Zehnter Sieg im zehnten Spiel


25.06.2017 Die Herren habe zum Abschluss der Heimspielsaison noch einmal ein Torfeuerwerk abgebrannt und mit dem 19:9-Sieg gegen HC Marktoberdorf die Tabellenführung ausgebaut.
Der IHC Atting hat zum Abschluss seiner Heimspielsaison noch einmal ein Torfeuerwerk abgebrannt und mit dem 19:9-Sieg (6:5, 6:1, 7:3) gegen den HC Marktoberdorf nicht nur die 200-Tore-Marke erreicht, sondern auch die Tabellenführung ausgebaut.

Die Wölfe schafften auch im zehnten Spiel einen Sieg und stehen derzeit mit 30 Punkten und 204:51 Toren (20 Treffer im Schnitt) sechs Punkte vor den Pleystein Piranhas, die allerdings ein Spiel weniger ausgetragen haben, dieses gegen Schlusslicht Deggendorf aber sicher gewinnen dürften. Die Wölfe spielen noch einmal zuhause – dann am kommenden Samstag im Derby gegen die Straubing Buffalos, sind dann aber nur Gast.

Das Spiel gegen die Allgäuer war über weite Strecken der Partie zerfahren und von Diskussionen gesäumt. Nicht nur deshalb, auch aufgrund der 28 Treffer dauerte es zweieinhalb Stunden. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, sagte Coach Markus Alzinger. „Es war ein schöner Abschluss.“

Dabei spielten die Gäste im Anfangsdrittel gut mit und ärgerten die Wölfe, die ohne Goalie Daniel Filimonow und Kapitän Fabian Hillmeier antreten mussten, einige Male. 6:5 stand es nach 20 Minuten für die Wölfe, bei denen Matthias Rothhammer an diesem Abend Kapitän war. Im zweiten Drittel wurde das Spiel dann aber klarer. Drei schnelle Tore von Moritz Eisenschink, Maximilian Kettl und Domink Nissen brachten eine 9:6-Führung. Szenenapplaus gab es für den zehnten Treffer: Dominik Kuhnle fälschte vor dem Tor stehen einen Schuss von Christoph Wittenzellner ab, danach folgte ein schönes Unterzahltor von Florian Meichel. Nach zwei Dritteln stand es 12:6.

Im Schlussdrittel bauten die Wölfe den Vorsprung noch einmal aus, aber auch die Gäste kamen noch zu drei Treffern. Alle Attinger Spieler trugen sich n die Scorerliste ein. Max Miazga traf viermal, Dominik Nissen war mit fünf Punkten erfolgreichster Scorer. Max Schneider erzielte beim Saisondebüt einen Treffer, Bruder Leon von den Junioren traf doppelt.

IHC Atting: Stadler, Kelbin; Mat. Rothhammer (1/1), Deichslberger (1/3), Meichel (1/1), D. Kuhnle (2/1), Eisenschink (1/2), Kettl (2/0), Miazga (4/0), Nissen (1/4), Prasch (2/0), Mar. Rothhammer (0/1), M. Schneider (1/0), Wittenzellner (1/2), L. Schneider (2/0);
Schiedsrichter: Knott, Heimrich; Strafminuten: Atting 26, Marktoberdorf 14;

Text, Foto: Michael Bauer
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Junioren Zweiter beim Länderpokal


22.06.2017 Sechs Junioren wurden am zurückliegenden Wochenende in Ahaus Zweiter beim Länderpokal. Drei erzählen, was sie vom Turnier mitnehmen
Sechs Juniorenspieler des IHC Atting erreichten in der vergangenen Woche mit der bayerischen Juniorenauswahl den zweiten Platz beim Länderpokal in Ahaus. Rang eins ging an die Mannschaft von Nordrhein-Westfalen. Leon Schneider, Marc Binder und Tobias Schwarzmüller schildern ihre Erlebnisse beim Turnier, was Sie dort mitgenommen haben und wie sie das bayerische Skaterhockey im Vergleich einschätzen:

Leon Schneider: Das Niveau der Mannschaft aus NRW ist nicht mit unserer Liga zu vergleiche. Es war eine gute Erfahrung und cool, mit Spielern anderer Teams zusammenzuspielen und die besser kennen zu lernen. In Bayern ist Skaterhockey einfach noch nicht so weit verbreitet und es stehen noch nicht so viele Hallen zur Verfügung, in denen man spielen und das ganze Jahr über trainieren kann. Das wäre ein Punkt, den man ändern müsste, um mit NRW mithalten zu können. Das Turnier selbst ist für jeden Spieler ein Anreiz, noch härter zu trainieren.“

Marc Binder: „Da oben hat man gesehen, dass man im bayerischen Skaterhockey noch ein weites Stück entfernt ist von dem, was die in NRW spielen. Vor allem die Spielintelligenz und die Qualität der Spieler war deutlich höher als in Bayern. Im ersten Drittel könnten wir immer gut mithalten. Hintenraus war aber dann die Qualität von NRW entscheidend. Auch hat man gemerkt, dass die Chancenverwertung dort oben deutlich höher ist. Baden-Württemberg und Berlin waren auch nicht schlecht. Dennoch war unsere Team einfach qualitativ besser aufgestellt. Mitnehmen könnte man dass man noch viel arbeiten muss, um bei den wirklich Guten mitzuhalten.“

Tobias Schwarzmüller: „Das Niveau war in jedem Fall höher. Das liegt daran, dass dort nur die jeweils besten Spieler der Länder anreisen. Es wurden viele und auch enge Freundschaften zwischen den Spielern der bayerischen Vereine geknüpft. Natürlich nimmt jeder von diesem Wochenende auch einige neue Erfahrung was das technische angeht mit. Auf jeden Fall muss aber in Bayern noch einiges geschehen, um mit NRW mitzuhalten. Vor allem spielerisch war uns diese Mannschaft haushoch überlegen. Das liegt denke ich daran, dass viele von ihnen regelmäßig im Training erscheinen, was ja bei uns noch ein ziemliches Problem ist. Ein Grund dafür liegt darin, dass die Anfahrtswege teilweise sehr lang sind. Andererseits kann man sich auch nicht auf ein geregeltes Training einstellen, da es ja immer noch das Problem mit der Halle gibt uns wir ja alle paar Monate wieder woanders hin müssen. Wenn man geregeltes Training in einer eigenen Halle abhalten könnte, dann wäre das für die Quantität an Spielern aber auch für die Qualität der Spieler ein großer Fortschritt. Ein Nachteil gegenüber NRW liegt auch noch darin, dass dort jeder Verein eine eigene Turnhalle hat. Bei uns darf ja dort kein Hockeyverein hinein.“

Derbysieg gegen die Buffalos


17.06.2017 Die Herren gewinnen am Samstagabend das Derby gegen die Straubing Buffalos klar mit 17:7. Am Sonntag folgt ein 8:5 in Nürnberg.
Der IHC Atting hat nach zwei weiteren Siegen in der Regionalliga Bayern die Tabellenführung vor den ebenfalls weiter siegenden Pleystein Piranhas verteidigt. So leicht wie zuletzt waren die Erfolge im Derby gegen Straubing und in Nürnberg jedoch nicht einzufahren.

Zwar stand am Ende gegen den Lokalrivalen Straubing Buffalos ein 17:7 (6:3, 5:3, 6:1), zwischendrin war das Spiel aber einige Zeit lang knapp. Das gut besuchte Derby bot über weite Strecken des Spiels interessantes aber auch intensives Hockey. „Es war endlich wieder einmal ein spannendes Spiel“, sagte Florian Meichel. „Lange war es knapp. Wenn wir getroffen haben, haben auch die Buffalos oft wieder geantwortet.“

Das gut besuchte Derby bot über weite Strecken des Spiels interessantes aber auch intensives Hockey. „Es war endlich wieder einmal ein spannendes Spiel“, sagte Florian Meichel. „Lange war es knapp. Wenn wir getroffen haben, haben auch die Buffalos oft wieder geantwortet.“ Nach einer schnellen 3:0-Führung kamen die Buffalos, die neben Stefan Loibl auch Sandro Schönberger aufboten, zum 2:3. Nach 20 Minuten stand es 6:3 für die Wölfe.

Auch in einem zerfahrenen zweiten Drittel, in dem es auf beiden Seiten mehrere Strafzeiten gab und bei dem Schönberger und Meichel im Trash Talk an der Bande ein paar Worte austauschten, blieben die Gäste dran. Zwischenzeitlich stand es 9:6, ehe Matthias Rothhammer (an diesem Abend vier Tore) nach einer herrlichen Passstaffette bei drei gegen drei auf dem Feld und Meichel (insgesamt sechs Punkte) auf 11:6 erhöhten. Wie zum Zeichen, wie ernst es gemeint war, musste der feststeckende Ball nach Rothhammer Treffer erst aus dem Tor „befreit“ werden.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels sah es danach aus, als würden die Gäste noch einmal den Anschluss versuchen. Das 7:11 durch Schönberger (zwei Tore, zwei Vorlagen), nach Pass von Loibl (ebenfalls zwei Tore und zwei Vorlagen) war allerdings der letzte Buffalos-Treffer, auch weil der sicher haltende Daniel Filimonow im Attinger Tor zum Schluss noch einen Schuss aus Nahdistanz scheinbar mühelos mit der Fanghand aus dem Winkel fischte. Die Attinger bauten die Führung in den letzten 20 Minuten kontinuierlich aus und gewannen das Spiel am Ende standesgemäß.

IHC Atting: Filimonow (Stadler) - Hillmeier (3/1), Mat. Rothhammer (4/0), Deichslberger (0/1), Eisenschink (1/0), Jetschina, Kettl (0/1), R. Kuhnle (2/0), Meichel (3/3), Nissen (1/2), C. Prasch (2/1), C.O. Prasch, Wittenzellner (1/1), Eiglsperger;
Straubing Buffalos: Langhansl (ab 37. Dießner) - Baumgartner (2/0), Bartl (1/0), Altmann, Früchtl, Hanner, Kassek, Knott, Loibl (2/2), Pfeffer, Schmid, Schmidt (0/1), Schönberger (2/2);
Schiedsrichter: Breiter, Märkl; Strafminuten: Atting 16, Straubing 22.

Das Sonntagsspiel in Nürnberg war das erste seit rund zehn Jahren, das die Wölfe auf einem Außenplatz bestreiten mussten – eine knifflige Aufgabe bei heißen Temperaturen. Das 8:5 (2:1, 4:2, 2:2) war das bisher knappste Spiel in dieser Saison. Nach einem 2:1-Zwischenstand nach 20 Minuten (Tore durch Eisenschink und Hillmeier) zogen die Wölfe aber im Mitteldrittel davon. Unter anderem traf Hillmeier noch zweimal. Auch Florian Meichel kam auf insgesamt vier Punkte.

„Wir waren sehr gut aufgestellt, sind wir das nicht, geht das Spiel auf diesem Platz schnell verloren“, sagte Coach Markus Alzinger. „25 Grad, strahlender Sonnenschein, das ist schon etwas anderes, als wir gewohnt sind. Aber das Wichtigste ist, dass wir die drei Punkte geholt haben.“ Deutlicher hätte es werden können, wenn einige der vielen Versuche statt an Pfosten oder Latte im Tor gelandet wären. Auch ein Penalty wurde verschossen.

Schon jetzt ist klar, dass die Meisterschaft in der Liga nur über die Wölfe und Pleystein führen kann. Die Wölfe haben nach neun Spielen weiter eine weiße Weste, die Weidener nur das Spiel gegen Atting verloren. Kommenden Samstag erwarten die Wölfe die Allgäu Rangers Marktoberdorf zum letzten Heimspiel, das möglicherweise entscheidende direkte Duell zwischen Pleystein und den Attingern findet am 15. Juli in Weiden statt.

Atting: Stadler (ab 31. Kelbin) - Hillmeier (3/0), Mat. Rothhammer (1/1), Eiglsperger, Eisenschink (1/0), R. Kuhnle, Kettl, Nissen (1/0), Meichel (2/2), Wittenzellner, C. Prasch, C.O. Prasch, Deichlsberger, D. Kuhnle (0/1);
Schiedsrichter: Friedrich, Hiller; Strafminuten: Nürnberg 18, Atting 12.

Text, Foto: Michael Bauer

Daniel Filimonow bei der Inlinehockey-WM


17.06.2017 Große Ehre für Goalie Daniel Filimonow: Er wurde für die IIHF Inlinehockey-Weltmeisterschaft in Bratislava nominiert.
An einer Weltmeisterschaft nimmt man nicht jeden Tag teil, besonders, wenn man während der Saison nicht in der höchsten Liga spielt und eigentlich auch noch in einer etwas anderen Sportart. Daniel Filimonow, Torhüter beim Skaterhockey-Regionalligisten IHC Atting, hat dies aber nun geschafft. Er nimmt ab 25. Juni mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Inlinehockey-Weltmeisterschaft im slowakischen Bratislava teil.

„So eine Chance bekommt man nicht oft“, sagt der 21-Jährige, der im Winter für den Deggendorfer SC spielt und im vergangenen Jahr seine ersten Einsätze in der DEL für die Straubing Tigers hatte. „Natürlich habe ich sofort zugesagt, ich freue mich sehr.“ Dabei unterscheidet sich das Turnier in Bratislava deutlich von den Spielen, die er momentan gewohnt ist. Denn Inlinehockey ist nicht gleich Inline-Skaterhockey. Beim IHC Atting wird Skaterhockey mit einem Ball gespielt, die Sportart von der ISHD in Deutschland und weltweit von der IISHF organisiert. Inlinehockey in der DIHL hat etwas andere Regeln und wird mit Puck gespielt, der Eishockeyweltverband ist die Dachorganisation. Gab es früher noch eine größere Liga mit mehreren Gruppen, ist der Sport mittlerweile auf wenige Turniere im Jahr zusammengeschrumpft, die meist von Eishockeyprofis gespielt werden, während Skaterhockey zehn Monate im Jahr gespielt wird, über komplette Nachwuchsligen und mehrere Tausend Spieler verfügt.

„Inlinehockey ist schon noch etwas anders, vor allem, weil der Puck besser berechenbar ist, als der Ball, außerdem sind die Hallen größer“, sagt Filimonow, der im zweiten Jahr wieder beim IHC Atting spielt. Schon im Nachwuchs war er einige Jahre bei den Wölfen. „Letztes Jahr habe ich wieder angefangen, bin etwas schwer reingekommen, aber mittlerweile bin ich voll drin und es macht mir sehr viel Spaß.“ Gerade als Torhüter ist es nicht einfach. Schnelle Bewegungen auf den Schienen, die am Eis heute Standard sind, funktionieren auf dem Kunststoffbelag nicht. „Aber ich habe da eine eigene Technik entwickelt.“

In dieser Saison gibt es eine eigene Inlinehockey-Trainingsgruppe in Straubing, die von Rene Röthke organisiert wird. Mit dabei sind einige Tigers-Cracks wie Stefan Loibl, Alexander Dotzler, Sandro Schönberger aber auch andere Profis wie Patrick Buzas (Nürnberg) oder Cody Brenner (Deggendorf) sowie Attings Kapitän Fabian Hillmeier und Ex-Wolf Tim Bernhard. „Allerdings ist dort das Tempo noch mal um einiges höher als in der Regionalliga.“

Den Kontakt zum DEB und Bundestrainer Georg Holzmann hat Stefan Ortolf hergestellt, der Filimonow gefragt und vorgeschlagen hat. Inlinebeauftragter Eckhard Schindler hat sich dann bei Filimonow gemeldet und nach einem Turnierbesuch in Erding war auch schon alles klar. „Wir haben dann das Organisatorische geregelt und alles besprochen.“ Ein weiteres Turnier musste wegen eines Spiels ausfallen. „Das wäre an diesem Samstag gewesen, wenn wir mit Atting gegen die Straubing Buffalos spielen. Aber das ist sehr wichtig und da wollte ich nicht fehlen.“ Denn die Meisterschaft mit den Wölfen ist das Ziel.

Allerdings wird er mindestens eines der Spiele verpassen – wegen der WM in Bratislava, wo er zusammen mit Ex-Tiger Sinisa Martinovic (Bietigheim/DEL2) ein Torhüterduo bilden wird. „Wir sind mit Finnland, Schweden und Tschechien in einer Gruppe. Das sind alles starke Inlinehockeymannschaften“, sagt Filimonow, der sich mit Martinovic in den Spielen abwechseln wird. Meistens soll jeder je zwei Viertel (auch das ein Unterschied zum Skaterhockey) spielen. „Wenn man realistisch ist, werden wir mit Kroatien gegen den Abstieg spielen.“ In der zweiten Gruppe sind neben den Kroaten auch Kanada, die USA und die Gastgeber, bei denen sich sogar Spieler aus der russischen KHL angesagt haben. Die ersten acht Teams der Weltrangliste bilden die A-Gruppe, weitere acht schlechter platzierte spielen in der B-Gruppe.

Am 21. Juni trifft sich das Team, dann steht einen Tag später ein Test gegen die Slowakei auf dem Programm sowie einige Trainingseinheiten. Es folgen die Turnier-Spiele gegen Finnland (25. Juni, 16 Uhr), Schweden (26. Juni, 16 Uhr) und Tschechien (27. Juni, 16 Uhr) sowie dann die Platzierungsrunde. Zwei Goalies, sechs Verteidiger und acht Stürmer sind im Team, bekanntester Teamkollege ist Augsburgs Steffen Tölzer.

Schon jetzt vor der WM steht die Vorbereitung aufs Eishockey im Fokus. Inlinehockey ist dabei eine willkommene Gelegenheit, fit zu bleiben. „Ich mache von Montag bis Freitag Sommertraining“. Meist sind Cody Brenner, sein neuer Teamkollege in Deggendorf, und Marco Eisenhut dabei, der in der neuen Saison in Dresden spielt. Aufs Eis geht er momentan nicht. „Die Gelegenheiten bei uns in der Region sind einfach nicht da.“

Für die neue Eishockey-Saison hat er auch bereits Ziele: „Ich möchte mich in Deggendorf weiter etablieren und beweisen, dass ich das Zeug zur Nummer eins habe. Den Trainern in Straubing möchte ich zeigen, dass ich einspringen könnten, wenn was sein sollte, ansonsten ist es aber schwierig, sich für die Tigers ein Ziel zu setzen.“ Erst einmal steht aber die Inlinehockey-WM und die Saison mit dem IHC Atting im Vordergrund. Zuerst möchte er nicht absteigen, dann Meister werden.

Text: Michael Bauer, Fotos: Andrea Ach

Derby gegen Straubing


16.06.2017 Die Regionalliga-Mannschaft erwartet am Samstag um 17.30 Uhr die Straubing Buffalos und reist am Sonntag dann nach Nürnberg
Nach der einwöchigen Spielpause geht es für den IHC Atting in der Regionalliga Bayern mit einem besonderen Spiel weiter: Am Samstagabend um 17.30 Uhr steigt in der Ausstellungshalle das Derby gegen die Straubing Buffalos.

Die Attinger, die nach sieben Spielen weiter mit voller Punktzahl an der Tabellenspitze stehen – Pleystein zog am vergangenen Wochenende aber mit einem Erfolg gegen Deggendorf II nach Zählern wieder gleich – sind dabei klarer Favorit. Die Straubinger sind mit zwei Siegen aus acht Spielen in der Tabelle derzeit Sechster, verloren zuletzt mit 7:12 gegen die Donaustauf Crocodiles.

Zuletzt hatten sie sich aber mit einigen Cracks der Straubing Tigers verstärkt. Top-Scorer ist Stefan Loibl (25 Punkte aus fünf Spielen), auch Max Renner absolvierte schon ein Spiel, ist aber diesmal nicht dabei. „Wir wissen nicht genau, wer spielt“, sagt IHC-Coach Markus Alzinger. „Es wird bestimmt ein heißer Ritt, aber ich habe mein Team gut eingestellt. Unsere Qualität zieht sich durchs ganze Team und ist nicht nur auf eine Reihe begrenzt.“ 160 Treffer in sieben Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Top-Scorer Fabian Hillmeier hat in nur sieben Spielen bereits 47 Tore erzielt und 21 vorbereitet.

Attings Goalie Daniel Filimonow, ebenfalls im erweiterten Kader der Tigers freut sich schon auf das Duell. „Mit Stefan Loibl habe ich zuletzt schon darüber geredet. Natürlich wollen uns die Buffalos ein bisschen ärgern, aber wenn wir unser Spiel spielen, sollten wir die Punkte holen. Unser großes Ziel ist die Meisterschaft.“

Aber es ist nicht das einzige Spiel der Wölfe an diesem Wochenende: Schon am Sonntag um 16 Uhr gastiert man bei den Nürnberg Knights, die man im Hinspiel mit 29:4 aus der Ausstellungshalle schoss. Allerdings verletzten sich damals beide Goalies der Franken. Erstmals seit vielen Jahren müssen die Wölfe wieder auf einem Außenplatz antreten, der direkt an das Sportgelände des 1. FC Nürnberg angrenzt. „Das wird bestimmt auch nicht leicht für uns“, sagt Alzinger.

Text: Michael Bauer, Foto: Andrea Ach

Neue Tore für den Hockeyplatz


09.06.2017 Auf dem Streethockey-Platz in Atting stehen seit Donnerstag zwei neue Tore, die die etwas in die Jahre gekommenen Gehäuse dort ersetzen
Die Fördergruppe des IHC Atting übergab am Donnerstag zwei neue Tore für den Streehockey-Platz am ehemaligen Dampf-Stadl in Atting. Der ehemalige Eisstock-Platz neben dem Feuerwehrgerätehaus dient seit vielen Jahren als Hockeyplatz für die Jugendlichen in der Gemeinde. Auch die Spieler des IHC Atting machten dort vor mehr als 20 Jahren ihre ersten Schritte auf den Inlineskates, bevor dann im Juni 1998 der Verein gegründet wurde.

„Für uns ist das ein Schritt zurück zu unseren Wurzeln“, sagte 1. Vorsitzender Martin Amann, der mit Michael Bauer (2. Vorsitzender) und Andreas Koblmüller (Schriftführer) sowie Fabian Hillmeier (Kapitän der Herrenmannschaft) die Tore offiziell an 1. Bürgermeister Robert Ruber übergab. Die drei aktuellen IHC-Vorsitzenden sind allesamt Gründungsmitglieder des Vereins und spielten zusammen in der ersten Mannschaft, die 1998 den Spielbetrieb aufnahm. Die Idee zur Vereinsgründung – der Club hat heute eine Laufschulengruppe, vier Nachwuchsteams sowie eine Herrenmannschaft im Spielbetrieb – entstand unter anderem am Hockeyplatz.

Ruber dankte dem Verein und sagte: „Es freut mich, dass die Fördergruppe an den Nachwuchs in Atting denkt und neue Tore spendiert hat. Wenn man sich ansieht, wie viele Kinder auf dem Platz spielen, war es sicherlich eine gute Investition in die Zukunft.“ 2015 wurde der Platz mit einer neuen Asphaltschicht versehen, einige Jahre zuvor bereits eingezäunt. Die Tore wurden aus den jüngsten Aktivitäten der Fördergruppe im Gemeindegebiet finanziert. „Vielleicht findet ja der eine oder andere Attinger über den Hockeyplatz auch den Weg zu uns in den Nachwuchs“, sagte Amann.

Bild: Andreas Koblmüller, Michael Bauer, Martin Amann, Fabian Hillmeier und 1. Bürgermeister Robert Ruber (von links).

Fünf Junioren in BRIV-Auswahl


07.06.2017 Leon Schneider, Tobias Schwarzmüller, Tobias Stuckenberger, Marc Binder und Alexander Jekal im Kader für das Turnier in Ahaus
Fünf Juniorenspieler des IHC Atting haben es nach dem Lehrgang am Pfingstsamstag in Donaustauf in die bayerische Juniorenauswahl geschafft, die Bayern beim Länderpokal am 17. und 18. Juni in Ahaus/Nordrheinwestfalen vertreten wird. BRIV-Auswahltrainer Andreas Schmidhuber nominierte Leon Schneider, Tobias Schwarzmüller, Tobias Stuckenberger, Marc Binder und Alexander Jekal, dazu sind Toni Früchtl und Christoph Eidenschink auf Abruf. Die Attinger stellen damit das größte Kontingent bei diesem Turnier. Beim Turnier werden in diesem Jahr neben Nordrhein-Westfalen und Bayern auch die Landesverbände aus Berlin/Brandenburg und Baden-Württemberg teilnehmen. Favorit ist traditionell Nordrhein-Westfalen, das das größte Spielerkontingent in der ISHD stellt.

text: Michael Bauer, Foto: Schwarzmüller

Zwei Siege am Wochenende


06.06.2017 Nach den Erfolgen gegen Deggendorf II und Augsburg II sind die Herren in der Regionalliga weiter ungeschlagen
Am Ende reichte nicht einmal die Anzeigentafel. 56:1 hätte dort stehen sollen, doch die manuelle Toranzeige hatte bei Weitem nicht so viele Stellen. Ein so hohes Ergebnis könnte man vielleicht im Handball erwarten, im Basketball oder Football – auch wenn nur ein Punkt im Basketball wenig wahrscheinlich und im Football sogar unmöglich ist. 56:1 hieß es aber am Samstag im Inline-Skaterhockey. Der IHC Atting schoss die zweite Mannschaft der Deggendorf Pflanz in der Regionalliga Bayern nicht nur sprichwörtlich aus der Halle.

Sowohl im bayerischen Verband BRIV als auch im Dachverband ISHD ist es das höchste Ergebnis, seit die Spiele seit 2002 (Bayern) und 2001 (ISHD) elektronisch erfasst werden. Allerdings gab es am 21. Mai dieses Jahres bereits ein 60:8 der Berlin Buffalos gegen die Uedesheim Chiefs – mit einer Tordifferenz von 52 aber letztlich auch kein so hoher Erfolg wie der der Attinger. In Bayern lautete das höchste Ergebnis 40:11 – der ERC Ingolstadt gewann am 17. Juni 2016 in dieser Höhe gegen Marktoberdorf. Ergebnisse mit 50 oder mehr Toren gab es bei der ISHD bisher nur bei den Bambini, im BRIV überhaupt nicht.

16 der 56 Tore erzielte allein Fabian Hillmeier. „So viele Tore habe ich auch noch nicht geschossen, aber das war auch kein Gegner mehr. Wir hätten im letzten Drittel sogar noch mehr schießen können.“ Nach 24 im ersten Drittel, 20 im zweiten waren es in den letzten 20 Minuten schließlich zwölf. Hillmeier erzielte die letzten vier, Dominik Nissen gelangen insgesamt neun, Matthias Rothhammer sieben. „Ich glaube, wir hatten 95 Prozent Ballbesitz“, meinte dieser danach.

Schon in der 35. Minute musste ein zweiter Spielberichtsbogen angefertigt werden, denn dieser bietet „nur“ Platz für 39 Treffer. Die kleine manuelle Toranzeige (bis 21), die für Tischtennis gedacht ist, aber für normale Skaterhockeyspiele eigentlich ausreicht, hatte da schon längst ausgedient gehabt. Tor Nummer 22 fiel noch in der letzten Minute des ersten Drittels. Erst nach zwei Stunden und 15 Minuten war das Spiel beendet, teilweise fielen die Tore im Sekundentakt. Das Ansagen am Zeitnehmertisch zog das Spiel in die Länge.

„Wahnsinn“, meinte Coach Markus Alzinger danach nur noch. Doch der Wahnsinn hatte aber auch Gründe: Die Gäste konnten nur mit einer Rumpftruppe antreten, zogen Spieler aus dem dritten Team hoch, um einer Spielwertung und einer Geldstrafe zu entgehen. Gleichzeitig spielte die kleine Spielfläche in der Ausstellungshalle, die Erfahrung und das Spielermaterial mit ehemaligen Bundesligacracks den Attingern in die Karten. „Daher großen Respekt vor den Pflanz, dass sie überhaupt angetreten sind“, sagte Alzinger. „So eine Packung muss man sich erst einmal abholen.“

Bei aller Freude über den hohen Erfolg mischte sich auch etwas Nachdenklichkeit ob des großen Leistungsunterschieds in die Gedanken der Verantwortlichen. Denn einige Zuschauer verließen schon nach dem ersten Drittel die Halle. Ein spannendes Spiel, so wie noch eine Woche zuvor beim 10:6 gegen Titelverteidiger Pleystein, erlebten sie nicht. „Wir haben nach sieben Spielen ein Torverhältnis von +130 – das ist ja Wahnsinn“, sagte Rothhammer.

Denn auch am Montag gab es gegen den Tabellendritten TV Augsburg ein 23:3 (!). 160 Tore haben die Wölfe in sieben Spielen geschossen (im Schnitt 23), sind mit 21 Punkten vor Pleystein (18) Tabellenführer und dominieren die Liga derzeit. „Nur gegen Donaustauf und Pleystein war es enger“, sagte Rothhammer. „Wenn die Spiele so laufen, haben wir in dieser Liga nichts verloren“, sagt Coach Alzinger. Kapitän Hillmeier rechnet aber im weiteren Verlauf der Saison noch mit spannnenderen Spielen. Das Rückspiel gegen Pleystein steigt am 15. Juli.

Der Weg zurück nach oben in den Bundesligabereich ist aber nach wie vor an eine eigene Spielstätte in der Umgebung gekoppelt. Die aktuelle Spielstätte Ausstellungshalle (eine Notlösung) und das Eisstadion Straubing stehen 2018 aber beide nicht zur Verfügung. Die Verantwortlichen des IHC Atting haben bereits mehrmals deutlich gemacht, dass man aufgrund der Entfernung und des hohen Organisationsaufwandes auch nicht mehr in Donaustauf spielen wolle. Die Planungen für eine Spielstätte in Atting laufen – bei der Anzeigentafel dürfte man jetzt mehr als 21 Stellen einplanen.

Text, Foto: Michael Bauer

Zwei Heimspiele am Wochenende


02.06.2017 Die Regionalligamannschaft kann ihre Tabellenführung verteidigen oder gar ausbauen: Es geht gegen Deggendorf II und gegen den TV Augsburg II
Am Pfingstwochenende haben die Spieler des IHC Atting nicht nur die Möglichkeit, die Tabellenführung zu verteidigen, sondern sie sogar auszubauen. Gleich zwei Spiele stehen auf dem Spielplan.

Zunächst geht es am Samstag um 16 Uhr zuhause in der Ausstellungshalle gegen Schlusslicht Deggendorf Pflanz II. Für den Montag brachte eine Spielverlegung ein zweites Heimspiel, es geht um 15 Uhr ebenfalls zuhause gegen den Tabellendritten TV Augsburg II. Die Augsburger stehen mit zwölf Punkten (einer Niederlage aus fünf Spielen) derzeit drei Punkte hinter den Attingern auf Rang drei. Dazwischen stehen noch die Pleystein Piranhas, die die Wölfe in der vergangenen Woche im Spitzenspiel mit 10:6 besiegen konnten. Schon am Samstag werden sich Pleystein und Augsburg gegenseitig die Punkte nehmen. Das direkte Duell der beiden Wölfe-Verfolger findet in Weiden statt.

Bis zum Donnerstag war nicht klar, ob das Spiel gegen Schlusslicht Deggendorf stattfinden kann, dann aber kam das OK von den Pflanz. Die Attinger wollen dieses Spiel etwas ruhiger angehen lassen: „Es zählt einzig und allein der Sieg“, sagt Coach Markus Alzinger. „Aber das Spiel am Montag ist das wichtigere, auch da wollen wir natürlich gewinnen.“

Der Coach selbst steht am Montag nicht zur Verfügung, er ist gleichzeitig mit der Schülermannschaft in Marktoberdorf – die notwendige Spielverlegung des Augsburg-Spiels brachte die Überschneidung mit sich. Es ist das einzige Nachwuchsspiel des Wochenendes. Allerdings sind einige Juniorenspieler im Einsatz. BRIV-Auswahltrainer Andreas Schmidhuber hat mit Toni Früchtl, Leon Schneider, Tobias Schwarzmüller, Alexander Jekal, Tobias Doll, Mario Strobel, Tobias Stuckenberger, Christoph Eidenschink und Marc Binder.

Text: Michael Bauer, Foto: Andrea Ach 

Tabellenführer


29.05.2017 Nach den beiden Siegen gegen die Pleystein Piranhas und die Crocodiles Donaustauf haben die Herren die Tabellenführung in der Regionalliga Bayern übernommen.
Der IHC Atting hat am verlängerten Wochenende durch zwei Siege in den Spitzenspielen gegen die Pleystein Piranhas (10:6) und die Donaustauf Crocodiles (14:7) die Tabellenführung in der Regionalliga Bayern übernommen. Nach fünf Spielen haben die Wölfe immer noch eine blütenweiße Weste.

Dieses Top-Spiel gegen den Meister der vergangenen beiden Jahre am Feiertag hielt, was es versprach: 3:3 hieß es nach 20 Minuten. Atting ging zwar schnell in Führung, die starken Gäste glichen aber schnell wieder aus, Ex-Wolf Nico Kroschinski traf doppelt. Im zweiten Drittel brachte ein Doppelschlag von Max Miazga und Kapitän Fabian Hillmeier (23.) sowie ein weiteres Tor des Attinger Kapitäns etwas Sicherheit. Mit 6:4 ging es in die zweite die Pause. „Wir haben schnell, hart und diszipliniert gespielt“, lobte Coach Markus Alzinger.

Und als nach 41 Sekunden im Schlussdrittel das 7:4 fiel, bogen die Attinger auf die Siegerstraße ein, zumal noch bis zur 49. Minute drei weitere Treffer fielen. Neben dem vierfachen Torschützen Hillmeier ragte auch Christian Prasch (drei Tore) und vor allem Torhüter Daniel Filimonow heraus. „Daniel hat überragend gehalten“, sagte Alzinger. „Als er im letzten Drittel zum Trinken an die Bande gekommen ist, hab ich zu ihm gesagt: Wenn wir jetzt eine eigene Halle hätten, würde dein Trikot unterm Dach hängen.“

Durch den Sieg gegen Pleystein war klar, dass man am Sonntag in Donaustauf die Chance haben würde, die Spitzenposition von den Weidenern zu übernehmen. Dies wurde auch klar und eindrucksvoll erledigt. 14:7 (4:2, 7:1, 3:4) hieß es am Ende, schon das Hinspiel hatten die Attinger mit 11:5 gewinnen können. „Es war kein sonderlich schönes Spiel, aber wichtig ist, dass wir die drei Punkte geholt haben“, sagte Alzinger. „Im ersten Drittel hatten wir zu wenig Ballsicherheit, im zweiten haben wir dann wesentlich mehr Kampf und Leidenschaft gezeigt. Das dritte war dann wieder durchwachsen.“

Erneut war Kapitän Fabian Hillmeier mit vier Toren und drei Vorlagen der erfolgreichste Scorer. Er schraubte sein Torekonto auf 25 Treffer in fünf Spielen. Auch Dominik Nissen und Matthias Rothhammer gelangen jeweils drei Tore. Im Tor stand Filimonow die ersten 40 Minuten, dann spielte Thomas Stadler.

Am kommenden Samstag um 16 Uhr haben die Wölfe gegen Schlusslicht Deggendorf II die Chance ihre Spitzenposition zu untermauern, Verfolger Pleystein erwartet gleichzeitig den TV Augsburg zum Top-Duell an diesem Spieltag.

Text: MIchael Bauer, Foto: Andrea Ach


15.09., 19 Uhr Ergebnis:
19:10

Atting - Merdingen (in Atting)
Sa., 15.09.
TV Augsburg - Schüler 0:14
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 18 248:107 47
2 IHC Atting 18 222:157 40
3 Spaichingen 18 189:111 38
4 Merdingen 17 212:151 30
5 Freiburg 18 155:147 27
6 Schwabmünchen 18 210:207 27
7 Ingolstadt 18 168:151 26
8 Rhein-Main Patriots 17 137:163 20
9 Deggendorf 17 105:232 9
10 Sasbach 17 57:277 0
11
12