Lehrwochenende


24.03.2014 2:16 in Essen und 3:11 in Duisburg: Die stark ersatzgeschwächte Bundesligamannschaft musste am Wochenende zwei Niederlagen hinnehmen

Der IHC Atting hat ein „Lehrwochenende“ hinter sich. So drückte es Coach Jürgen Amann am Sonntag nach der 3:11-Pleite in Duisburg aus. Tags zuvor war das Ergebnis bei den Rockets Essen mit 2:16 sogar noch schlimmer ausgefallen. Damit rutschte man in der Tabelle auf Rang fünf zurück, liegt aber mit sechs Punkten weiterhin im Soll.

„Das Spiel in Essen hat uns am Sonntag in Duisburg noch in den Knochen gesteckt. Mit zunehmender Spieldauer wurde es schwieriger zu bestehen.“ Nur elf Feldspieler und zwei Torhüter hatten das zweite Doppelwochenende in Folge antreten können. „In beiden Spielen hat sich gezeigt, dass einige Spieler einfach nicht zu ersetzen sind. Uns hat einfach die Substanz gefehlt. Nur mit einem vollen Kader können wir bestehen.“

Und dass die Mannschaft bestehen kann, hatte sie beim 9:6 in Crefeld oder beim 4:3 in Assenheim gezeigt. „Aber in dieser Liga gibt es viele Faktoren: Kaderstärke, Stadion, Tagesform. All das hängt von Sieg und Niederlage ab.“ Bestes Beispiel dafür ist der 9:8-Sieg nach Penalty-Schießen des bisherigen Schlusslichts aus Crefeld gegen Vizemeister TV Augsburg am Sonntag. Dabei holten die Gastgeber einen 0:4-Rückstand auf. „Das zeigt, wie eng es in dieser Liga zugeht“, sagt Amann.

Der Coach hat seiner Mannschaft nach den beiden kräftezehrenden Partien nun für den Dienstag erst einmal frei gegeben. Am Wochenende wartet mit der Partie in Bissendorf die nächste lange Fahrt, allerdings nur ein Spiel. Die Panther verloren am Wochenende mit 3:7 gegen Köln. „Ich bin mir aber sicher, dass wir nächstes Wochenende eine ganz andere Mannschaft sehen werden“, sagt der Coach. Dann kehren etliche Spieler zurück, außerdem wird das Debüt von Michael Welter und einem Neuzugang erwartet.

Text: Michael Bauer, Foto: Dirk Unverferth

Dreimal Turniersieger


23.03.2014 Schüler, Jugend und Junioren holen sich den Titel beim BRIV-Frühjahrsturnier in Straubing
Dreimal Atting und einmal Augsburg hießen die Turniersieger bei der zweiten Auflage des BRIV-Frühjahrsturniers in Straubing am Samstag und Sonntag. Vor vielen Zuschauern in der Straubinger Ausstellungshalle waren an beiden Turniertagen spannende Spiele geboten. Teams aus Atting, Deggendorf und Augsburg, sowie die österreichischen Gäste aus Altenberg waren am Start, über deren Teilnahme sich der BRIV sehr gefreut hat. Das Turnier soll fest im Jahreskalender etabliert werden und die BRIV-Spitze hofft, in den kommenden Jahren hoffentlich noch mehr Teams bei diesem Vorbereitungsturnier begrüßen zu können.

Bei den Bambini, wo in Abwesenheit der gastgebenden Attinger Mannschaft (Team größtenteils verhindert) nur drei Teams am Start waren, gewann der TV Augsburg vor den Deggendorf Pflanz I und II. Alle Teams spielten je zweimal gegeneinander. Tabelle:
1. Augsburg 8 Punkte, 21:3 Tore
2. Deggendorf I 3 Punkte, 7:12 Tore
3. Deggendorf II 1 Punkte, 7:20 Tore

Ungeschlagen und nur mit einem Unentschieden gegen Deggendorf gewannen die Attinger Schüler am Sonntag aufgrund des besseren Torverhältnisses das Turnier. Hier war mit Altenberg – genauso wie bei der Jugend – auch ein österreichisches Team am Start

Tabelle:
1. Atting 5 Punkte, 15:3 Tore
2. Deggendorf 5 Punkte 11:5 Tore
3. TV Augsburg 2 Punkte 5:15 Tore
4. Altenberg (AUT) 0 Punkte, 2:10 Tore

Das Turnier der Jugend war eine klare Sache für die Attinger Mannschaft, die alle Spiele gewinnen konnte. Auch hier waren die Gäste aus Altenberg am Start, die allerdings nicht über den vierten Platz hinauskamen.

Tabelle:
1. Atting 8 Punkte, 21:2 Tore
2. Deggendorf 6 Punkte, 14:10 Tore
3. TV Augsburg I 3 Punkte, 10:11 Tore
4. TV Augsburg II 2 Punkte, 6:10 Tore
5. Altenberg 1 Punkt, 4:23 Tore

Auch bei den Junioren konnten die Attinger am Ende deutlich triumphieren. Während die Gastgeber alle vier Spiele gewannen, konnte Deggendorf nur ein Spiel für sich entscheiden. Alle Spiele waren aber hart umkämpft und endeten nur mit wenigen Toren Differenz

Tabelle: 1. Atting 8 Punkte, 10:3 Tore 2. Deggendorf 3 Punkte, 7:8 Tore 3. Augsburg 1 Punkte, 4:10 Tore

Text, Foto: Michael Bauer

Pleite in Essen


23.03.2014 Eine heftige 2:16-Pleite musste die Bundesligamannschaft am Samstagabend bei den Rockets Essen einstecken.

Stark ersatzgeschwächt – es fehlten sechs Stammspieler – wurde die Mannschaft von Trainer Jürgen Amann von Beginn an heftig unter Druck gesetzt und dann im Mitteldrittel förmlich überrollt. Die beiden Tore für die Wölfe, die mit sechs Punkten aber immer noch hervorragend dastehen, erzielten Tim Bernhard und Roman Schreyer.

„Wir sind heute überhaupt nicht ins Spiel gekommen, waren immer einen Schritt zu langsam“, sagte Amann. „Essen hat alles gnadenlos bestraft. Uns haben heute eineinhalb Reihen gefehlt. Das konnten wir nicht kompensieren. Wir wussten, dass es mal eine Klatsche geben wird. Die haben wir nun bekommen.“

Auch mit dem Belag in Essen tat sich die Mannschaft sehr schwer. „Essen hat wirklich eine ganz tolle Halle, doch mit dem Boden sind wir nicht zurecht gekommen. Er war sehr schnell – allerdings soll das keine Ausrede für die heftige Niederlage sein. Wir müssen dienun abhaken und in Duisburg versuchen es besser zu machen. Leichter wird es aber bestimmt nicht."

Text: Michael Bauer, Foto: Dirk Unverferth

Hartes Doppelwochenende


20.03.2014 Nach zwei Auswärtssiegen kann das Bundesligateam in Essen und in Duisburg „absolut befreit“ aufspielen, sagt Coach Jürgen Amann
(mb) Kaum waren die Attinger Wölfe am Montagmorgen aus Krefeld zurück, begann auch schon die Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben. Es geht Schlag auf Schlag. Schon an diesem Wochenende warten auf die Skaterhockey-Cracks aus der 1. Bundesliga zwei weitere Gegner. Am Samstag geht es zu den Rockets Essen (18 Uhr) und am Sonntag (16 Uhr) zu den Duisburg Ducks.

Nachdem mittlerweile überraschend sechs Punkte auf dem Konto sind, können die Attinger noch befreiter aufspielen als vergangenes Wochenende. „Wir sind mit dem Saisonverlauf bisher sehr zufrieden“, sagt Coach Jürgen Amann, der trotz der positiven Stimmung und der überraschenden Tabellenführung („Die Guten hatten ja erst ein oder zwei Spiele, wir schon drei.“) auch ein wenig auf das Glück verweist: „Assenheim hat uns sicher etwas unterschätzt, und wenn wir in Krefeld nicht im ersten Drittel so gut dagegen gehalten hätten, hätte es auch da anders ausgesehen. Man hat ja bei den Skating Bears gesehen, wie schwer es ist, einen Rückstand aufzuholen.“

Während der Woche gab es nicht viel Zeit zum Erholen. Zwei weitere Einheiten standen auf dem Programm. „Ein Doppelwochenende ist sehr hart, das haben wir bei der Rückkehr aus Krefeld schon gesehen.“ Dementsprechend gefordert wird seine Mannschaft auch am Wochenende sein. „Essen ist für mich schwer einzuschätzen. In der Vergangenheit haben sie manchmal für Überraschungen bei den starken Teams gesorgt, dann aber auch wieder Niederlagen bei den schlechteren Teams einstecken müssen.“

Am Sonntag dann geht es zu den gut verstärkten Duisburg Ducks, die vor einer Woche Vizemeister TV Augsburg trotz 3:7-Rückstands am Ende noch mit 9:8 nach Penalty-Schießen schlugen. „Das ist für uns wie in Köln“, erklärt Amann. „Punkte wären da eine Sensation, denn die Duisburger sind ein Mitfavorit auf die Meisterschaft. Eines ist klar: UNterschätzen wird uns jetzt niemand mehr. Aber wir werden in beiden Spielen alles geben.“

Positiv ist neben den sechs Punkten bisher die Einführung der gestoppten Spielzeit. „Alle Spieler bewerten das als absolut positiv und es macht auch deutlich mehr Spaß zu spielen“, sagt der Coach. „Jedoch sind drei Reihen dann Pflicht.“ Zeit schinden ist nun nicht mehr möglich – einige Teams waren darin ja wahre Meister. „Im Skaterhockey kann es schnell gehen – zwei, drei Tore sind da nichts“, sagt der Coach. Er verweist dabei auf das Spiel in Köln, als seine Mannschaft nach zehn Minuten 2:0 führte: „Da kann man sich nicht einfach hinten reinstellen. Das bringt im Skaterhockey nichts.“

Text, Foto: Michael Bauer

Weitere drei Punkte


17.03.2014 Nach dem Auswärtsieg in Assenheim überraschte der IHC Atting auch beim Crefelder SC und holte sich die nächsten drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg

Nach nur drei Spieltagen ist eine Tabelle wenig aussagekräftig, aber im Fall des IHC Atting mehr als schön anzusehen. Denn nach dem 9:6-Auswärtssieg am Sonntag beim Crefelder SC sind die Wölfe wieder auf den ersten Tabellenplatz der 1. Bundesliga gerückt. „Aber das interessiert uns nicht“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Wichtiger ist, dass wir sechs Auswärtspunkte haben. Die kann uns keiner mehr nehmen.“

Es waren die Punkte vier, fünf und sechs im Kampf gegen den Abstieg – und nichts anderes zählt auch weiterhin für die Wölfe. Mit Crefeld wurde zudem ein möglicher Konkurrent gleich besiegt: „Wir haben eine super Leistung gezeigt vor allem kämpferisch“ sagte der Coach. „Ins erste Drittel sind wir nicht so gut reingekommen, da können wir uns bei Raphael Heitzer bedanken, dass wir da nicht mehr Tore gefangen haben.“ 2:2 stand es nach 20 Minuten. Tim Bernhard und Thomas Bauer hatten getroffen, doch das Chancenübergewicht lag bei den Gastgebern.

Doch danach kamen die Wölfe deutlich besser ins Spiel. Innerhalb von nicht einmal zwei Minuten machten Tim Dünnbier, Roman Schreyer und Matthias Rothhammer drei Tore. „Ab dem zweiten Drittel sind wir ins Rollen gekommen und sind davongezogen. Crefeld hat zwar super gekämpft, aber wir haben die Tore immer zur rechten Zeit geschossen.“ Zwar kam Crefeld auf 4:5 heran, doch nur 38 Sekunden nach dem Anschlusstreffer war wieder Bernhard zur Stelle und Roman Schreyer (36.) stellte den Drei-Tore-Abstand zur Pause wieder her.

„Das Tor von Matthias Rothhammer zum 8:5 hat Krefeld dann den Rest gegeben“, sagte Amann. Krefeld konnte nicht mehr nachsetzen und die Wölfe schaukelten den Sieg nach Hause. „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, sie hat einen super Job gemacht“, sagte der Coach.

Tags zuvor hatte man die erwartete Niederlage in Köln einstecken müssen. 2:9 (2:4, 0:3, 0:2) hieß es nach 60 Minuten. Auch hier konnte man kurzzeitig überraschen, denn nach zehn Minuten stand es nach Treffern von Florian Tkocz und Matthias Rothhammer 2:0. Dann musste Kölns Trainer Victor Martinez eine Auszeit nehmen. Erst danach kam der vierfache Meister ins Rollen. Gerade in Überzahl war gegen die Rheinos kein Bestehen. Fünf Gegentore kassierte man so. „Aber wir haben uns gut verkauft, besonders bei vier gegen vier“, sagte der Coach. „Aber in Unterzahl mussten wir anerkennen, wie stark Köln ist. Wir haben sie immerhin ein bisschen geärgert und lagen 2:0 in Führung. Aber ab dem zweiten Drittel hatten wir dann auch weniger Torchancen.“

Schon am nächsten Wochenende geht es weiter für den IHC Atting – erneut mit einem Doppelwochenende und erneut in Nordrhein-Westfalen. Am Samstag geht es nach Essen, am Sonntag nach Duisburg. Auch dort könnten die Wölfe absolut befreit aufspielen. „Schon jetzt ist das, was wir erreicht haben, mehr als positiv.“

Text: Michael Bauer, Foto: Raiko Gayk

Vorstandschaft bestätigt


15.03.2014 Die Mitglieder haben gewählt: Bernd Maier (1. Vorsitzender), Martin Amann (2. Vorsitzender), Kerstin Alzinger (Kassier) und Michael Bauer (Schriftführer) bleiben zwei weitere Jahre in ihren Ämtern

Die Mitgliederzahlen des vor fast 16 Jahren gegründeten Clubs stiegen auch im vergangenen Jahr weiter auf nun 175. In der Saison 2014 sind sechs Mannschaften, davon vier Nachwuchsteams, im Spielbetrieb. Dazu kommt eine Hobbymannschaft. Die erste Herrenmannschaft schaffte mit dem 4:3-Überraschungssieg in Assenheim einen perfekten Start in die eingleisige 1. Bundesliga und war sogar kurzzeitig Tabellenführer. Ziel sei aber der Klassenerhalt, hatte Trainer Jürgen Amann schon vor Saison angekündigt.

1. Bürgermeister Robert Ruber dankte den Vorstandsmitgliedern für ihre geleitete Arbeit: „Es wird Top-Sport beim IHC geboten. Gerade die Nachwuchsarbeit, die geleistet wird, ist hervorragend, das kommt gerade bei der Bevölkerung sehr gut an. Es ist eine schöne Entwicklung. Und der Start in die 1. Bundesliga war wirklich hervorragend.“ Auch 1. Vorsitzender Bernd Maier dankte der Gemeinde „für die großartige Unterstützung und auch die finanziellen Zuschüsse“. Die Gemeinde habe immer ein offenes Ohr für den IHC.

Der Bürgermeister erläuterte, dass man weiterhin versuche, Fördergelder für die geplante Halle zu bekommen. „Klar ist aber auch, dass es keine alleinige Spielstätte für den IHC Atting werden soll, sondern eine Halle für alle in der Gemeinde.“ Auch Maier unterstrich, wie wichtig es ist, dass das Projekt als vereinsübergreifend gesehen wird.

Der Club selbst hat in den vergangenen Monaten viel an der Professionalisierung gearbeitet. Ex-Vorsitzender Thomas Raidl ist als Sportlicher Leiter Bindeglied zwischen Vorstandschaft und Team, das mit fünf Neuzugängen verstärkt wurde. Hinzu kam ein neuer Ausrüster und deutlich höhere Sponsoreneinnahmen. „Die 1. Bundesliga hat großes Interesse geweckt“, sagte Michael Bauer. „Wir sind froh, dass uns so viele Firmen unterstützen.“ Die Kosten in der 1. Bundesliga seien noch deutlich gestiegen. Mit einem Werbespot, Flyeraktionen und Werbung am Eisstadion soll noch mehr als in der Vergangenheit auf den Club aufmerksam gemacht werden. „Wir haben noch viele Herausforderungen vor uns“, sagte Maier. „Wichtig ist, dass wir sie gemeinsam als Verein angehen und immer den Dialog suchen. Der Erfolg ist die Motivation.“

Die Saison 2014 startet für den Nachwuchs mit dem vom IHC ausgerichteten BRIV-Nachwuchspokal am kommenden Wochenende. Martin Amann, als zweiter Vorsitzender für den Spielbetrieb im Nachwuchs verantwortlich, freute sich, mit den Bambini wieder ein viertes Team im Spielbetrieb begrüßen zu dürfen. Die Zahlen der Nachwuchsspieler entwickelten sich weiter positiv.

Text: Michael Bauer, Foto: Armin Pöschl

Nur Außenseiter in Köln und Krefeld


14.03.2014 Vor dem zweiten Spielwochenende plagen den IHC Atting leichte Personalsorgen. Coach Jürgen Amann wird auf einige Leistungsträger verzichten müssen. Außerdem tritt er auf die Euphoriebremse

„Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber auswärts sind wir in jedem Spiel Außenseiter. Jetzt zu meinen, dass wir sicher die nächsten Punkte holen, wäre absolut vermessen. Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten“, sagt er vor den beiden Duellen am Samstag in Köln (18 Uhr) und am Sonntag in Krefeld (14 Uhr). Während Punkte bei Meisterschaftsmitfavorit Köln ohnehin in fast unerreichbaren Höhen hängen (Amann: „Das wäre ein Sensation“), sieht er sein Team auch beim Tabellenletzten Skating Bears Krefeld nicht unter Druck: „Krefeld will sich für die Auftaktpleite bestimmt rehabilitieren. Sie dürften ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfen und brauchen daher jeden Punkt. Sie sind in der Favoritenrolle.“

Schon im Vorjahr entging der Club, der einer der größten und ältesten Deutschlands ist, nur knapp dem Abstieg. Vor einer Woche gab es zum Auftakt zu Hause ein 3:9-Heimdebakel gegen die Highlander Lüdenscheid. „Ich erwarte aber hier eine ähnlich kampfbetonte Partie wie gegen Assenheim“, sagt Amann. „Wir müssen von Beginn an alles geben. Krefeld hat gegen Lüdenscheid nur ein Drittel verschlafen. Wir wissen, wie schnell es im Skaterhockey gehen kann. Da müssen wir aufpassen, dass uns so etwas nicht auch passiert und noch mehr kämpfen als in Assenheim.“

Während beim IHC mit Kapitän Fabian Hillmeier, Dominik Nissen, Tobias Wolf und Neuzugang Michael Welter vier Spieler fehlen, werden die Skating Bears laut eigenen Aussagen mit Ausnahme von Goalie Christian Kramer vollständig antreten können. Allerdings gab es vor der Saison einen großen Umbruch im Kader: Viele Leistungsträger wie Nationalspieler Dennis Holthausen (Duisburg), Patrick Komor (Ziel unbekannt) sowie Dennis Kobe, Tim Bothe und Tim Gregorie (alle Uedesheim) haben den Club verlassen. Kompensiert wurde dies hauptsächlich mit dem erfolgreichen Nachwuchs. Die Junioren waren 2012 deutscher Meister.

Immerhin: Beim IHC wird Simon Bogner sein Saisondebüt geben, so dass dem Coach drei Reihen zur Verfügung stehen werden. „Das ist für ein Doppelwochenende enorm wichtig“, sagt der Coach. „Super ist auch, dass ich mit Simon und Florian Tkocz zwei Verteidiger habe, die enorm viele Spielzeit nehmen können.“

Die Verteidigung und die Goalies werden gegen Köln besonders unter Druck stehen. Die Rheinos waren von 2006 bis 2010 viermal deutscher Meister sowie 2008 und 2010 Europapokalsieger. Vergangenes Jahr schieden sie im Halbfinale in drei Spielen gegen Augsburg aus, sind aber in dieser Saison wieder im erweiterten Favoritenkreis: „Sie werden uns nach dem 4:3 in Assenheim sicher nicht unterschätzen und von Beginn an Gas geben, aber wir sind dort nur Außenseiter“, sagt Amann. Mit den beiden Nationalspielern Robin Weisheit (97 Punkte in 22 Spielen) sowie Schlagschussspezialist (87 Punkte in 21 Partien, davon 54 Tore) verfügten die Kölner in der Vorsaison über die beiden Top-Scorer der Liga.

Text, Foto: Michael Bauer

Erstes Doppelwochenende


09.03.2014 Vorschau auf die beiden Auswärtsspiele in Köln und in Krefeld

Nach dem erfolgreichen Start in die neue Bundesligasaison, der sogar die kurzfristige Tabellenführung einbrachte, geht es für den IHC Atting nun ans Eingemachte. Gleich zwei Doppelwochenenden in Folge stehen nun für die Wölfe an. Am kommenden Samstag gastiert man in Köln. Die Rheinos gewannen zwischen 2006 und 2010 viermal den deutschen Meistertitel und standen 2012 noch einmal im Finale. Zusammen mit Titelverteidiger Iserlohn und Augsburg gehören sie auch dieses Saison wieder zu den großen Favoriten.

Nicht nur deshalb, auch aufgrund der drei Punkte aus dem Auftaktspiel kann der IHC dort befreit aufspielen. „Köln ist ein Meisterschaftsfavorit, wenn wir auch dort Punkte holen würden, käme das einer Sensation gleich“, sagt IHC-Trainer Jürgen Amann.

Anders wäre das tags darauf bei den Skating Bears in Krefeld. Die junge, neu formierte Truppe der Krefelder kassierte am vergangenen Wochenende eine derbe 3:9-Heimklatsche gegen die Highlander Lüdenscheid. Wie auch der IHC kämpft die Mannschaft um den Klassenerhalt. „Nach der Auftaktpleite wollen sie sich gegen uns bestimmt rehabilitieren“, sagt Amann. „Die benötigen jeden Punkt. Daher erwarte ich eine ebenso kampfbetonte Partie wie in Assenheim.“ Dort hatten die Wölfe zum Start mit 4:3 gewonnen.

Text, Foto: Michael Bauer

Traumstart mit drei Punkten


02.03.2014 Der IHC Atting hat einen Traumstart in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Der Aufsteiger siegte am Samstag mit 4:3 (1:1, 1:1, 2:1) bei den Rhein-Main Patriots und holte die ersten drei Punkte.
In einem kampfbetonten Spiel machten die Wölfe den spritzigeren und fitteren Eindruck und waren vor allem disziplinierter. Gleich zwei Patriots (Tobias Etzel und Shane Haskins) erhielten nach Tätlichkeiten eine rote Karte. „Gerade in diesen Situationen haben wir uns clever verhalten“, lobte Trainer Jürgen Amann seine Mannschaft. Mehrere Male kam es nach Pfiff der Schiedsrichter vor dem Attinger Tor zu Meinungsverschiedenheiten. Während die Patriots ihre Nerven nicht im Griff hatten, zogen die Attinger oft gerade noch rechtzeitig zurück. Auch Patriots-Coach Patric Pfannmüller meinte: „Die beiden roten Karten haben uns etwas aus der Bahn geworfen. Da haben wir etwas übertrieben reagiert.“

Doch nicht die Überzahlsituationen waren es, die das Spiel entschieden. Es waren die besseren Einzelspieler. Der pfeilschnelle Matthias Rothhammer hatte die Wölfe nach rund zwei Minuten in Führung gebracht. Atting verpasste es nachzulegen und kassierte nach einem Missverständnis zwischen Goalie Raphael Heitzer und Florian Tkocz durch Nationalspieler Hannes Ressel in der 17. Minute das 1:1. „Wir haben von Beginn an hohe Laufbereitschaft gezeigt und Assenheim stark unter Druck gesetzt“, sagte Amann, der gerne noch vor der Pause das 2:1 gesehen hätte. In Überzahl – Etzel hatte zuvor rot gesehen – scheiterte allein Fabian Hillmeier dreimal am starken Ingo Schwarz im Patriots-Gehäuse.

Stattdessen ging Assenheim im zweiten Drittel erneut durch Ressel (27.) in Führung. Die Attinger Defensive wusste nicht, wo sich der Ball befand. Die Gastgeber wurden nun stärker und hatten auch bei einer vierminütigen Überzahl die Chance, die Führung auszubauen. Doch Heitzer und die gut postierte Abwehr verhinderten ein weiteres Tor. Stattdessen kamen die Wölfe nach einem toll abgeschlossenen Alleingang von Tim Bernhard (Tkocz hatte ihn auf die Reise geschickt) zum Ausgleich. Zuvor hatte noch Shane Haskins die rote Karte gesehen. Nach erneutem Nachschlagen gegen Heitzer hatte ihn Hillmeier zur Rede gestellt. Haskins antwortete mit einem Faustschlag mitten ins Gesicht.

Ins Schlussdrittel ging es dann aber mit vier gegen vier – und dabei blieb es. Nun bestimmten Kampf, aber nicht Unfairness das Spiel. Atting war wacher und machte schnell die Tore: Neuzugang Thomas Bauer reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und schoss volley zum 3:2 ein (42.) Hillmeier umspielte eine Minute später nach Zuckerpass von Dünnbier Goalie Schwarz zum 4:2. „Die beiden Tore waren mit spielentscheidend“, sagte Amann. Zwar gelang den Patriots durch Marco Forster schnell (45.) der Anschlusstreffer, den Rest aber hielt Goalie Heitzer sicher. Nur einmal hatte er noch bei einem Pfostenschuss Glück und meinte nach dem Spiel: „Hauptsache drei Punkte.“

Dem stimmte auch Coach Amann zu: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte er. „Wir haben ein sehr heißes Spiel mit dem glücklicheren Ende für uns gesehen. Wir haben schon vor dem Spiel gesagt, dass alles, was wir auswärts holen können, ein Bonus für uns ist. So gehen wir auch in die nächsten Spiele.“ Die finden in zwei Wochen bei Titelmitfavorit Köln und in Krefeld statt.

Die Attinger nahmen nicht nur ein Lob der Gastgeber (Pfannmüller: Wenn die Attinger so spielen, werden sie nicht unten stehen.“), sondern auch die Tabellenführung mit aus Assenheim mit. Denn die Begegnung am Samstag war die Auftaktpartie der 1. Bundesliga. „Die Tabelle wird ausgedruckt, ausgeschnitten um im Vereinsheim aufgehängt“, sagte Marco Rothhammer grinsend, aber wohl wissend, dass der Zwischenstand nach einem von 22 Spielen keine Aussagekraft hat.

Rhein-Main Patriots: Schwarz - Forster, Ressel, Kluin, Napravnik, Gabler, Bannenberg, Aletter, Etzel, Blum, Wehrheim, Haskins, Bauersfeld, Berk, Brunn;
Atting: Heitzer - Tkocz, Kuhnle, Dünnbier, Bauer, Hofmeister, Bernhard, Nissen, Schreyer, Prasch, Mar. Rothhammer, Mat. Rothhammer, Wolf, Hillmeier;
Tore: 0:1 (2:16) Mat. Rothhammer (Bernhard), 1:1 (16:05) Ressel 3-3, 2:1 (25:29) Ressel, 2:2 (36:29) Bernhard (Tkocz), 2:3 (41:58) Bauer (Bernhard), 2:4 (42:51) Hillmeier (Dünnbier), 3:4 (44:25) Forster (Wehrheim);
Schiedsrichter: Schlüter (Velbert), Drücker (Düsseldorf); Strafminuten: Assenheim 2 + 10 gegen Brunn + je Matchstrafe gegen Haskins und Etzel - Atting 12 + je 10 gegen Kuhnle und Schreyer; Zuschauer: 112.

Text, Foto: Michael Bauer

Gekommen, um zu bleiben


28.02.2014 Am Samstag um 17.30 Uhr startet die erste Mannschaft das Unternehmen „Mia san Bundesliga“ mit dem Auswärtsspiel bei den Rhein-Main Patriots
„Abenteuer 1. Bundesliga“ titelte das Straubinger Tagblatt vor knapp vier Jahren an gleicher Stelle. Der IHC Atting war gerade überraschend in Deutschlands höchste Inline-Skaterhockey-Liga aufgestiegen. Ein Jahr danach kam die Herausforderung Klassenerhalt, an deren Ende der bittere Abstieg stand. Vier Jahre nach dem ersten Aufstieg, im März 2014, sind die Wölfe wieder da, zurück in der 1. Bundesliga. Besser, stärker, motivierter und mit einem neuen Motto: Gekommen, um zu bleiben.

Vieles hat sich in den vergangenen vier Jahren beim drittgrößten Skaterhockey-Club Bayerns (175 Mitglieder) getan. In allen Bereichen wurde der Club versucht zu verbessern, in manchen Teilen ging das langsamer, in manchen schneller. Nach dem Abstieg 2011 folgte ein bereits starkes Übergangsjahr 2012 mit der Vizemeisterschaft in der 2. Bundesliga Süd, 2013 dann die souveräne Meisterschaft und der Wiederaufstieg in die mittlerweile eingleisige, zwölf Teams umfassende 1. Bundesliga.

Wenn am Samstag im hessischen Assenheim (rund 30 Kilometer nördlich von Frankfurt) um 17.30 Uhr das erste Bully der Saison erfolgt, gibt es daher nur ein Ziel: „Das ist der Klassenerhalt“, sagt Coach Jürgen Amann, der in seine vierte Saison geht. „Wir müssen mit Stolz an die Sache herangehen. Wir gehören jetzt zu den zwölf besten Teams Deutschlands und wir haben auch das Potenzial, unter diesen besten Teams zu sein.“

Um dieses Ziel Klassenerhalt auch zu erreichen, wurde in den vergangenen Monaten viel an der Infrastruktur und der Mannschaft gearbeitet. Thomas Raidl kümmert(e) sich als neuer Sportlicher Leiter um die Neuzugänge. Mit Roman Schreyer, Michael Hofmeister, Michael Welter und Thomas Bauer kommen vier starke und erfahrene Skaterhockey-Cracks, so dass der Kader aktuell 15 Spieler und drei Torhüter zählt – groß genug für die starke und körperlich intensive Liga.

Die Vereinsführung ging gleichzeitig auf Sponsorenakquise. Viele Neue Gönner kamen in den vergangenen Monaten hinzu. Sie kommen für die deutlich weiteren und teuereren Fahrten, Schiedsrichterkosten oder auch die Hallenmiete auf. Viele kamen auch aus dem Gemeindebereich Atting, der voll hinter seinem Club steht, aber auch aus dem Landkreis. Die Gelder wurden beinahe verdoppelt. Ein neuer Ausrüster sorgte für professionelles Equipment und Erscheinungsbild. Zu Saisonbeginn wird auch eine Werbe- und Medieninitiative mit TV-Spots, Flyern oder Plakaten gestartet. „Wir haben uns in einigen Bereichen wirklich sehr gut weiterentwickelt“, sagt Amann. „Für eine Randsportart, und eine solche sind wir auch in der 1. Bundesliga, ist das schon ein sehr hohes Niveau. Das sorgt für positive Stimmung im Verein und bei den Spielern.“

Die konnte man in den – wenn auch nur wenigen – Trainingseinheiten und danach schon erkennen. „Alle sind heiß, alle ziehen mit und der Antrieb ist bei jedem einzelnen noch größer geworden“, sagt der Coach, der in den vergangenen Wochen viele kleine Veränderungen bei seinen Akteuren beobachtet hat. „Viele, die bisher weniger zu den Leistungsträgern zählten, haben deutlich zugelegt, sind schneller, stärker und haben sich an unsere Top-Spieler angenähert. Mit unseren Neuzugängen haben wir uns auch optimal verstärkt. Was sie bisher gezeigt haben, war sehr gut.“ Nicht mehr „Bubihockey“, wie noch vor ein paar Jahren spiele seine Mannschaft, die am Mittwoch Zweitligaufsteiger Deggendorf im einzigen Testspiel klar mit 10:4 besiegte, sondern „richtiges Hockey“. Er habe nicht erwartet, „dass es bereits so früh so gut aussieht“.

Doch reicht dies auch für die starke Konkurrenz? Der Niveauunterschied zwischen erster und zweiter Liga ist riesig. Auch die anderen elf Teams haben sich verstärkt. Keiner will am Ende auf einem der beiden Abstiegsplätze landen. Viele Trainer sehen die beiden Aufsteiger Atting und Kaarst am Ende wieder unten. Einige Teams trainieren bereits seit Dezember, haben vier oder gar fünf Freundschaftsspiele und Turniere absolviert. „Wir müssen daher auch flexibel sein und improvisieren“, sagt Amann. „Bei unserer kurzen Vorbereitung zählen auch noch die Spiele im März zur Findungsphase, wir müssen aus jedem Spiel Erkenntnisse mitnehmen.“ Auch der Kader ist zu Beginn nicht ganz komplett.

Nur der Klassenerhalt zählt deshalb. „Alles andere wäre fatal“, sagt der Coach und mahnt: „Es wird auch die eine oder andere bittere Pleite kommen. Es gehört auch zum Lernprozess dazu, wie wir damit umgehen werden. Wenn wir auswärts einige Punkte holen könnten, wäre das super.“ Assenheim, Kaarst und Krefeld sieht er mit den Wölfen auf einer Linie. Iserlohn, Augsburg und Köln sind die Favoriten auf die deutsche Meisterschaft. Der Rest (Bissendorf, Lüdenscheid, Duisburg, Essen und Uedesheim), streite sich um die Playoffs, die die ersten acht nach 22 Saisonspielen erreichen.

Neun Auswärtsspiele warten zum Auftakt, dann geht es in die Heimsaison am Straubinger Pulverturm. Dort ist man seit zwei Jahre unbesiegt. 15 Punkte braucht man wohl mindestens, um am Ende drin zu bleiben. „Mia san Bundesliga“ - auch das ist ein Motto der Wölfe. Und dabei soll es auch bleiben. Denn die Wölfe sind gekommen, um zu bleiben.

Text, Foto: Michael Bauer

Hintere Reihe von links: Trainer Jürgen Amann, Robert Kuhnle, Christian Prasch, Tim Dünnbier, Tobias Wolf, Michael Hofmeister, Dominik Nissen, Tim Bernhard, Matthias Rothhammer, Marco Rothhammer, Teammanager Klaus Liebl;
vordere Reihe von links: Alexander Herzog, Roman Schreyer, Florian Tkocz, Raphael Heitzer, Fabian Hillmeier, Thomas Stadler; Es fehlen: Thomas Bauer, Michael Welter und Simon Bogner;

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21.07., 17.30 Uhr Ergebnis:
-:-

Atting - Augsburg
Sa., 21.07., 15 Uhr
Jugend - ERC Ingolstadt

So., 22.07., 16 Uhr
Ingolstadt - Atting I
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 12 157:71 32
2 Spaichingen 14 151:91 30
3 Merdingen 11 147:88 24
4 Ingolstadt 12 125:79 23
5 Atting 11 131:110 21
6 Freiburg 11 96:75 17
7 Schwabmünchen 12 139:146 15
8 Rhein-Main Patriots 14 119:146 15
9 Deggendorf 12 71:147 6
10 Sasbach 13 36:219 0
11
12