff-Runden werden im Modus "Best of three“ (zwei Siege zum Weiterkommen notwendig) ausgetragen und finden zwischen dem 11. Oktober und dem 7. Dezember statt.

Text, Foto: Michael Bauer

Vom Real-Parkplatz in die Nationalmannschaft


25.07.2014 Nach seiner Nominierung zur Nationalmannschaft hat sich Moritz Eisenschink mit Florian Tkocz über seine bisherigen Jahre im Verein, die aktuelle Saison und seine weiteren Ziele unterhalten.
Florian, du bist gemeinsam mit Fabian Hillmeier der Spieler der am längsten in der ersten Mannschaft spielt. Kannst du dich noch an dein erstes Spiel in der ersten Mannschaft erinnern?
Tkocz: „Puh…das ist eine gute Frage. Da kann ich mich leider nicht mehr erinnern.“
(Anm. d. Autors: Erstes Spiel von Florian Tkocz in der ersten Mannschaft, 26.06.2004 Kümmersbruck - IHC Atting, Endstand 18:1)

Weißt du zufällig noch wann genau du mit dem Hockeyspielen begonnen hast?
Tkocz: „Ja das weiß ich noch. Ich habe damals gemeinsam mit Fabian Hillmeier eine Annonce in der Zeitung gelesen und dann haben wir uns bei Thomas Raidl gemeldet und wurden dann in ein Probetraining eingeladen. Vor meiner Attinger Zeit habe ich immer auf dem Real-Parkplatz gespielt, aber das wurde irgendwann einfach zu langweilitg. So bin ich damals zum IHC gekommen.“

Was waren deine bisherigen Höhepunkte beim IHC?
Tkocz: „Auf alle Fälle die ganzen Aufstiege mit der ersten Mannschaft. Der größte Höhepunkt für mich war sicherlich die Regionalligameisterschaft 2007. Da haben wir bei der SU Augsburg auf einem Freiplatz gespielt und es drohte damals zu regnen. Wir hatten schon Bedenken ob das Spiel dann wiederholt werden müsste. Und kurz bevor es zu regnen begann war das Spiel dann aus. Für mich war das die schönste Meisterschaft."

Mit zu deinen Höhepunkten zählst du vielleicht auch deine Nominierung zur Nationalmannschaft. Was erwartest du dir von den beiden Tagen in Duisburg.
Tkocz: „ Ich erwarte ein brutal hohes Tempo, denn immerhin sind da ja nur die besten Spieler der ersten Liga.“

Auch in der Saion ihst es überraschend gut gelaufen. Ihr habt noch ein Spiel im September in Kaarst und dann beginnen die Playoffs. Was erwartest du dir von den Playoffs und glaubst du, dass vielleicht sogar mehr drin ist als das Viertelfinale?
Tkocz: „Ich erwarte mir vieles von den Playoffs. Ich denke nach der regulären Saison stehen wir auf Platz sechs oder sieben und man hat ja auch immer gesehen, dass jeder jeden schlagen kann. Ich glaube wenn jeder von uns bei 100% ist, können wir das Viertelfinale überstehen."

Foto: Michael Bauer, Text: Moritz Eisenschink

Tkocz und Bauer zur Nationalmannschaft


21.07.2014 Bundestrainer Manfred Schmitz hat neben Thomas Bauer diesmal auch Florian Tkocz zum Lehrgang der Nationalmannschaft Anfang August in Duisburg eingeladen.

Während Spieler und Trainer des IHC Atting weiter auf die Bestätigung warten, dass man die Playoffs auch offiziell erreicht hat – die Spiele der Konkurrenz liefen am Wochenende nicht ganz nach „Wunsch“, hat Bundestrainer Manfred Schmitz erneut zwei Spieler der Wölfe zur Nationalmannschaft berufen.

Neben Thomas Bauer, der bereits im Juni in der Schweiz zwei Länderspiele gegen die Schweiz bestritt und dort mit zwei Treffern und zwei Vorlagen überzeugte, hat er diesmal auch Verteidiger Florian Tkocz eingeladen. Die Attinger Verantwortlichen hatten den Trainern der Nationalmannschaft den 27-jährigen Dauerbrenner bereits mehrmals wärmstens ans Herz gelegt.

„Er ist seit Jahren einer unserer wichtigsten Spieler“, sagt Trainer Jürgen Amann über den Verteidiger, der seit 2004 – damals noch als Juniorenspieler – zum Kader gehört. „Flo kann ohne Probleme viel Einsatzzeit nehmen, macht kaum Fehler, hat ein überragendes Stellungsspiel und Zweikampfverhalten. Im Duell Mann gegen Mann ist er fast nicht zu bezwingen und besonders in den entscheidenden Phasen enorm wichtig.“ Amann bezeichnet ihn auch als „Mr. Zuverlässig“ „Ich freue mich riesig, dass ich nominiert bin“, sagte Tkocz, der mit neun Toren und 15 Vorlagen Attings sechstbester Scorer ist. „Thomas Bauer hat mich angerufen und mir gesagt, dass ich zur Nationalmannschaft muss. Erst dachte ich noch, es sei ein Scherz, bis mich dann der Manager der Nationalmannschaft am nächsten Tag selbst angerufen hat.“

Der Lehrgang findet am 2. und 3. August in Duisburg statt, beinhaltet vier Trainingseinheiten und einen Leistungstest. Länderspiele so wie zuletzt finden diesmal nicht statt, allerdings wird der Bundestrainer womöglich eine Vorauswahl für den Kader für die Europameisterschaft im Herbst in Kaarst treffen. 31 Spieler sind aktuell nominiert, was für einiges an Konkurrenzdruck sorgen dürfte. „Ich werde alles geben und versuchen, dass ich zur Europameisterschaft fahren kann“, sagte Tkocz. „Denn wann fährt man schon zu einer Euro?“

Bauer, der vor der Saison vom TSV Bernhardswald kam, ist mit zehn Toren und 15 Vorlagen viertbester Scorer. Schon bei seinem ersten Lehrgang überzeugte er und erhielt somit eine weitere Einladung. „Er ist sehr intelligenter und fleißiger Spieler, der auf jeder Position eingesetzt werden kann und immer seine Leistung bringt“, sagt sein Coach. „Diese Vielseitigkeit macht ihn unglaublich wertvoll. Beide Spieler haben sich die Nominierung durch ihre Leistung und ihren Fleiß absolut verdient.“

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

Amann: Viel mehr, als man erwarten durfte


18.07.2014 Der IHC Atting hat sich mit einem 15:4 gegen die IVA Rhein-Main Patriots in die Sommerpause verabschiedet. Coach Jürgen Amann spricht im Interview über die Saison, die Playoffs und die Hallensituation

Wie denken Sie und die Mannschaft über die Stadionsituation? Ist das momentan ein Thema?
Amann: „Klar beobachten wir in der Mannschaft das Thema mit Sorge. Der Verein hat heuer bewiesen dass er absolut bundesligatauglich ist. Die Entwicklung des Vereins speziell in den letzten zwei, drei Jahren ist wirklich großartig, alles wird immer professioneller. Die ganze Arbeit der Vorstandschaft, der Trainer, Spieler und dem ganzen Umfeld darf doch nicht umsonst gewesen sein. Es steckt noch so viel Potenzial in diesem Verein, wir können in den nächsten Jahren noch sehr, sehr erfolgreich sein. Aber dazu brauchen wir eine Chance, eine Perspektive. Und zu dieser Perspektive braucht es eben eine ISHD-taugliche Halle. Jetzt muss nicht nur immer geredet, sondern auch endlich gehandelt werden.“

Zurück zum Sportlichen. Nach 21 Saisonspielen kann man schon mal ein Fazit ziehen. Wie fällt das aus?
Amann: „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wie sie die ganze Saison über bisher gearbeitet hat, egal ob im Spiel oder im Training. Dadurch war es uns möglich, konstant unsere Punkte zu holen. Es war selten eine Phase dabei, in der wir nicht etwas Zählbares geholt haben. Ich denke diese Konstanz ist für einen Aufsteiger schon beachtlich. Wir haben bewiesen dass wir in dieser sehr starken Liga absolut konkurrenzfähig sind.“

Nehmen wir die knappen und bitteren Niederlagen gegen Uedesheim (6:8), Lüdenscheid (5:6) oder Augsburg (4:5 n.P.) dazu, in denen ein Vorsprung verspielt wurde, wäre sogar noch mehr drin gewesen, oder?
Amann: „Ja, wobei wir aber nicht vergessen dürfen, dass wir in Augsburg drei Punkte im Nachhinein am grünen Tisch zugesprochen bekommen haben und so enge Spiele wie gegen Köln (4:2) und Essen (6:4) hätten auch mal anders ausgehen können. Von daher denke ich, dass wir dort stehen, wo wir hingehören.“

Die Playoffs sind nun zu 99 Prozent erreicht, auf welchem Tabellenplatz werden sie am Ende landen?
Amann: „Es wird wohl am Ende der Hauptrunde auf den fünften oder sechsten Platz hinauslaufen und das ist schon viel mehr als man zu Beginn erwarten durfte. Für weiter oben in der Spitze fehlt uns manchmal noch die Cleverness und die Konstanz in unserem Spiel über 60 Minuten hinweg.“

Aktuell ist der IHC die drittbeste Heimmannschaft, hat 22 von 33 Punkten geholt. Sind Sie damit zufrieden?
Amann: „Ich habe vor der Saison gesagt, dass es toll wäre, wenn wir sieben Heimsiege erreichen. Dass wir das jetzt tatsächlich geschafft haben, ist natürlich großartig. Man darf nicht vergessen, dass immer wieder auch wichtige Leute gefehlt haben. In den letzten fünf Spielen zum Beispiel hat Simon Bogner gefehlt, René Röthke hat heuer nur zwei Spiele machen können, Tim Bernhard war zuletzt zwei Spiele gesperrt. Aber trotzdem haben wir es immer wieder geschafft, unsere Punkte und Siege zu holen und die Art und Weise, wie wir gespielt haben war absolut toll. Da waren schon ein paar Highlights dabei.“

Blicken wir nach vorne. Wie geht es weiter?
Amann: „Wir werden erst einmal ein paar Wochen Pause machen, zwei, drei Wochen vor dem Spiel in Kaarst werden wir in Donaustauf trainieren und dann noch einmal versuchen, eine gute Leistung abzuliefern. Vielleicht geht es ja dann auch noch einmal um eine Platzierung als Ausgangsposition für die Playoffs. Dann sind leider für uns wieder ein paar Wochen Pause bis die Playoffs losgehen. Dabei müssen wir sehen, dass wir ein kontinuierliches Training zusammenbekommen da viele auch dann wieder Eishockey spielen. Aber wir haben gewusst, dass alles so auseinander gezerrt sein wird. Wir haben in dieser Saison mit so vielen Dingen leben müssen, da meistern wir das auch noch.“

Interview und Foto: Michael Bauer

Toller Abschied vom Pulverturm


14.07.2014 Mit einem 15:4-Sieg gegen die Rhein-Main Patriots und einem tollen solidarischen Zeichen aller Spieler, Fans und Freunde des Vereins wurde die Heimsaison des Bundesligateams am Sonntag beendet.
(mb) Mit einem Torspektakel aber auch mit einer großen offene Frage hat sich der IHC Atting am Wochenende vom Eisstadion am Pulverturm verabschiedet. Der höchste Saisonsieg, ein 15:4 gegen die Rhein-Main Patriots, sichert den Wölfen weiter Rang drei in der Tabelle der 1. Bundesliga. Die Playoffs sind zu 99 Prozent sicher.

Noch am Samstag hatte der Aufsteiger das über 60 Minuten hoch spannende Spiel gegen die Uedesheim Chiefs trotz mehrmaliger und langer Führung bis in die 52. Minute hinein noch mit 6:8 (2:1, 4:3, 0:4) verloren. Die Gäste hatten den längeren Atem und im Schlussdrittel vier Tore erzielt. Die Attinger, bei denen Matthias Rothhammer mit einem Hattrick geglänzt hatte, konnten in den letzten 20 Minuten nichts mehr zusetzen.

Dementsprechend motiviert ging das Team am Sonntag gegen die Rhein-Main Patriots zu Werke. Top-Scorer Tim Bernhard war nach seiner Sperre aus dem Lüdenscheid-Spiel wieder mit dabei und erwischte mit fünf Treffern beim 15:4 (5:1, 6:1, 4:2) einen Sahnetag. Auch Rothhammer spielte erneut stark und mit Dominik Nissen oder Tobias Wolf konnten erneut Spieler aus den hinteren Reihen Tore erzielen. 250 Fans feierten die Mannschaft, die wie schon im Vorjahr nach dem letzten Heimspiel die Raupe auf der Fläche zeigte. „Das Spiel war sinnbildlich für unsere Saison“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Wir haben mit Leidenschaft und Willen gespielt. Wir stehen da, wo wir hingehören. Zur Spitze fehlt uns noch etwas, aber wir sind noch nicht am Ende unserer Lernphase. Ich habe vor der Saison gesagt, dass es toll wäre, wenn wir sieben Heimsiege holen, das haben wir nun tatsächlich geschafft. Wir haben konstant unsere Punkte eingefahren und die Art und Weise wie wir das immer getan haben, war top.“

22 von 33 möglichen Punkten wurden am Pulverturm erspielt, darunter waren Siege gegen die Top-Teams aus Köln (4:3) oder Essen (6:4). Wichtig waren auch die Erfolge gegen alle Teams in den hinteren Regionen der Tabelle. So konnten früh alle Abstiegssorgen beseitigt werden. Nun haben die Wölfe aufgrund des schrägen Spielplans, der mit der Hallensituation zusammenhängt, bis Anfang September Sommerpause. Die Playoff-Heimspiele ab Oktober werden in Donaustauf stattfinden, im Eisstadion beginnt ab Ende Juli wieder die Eissaison. Am 6. September findet noch das letzte Auswärtsspiel in Kaarst statt. „Hier könnte es noch einmal um die Platzierung gehen“, sagt Amann. „Ich denke aber, dass wir am Saisonende auf Rang fünf oder sechs landen werden.“

Während der Pause wird den Verein aber die Hallensituation beschäftigen. Die ISHD hat die Ausnahmegenehmigung für das Jahr 2015 nicht erteilt. Die Spielfläche ist zu groß und das Stadion zu kurz verfügbar. Der Hallenbau in Atting selbst ist weiter nicht in trockenen Tüchern. Eine Entscheidung, ob gebaut wird oder nicht, steht aus.

All das sorgte am Wochenende im Stadion und in der Region für viel Diskussionsstoff in der Öffentlichkeit. Ein Zusammenschluss deutscher Skaterhockey-Fans auf Facebook forderte umgehend, die seit zwei Jahren gültige Ausnahmegenehmigung zu verlängern, auch die heimischen Fans hoffen weiter, doch der Verband dürfte hart bleiben. Nach dem Sonntagsspiel zeigten sich sowohl die übrigen Vereinsmitglieder als auch viele Fans mit dem Team solidarisch. Knapp 180 Personen posierten für ein gemeinsames Foto, um Zusammenhalt zu demonstrieren.

Vereinsführung und auch Attings Bürgermeister Robert Ruber lobten nach dem Spiel Mannschaft und auch Umfeld ausdrücklich und gratulierten zur bisherigen Leistung: „Wir haben eine tolle Saison gespielt“, sagte Michael Bauer, einer der vier Vorsitzenden. „Angefangen von den Spielern, den Trainern und Betreuern, über die Sponsoren und die Organisation im Verein ist alles perfekt gelaufen. Aber die Saison ist ja noch nicht zu Ende.“ Doch man blickt nach vorne: „Wir wollen in jedem Fall weiter 1. Bundesliga spielen“, sagt Bauer. An einen Rückzug in die Regionalliga – ohne Spielstätte würde man weder für die 1. noch für die 2. Liga eine Lizenz erhalten – sei aktuell nicht zu denken. Bürgermeister Ruber bekräftigte am Sonntag auch, dass 2015 nicht mit einem Bau zu rechnen sei. „Für 2016 bin ich aber sehr positiv gestimmt.“

Die Vereinsführung hat angekündigt, weiter intensiv für eine Halle zu kämpfen, letztendlich aber auch vor harten Entscheidungen nicht zurückzuschrecken. 1. Vorsitzender Bernd Maier hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass man ab 2016 eine Perspektive, sprich eine Heimspielstätte in oder um Atting haben müsse. Ansonsten würde man wohl den Schritt in die Regionalliga gehen müssen, denn „strukturell, personell und finanziell können wir einen Umzug nur ein Jahr durchhalten“.

Inline-Skaterhockey Bundesliga Iserlohn - Lüdenscheid 3:7, Atting - Uedesheim 6:8, Köln - Duisburg 6:12, Essen - Kaarst 16:13, Augsburg - Rhein Main Patriots 12:4, Bissendorf - Crefeld 9:10, Atting - Rhein Main Patriots 15:4, Augsburg - Uedesheim 6:5, Bissendorf - Kaarst 8:5, Iserlohn - Crefeld 15:5

Text, Foto: Michael Bauer
Mehr Fotos wie immer auf unserer Facebook-Seite

Stellungnahme zur Stadionsituation


11.07.2014 Die ISHD hat die Ausnahmegenehmigung für die Saison 2015 für das Eisstadion nicht verlängert. Wir stehen vor einer ungewissen Zukunft. Der Vereinsführung bezieht zu dieser Situation Stellung.
Stellungnahme zur Hallensituation

Unsere Bundesligamannschaft hat in dieser Saison große Erfolge erzielt. Die Teilnahme an den Playoffs ist in mehr als greifbarer Nähe. Nicht nur die Mannschaft, auch Trainer und Betreuer haben Großartiges geleistet. Im Hintergrund haben alle hervorragende, ehrenamtliche Arbeit geleistet, angefangen von der sportlichen Leitung, über die wirtschaftliche Führung (Sponsoren), das Marketing und auch den Verkauf im Stadion. Zweimal hatten wir 400 oder mehr Zuschauer bei einem Heimspiel - so viele wie kein anderer Bundesligist in der Hauptrunde. Der IHC Atting wird immer mehr zu einer bekannten Marke der Region, wozu aber nicht nur die Bundesligamannschaft beiträgt, sondern auch der Nachwuchs. Die bayerische Meisterschaft der Jugend, die Teilnahme der Junioren am Länderpokal oder verschiedenste Werbe- und Marketingmaßnahmen wie Werbespots oder Flyer haben dazu beigetragen.

Allerdings werden wir nun auf eine harte Probe gestellt. Der deutsche Inline-Skaterhockey Verband (ISHD) hat uns in einem Schreiben und einem persönlichen Gespräch am Donnerstagmittag von ISHD-Vorstand Ingo Goerke mit IHC-Vorstandsmitglied Michael Bauer mitgeteilt, dass für 2015 definitiv keine Ausnahmegenehmigung für das Eisstadion am Pulverturm erteilt werden kann. Dafür gibt es zwei Gründe: Die Fläche entspricht nicht dem seit 2013 gültigen, neuen ISHD-Maß von maximal 25 x 50 Metern und es ist zu wenige Monate im Jahr nutzbar. Es müsste von Anfang März bis Ende November verfügbar sein.

Der Verein akzeptiert diese Entscheidung, auch wenn sie hart ist. Bereits für 2013 und 2014 wurde von der ISHD eine Ausnahmegenehmigung für das Eisstadion erteilt. Immer wieder hing der Spielbetrieb der Bundesligamannschaft am seidenen Faden. Wir verstehen, dass die ISHD gegenüber den anderen Bundesligisten, die sich an die Bestimmungen halten (können), Verantwortung trägt und ihre Glaubwürdigkeit verliert. Die zweimalige Erteilung der Ausnahmegenehmigung war den guten Kontakten des IHC zur ISHD zu verdanken. Die Vorstandschaften des IHC und die der ISHD standen bereits seit vielen Wochen wegen dieses Themas in Kontakt, haben unzählige Gespräche geführt und Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Wir haben aber auch parallel Gespräche mit den Verantwortlichen in Donaustauf geführt, zu denen sehr guter Kontakt besteht. Uns wurde angeboten, die Playoff-Spiele in der dortigen neuen Skaterhockeyhalle auszutragen, die das ISHD-Maß hat und zwölf Monate im Jahr zur Verfügung steht. Dieses Angebot nehmen wir gerne an und bedanken uns bereits für die Hilfe.

Die Vorstandschaft und der Verein wollen auch 2015 DEFINITIV Skaterhockey in der 1. Bundesliga garantieren. Wir gehören zu den besten Vereinen in Deutschland und sehen unseren Weg, den wir vor 16 Jahren begonnen haben, noch nicht beendet. Daher werden wir in den kommenden Monaten versuchen, nicht nur eine Spielstätte für die Bundesligamannschaft zu finden (der Nachwuchs ist von der Regelung nicht betroffen, solange das Eisstadion bespielbar ist), sondern auch die für einen Umzug deutlich höheren Finanzmittel zu generieren.

Die Clubführung setzt dabei auch auf die Unterstützung seiner Mitglieder. Der Umzug der Bundesligamannschaft bedeutet für unseren Verein eine zusätzlich Belastung von mindestens 15.000 Euro, hervorgerufen durch weniger Einnahmen (Eintritt, Verkauf) und steigenden Kosten durch Hallenmiete und Anreisekosten und einen organisatorischen Mehraufwand für alle Beteiligten, wie Spieler, Zeitnehmer, Stadionsprecher, Ordner, Kassierer und die gesamte Vorstandschaft.

Die Vorstandschaft möchte daher auch klarstellen, dass spätestens ab der Saison 2016 eine Perspektive für die Bundesligamannschaft in unmittelbarer Nähe von Atting vorhanden sein MUSS, um den Verein in der derzeitigen Ausrichtung weiter führen zu können. Personell, finanziell und strukturell kann aufgrund der oben genannten Gründe nur ein Jahr ein Umzug realisiert werden. Schon jetzt arbeitet die Führungsmannschaft des Vereins zum Teil 20 Stunden pro Woche ehrenamtlich, um den Spielbetrieb in der aktuellen Form realisieren zu können, finanzielle Mittel zu sichern oder Marketingmaßnahmen durchzuführen.

Die Planungen für eine eigene Halle in Atting laufen. Auch hier steht die Vorstandschaft in sehr engem Kontakt zur Gemeinde Atting, Bürgermeister Robert Ruber, dem Gemeinderat und dem EC Atting. Weiterhin gibt es aber keine Entscheidung, wann bzw. ob überhaupt eine Halle in Atting gebaut wird. Dazu werden derzeit weiterhin noch die Fördermöglichkeiten geprüft.

Sollte uns nicht rechtzeitig eine Perspektive gegeben werden (können), können wir personelle Konsequenzen in der Vorstandschaft und strukturelle Änderungen wie einen Rückzug von Teams nicht ausschließen. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten aber alles in unserer Macht stehende tun, um den Ist-Zustand zu erhalten, wünschen uns aber auch klare Aussagen von den Verantwortlichen.

Sollte sich für unseren Verein jemand einsetzen wollen, seine Hilfe anbieten wollen oder Lösungsmöglichkeiten haben, ist jetzt der geeignete Zeitpunkt. Die Vorstandschaft steht jederzeit für Gespräche zur Verfügung und ist bereit, aktiv an Lösungen mitzuarbeiten. Jedem muss klar sein, dass der Verein nun vor seinen schwierigsten Monaten steht. Nur mit einer Perspektive ab 2016 können und wollen wir in der derzeitige Form weitermachen, die Bundesligamannschaft erhalten und den Nachwuchs adäquat ausbilden. Skaterhockey beim IHC Atting auf dem aktuellen Niveau ist nur mit einer geeigneten ganzjährigen Spielstätte in der Nähe von Atting möglich.

Die Vorstandschaft des IHC Atting
Bernd Maier
Martin Amann
Michael Bauer
Kerstin Alzinger

Jugend verteidigt Meistertitel


09.07.2014 Durch einen 4:3-Auswärtssieg am Sonntag in Neubeuern verteidigte die Jugend den bayerischen Meistertitel. Den Pokal gibts am Samstag beim Spiel des Bundesliga-Teams (17.30 Uhr)

(mb) Die Jugendmannschaft des IHC Atting hat am Wochenende durch einen 4:3-Auswärtssieg bei den Turmfalken Neubeuern vorzeitig ihren bayerischen Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigt und darf damit erneut zum Endturnier um die deutsche Skaterhockey-Meisterschaft im Dezember (Ort steht noch nicht fest) reisen.

Es ist das vierte Mal, dass eine Attinger Jugendmannschaft den bayerischen Titel gewinnt und das insgesamt elfte Mal, dass ein Nachwuchsteam des Clubs bayernweit auf Rang eins steht. Seit 2004 wird beim IHC Jugendarbeit erfolgreich betrieben. Betreut wird das Team ebenfalls vom Nachwuchs – vom Trainernachwuchs. Thomas Fischer (20) und Christian Kubiciel (18) durchliefen bzw. sind aktuell immer noch im Attinger Nachwuchs und verfügen bereits über Verbandstrainerlizenzen.

Die Dominanz des Attinger Teams war 2014 noch größer als in der Vorsaison, als auch noch eine Endspielserie gegen die Pleystein Piranhas ausgespielt wurde. Diesmal lagen die Attinger in der Liga deutlich vorne. Schon vor einer Woche hätten sie sich den Titel sichern können, mussten damals aber die erste Saisonniederlage einstecken, ein 5:8 gegen die Deggendorf Pflanz.

Das 4:3 am Sonntag in Neubeuern war aber noch einmal ein hartes Stück Arbeit. „Auf dem Außenplatz in der Mittagssonne zu spielen, ist noch einmal ein ganz anderes Niveau“, sagte Fischer. „Aber jeder hat für jeden gekämpft, eine tolle Leistung meiner Mannschaft.“ Kubiciel pflichtete bei: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft – jetzt haben wir das Ding.“

Nur noch einmal in dieser Saison war das Team in Bedrängnis gekommen. „Beim 5:4 in Augsburg haben wir sehr gut gespielt“, sagte Fischer. „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns.“ Ansonsten zeigte sich die Mannschaft um die Top-Scorer Marc Binder, Mario Strobel und Alexander Jekal souverän.

Und auch ausgeglichen: Von den 22 eingesetzten Spielern erzielten 16 mindestens einen Punkt. „Die Meisterschaft war vor allem eine Mannschaftsleistung“, sagte Kubiciel, der zusammen mit Fischer auch noch einige neue Spieler integrierte und in Torhüter David Nagel den Großteil der Saison auf einen Spieler aus der aktuellen Schülermannschaft baute. Nagel gewann zuvor bereits den Titel mit den Bambini und den Schülern.

Den Pokal dürfen er und Kapitän Tobias Schwarzmüller dann am Samstag in einem würdigen Rahmen in Empfang nehmen. Unmittelbar nach dem eigenen letzten Saisonspiel in Ingolstadt (13 Uhr) geht es zurück nach Straubing. Dann findet die Pokalübergabe während des Bundesliga-Spiels zwischen dem IHC Atting I und den Uedesheim Chiefs (Beginn 17.30 Uhr) statt. Vielleicht spielt ja einer der Akteure in einigen Jahren dann auch bei den Großen.

Bayerischer Meister 2014: (von hinten links): Trainer Thomas Fischer, Leon Schneider, Mario Strobel, Tobias Schwarzmüller, Nico Vilsmeier, Christoph Eidenschink, Marcel Hörndl, Thomas Altmann, Felix Lehner; Vorne: Tobias Doll, Trainer Christian Kubiciel, Bastian Mäusl, Helena Kettl, Marc Binder, Alex Jekal; Liegend: David Nagel

Robert Kuhnle: Das Attinger Urgestein


08.07.2014 Nach dem spielfreiem Wochenende für die erste Mannschaft hat sich Moritz Eisenschink mit Robert Kuhnle, über seine Zeit im Verein von der Jugendmannschaft bis hin in die erste Bundesliga unterhalten.
Robert, du spielst ja schon ziemlich lange beim IHC. Aber wie lange bist du denn genau im Verein?
Kuhnle: „Ich weiß, dass ich seit dem Tag dabei bin, an dem die erste Jugendmannschaft gegründet wurde, also war ich wohl einer der ersten Nachwuchsspieler beim IHC. Ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern in welchem Jahr das war."
Anm. d. Autors: 2003 wurde die Nachwuchsabteilung gegründet, 2004 nahm erstmals eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil

Wie bist du damals dann auf den IHC aufmerksam geworden und zum Inlinehockey gekommen?
Kuhnle: „Also ich habe ja von klein auf schon Eishockey gespielt und als es hieß, dass Atting eine Nachwuchsmannschaft gründen will und einige meiner Eishockeykollegen auch beigetreten sind, habe ich auch angefangen."

Spielst du dann auch immer noch Eishockey?
Kuhnle: „Nein, mittlerweile nicht mehr."

Was waren bisher deine größten Erfolge im Inlinehockey?
Kuhnle: „Im Nachwuchsbereich waren das sicherlich die beiden bayerischen Meisterschaften mit den Junioren. Leider gab es zu dieser Zeit aufgrund der Juniorenbundesliga ja noch keine Endrundenturniere mit allen Landesmeistern um die Deutsche Meisterschaft. Und im Seniorenbereich waren es ganz klar die beiden Aufstiege in die erste Bundesliga und letztes Jahr die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga."

Dadurch, dass du jetzt schon so lange im Verein bist: Welche Spieler aus der ersten Mannschaft kennst du am längsten?
Kuhnle: „Mit am längsten kenne ich z.B Matthias Rothammer oder Tim Bernhard. Eben die Spieler, mit denen ich auch immer schon im Nachwuchs gespielt habe."

Das Ziel Play-Offs ist so gut wie gesichert. Welche Chancen rechnet ihr euch aus?
Kuhnle: „Das ist schwer zu sagen, da die Liga unglaublich eng zusammen ist. Es kann jeder gegen jeden gewinnen und deshalb müssen wir auch erst einmal abwarten welchen Gegner wir bekommen. Es wäre natürlich super, wenn wir es sogar noch ins Halbfinale schaffen würden, aber jetzt schauen wir erst mal weiter auf die letzten Spiele in der Liga."

Interview: Moritz Eisenschink, Foto: Michael Bauer

Weiter auf Playoff-Kurs


29.06.2014 Durch einen mehr als souveränen 13:4-Erfolg (7:2, 3:2, 3:0) über die Bissendorfer Panther ist der IHC Atting weiter auf Playoff-Kurs.
Nach der bitteren 5:6-Pleite vom Samstag gegen Lüdenscheid betrieb die Mannschaft von Trainer Jürgen Amann am Sonntag mehr als nur Wiedergutmachung. In der Tabelle verbesserte sich die Mannschaft mit nun 31 Punkten sogar auf den dritten Platz.

Doch es hätte – wie auch schon am Vortag – anders laufen können. Die Gäste, die mit einem Sieg in Augsburg im Rücken angereist waren, starteten mit Selbstvertrauen, aber ohne ihre etatmäßige Nummer eins Danny Sellmann ins Spiel und führten nach knapp sechs Minuten auch mit 2:1. Nicklas Köhn scheiterte kurz danach auch noch mit einem Penalty an Raphael Heitzer. „Da hätten die Panther auch 3:1 vorne liegen können, vielleicht später sogar 4:1“, sagte IHC-Trainer Jürgen Amann. „Und dann wäre es vermutlich anders ausgegangen.“

Nach dem Penalty gab der IHC aber den Startschuss zu einem ersten Drittel, wie man es in dieser Erstliga-Saison noch nicht gesehen hatte. Marco Rothhammer (8.), Thomas Bauer (9.), zweimal Fabian Hillmeier (15./18.) sowie Tobias Wolf mit seinem ersten Saisontor (19.) machten aus dem 1:2 ein 7:2. „Endlich haben wir es auch einmal geschafft, unsere zahlreichen Chancen in Tore umzuwandeln“, freute sich Amann.

Thomas Probst im Panther-Tor hatte danach genug, zum zweiten Drittel kam Sellmann, der noch am Vortag in Augsburg eine tolle Partie abgeliefert hatte, danach aber nach Aussagen der Schiedsrichter (sie hatten das Spiel in Augsburg gepfiffen) mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte. Zwar erhöhte Bauer (27.) auf 8:2, doch Sellman gab den Panthern nun erst einmal Sicherheit. Die Gäste verkürzten durch einen Doppelschlag – eine ganz feine Einzelleistung von Markus Köppl (29.) und einen weiteren Treffer von Stephan Nebel (31.) auf 4:8, ehe die Wölfe in der Schlussphase durch Hillmeier (38.) und Marco Rothhammer (39.) wieder erhöhten.

Für Sellmann war danach wieder Schluss und Probst rückte wieder ins Tor. Roman Schreyer (49.), Dominik Nissen ebenfalls mit seinem ersten Saisontor (52.) und Hillmeier mit seinem vierten Tor des Abends erhöhten in einem eher mäßigen Schlussdrittel auf 13:4.

„Das war ein Charaktersieg heute“, fasste Amann zusammen. „Wir haben uns vor dem Spiel zusammengesessen und das Lüdenscheid-Spiel analysiert, heute haben wir es viel besser gemacht als gestern. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt, es freut mich auch für die Spieler in den hinteren Reihen. Wir haben uns alle wieder viel Selbstvertrauen geholt und ich denke, die drei Punkte sollten für die Playoffs reichen.“

Text, Foto: Michael Bauer

Bittere Heimniederlage


28.06.2014 Die Bundesligamannschaft verliert am Samstagabend das Spitzenspiel gegen die Highlander Lüdenscheid sehr unglücklich mit 5:6 (3:1, 1:3, 2:1)
Für den IHC Atting gab es am Samstag eine bittere 5:6-Heimniederlage gegen die Highlander Lüdenscheid - bitter deshalb, weil man eine scheinbar sicher im Griff habende Partie noch aus der Hand gab und zudem zwei Spieler verlor. Tim Bernhard erhielt im Schlussdrittel nach einem Foul mit Verletzungsfolge an Jiri Svejda eine rote Karte, Michael Welter ging mit Gelb-Rot vom Feld. Beide sind am Sonntag gegen Bissendorf (Beginn 14 Uhr) gesperrt.

„Wir haben eine sichere Partie aus der Hand gegeben, denn das erste Drittel war eines unserer besten in dieser Saison“, ärgerte sich Coach Jürgen Amann. „Zudem haben wir dumme und unnötige Strafen genommen.“ 3:1 hatte es nach Toren nach dem ersten Drittel geheißen. Nach dem 0:1 durch Kevin Nördershäuser (4.) hatten Tim Dünnbier (11.), Roman Schreyer (15.) und Fabian Hillmeier (27 Sekunden vor der Pause) eine scheinbar beruhigende Führung herausgeschossen. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Nachdem im zweiten Drittel zunächst die Latte für den sehr gut haltenden Jonas Mohr rettete (überhaupt trafen beide Teams des Öfteren Metall), traf Andre Bruch in der 26. Minute zum 2:3 und dann auch in der 32. Minute zum Ausgleich. Amann nahm eine Auszeit und unmittelbar danach war Marcel Brandt, der zuvor noch den Pfosten getroffen hatte, mit dem 4:3 zur Stelle. Danach vergaben unter anderem Hillmeier und Schreyer alleine vor dem glänzend parierenden Mohr. Nach Schreyers Großchance fühlte sich keiner für Jiri Svejda zuständig, der auf und davon ging und 15 Sekunden vor dem Ende zum 4:4 einnetzte.

Mit der Schlusssirene gab es noch eine Strafe gegen die Highlander, diese überstanden die Unterzahl jedoch und kamen ihrerseits nach einer tollen Kombination erneut durch Svejda zur 5:4-Führung (43.). Die nächste Überzahl – eine doppelte – verwerteten die Wölfe jedoch und erzielten durch Tim Bernhard zum verdienten 5:5 (48.). Zuvor hatte der Attinger Top-Scorer ebenfalls den Pfosten getroffen.

Nun ging es hin und her, beide Seiten hatten ihre Chancen, bis Sevjda in der 53. Minute allein durch war und Bernhard ihn mit dem Stock im Gesicht erwischte. Svejda blieb blutend liegen und Bernhard erhielt eine rote Karte. In der anschließenden Fünf-Minuten-Strafe gelang Dieter Orendorz das 6:5 – Atting monierte zwar Torraumabseits, doch der Treffer zählte. Michael Welter hatte sich kurz vorher noch eine gelb-rote Karte eingefangen.

Den Rest der Strafe überstanden die Wölfe zwar schadlos, doch nach vorne ging nun auch nicht mehr viel zusammen. Mohr und die Highlander-Defensive entschärften alle Angriffe der Wölfe, die somit am Ende leer ausgingen.

Text, Foto: Michael Bauer

Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42

3. März, 19 Uhr
Jahresversammlung, Vereinsheim
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 0 0:0 0
2 Atting 0 0:0 0
3 Deggendorf 0 0:0 0
4 Schwabmünchen 0 0:0 0
5 Ingolstadt 0 0:0 0
6 Spaichingen 0 0:0 0
7 Freiburg 0 0:0 0
8 Merdingen 0 0:0 0
9 Rhein-Main Patriots 0 0:0 0
10 Sasbach 0 0:0 0
11
12