Neuzugang Roman Schreyer im Interview


10.05.2014 Vor dem Doppelwochenende gegen Krefeld und Essen: „Wir benötigen noch ein paar Siege, um die Klasse zu halten.“
Für den IHC Atting steht nach den ersten Heimpunkten gegen Köln (4:2) und den drei Punkten am grünen Tisch vom Augsburg-Spiel (0:18) das erste Doppelwochenende im Eisstadion am Pulverturm an. Dabei will man am Samstag gegen Krefeld (19 Uhr) und am Sonntag gegen Essen (14 Uhr) versuchen, die nächsten Spiele zu gewinnen, um die Position in der Tabelle zu festigen und den Klassenerhalt zu sichern. Neuzugang Roman Schreyer stand zuvor noch Rede und Antwort und gab Auskunft über seine ersten Wochen im Verein, das Niveau der Liga und gab einen kurzen Ausblick auf die Spiele am Wochenende.

Roman, du bist einer der fünf Neuzugänge des IHC. Wie kam es dazu, dass du nach Atting gekommen bist?
Schreyer: „Ich kenne einige vom Eishockey her. Auch Coach Jürgen Amann, hatte mich letztes Jahr schon gefragt, ob ich nicht spielen will. Da musste ich leider aus beruflichen Gründen noch absagen, aber dieses Jahr hat es dann geklappt."

Hast du vorher schon einmal Inlinehockey oder Skaterhockey in einem Verein gespielt, oder ist das sozusagen deine erste „richtige" Saison?
Schreyer: „Früher habe ich schon in Deggendorf und in Passau Inlinehockey gespielt. Damals allerdings noch mit der Scheibe."

War die Umstellung vom Puck auf den Ball schwierig für dich, oder war das kein Problem?
Schreyer: „Anfangs war es schon ein bisschen ungewohnt. Aber mittlerweile bin ich ganz zufrieden damit und es klappt recht gut."

Du hast jetzt auch schon einige Spiele absolviert. Wie siehst du als Neuling das Niveau der Liga?
Schreyer: „Ich finde das Niveau ist auf einem sehr hohen Level. Dennoch ist alles recht ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen. Kaarst fällt ein bisschen ab, aber dazu kann ich erst mehr sagen, wenn wir gegen sie gespielt haben. Auf alle Fälle benötigen wir noch ein paar Siege um die Klasse halten zu können."

Du selbst bist ein Spieler der körperlich recht präsent spielt. Siehst du es als deine Aufgabe, auf dem Feld auch mal für Ordnung zu sorgen, wenn etwas herumgestänkert wird?
Schreyer: „Das ist etwas ungeschickt, da ich vom Eishockey her einfach mehr gewohnt bin. Wenn da der Torwart angegangen wird, räume ich eben auch mal auf, wenn es nötig ist. Im Skaterhockey ist das schwierig, da hier auch schon für Kleinigkeiten höhere Strafen ausgesprochen werden. Deshalb habe ich meine Spielweise mittlerweile schon etwas angepasst. Dennoch muss man auch körperlich präsent sein, um, vor allem auswärts, nicht unterzugehen."

Letzten Sonntag habt ihr euer erstes Heimspiel sensationell mit 4:2 gegen Köln gewonnen und wichtige drei Punkte geholt. Das waren aber nicht die einzigen Punkte diese Woche: das Spiel gegen Augsburg wurde mit 18:0 Toren und drei Punkten für euch gewertet. Mindert das den Druck im Kampf um den Klassenerhalt?
Schreyer: „Der Sieg gegen Köln war natürlich super, zumal wir da auch taktisch klug gespielt haben. Die Punkte aus Augsburg sind natürlich auch gut für uns. Dennoch ist es nicht schön, Punkte auf diesem Weg zu bekommen. Für den Klassenerhalt brauchen wir noch mindestens drei bis vier Siege. Wenn wir die haben, werden wir ja sehen wo wir stehen."

Am Wochenende habt ihr ja dann auch die nächste Möglichkeit gegen Krefeld und Essen Punkte einzufahren. Wie geht ihr an die beiden Spiele heran und was ist das Ziel?
Schreyer: „In Krefeld haben wir diese Saison schon einmal gewonnen, daher haben wir auch zu Hause wieder gute Möglichkeiten auf einen Sieg. Krefeld wird uns die Punkte aber sicherlich nicht schenken und sie werden alles für einen Sieg tun. Das Spiel am Sonntag wird aber noch einmal eine Nummer schwerer, zumal wir in Essen mit 2:16 unter die Räder gekommen sind. Da hatten sie einen sehr guten, und wir einen rabenschwarzen Tag erwischt. Ich denke aber, dass wir auch Essen mit eine geschlossenen Mannschaftsleistung besiegen können. Wenn wir dieses Wochenende wieder Punkte holen, sieht es auf alle Fälle nicht schlecht aus!"

Interview: Moritz Eisenschink

Doppelwochenende


09.05.2014 Vor dem IHC Atting liegt ein schweres Doppelwochenende mit Spielen gegen Crefeld (Samstag, 19 Uhr) und Essen (Sonntag, 14 Uhr).
Die Ereignisse der vergangenen Woche haben beim IHC Atting für beste Stimmung gesorgt. Diese wollen die Spieler in die beiden Heimspiele am Samstag gegen den Crefelder SC (19 Uhr) und am Sonntag gegen die Rockets Essen (14 Uhr) mitnehmen.

Zunächst gab es den 4:2-Sieg vor 400 Fans gegen Köln, dann nachträglich drei Punkte aus dem Augsburg-Spiel, mit Alexander Herzog und Thomas Bauer wurden zwei Spieler zum Nationalmannschaftslehrgang eingeladen und schließlich gegen Ende der Woche erhielt Coach Jürgen Amann noch die freudige Nachricht, dass der Kader am Wochenende annähernd komplett sein wird. Am Samstag fehlt nur Marcel Brandt, am Sonntag dann René Röthke. „Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche“, sagt der Coach. „Die Jungs sind heiß und wollen den nächsten Erfolg.“

Gerade defensiv standen die Wölfe am Sonntag sehr gut und ließen gegen Köln nur zwei Tore zu. „Crefeld ist ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt, da sind Punkte Pflicht“, sagt Goalie Raphael Heitzer, der mit seinen Paraden den Sieg gegen die Rheinos festhielt. Die Skating Bears, momentan mit acht Zählern Vorletzter in der Tabelle, drücken arge Personalsorgen und werden wohl nur mit einem Rumpfkader antreten können. Die Wölfe entsprachen daher auch dem Wunsch auf Verlegung des Spielbeginns auf 19 Uhr. So kann eine Reihe Junioren, die beim Länderpokal in Deggendorf für Nordrhein-Westfalen spielt, noch nach Straubing anreisen und für den wohl mitgliederstärksten und ältesten Skaterhockey-Club Deutschlands (gegründet 1987) auflaufen. „Wir müssen unbedingt konzentriert spielen“, sagt Heitzer. „Wir dürfen sie jetzt auf keinen Fall unterschätzen, schließlich konnten sie auch Augsburg schon überraschen.“ Eine Woche, nachdem der IHC das Hinspiel mit 9:6 gewonnen hatte, feierte die Skating Bears einen 9:8-Penalty-Sieg gegen den TV Augsburg.

Am Sonntag gastiert mit den Rockets Essen dann der unmittelbare Tabellennachbar der Wölfe am Pulverturm. Mit 13 Zählern sind die Rockets Fünfter. Drei dieser Punkte haben sie im Hinspiel dem IHC abgenommen. Das 2:16 war der bisher bitterste Moment der Erstligasaison 2014. „Wir sind dort völlig unter die Räder gekommen“, sagt Heitzer, der in Essen nur ein Drittel spielte. „Wenn wir da punkten wollen, brauchen wir wieder so einen Sahnetag wie gegen Köln. Essen hat viele gute und schnelle Einzelspieler, jede Reihe kann Tore schießen. Man braucht nur einmal einen Blick auf die Teamstatistik werfen.“

Auch wenn man in dieser Liga in der Saison 2014 in keinem Spiel Punkte voreinplanen kann – nicht nur der Sieg des vermeintlichen Abstiegskandidaten Crefeld gegen Augsburg hat dies bewiesen – würden weitere Zähler den Wölfen gut tun. „Das Spiel gegen Crefeld ist sehr wichtig. Mit drei Punkten könnten wir einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und uns von den beiden letzten Plätzen noch deutlicher absetzen“, sagt Amann. „Essen wird eine harte Nuss werden, aber wir geben unser Bestes.“ Sollte es tatsächlich mit Zählern klappen, wäre die Stimmung nach dem Wochenende wohl noch einen Tick besser.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

Herzog und Bauer bei Nationalmannschaft


07.05.2014 Drei weitere Punkte und zwei Nationalspieler an einem Tag – das sind die guten Nachrichten, die den IHC Atting am Dienstag erreichten.

Alexander Herzog und Thomas Bauer wurden zum Lehrgang der Nationalmannschaft eingeladen und am grünen Tisch wurden den Wölfe ein Sieg zugesprochen.

Denn weil der TV Augsburg am 12. April einen nicht spielberechtigten Akteur auf dem Spielberichtsbogen vermerkt hatte, wurde das Spiel, das mit 8:11 verloren gegangen war, nachträglich mit drei Punkten und 18:0 Toren (plus zehn Tore zu den bereits erzielten acht, gemäß ISHD-Reglement) gewertet. Bei dem nicht spielberechtigten Spieler handelte es sich ausgerechnet um den Augsburger Ersatztorhüter, der zudem keine Sekunde gespielt hatte. „Sportlich gesehen, ist dieser Vorfall sehr schade, da die Dinge eigentlich auf dem Feld entschieden werden sollen“, erklärte Coach Jürgen Amann. „Aber Regeln sind Regeln und auch wir müssen stets gut aufpassen, dass uns so etwas nicht passiert.“ Der IHC Atting klettert damit mit nun 15 Punkten auf den vierten Platz in der Tabelle. „Für unser Vorhaben Klassenerhalt ist das natürlich sehr gut.“

Und noch eine zweite gute Meldung gab es für den IHC am Dienstag: Bundestrainer Manfred Schmitz hat Torhüter Alexander Herzog und Thomas Bauer für den ersten Lehrgang der Nationalmannschaft vom 20. bis 22. Juni in Givisiez/Schweiz eingeladen. Dort findet ein gemeinsames Trainingslager mit zwei Länderspielen gegen die Schweizer Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Kaarst statt. Der im Vorfeld ebenfalls berufene Tim Bernhard kann aus persönliche Gründen nicht teilnehmen. „Die Testspiele an diesem Wochenende dienen dazu, einigen neuen Spielern die Möglichkeit zu eröffnen, erste Länderspielerfahrungen zu sammeln und sich unter Wettkampfbedingungen zu zeigen“, sagte Stefan Brütt, Manager der Nationalmannschaft. „Die Attinger Spieler haben durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und bekommen nun ihre Chance.“

Bauer und Herzog sind die ersten beiden Herrenspieler, die bei einem Lehrgang dabei sind. Herzog war bereits zweimal im Kader der Juniorennationalmannschaft und gewann mit dem Team den Europameistertitel. Die deutsche Herrennationalmannschaft gewann seit 1997 achtmal den Europameistertitel.

„Für jeden Spieler ist es eine Ehre, die Chance zu haben, in der Nationalmanschaft Fuß zu fassen“, sagt Herzog. „Für mich kam das alles allerdings ein bisschen überraschend, da das ja meine erste richtige Saison nach gut zwei Jahren Pause ist. Deshalb freut es mich umso mehr. Wir haben ein super Team dieses Jahr.“ Bauer, der aktuell drittbester Scorer der Wölfe ist, sagte: „Natürlich ist es schön das ich eingeladen wurde und ich will natürlich auch mein bestes geben, um vielleicht bei der Europameisterschaft dabei zu sein." Coach Amann ergänzt: „Es freut uns sehr, dass zwei unserer Spieler eine Chance bei der Nationalmannschaft bekommen. Es ist die Bestätigung für unsere guten Leistungen.“

Text, Fotos: Michael Bauer

Nachträglicher Sieg


06.05.2014 Das verloren gegangene Spiel gegen den TV Augsburg wurde von der ISHD nachträglich mit drei Punkten für den IHC Atting gewertet

Die ISHD hat das Spiel des IHC Atting beim TV Augsburg vom 12. April, das mit 8:11 verloren gegangen war, wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers beim TVA nachträglich mit drei Punkten und 18:0 Toren (+ zehn Tore zu den bereits erzielten acht, gemäß ISHD-Reglement) gewertet.

Bei dem nicht spielberechtigten Spieler handelte es sich um den Augsburger Ersatztorhüter. „Sportlich gesehen, ist dieser Vorfall sehr schade, da die Dinge eigentlich auf dem Feld entschieden werden sollen“, erklärte Attings Coach Jürgen Amann. „Aber Regeln sind Regeln und auch wir müssen stets gut aufpassen, dass uns so etwas nicht passiert.“ Der IHC Atting klettert damit mit nun 15 Punkten auf den vierten Platz in der Tabelle. „Für unser Vorhaben Klassenerhalt ist das natürlich sehr gut.“

IHC-Vorstandsmitglied Michael Bauer ergänzt: „Es ändert nichts an der Tatsache, dass wir das Spiel sportlich verloren haben. Augsburg war an diesem Tag besser. Der sportliche Wettkampf steht für uns im Vordergrund. Wir respektieren die Entscheidung der ISHD und freuen uns auf das Rückspiel gegen den TVA am 31. Mai in Straubing, das wir dann hoffentlich auf dem Platz für uns entscheiden können.“

4:2-Sensationssieg gegen Köln


04.05.2014 Zum Start der Heimsaison besiegen die Wölfe den haushohen Favoriten Köln Rheinos mit 4:2
Die Heimserie des IHC Atting hält weiter an: Am Sonntagnachmittag besiegten die Wölfe den hohen Favoriten und Meisterschaftsanwärter Köln Rheinos vor 400 begeisterten Fans mit 4:2 (2:1, 1:1, 1:0). Damit stehen nun schon zwölf Punkte auf dem Konto, die Wölfe kletterten wieder auf den achten Tabellenplatz und die Kölner verteilten nach dem Spiel auch noch Komplimente.

„Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft“, strahlte IHC-Trainer Jürgen Amann nach dem Spiel über das ganze Gesicht. „Sie hat 60 Minuten lang taktisch klug gespielt. Wir haben Köln mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Wir können uns auch bei unserem Goalie bedanken. Raphael Heitzer hat überragend gehalten. Endlich haben wir auch einmal gegen Köln gewonnen. Aber sie haben uns alles abverlangt“

Nach einem 0:1-Rückstand durch ein Tor von Robin Weisheit (die Wölfe hatten unmittelbar zuvor eine Großchance vergebe), drehten René Röthke mit einem fulminanten Schlagschuss und Roman Schreyer noch im ersten Drittel die Partie. Im zweiten traf Christian Prasch zum 3:1 und Röthke scheiterte mit einem Penalty am Kölner Goalie. Die Gäste kamen in Überzahl durch Jannik Marke zum 2:3. Es war ein taktisches Spiel. „Das war phasenweise schon Hallenschach“, sagte Amann. „Kein Team wollte einen risikoreichen Pass spielen.“

Attings Goalie Raphael Heitzer parierte gegen die im letzten Drittel immer mehr und heftiger anrennenden Gäste Schuss um Schuss. Er schien seine Fanghand überall zu haben. Die Zeit verrann. Köln, dessen starke Einzelspieler zwar kaum zu bremsen oder vom Ball zu befreien waren, kamen zwar vors Tor, dort war aber immer Endstation bei einem IHC-Defender oder eben bei Heitzer. Auch das ansonsten so gefährliche Überzahl der Rheinos kam nicht zur Entfaltung.

Im Gegenteil: Sieben Minuten vor dem Ende kassierte Alexander Stupp nach einem Check gegen den Kopf an Fabian Hillmeier eine Fünf-Minuten-Strafe. Nun war Atting in Überzahl und Gäste-Goalie Marc Baumgarth, der zur Hälfte der Spielzeit eingewechselt worden war, stand nun im Mittelpunkt. Beinahe katzenartig in seinen Reflexen stand er Heitzer in nichts nach. Simon Bogner scheiterte an der kurzen Ecke, Fabian Hillmeiers Direktabnahme erwischte er noch mit der Stockhand, im Gegenzug war Heitzer bei einem Konter mit der Fanghand gegen David Weisheit da. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide.

Erst als Röthke in der 58. Minute antrat, vor dem Tor gestoppt wurde, Roman Schreyer aber blitzschnell reagierte und den Ball zu Simon Bogner passte, fiel das ersehnte 4:2. Röthke war sofort wieder in Position und Bogner sah den freien Mitspieler, der zum 4:2 einschoss. Noch einmal rannten die Kölner an, nahmen zwei Minuten vor dem Ende den Goalie vom Feld, trafen aber das Tor nicht mehr. Die starke Attinger Defensive ließ keinen Treffer mehr zu. „Das waren drei wichtige Punkte heute“, sagte Heitzer. „Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir Köln heute packen können.“

Atting: Heitzer - Tkocz, Bogner, Nissen, Prasch, Hillmeier, Bauer, Dünnbier, Hofmeister, Röthke, Mat. Rothhammer, Schreyer, Welter, Wolf;
Köln: Gerahn (ab 31. Baumgarth), D. Weisheit, Handrich, M. Bankewitz, Besner, Bury, Esser, Fonken, Kemmerling, Krause, Marke, Merkel, Stupp, R. Weisheit;
Tore: 0:1 (13:42) R. Weisheit (Esser), 1:1 (14:46) Röthke (Bogner), 2:1 (18:30) Schreyer (Bogner), 3:1 (23:27) Prasch (Dünnbier), 3:2 (26:03) Marke (Esser, 4-3), 4:2 (57:26) Röthke (Bogner);
Schiedsrichter: Amend (Abstatt), Weiß (Landau/Pfalz); Strafminuten: Atting: 13 + je 10 gegen Bogner und Schreyer, Köln: 18 + 10 gegen Kemmerling: Zuschauer: 400;

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

60 Minuten Vollgas


03.05.2014 Am Sonntag um 14 Uhr erwartet der IHC Atting am Pulverturm die Köln Rheinos
von Michael Bauer und Moritz Eisenschink

Zwei Monate mussten Spieler und Fans des IHC Atting auf das erste Heimspiel in der 1. Bundesliga warten. Zur Eröffnung der Heimsaison am Sonntag um 14 Uhr im Eisstadion am Pulverturm wartet nun gleich ein richtiger Kracher. Zu Gast ist der vierfache deutsche Meister und aktuell ungeschlagene Tabellenführer Köln Rheinos.

Die Vorfreude auf das Spiel ist groß und die Wölfe wollen ihren Fans zum Start gleich etwas bieten, auch wenn nicht sie, sondern die Rheinos der Favorit sind. „Wir haben gegen jeden Gegner dieser Liga eine Chance“, sagt Kapitän Fabian Hillmeier. „Wir müssen 60 Minuten lang diszipliniert spielen, wenn wir auch nur zehn Minuten verschlafen, bekommen wir ein Problem.“ Goalie Alexander Herzog, der beim 2:9 in Köln zu Beginn der Saison zwischen den Pfosten stand, ergänzt: „Wenn wir zu Hause bei vier gegen vier so spielen wie in Köln, kann es mit Punkten klappen. Wir müssen in jedem Fall von der Strafbank wegbleiben, denn wir wissen, wie gefährlich Köln in Überzahl ist.“

Während René Röthke, der am Donnerstag zum ersten Mal mit der Mannschaft trainierte, sein Saisondebüt geben wird, müssen die Wölfe auf ihre beiden Top-Scorer Tim Bernhard und Marcel Brandt verzichten. Auch Robert Kuhnle und Marco Rothhammer fehlen, Michael Hofmeisters Einsatz ist nach seiner Verletzung noch ungewiss. Dennoch werden die Attinger mit drei Reihen auflaufen. „Schade ist, dass Marcel und Tim fehlen, damit sind natürlich zwei offensiv brutal starke Spieler nicht dabei“, sagt Hillmeier. „Mit den beiden sähe es noch einmal ganz anders aus.“

Die Attinger möchten in jedem Fall versuchen, ihre Heimserie auszubauen. Im Eisstadion am Pulverturm sind sie seit zwei Jahren unbesiegt, mussten im Aufstiegsjahr 2013 nicht einen einzigen Punkt abgeben und schossen in neun Heimspielen exakt 100 Treffer. Doch mit Köln, das zwischen 2006 und 2010 viermal deutscher Meister war, kommt eine „eingespielte und passsichere Mannschaft, die sehr geduldig spielen kann“, sagt Coach Jürgen Amann. Weder Goalie Herzog noch Kapitän Hillmeier sehen daher im eigenen Stadion einen allzu großen Vorteil: „Sie sind läuferisch stark und wenn sie sehen, dass sie nicht durchkommen, drehen sie noch mal ab und bauen neu auf. Wenn wir das auch so versuchen zu spielen, wird es ein enges Spiel.“

Mit nur 26 Gegentoren in fünf Spielen – fünf Gegentreffer im Schnitt sind fürs Skaterhockey wenig – haben die Rheinos die beste Abwehr der Liga. Im Schnitt schossen sie beinahe zehn Treffer. Während allerdings die Wölfe nur knapp 14 Strafminuten pro Spiel kassierten, sind die Rheinos mit 23,4 Minuten pro Spiel das zweitunfairste Team der Liga – vielleicht also eine Möglichkeit, die Gäste selbst in Überzahl zu knacken.“

Druck allerdings verspüren die Wölfe trotz des ersten Auftritts vor heimischer Kulisse noch nicht. „In den Heimspielen wollen wir natürlich so viele Punkte wie möglich einfahren, zumal wir in den letzten vier Spielen immer ohne Punkte dagestanden sind, obwohl wir die bessere Mannschaft waren und das Spiel gemacht haben“, sagt Thomas Bauer, drittbester Scorer der Wölfe mit 14 Zählern. „Dennoch haben wir im Moment noch keinen Druck. Sollten wir die ersten Heimspiele aber nicht erfolgreich gestalten können, wird sich sicherlich irgendwann Druck aufbauen. Wenn wir am Sonntag unsere volle Leistung abrufen, können wir aber auch gegen Köln Punkte holen.“

Foto: Michael Bauer

Thomas Bauer im Interview vor dem Köln-Spiel


01.05.2014 Der Neuzugang ist optimistisch: „Wenn wir unsere volle Leistung abrufen, können wir auch gegen Köln Punkte holen“
Am Sonntag, den 4. Mai, findent um 14 Uhr endlich das erste Heimspiel gegen den HC Köln-West statt. In den kommende Wochen wollen wir an dieser Stelle immer wieder neue und alte Gesichter in der Bundesligamannschaft oder im Verein zu Wort kommen lassen. Den Anfang macht unser Neuzugang Thomas Bauer

Thomas, seit dieser Saison spielst du für den IHC. Wie kam es dazu, dass du nach Atting gekommen bist?
Bauer: „Ich kenne einige Spieler vom Eishockey her und die haben mich dann eben gefragt ob ich mal ins Training vorbei schauen will und so ist es dann dazu gekommen."

Wie lange spielst du schon Inline-Skaterhockey und wo hast du in den vorherigen Saisonen gespielt?
Bauer: „Vor dieser Saison habe ich schon ca. zehn Jahre in Bernhardswald gespielt."

Hast du dich bereits gut in der Mannschaft eingelebt? Denn immerhin wart ihr ja früher Rivalen und jetzt seid ihr Teamkollegen. War diese Umstellung für dich schwierig?
Bauer: „Nein, das war überhaupt kein Problem für mich! Immerhin kenne ich ja schon einige vom Eishockey und die Mannschaft hat mich auch total gut aufgenommen und ich habe mich sehr schnell eingelebt.

Mit welchen Zielen bist du nach Atting gekommen?
Bauer: „Vorerst ist das Ziel natürlich der Klassenerhalt, aber es wäre natürlich auch schön wenn wir etwas mehr erreichen könnten."

Nach neun Auswärtspielen in Folge stehen nun auch die ersten Heimspiele an. In der Tabelle belegt ihr aktuell Rang neun, was die Erwartungen von vor der Saison voll und ganz erfüllt. Wir groß ist aber jetzt der Druck, Spiele zu gewinnen und Punkte einzufahren?
Bauer: „Im Moment haben wir noch keinen Druck. In den Heimspielen wollen wir natürlich so viele Punkte wie möglich einfahren, zumal wir in den letzten vier Spielen immer ohne Punkte dagestanden sind, obwohl wir die bessere Mannschaft waren und das Spiel gemacht haben. Dennoch haben wir im Moment noch keinen Druck. Sollten wir die ersten Heimspiele aber nicht erfolgreich gestalten können, wird sich sicherlich irgendwann Druck aufbauen.“

Am Sonntag habt ihr dann auch gleich die erste Möglichkeit die ersten Punkte vor heimischer Kulisse einzufahren. Und das gegen einen Mammutgegner wie Köln. Mit welchen Erwartungen gehst du und die Mannschaft in das Spiel, zumal das Hinspiel in Köln mit 2:9 verloren ging und Köln in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat?
Bauer: „Es wird mit Sicherheit schwierig, da bei uns einige Spieler fehlen werden. Aber wenn wir unsere volle Leistung abrufen, können wir auch gegen Köln Punkte holen."

Interview: Moritz Eisenschink, Foto: Michael Bauer

Rene Röthke gibt Debüt


01.05.2014 Erstmals in dieser Saison wird der DEL-Spieler für den IHC Atting auflaufen
René Röthke wird am Sonntag beim Heimspiel gegen die Köln (Spielbeginn 14 Uhr) sein Saisondebüt für den IHC Atting geben. Dies bestätigte er am Mittwoch. Bereits am Donnerstag wird er erstmals mit der Mannschaft trainieren. Zuvor verbrachte er mehrere Wochen in seiner Heimat Berlin.

„Köln ist eine Top-Mannschaft, sie sind über Jahre hinweg gut eingespielt und beherrschen ihr System - ein sehr gutes System“, sagt Röthke. „Dennoch hoffe ich, dass wir mit einem Sieg aus dem Spiel gehen werden. Wir müssen von Anfang an hoch konzentriert sein und versuchen, uns einen Vorsprung zu erarbeiten. Aber in der 1. Liga muss man über 60 Minuten Gas geben, sonst hat man keine Chance.“

Dauerkarten sind zum Preis von 45 Euro am Sonntag an der Kasse erhältlich. Die Eintrittspreise für ein Heimspiel betragen fünf Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder bis 14 Jahren.

Text: Michael Bauer, Foto: Harry Schindler

Bereit für das erste Heimspiel


28.04.2014 Neun Auswärtsspiele musste der IHC Atting zu Beginn der Saison in der 1. Bundesliga bestreiten. Am Sonntag um 14 Uhr steigt nun endlich das erste Heimspiel im Eisstadion am Pulverturm gegen Köln.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Jeder ist top-motiviert, wir haben jetzt endlich auch eine Heimat und können zeigen, was wir drauf haben.“ Etwas weniger als zwei Wochen sind die Wölfe nun im Eisstadion auf der großen Fläche, haben sich mittlerweile auch in der Kabine häuslich eingerichtet und so auch für den Wohlfühlfaktor gesorgt.

Mit den Rheinos aus Köln wartet zum Auftakt gleich ein ganz besonders harter Brocken. Der Tabellenführer hat alle seine fünf bisherigen Spiele gewonnen und dabei ein Torverhältnis von 47:26 vorzuweisen. Das ist zwar nicht der beste Sturm, aber die beste Abwehr und das ist beim Skaterhockey, in dem deutlich mehr Tore als im Eishockey fallen, besonders wichtig. Das Hinspiel gewannen die Rheinos in Köln klar mit 9:2.

„Das wird ein schweres Spiel“, sagt Amann. „Wir haben gesehen, dass die Rheinos auch auf der großen Fläche gut mithalten können. Sie spielen mit Geduld, suchen viele Pässe und drehen manchmal einfach ab und versuchen den Aufbau erneut, wenn es nicht so klappt. Das ist einfach sehr effizient.“

Amann nennt ihre Spielweise auch „Köln-Hockey“: Effizient, geduldig und passicher. Die Wölfe müssen da versuchen, mit hoher Laufbereitschaft dagegen zu halten. „Wir haben gegen Köln aber mit Sicherheit noch keinen Druck, da sind wir nur Außenseiter.“ Auch René Röthke könnte am Sonntag sein Saisondebüt für die Wölfe geben.

Die Wölfe weisen daraufhin, dass Dauerkarten zum Preis von 45 Euro am Sonntag an der Kasse erhältlich sind. Die Eintrittspreise für ein Heimspiel betragen fünf Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder bis 14 Jahren.

Die weiteren Heimspiele:
10. Mai 17.30 Uhr: Krefeld
11. Mai, 14.00 Uhr: Essen
24. Mai, 17.30 Uhr: Iserlohn
25. Mai, 14.00 Uhr: Duisburg
31. Mai, 19.00 Uhr: Augsburg
14. Juni, 17.30 Uhr: Kaarst
28. Juni, 17.30 Uhr: Lüdenscheid
29. Juni, 14.00 Uhr: Bissendorf
12. Juli, 17.30 Uhr: Uedesheim
13. Juli, 14.00 Uhr: Assenheim

Text, Foto: Michael Bauer

Neuer Helmsponsor


25.04.2014 Die Steuerkanzlei Christian Lehmann unterstützt die Schüler - neues Trikot mit weiteren Sponsoren in Kürze fertig
Mit der Steuerkanzlei Christian Lehmann können wir einen neuen Sponsor aus dem Gemeindebereich Atting begrüßen. Er wird auf den Helmen der Schülermannschaft vertreten sein. „Ich freue mich, dass es beim IHC Atting bisher schon so gut gelaufen ist und wünsche nicht nur dem Nachwuchs, sondern auch den Herren viel Glück. Der Klassenerhalt sollte zu schaffen sein“, sagte Christian Lehmann, der von IHC-Vorstandsmitglied Michael Bauer (rechts) und Schülerspieler Tom Braunstorfer am Donnerstag beim Training begrüßt wurde. „Wir freuen uns, dass sich Herr Lehmann im Nachwuchs engagiert“, sagte Bauer. „Noch mehr freut und, dass wir damit einen weiteren Sponsor aus dem Gemeindegebiet Atting begrüßen dürfen.“

Bereits in Kürze werden die Schüler in neuen Trikots auflaufen, die von Erwin Mauerer gesponsert werden. Außerdem ist das Gespannservice Stern, amplus und MT Propeller auf dem Trikot vertreten.

Text: Michael Bauer, Foto: Armin Pöschl

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15.09., 19 Uhr Ergebnis:
19:10

Atting - Merdingen (in Atting)
Sa., 15.09.
TV Augsburg - Schüler 0:14
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 18 248:107 47
2 IHC Atting 18 222:157 40
3 Spaichingen 18 189:111 38
4 Merdingen 17 212:151 30
5 Freiburg 18 155:147 27
6 Schwabmünchen 18 210:207 27
7 Ingolstadt 18 168:151 26
8 Rhein-Main Patriots 17 137:163 20
9 Deggendorf 17 105:232 9
10 Sasbach 17 57:277 0
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