Jugend gewinnt Winterpokal


15.11.2014 Gelungene Generalprobe der Jugend für die deutsche Meisterschaft: Die Mannschaft gewinnt das Endturnier um den Winterpokal – allerdings knapp
Die Jugendmannschaft hat am Samstagnachmittag das am Ende äußerst spannende Endturnier um den Jugend-Winterpokal punktgleich vor den Deggendorf Pflanz und dem TV Augsburg gewonnen. Nach einer 3:4-Auftaktniederlage gegen Deggendof gab es ein klares 7:1 gegen den TV Augsburg und ein 9:3 gegen die Badgers Spaichingen. Weil die bis zum Schluss verlustpunktfreien Deggendorfer gegen Augsburg mit 4:5 unterlagen, ging der Sieg an die Mannschaft der Trainer Christian Kubiciel und Thomas Fischer, die damit eine gelungene Generalprobe für die deutsche Meisterschaft feierte.

Die Ergebnisse:
Atting - Deggendorf 3:4
Augsburg - Spaichingen 4:2
Atting - Augsburg 7:1
Deggendorf - Spaichingen 6:1
Atting - Spaichingen 9:3
Deggendorf - Augsburg 4:5

Tabelle:
1. Atting 19:8 Tore, 4 Punkte
2. Deggendorf 14:9 Tore, 4 Punkte
3. Augsburg 10:13 Tore, 4 Punkte
4. Spaichingen 4:19 Tore, 0 Punkte

Text: Michael Bauer, Foto: Patrick Risse

Rückzug aus der 1. Bundesliga


12.11.2014 Die Vorstandschaft gibt eine Stellungnahme zum Rückzug der 1. Herrenmannschaft in die 2. Bundesliga Süd bekannt. Damit soll der Verein langfristig weiter existieren.
Die Vorstandschaft des IHC Atting bestehend aus Bernd Maier, Martin Amann, Kerstin Alzinger und Michael Bauer sowie der Sportliche Leiter Thomas Raidl haben am Dienstagabend in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, dass die erste Herrenmannschaft in der Saison 2015 nicht mehr in der 1. Bundesliga an den Start gehen wird. Die Entscheidung wurde am Dienstag noch der Mannschaft und dem deutschen Verband ISHD mitgeteilt.

Hauptgrund für diese Entscheidung war die Stadionsituation. In der 1. Bundesliga wird die Heimspielstätte Eisstadion Straubing nicht zugelassen. Alle Heimspiele hätten im 35 Kilometer entfernten Donaustauf ausgetragen werden müssen. Bereits das Playoff-Spiel gegen Iserlohn hat gezeigt, dass dort mit deutlich weniger Besuchern und damit deutlich weniger Eintrittsgeldern und Verkaufserlösen gerechnet werden muss. Hinzu kommen geringere Sponsoreneinnahmen, gleichzeitig wären aber die Kosten (Halle, Schiedsrichter an zwei Orten, Fahrten) gestiegen. Insgesamt haben wir somit ein hochgerechnetes Minus von 15.000 Euro kalkuliert.

Es gab in den letzten Wochen verschiedene Überlegungen, dieses Minus auszugleichen. Keine war bis zum Meldeschluss am kommenden Samstag kurzfristig realisierbar oder gegenüber den anderen Vereinsmitgliedern vertretbar. Es gab auch Gespräche mit der Stadt Straubing, die Spielfläche im Eisstadion auf das vorgeschriebene ISHD-Maß zu verkleinern. Auch das erwies sich als zu aufwändig und kostenintensiv. Kurzum: Wir hätten am Ende der Saison 2015 die Gefahr einer Insolvenz riskiert.

Der Verband ISHD hat uns zugesichert, dass das Eisstadion Straubing in der 2. Bundesliga als Teilspielstätte erhalten bleiben kann. Dennoch gilt auch für die 2. Bundesliga der Rahmenspielplan, so dass einige Spiele zu Beginn und Ende der Saison in Donaustauf gespielt werden müssen. Nicht nur das Minus, auch der Aufwand ist dadurch deutlich minimierter. Dennoch steht uns eine schwere Saison bevor.

Auch wenn wir von der tollen Leistung der Mannschaft in der 1. Bundesliga und den überwältigenden Reaktionen aus dem Umfeld begeistert waren, wollte der Vorstand nicht mit einer kurzfristig gedachten Entscheidung den gesamten Verein gefährden. Denn der Verein besteht nicht aus einer, sondern aus sieben Mannschaften, vier davon sind Nachwuchsteams und alleine in der Laufschule haben wir mittlerweile mehr als 60 Anmeldungen. Wir wollen unseren Nachwuchs mit derzeit also weit über 100 Kindern schützen – den Nachwuchs, der den Verein auch noch in vielen Jahren sichert. Unser Ziel ist es, das aktuelle Herrenteam auch in der 2. Bundesliga zusammenzuhalten und wir wollen versuchen, ganz vorne mitzuspielen.

Wir hoffen, dass das Begegnungszentrum in Atting zur Saison 2016 Wirklichkeit wird. Dem Verein sichert es das Bestehen. Gerade in den letzten Wochen gab es einige Hürden. Die Trainingshalle wurde zuletzt zwei Wochen lang von der Stadt Straubing als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Sie kann binnen 24 Stunden erneut gesperrt werden – wie lange, liegt nicht in unserer Hand. Dann ist für keine Mannschaft mehr ein Trainingsbetrieb möglich. Auch das Eisstadion (Piste/Bande werden in den nächsten Jahren überarbeitet) könnte einmal eine Saison nicht zur Verfügung stehen. Ein Begegnungszentrum wäre eine tolle Sache für Atting. Atting könnte stolz sein – so viele Leute aus der Stadt Straubing und dem ganzen Landkreis würden dann für den IHC Atting in Atting spielen. Nicht jede Gemeinde kann behaupten, dass die Leute aus der Stadt zu ihr kommen. Nur mit einer Perspektive auf Jahre hinaus können wir gemeinsam aus einem starken Verein, in dem nicht kurzfristiger Erfolg, sondern langfristiges Denken, Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung im Vordergrund stehen, wieder die 1. Bundesliga anpeilen.

Die Vorstandschaft und Sportliche Leitung des IHC Atting
Bernd Maier
Martin Amann
Kerstin Alzinger
Michael Bauer
Thomas Raidl

Drei Turniere in Straubing


10.11.2014 Am 15., 16. und 22. November finden Winterpokalturniere in den Ausstellungshallen statt. Der IHC Atting freut sich auf seine Gäste
Der Winterpokal geht in die Endphase. Der IHC Atting wird in den kommenden Wochen in der Ausstellungshalle am Hagen einige Turniere ausrichten und freut sich schon auf die sportlichen Wettkämpfe. Die Vorstandschaft bittet wie immer, das Verkaufsteam und auch die Zeitnehmer an diesen Tagen zu unterstützen. Am Samstag, den 15. November, beginnt um 9 Uhr das Bambiniturnier mit dem TV Augsburg und den beiden Deggendorfer Mannschaften. Leider konnte unsere Bambinimannschaft nicht an der Turnierrunde teilnehmen. Das Turnier wird von den Deggendorf Pflanz ausgerichtet, die Versorgung mit Speisen und Getränken übernimmt aber der IHC Atting.

Nach dem Bambiniturnier beginnt ab ca. 11.30 Uhr das Endturnier der Jugend mit den Gästen aus Deggendorf, Spaichingen, dem TV Augsburg und unserer Mannschaft.

Am Sonntag, den 16. November, beginnt ab 10 Uhr das Turnier der Schüler mit unserer Mannschaft sowie Deggendorf, Ingolstadt und Augsburg. Ende ist gegen 14 Uhr.

Eine Woche später, am Samstag, den 22. November findet das Juniorenturnier statt. Unsere Mannschaft ist im Winterpokal derzeit souveräner Tabellenführer vor Donaustauf, Ingolstadt, Deggendorf und Bad Friedrichshall. Das Turnier dauert von 9.30 Uhr bis ca. 16 Uhr.

Der IHC Atting freut sich auf zahlreiche Gäste. Für Essen und Trinken ist reichlich gesorgt, es wird auch warme Speisen und Getränke geben.

Laufschule startet wieder


03.11.2014 Die Stadt Straubing hat die Ausstellungshalle wieder frei gegeben. Die Laufschule beginnt am 7. November, der reguläre Trainingsbetrieb am 10. November
Das Sportamt der Stadt Straubing hat uns am Montagmittag mitgeteilt, dass die Ausstellungshallen am Hagen für den Trainingsbetrieb wieder freigegeben sind. Allerdings werden gerade neue Netze an den Eishockeytoren montiert. Ein regulärer Trainingsbetrieb kann daher erst am 10. November wieder stattfinden. Die Trainer werden die einzelnen Teams informieren.

Bereits am Freitag, den 7. November, findet von 16 bis 17 Uhr wieder unsere Laufschule statt. Für Informationen steht Trainer Martin Amann unter 0174/3962020 zur Verfügung.

Allerdings wurde uns auch mitgeteilt, dass es stets neue Entwicklungen in Zusammenhang mit den Flüchtlingen geben könne. Der Verein bittet daher darum, sich vorher noch einmal auf www.ihc-atting.de oder www.facebook.com/IHCAtting zu informieren. Sollte es neue Informationen der Stadt geben, werden diese sofort über diese beiden Kanäle weitergegeben.

Der Verein wünscht allen Mitgliedern und den Kindern der Laufschule einen schönen Trainingsstart und bedankt sich beim Sportamt der Stadt Straubing für die gute Zusammenarbeit.

Aus im Viertelfinale


26.10.2014 Die erste Mannschaft scheidet nach dem 3:14 beim deutschen Meister Samurai Iserlohn aus den Playoffs aus. Dennoch dürfen wir stolz sein auf eine tolle Saison.
(mb) Der IHC Atting hat sich mit einer bitteren Niederlage aus den Playoffs der Skaterhockey-Bundesliga verabschiedet. Am Samstagabend schieden die Wölfe nach einem 3:14 (1:5, 1:4, 1:5) beim deutschen Meister Samurai Iserlohn im dritten Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft aus.

Die Niederlage ist umso bitterer, da sich die Mannschaft nach der tollen Leistung im zweiten Spiel, das mit 6:4 gewonnen wurde, Chancen auf das Weiterkommen ausgerechnet hatte. „Aber wir haben nicht so gespielt wie in den ersten beiden Spielen“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier. „Wenn Iserlohn dann einmal ins Rollen kommt, dann zerlegen sie dich.“ Zehn Minuten hatten die Wölfe das Spiel gegen den deutschen Meister ausgeglichen gestaltet, Hillmeier hatte in der zehnten Minute auch zum 1:1-Ausgleich getroffen und zuvor hatte man einige gute Chancen auf dem Schläger, die der erneut starke Jonas Mende im Samurai-Tor aber zunichte machte.

„Danach ist alles gegen uns gelaufen“, fasste Goalie Raphael Heitzer die folgenden Minuten zusammen. Zwischen der zwölften und 18. Minute zogen die Samurai, die nun alles andere als nervös wirkten, auf 5:1 davon. „Es hat das Körperspiel aus den ersten beiden Spielen gefehlt“, fasste Sportlicher Leiter Thomas Raidl zusammen. „Iserlohn konnte mit zwei schnellen Pässen die ganze Abwehr aushebeln.“

Schon nach dem ersten Drittel war das Spiel beinahe entschieden. Zwar gelang Matthias Rothhammer in der 32. Minute noch ein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:6, dann aber konnte Iserlohn weiter davonziehen, erhöhte bis Drittelende auf 9:2. „Man muss neidlos anerkennen, dass die Samurai heute einfach besser waren“, sagte Rothhammer. Die Attinger konnten sich auch nur wenige Chancen herausspielen.

Im Schlussdrittel machte Iserlohn dann seine ganze Dominanz deutlich, auch der in der 49. Minute für Heitzer eingewechselte Thomas Stadler musste noch dreimal hinter sich greifen.

„Es war ein klares Spiel, aber wir können stolz auf uns sein“, sagte Hillmeier. „Wir haben eine geile Saison gespielt und waren das einzige Team, das in seiner Viertelfinalserie in Spiel drei gekommen ist – und das auch noch gegen den deutschen Meister.“ Die Samurai spielen im Halbfinale nun gegen den TV Augsburg, die zweite Serie bestreiten die Köln Rheinos und die Duisburg Ducks.

Bei den Wölfen beginnt ab sofort die Vorbereitung auf die neue Saison. Die Themen Lizenz und Etat – eng verbunden mit der Stadionsituation müssen kurzfristig, die Themen Trainer und Kader etwas längerfristiger angegangen werden. Sicher ist bereits, dass die geplante Reduzierung der Liga auf zehn Teams nicht durchgezogen wird. Die Vereine hoben vor wenigen Tagen einen im Vorjahr gefassten Beschluss wieder auf, der Verband folgte dem Votum. 2013 hatte nur der IHC Atting gegen die Reduzierung der Liga gestimmt. Nun bleibt sie bei zwölf Mannschaften. Für die abgestiegenean Crash Eagles Kaarst und Skating Bears Crefeld kommen die beiden Zweitligameister Düsseldorf Rams und Berlin Buffalos in die Liga – zwei durchaus attraktive Teams und für die Liga und den Sport bekannte Namen.

Iserlohn: Mende (ab 50. Dorn) - Wichern (2 Tor/1 Vorlage), Ziese (0/1), Albrecht (1/0), Bialke (2/3), Linke (1/2), Mühlfort, Neumann (0/1), Peters (4/1), Plate, Poerschke (1/0), Riepe (1/1), Schreiner (1/0), Flanz (1/0)
Atting: Heitzer (ab 49.) Stadler - Tkocz, Bauer, Mar. Rothhammer (1/0), Hofmeister, Kuhnle, Dünnbier, Hillmeier (1/0), Bernhard (0/1), Nissen, Wolf, Mat. Rothhammer (1/0), Prasch (0/1), Schreyer;
Schiedsrichter: Schlüter, Latocha; Strafminuten: Iserlohn 11, Atting 17; Zuschauer: 163

Text, Foto: Michael Bauer

Heiß und motiviert in Spiel drei


24.10.2014 Am Samstag steigt um 18 Uhr das dritte Viertelfinale in Iserlohn. Unsere Mannschaft geht top-motiviert in dieses Spiel. Einen Liveticker wird es auf Facebook geben.
(mb) Spiel drei, weder Angst und erst recht keinen Respekt vorm deutschen Meister. Nach diesem Motto geht der IHC Atting am Samstagabend um 18 Uhr ins entscheidende Viertelfinalspiel um die deutsche Skaterhockey-Meisterschaft bei den Samurai Iserlohn. Der Sieger spielt im Halbfinale gegen Europapokalsieger TV Augsburg.

Durch den 6:4-Erfolg im Heimspiel konnten die Wölfe die Serie am Samstag ausgleichen. „Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als man uns zugetraut hat, haben den deutschen Meister geschlagen, also können wir ohne Druck nach Iserlohn fahren“, sagt Matthias Rothhammer (auf dem Foto im Zweikampf mit Carsten Plate), der für den Treffer zum 1:1 in einem intensiven zweiten Playoff-Spiel gesorgt hatte. „Es werden auch diesmal wieder Kleinigkeiten entscheiden – ein Schuss, eine Strafzeit, vielleicht ein Aufbaufehler so wie am Samstag.“ Fabian Hillmeier gelang nach einem solchen das 5:4, das war der spätere Siegtreffer. „Es war das erste Mal, dass wir in der Serie in Führung gegangen sind“, sagt Rothhammer. „Ich glaube schon, dass das Iserlohn einen leichten Knacks gegeben hat.“

Zuvor hatten die Wölfe viermal einen Rückstand aufgeholt, sich auch vom 3:4 nach 22 Sekunden im Schlussdrittel und den vielen Strafzeiten im Mitteldrittel nicht beeindrucken lassen. „Natürlich dürfen wir uns in Iserlohn nicht noch mal 16 Strafminuten in einem Drittel erlauben so wie in Spiel zwei, allerdings sind wir bei den Special Teams dann doch relativ gut gestanden und auch unser Goalie Raphael Heitzer hat echt stark gehalten.“ Waren es in Iserlohn noch sechs, kassierten die Wölfe zuhause nur noch ein Gegentor in Unterzahl.

Durch den Sieg hat sich die Mannschaft eine enorme Portion Selbstvertrauen geholt. „Jeder ist heißt auf das Spiel, ich weiß, dass wir in Iserlohn gewinnen können, wenn wir sie wieder so unter Druck setzen, wie zuhause auch. Ich denke schon, dass sie etwas nervös sind, auch wenn sie vielleicht als deutscher Meister mit dem Druck umgehen können. Aber letztendlich müssen sie gewinnen.“

Angestachelt ist die Mannschaft auch von der Tatsache, dass einige Iserlohner nach der Niederlage in Spiel eins schon fürs Halbfinale geplant und den Attingern bei der Heimfahrt mit auf den Weg gegeben hatten, dass man sich auf keinen Fall in Iserlohn wiedersehe. „Mit Spiel drei haben sie nicht gerechnet.“

Es ist also alles für ein heißes Spiel bereitet. „Ich hoffe auf eine Bärenstimmung, sowas wünscht sich jeder Spieler in den Playoffs“, sagt Rothhammer. „Das hier ist jetzt richtiges Hockey, es wird auf dem Feld hart zugehen. Wir sind zwar spielerisch vielleicht nicht so gut wie Iserlohn, aber können körperlich dagegen halten. Das mögen sie nicht so.“ Und wie sagte schon Hans Zach: „Wille schlägt Talent.“ Und Wille sowie Selbstvertrauen, aber bringen die Attinger reichlich mit nach Iselohn, Angst und Respekt dagegen nicht.

Text, Foto: Michael Bauer

Erwarte ein enges und kampfbetontes Spiel


22.10.2014 Raphael Heitzer war am Samstag beim 6:4 gegen Iserlohn einer der Sieggaranten. Er lässt das Spiel im Interview noch einmal Revue passieren und gibt einen Ausblick auf Spiel drei.
Herr Heitzer, was war Ihrer Meinung nach entscheidend für den Sieg am Samstag?
Raphael Heitzer: Unser Team hat alles gegeben und wurde dafür auch endlich belohnt. Entscheidend waren Kleinigkeiten - jeder Fehler wurde auf beiden Seiten eiskalt bestraft. Zum Glück konnten wir unseren minimalen Vorsprung am Ende gerade noch über die Zeit retten.

Den mussten Sie sich hart erarbeiten. Im zweiten Drittel sah es zwischendurch nicht gut aus, Ihr Team hat viele Strafen gezogen. Waren das zu viel oder ist das die Härte, die zu einem Playoff-Spiel dazu gehört?
Heitzer: Wir haben leider generell viel zu viele unnötige Fouls und Strafen gezogen. Da müssen wir unsere Emotionen besser im Griff haben. Fast unglaublich, dass wir diese lange Unterzahlphase im zweiten Drittel so gut überstanden haben.

Fabian Hillmeier bezeichnete das Tor zum 5:4 als spielentscheidend. Es habe Iserlohn einen Knacks gegeben. Allerdings sind die Iserlohner dann noch ganz schön angerannt.
Heitzer: Dieses Tor war ausschlaggebend für den Sieg - ganz klar! Es entstand durch einen Fehlpass im Spielaufbau von Iserlohn, das hat Unruhe in deren Team gebracht. In Überzahl haben sie danach aber noch mal richtig Druck gemacht, das ist richtig. Aber wir haben mit Glück und Geschick weitere Gegentore verhindert.

War das zweite Spiel intensiver als das erste?
Heitzer: Beide Spiele waren knallhart und haben uns körperlich sowie physisch alles abverlangt - mehr geht eigentlich gar nicht.

Liegt es auch an den kleinen Hallen? Wie würden Sie das erste Spiel in Donaustauf beschreiben?
Heitzer: Als Torhüter nicht unbedingt einfach. Aus jeder Lage kommen Schüsse und man muss wirklich immer hochkonzentriert sein. Alles ist kompakter als im Eisstadion. Auch die Feldspieler haben nicht viel Zeit zu überlegen, da der Gegenspieler immer nur ein paar Schritte entfernt ist. Neu ist die kleine Halle für uns aber nicht, denn es spielen viele Teams in der Bundesliga auf kleineren Flächen. Die Spielstätte in Iserlohn ist ähnlich groß wie die in Donaustauf.

Am Samstag geht es in das entscheidende Spiel in Iserlohn. Was erwarten Sie von diesem Spiel und was müssen Sie besonders beachten?
Heitzer: Ich erwarte wieder ein sehr enges, hartes und kampfbetontes Spiel. Wir müssen wieder alles geben und dürfen uns nicht zu unnötigen Strafen hinreißen lassen. Wenn wir konzentriert und diszipliniert auftreten dann haben wir gute Chancen aufs Halbfinale.

Text, Foto: Michael Bauer

Klasse Playoff-Kampf


19.10.2014 Der IHC Atting hat am Samstag durch eine tolle Leistung die Serie gegen Meister Iserlohn ausgeglichen und Spiel drei erzwungen. Die Wölfe siegten mit 6:4.
Der IHC Atting hat die Playoff-Serie im Viertelfinale um die deutsche Skaterhockeymeisterschaft gegen Titelverteidiger Samurai Iserlohn ausgeglichen. Die Wölfe siegten im Heimspiel in Donaustauf mit 6:4 (1:1, 2:2, 3:1) und haben damit das entscheidende dritte Spiel in einer Woche in Iserlohn erzwungen.

In einem packenden Playoff-Fight mit krachenden Checks, knisternder Stimmung, jeder Menge Trash Talk und vielen Torszenen machten die Attinger viermal einen Rückstand wett und entschieden das Spiel im letzten Drittel für sich. Kapitän Fabian Hillmeier erzielte in der 49. Minute das Siegtor. Tim Bernhard, der erneut mit vier Punkten glänzte, erzielte sieben Sekunden vor Schluss den Treffer zum 6:4 ins verlassene Iserlohner Gehäuse und sprach danach von „einem geilen Spiel“.

Bernhard war es auch, der nach wenigen Minuten mit einem harten Check für die ersten Duftmarke sorgte. Von Beginn an war klar, dass sich auch in diesem Spiel beide Teams keinen Zentimeter Boden schenken würden. Immer wieder stand auch Nationalgoalie Jonas Mende im Mittelpunkt, der mehrere Attinger Alleingänge parierte und kaum einen Schuss abprallen ließ. „Er hat uns im Spiel gehalten“, sagte Iserlohns Spielertrainer Carsten Plate. „Es war ein kurioses Spiel: Eigentlich müssen wir nach zwei Dritteln klar hinten liegen. Mende hat aber stark gehalten. Das letzte Drittel war dann unser bestes, aber wir verlieren aufgrund von zwei individuellen Fehlern das Spiel.“

Hillmeier, der das 5:4 nach einem Abwehrfehler der Samurai erzielte, sah das ähnlich: „Das 5:4 war ein Knackpunkt im Spiel.“ Doch vorbei war es noch nicht. Gerade Goalie Raphael Heitzer bekam danach noch mächtig Arbeit, parierte in einer Torschussszene der Gäste binnen 30 Sekunden gleich fünfmal und hatte in der 53. Minute das Glück auf seiner Seite, als der zweifache Gästetorschütze Marco Peters mit einem satten Schuss die Latte traf. Im ersten und zweiten Drittel hatte schon einmal der Pfosten gerettet.

Auch im zweiten Drittel hielt der Goalie sein Team im Spiel. Gerade in diesem Abschnitt drohte den Attingern ein höherer Rückstand. „Wir haben gefühlt das ganze Drittel in Unterzahl gespielt“, sagte Hillmeier. Allein 16 Minuten erhielten die Wölfe in dieser Zeit, Tim Dünnbier holte sich nach zwei Fouls sogar sieben Minuten am Stück ab, erzielte aber kurz nach Ablauf seiner Strafe das 3:3 (39.). Iserlohn hatte nur ein Tor geschafft – das bei doppelter Überzahl in der 36. Minute. Zuvor hatten sich die Wölfe auch noch einen Wechselfehler geleistet.

Aber auch die Gäste kassierten im zweiten Drittel ihre Strafen, bei einer doppelten Unterzahl zeigten sie aber ihre Stärken, ließen Bernhard von der blauen Linie kaum zum Schuss kommen, klärten viele Bälle und hatten in Mende einen klasse Rückhalt. „Er hat gezeigt, war er der stärkste deutsche Torhüter ist“, lobte Plate seinen Nationalgoalie.

Der durfte sich erst mitfreuen, als Iserlohn im letzten Drittel einen Blitzstart erwischte und nach 22 Sekunden durch Tim Linke in Führung ging. Doch die währte nicht lange. Bernhard tanzte die Iserlohner Abwehr aus und verlud auch Mende zum 4:4 (45.). Schon wenig später hatten Hillmeier und Florian Tkocz das 5:4 auf dem Schläger, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Erst Hillmeier schaffte es später und in der Folge behielt seine Mannschaft die Übersicht, überstand auch eine Unterzahl ab 80 Sekunden vor dem Ende und bejubelte den Sieg danach frenetisch, ehe es beim Verlassen des Feldes noch eine kleine Rangelei an der Gästespielerbank gab. Matthias Rothhammer sprach von „einen wahnsinnig intensiven Spiel“.

Überhaupt kochten die Emotionen hoch. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen und Diskussionen nach Checks, auch Spielertrainer Plate war mit von der Partie und bekannte danach: „Wir hatten teilweise unsere Emotionen nicht im Griff. Es war ein hitziges Spiel, wir haben so viele erfahrene Spieler, sind deutscher Meister – da müssen wir einfach kühlen Kopf bewahren.“

Atting: Heitzer - Tkocz, Bauer, Dünnbier, Kuhnle, Welter, Mat. Rothhammer, Bernhard, Prasch, Wolf, Hofmeister;
Iserlohn: Mende - Wichern, Ziese, Albrecht, Bialke, Linke, Mühlfort, Peters, Plate, Poerschke, Riepe, Schreiner, Wapnewski, Flanz;
Tore: 0:1 (10:47) Peters (Bialke), 1:1 (16:02) Mat. Rothhammer (Hillmeier), 1:2 (24:02) Poerschke (Plate), 2:2 (28:13) Bauer (Bernhard), 2:3 (35:00) Peters (Wichern), 3:3 (38:01) Dünnbier (Bernhard), 3:4 (40:22) Linke (Poerschke), 4:4 (44:01) Bernhard (Bauer), 5:4 (48:43) Hillmeier, 6:4 (59:53) Bernhard;
Schiedsrichter: Bührer, Böhmländer; Strafminuten: Atting 26, Iserlohn 13 + 10 gegen Linke; Zuschauer: 130

Die weiteren Ergebnisse:
Bissendorf - Köln 1:7 (Hinspiel 4:6, Köln weiter)
Augsburg - Lüdenscheid 11:2 (Hinspiel 5:4 n.P., Augsburg weiter)
Duisburg - Essen (Sonntag, 18.30 Uhr, Hinspiel 12:10)

Text, Foto: Michael Bauer

Selbstbewusst ins Heimspiel


17.10.2014 Jetzt gilt es für den IHC Atting: Die Wölfe müssen am Samstag um 18 Uhr in Donaustauf zum Playoff-Heimspiel gegen Meister Samurai Iserlohn ran und wollen ein drittes Viertelfinale erzwingen.
Die Attinger Mannschaft hat dem Titelverteidiger einen harten Kampf angekündigt. „Wenn wir so spielen wie letzten Samstag, haben wir eine gute Chance, die Serie auszugleichen“, sagt Attings Nationalspieler Thomas Bauer, für den das Spiel ein echtes Heimspiel ist – denn er wohnt in Donaustauf. „Ich freue mich natürlich besonders auf dieses Spiel und hoffe, dass auch viele Zuschauer kommen.“ Es ist der erste Auftritt der Attinger in ihrem neuen „Zuhause“. Das Eisstadion in Straubing steht als Heimspielstätte nicht mehr zur Verfügung.

Die Halle ähnelt der Spielstätte in Iserlohn vor einer Woche sehr, verfügt über ähnliche Maße und Voraussetzungen. Auf der kleinen Spielfläche mit ISHD-Maßen (20 x 40 Meter) erwartet die Fans ein intensives Spiel mit vielen Torchancen und Körperkontakt. „Wir müssen von Anfang an körperlich präsent sein, defensiv gut stehen und dürfen nur wenig Strafzeiten nehmen“, sagt Bauer. Im Hinspiel entschied auch das bessere Überzahlspiel zugunsten der Iserlohner. 31 Strafminuten, darunter eine Zehn-Minuten-Strafe für Tim Bernhard kassierten die Wölfe, immerhin 16 Minuten bekamen auch die Samurais.

Die verteilten in Form von Spielertrainer Carsten Plate ein Lob an die Attinger. „Das Ergebnis war knapper als der Spielverlauf“, sagte er dem Iserlohner Kreisanzeiger nach dem knappen 10:7 vor einer Woche. Gleichzeitig war es auch ein echter Playoff-Fight: Aufgrund vieler Diskussionen, Strafzeiten, einer kaputten Plexiglasscheibe und Trocknen des Attinger Torraums (zu viel Schweiß) dauerte das Spiel rund zweieinhalb Stunden.

Die Wölfe gehen mit drei Reihen in das Spiel und können so ordentlich Druck machen. „Wir müssen auch unsere Chancen von Anfang an reinmachen“, fordert Bauer. Klappt dies und können vielleicht die Attinger diesmal zur rechten Zeit die Treffer erzielen – im ersten Spiel traf Iserlohn zweimal ganz kurz vor Drittelende – würde die Serie zurück nach Iserlohn gehen. Das entscheidende dritte Spiel wäre am 25. Oktober in Iserlohn. Die Wölfe wollen ihre ersten Bundesliga-Playoffs in jedem Fall fortsetzen.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

Toller Kampf wird nicht belohnt


12.10.2014 Playoff-Auftakt in Iserlohn: Team ist auf Augenhöhe, verliert aber nach großem Kampf mit 7:10 bei Meister Samurai
(mb) Der IHC Atting hat das Viertelfinalauftaktspiel der Playoffs um die deutsche Skaterhockey-Meisterschaft am Samstag bei den Samurai Iserlohn nach großem Kampf nur knapp mit 7:10 (2:3, 3:4, 2:3) verloren und geht damit mit einem 0:1-Rückstand in das Heimspiel am kommenden Samstag um 18 Uhr in Donaustauf.

Ausschlaggebend war am Ende das etwas bessere Überzahlspiel der Gastgeber, die insgesamt sechs Tore im Powerplay erzielten. Die Wölfe, die in Tim Bernhard einen dreifachen Torschützen hatten, trafen aber auch viermal in Überzahl. „Wir haben ein super Spiel abgeliefert, wahrscheinlich eines unserer besten der Saison, bei vier gegen vier waren wir einen Tick besser“, sagte Kapitän Fabian Hillmeier. „Das war ganz anderes Hockey als in der Hauptrunde - Playoff-Hockey eben. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, meistens aber auch fair. Darauf hatten uns die Schiedsrichter vorher schon eingestellt.“

Im ersten Drittel hatten die Wölfe auf die Tore der Samurai stets die passende Antwort parat. Tim Bernhard traf zum 1:1, Christian Prasch zum 2:2. Bitter war allerdings das 2:3 durch Pascal Neumann nur 16 Sekunden vor der Pause. Er schoss von hinten Goalie Raphael Heitzer an und der Ball ging über die Linie.

Im zweiten Abschnitt zogen die Samurai schnell auf 5:2 und dann auf 6:3 davon. Hillmeier hatte zwischenzeitlich getroffen. Doch gegen Mitte des Drittels waren die Wölfe nach einem Doppelschlag von Matthias Rothhammer und erneut Hillmeier wieder dran. Allerdings hatten auch diesmal die Samurai wieder den längeren Atem und kamen 30 Sekunden vor dem Ende zum 7:5. „Sie haben mehrere Male die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen, wir leider nicht“, sagte Hillmeier. „Wir waren aber auf Augenhöhe - auch in Iserlohn kann man gewinnen!“

Im Schlussdrittel gelang Tim Linke schon nach 57 Sekunden das 8:5 und ein Doppelschlag durch Constantin Wichern und erneut Linke in der 48. und 49. Minute zum 9:5 und 10:5 entschied das Spiel vor, zudem musste man in dieser Phase eine fünfminütige Unterzahl überstehen. Atting kämpfte aber bis zum Schluss und kam ebenfalls durch einen Doppelschlag des ganz starken Bernhard (56.) noch auf 7:10 heran. Zum Start der Playoffs war nicht nur das Spiel in Iserlohn hart umkämpft. Zwei schwächer platzierte Teams sorgten gleich für eine Überraschung: Meister Essen verlor zuhause gegen den Achten Duisburg mit 10:12, auch Augsburg gewann auswärts in Lüdenscheid mit 5:4 nach Penalty-Schießen. Köln besiegte zuhause Bissendorf mit 6:4.

Hillmeier kündigt den Iserlohnern für das nächste Spiel schon einmal einen harten Kampf an. „Wenn wir so spielen, wie am Samstag, dann packen wir sie. Wir haben mit Sicherheit eine Chance.“ Zum Heimspiel hoffen er und sein Team auf viele Zuschauer. Der Club setzt am 18. Oktober einen Fanbus nach Donaustauf ein. Abfahrt ist um 16.30 am Busbahnhof in Straubing und um 16.45 in Atting bei der Kirche. Im Fahrpreis von 15 Euro ist der Eintritt für das Spiel mit inbegriffen. Anmeldungen bei Michael Bauer unter 0175/5712337 oder mikebauer@t-online.de.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

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15.09., 19 Uhr Ergebnis:
19:10

Atting - Merdingen (in Atting)
Sa., 15.09.
TV Augsburg - Schüler 0:14
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 18 248:107 47
2 IHC Atting 18 222:157 40
3 Spaichingen 18 189:111 38
4 Merdingen 17 212:151 30
5 Freiburg 18 155:147 27
6 Schwabmünchen 18 210:207 27
7 Ingolstadt 18 168:151 26
8 Rhein-Main Patriots 17 137:163 20
9 Deggendorf 17 105:232 9
10 Sasbach 17 57:277 0
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